2. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
33'
Santos
1:0
47'
Santos
2:0
2
:
1
Hannover 96
90'
Ducksch
2:1
Fr. 25.09.2020 Anstoß: 18:30 Uhr | Schiedsrichter: Arne Aarnink

match-center

Niedersachsenduell zur Heimpremiere

Gut 18 Jahre lang gab es kein Pflichtspiel zwischen Hannover und Osnabrück, nun steht bereits das dritte innerhalb eines Jahres an. Am Freitagabend findet das Duell der Niedersachsen wieder an der Bremer Brücke statt. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

In der Hinrunde 2019/20 stand nur Platz 14 zu Buche, in der Rückrunde landeten die Kicker aus der Landeshauptstadt auf Rang 4. Kein Zweifel: Es geht aufwärts mit Hannover 96 und dieser Trend bestätigt sich auch in der noch jungen Saison 20/21. Nach dem 3:2-Pokalsieg bei den Würzburger Kickers gewann das Team von Kenan Kocak auch sein erstes Zweitligaspiel. Dominik Kaiser und Maina trafen in der HDI Arena gegen den Karlsruher SC und sicherten ihrer Mannschaft damit einen Auftakt nach Maß.

Viel Kommen und noch mehr Gehen

Nach einer durchwachsenen Saison deutete Vieles auf einen personellen Neuanfang hin. Bis dato holte Hannover 96 zehn neue Spieler, während sich 17 in der Sommerpause verabschiedeten – unter ihnen eine Reihe erfahrener Akteure wie Ron-Robert Zieler (1. FC Köln), Edgar Prib (Düsseldorf), Felipe (Boluspor) oder Marvin Bakalorz (Denizlispor).
Ein kompletter Umbruch auf dem Feld blieb dennoch aus. Neben Keeper Michael Esser (Hoffenheim) schafften es nur drei weitere Neuzugänge in die Startelf gegen den KSC: Rechtsverteidiger Sei Muroya (FC Tokyo), Linksverteidiger Niklas Hult (AEK Athen) und Mittelfeldmann Mike Frantz (SC Freiburg). Die „Neuen“ Kingsley Schindler (1. FC Köln), Franck Evina (Bayern München II) und Valmir Sulejmani (Mannheim) wurden allerdings noch eingewechselt.

Taktisches

Man kann ziemlich sicher sein, dass Kenan Kocak auch am Freitagabend sein erfolgreiches Offensivtrio mit Genki Haraguchi, Marvin Duksch und Hendrik Weydandt ins Rennen schicken wird. Dahinter gibt es mehrere taktische Varianten. Gegen den KSC spielte Hannover mit einer Dreierkette, während der neue Links- und der neue Rechtsverteidiger ein Stück vor der Abwehr agierten.
Im Zentrum dürfte der starke Dominik Kaiser in jedem Fall gesetzt sein, an seiner Seite hat sich Mike Frantz für weitere Einsätze empfohlen.

Lila-Weiß gegen Schwarz-Weiß-Grün

Der VfL wartet noch immer auf den ersten Sieg gegen Hannover 96 im 21. Jahrhundert. Seit 2000 gab es erst fünf Pflichtspiele zwischen den beiden Traditionsvereinen. Drei gewann Hannover, die beiden anderen endeten remis. Diese Statistik darf gerne aufpoliert werden …

Spieltag: 25.09.2020, 18.30 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNH96

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
9
Christian Santos
13
Ken Reichel
14
Etienne Amenyido
18
Maurice Trapp
26
Sebastian Klaas
29
Bryan Henning
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
4
Lukas Gugganig
10
Niklas Uwe Schmidt
19
Kevin Wolze
20
Marc Heider
23
David Blacha
25
Sven Köhler
27
Luc Ihorst
30
Maurice Multhaup
Hannover 96
Spielaufstellung
31
Michael Esser
 TW
3
Bo Niklas Hult
6
Jaka Bijol
8
Mike Frantz
10
Genki Haraguchi
11
Linton Maina
13
Dominik Kaiser
15
Timo Bernd Hübers
17
Marvin Ducksch
21
Sei Muroya
28
Marcel Franke
 
Ersatzbank
22
Michael Ratajczak
 ETW
7
Patrick Twumasi
9
Hendrik Weydandt
18
Franck Evina
19
Valmir Sulejmani
20
Philipp Ochs
23
Barış Başdaş
27
Kingsley Schindler
35
Florent Muslija

Osnabrück schlägt Hannover!

