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VS.
Sa. 12.07.2025 Anstoß: Uhr
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Topspiel an der Wedau: VfL gastiert beim heimstarken MSV Duisburg

Mit dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg steht für den VfL Osnabrück am heutigen Dienstagabend das erste Topspiel der englischen Woche an (Anpfiff: 19:00 Uhr). Gegen die heimstarken „Zebras“ wollen die Lila-Weißen ihren Lauf fortsetzen und die nächsten wichtigen Punkte gegen die direkte Konkurrenz einfahren. Der Vorbericht.

Der Gegner
Mit vier Neuzugängen verstärkten sich die „Zebras“ im Winter, um den Traum vom Durchmarsch in die 2. Bundesliga zu verwirklichen. Für besonderes Aufsehen sorgte die Verpflichtung von Stürmer Lex-Tyger Lobinger, der vom Ligakonkurrenten Viktoria Köln zu den Duisburgern kam und in 13 Einsätzen bereits fünf Tore und zwei Vorlagen vorweisen kann. Zudem sicherte man sich die Dienste von Dominik Becker (vereinslos), Aljaz Casar (ablösefrei von Dynamo Dresden) und Dominik Kother (per Leihe von Dynamo Dresden). Dennoch kam die Mannschaft von Trainer Dietmar Hirsch nicht ganz so stark ins neue Jahr. Besonders auf fremdem Rasen tut man sich bislang noch schwer. So konnte man in der Rückrunde erst einen Auswärtssieg feiern. Der Tabellendritte der Hinrundentabelle steht in der Rangliste der Rückserie somit nur auf Platz acht. Zuletzt stand man am 25. Spieltag auf dem ersehnten direkten Aufstiegsplatz.

Nachdem Trainer Dietmar Hirsch seine Mannschaft zu Beginn der Saison noch in einem 4-3-3-System auflaufen ließ, setzte der 54-Jährige zuletzt vermehrt auf eine 4-2-3-1-Formation. In der Sturmspitze gesetzt ist dabei der bereits erwähnte Winterneuzugang und Ex-Osnabrücker Lex-Tyger Lobinger. In nur einem einzigen Spiel stand der 27-Jährige seit seinem Wechsel an die Wedau nicht in der Startelf. In der Defensive hält Torwart Maximilian Braune den Kasten sauber. Der 22-Jährige stand in dieser Saison bislang jede Minute auf dem Feld und blieb neunmal ohne Gegentor. Damit steht er im ligaweiten Ranking der „Weißen Westen“ hinter VfL-Keeper Lukas Jonsson (17-mal) und Benjamin Uphoff vom F.C. Hansa Rostock (elfmal) auf dem dritten Platz. Ein Spieler, der ebenfalls bei den „Zebras“ heraussticht, ist Innenverteidiger Tobias Fleckstein. Unter allen Feldspielern, die in dieser Saison mindestens zwei Drittel der gespielten Minuten auf dem Platz standen, weist er die fünftbeste Zweikampfquote (65,1 Prozent) auf. Einen Platz vor dem in der Knappenschmiede ausgebildeten Defensivakteur steht in diesem Ranking Robin Fabinski, der 66 Prozent seiner Zweikämpfe in dieser Saison für sich entscheiden konnte.

Die Ausgangslage
Zu Hause fühlen sich die „Zebras“ besonders wohl. So sind die Duisburger die einzige Mannschaft in der 3. Liga, die in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat. Mit dem VfL Osnabrück ist jedoch die beste Auswärtsmannschaft der Liga zu Gast. Es kommt am Dienstagabend also zum Duell der beiden Spitzenreiter der Heim- und Auswärtstabelle. Der MSV musste am vergangenen Samstag eine bittere 0:1-Niederlage im Derby gegen Rot-Weiss Essen hinnehmen. Dabei drängten die Duisburger trotz der Roten Karte für Aljaz Casar in der 73. Minute in der Schlussphase der Partie noch weit in die gegnerische Hälfte. Dementsprechend frustriert zeigte man sich nach Abpfiff der Partie. Zuvor konnte man im Heimspiel gegen den TSV 1860 München einen 2:1-