Freitagabend, Flutlich, magische Moment: Der VfL Osnabrück und Hannover 96 trennten sich im Niedersachsen-Duell mit 2:1!! Der erste Heimsieg gegen die „Roten“ seit 1984, der erste Sieg seit 1990! In besonderer Erinnerung bleibt die teilweise Rückkehr der VfL-Fans und die Gänsehautmomente, wenn es von den Rängen schallte: „Wir sind die Osnabrücker, wir sind immer da!“

Der VfL war gleich von Beginn an voll drin im Spiel und suchte seine Chancen nach vorn. Mit Kerk, Amenyido und Klaas waren gleich drei Kreativposten hinter Christian Santos in der Spitze aufgeboten. Aber die erste, richtig dicke Gelegenheit der Partie hatte Hannover: Die Roten hatten dem VfL die Kugel im Aufbau stiebitzt und plötzlich taucht Marvin Ducksch relativ allein vor „Pipo“ Kühn auf. Seinen strammen Schuss kann Kühn zur Seite prallen lassen.

Man merkte den „Roten“ ihre spielerische Klasse an. Die Osnabrücker Hintermannschaft um Taffertshofer und Henning im Zentrum und Reichel, Beermann, Trapp und Ajdini zeigte sich aufmerksam, die Angriffe der 96’er versprühten trotzdem fast immer Gefahr.

Aus Osnabrücker Sicht wurde es meist gefährlich, wenn die Angriffe über die Außen liefen. Klaas und Ajdini suchten die freien Räume und das schnelle Spiel in die Spitze.

Viel ging über Kerk, der im Zentrum gut die Bälle verteilte. Nach einer guten halben Stunde war das Spiel relativ ausgeglichen bei einem leichten Chancenplus für die Gäste. Zwingende Torchancen konnten die Osnabrücker nach 30 Minuten nicht vorweisen. Es waren eher Gewaltschüsse, wie der Knaller von Reichel in der 29. Minute, der aber weit über’s Tor von Esser segelte.

Das änderte sich aber in der 34. Minute als der VfL nach einem Hinweis aus Köln und der anschließenden VAR-Kontrolle von Schiri Arnink einen Handelfmeter zugesprochen bekam: Stürmer Chris Santos blieb vom Punkt eiskalt und versenkte die Kugel zur Führung!

Der VfL blieb in der Folge bissig und verteidigte das Ergebnis bis zum Halbzeitpfiff.

Nach Wiederanpfiff ging es schnell aus Osnabrücker Sicht: Sebastian Kerk bringt einen Eckball mustergültig auf den langen Pfosten und erneut ist es Santos, der schnell schaltet, und die Kugel per Kopf unhaltbar in den Hannoveraner Kasten hämmerte! 2:0 für Lila-Weiß!!

In der 59. Minute dann eine gute Freistoßposition für den VfL: Aus 18 Metern, schräg links zielte Amenyido beim Direktversuch etwas zu knapp links am Tor vorbei.

Eine Minute die nächste Chance, jetzt zentral aus rund 20 Metern: Kerks Schuss blieb allerdings in der Mauer hängen. Wenig später sah er nach einem Foul an der Seitenlinie vor der Hannoveraner Bank die gelbe Karte.
In der 72. Minute hätte der frisch eingewechselte Ihorst beinahe schon für die Vorentscheidung gesorgt, sein Schuss wurde gerade noch zur Ecke abgefälscht.

Die Gäste wechselten in der Folge eifrig: Weydandt kam für Maina und Schindler für Frantz. In der 74. kamen dann noch Twumasi für Hult und Evina für Muroya.

Die Hannoveraner Angriffe blieben in Hälfte zwei eher ungefährlich, am Ende hätte der VfL durch Heider in der 85. Noch einmal erhöhen können.

Den Ehrentreffer für Hannover erzielte Ducksch in der 91. Minute.

Wahnsinn, der VfL ist wieder da!

Aufstellung:

  • VfL: Kühn – Reichel, Beermann, Trapp, Ajdini – Henning, Taffertshofer – Kerk, Klaas, Amenyido – Santos
  • Auswechslungen: Beermann (62.) – Gugganig, Santos (68.) – Heider, Klaas (68.) – Ihorst, Amenyido (87.) – Multhaup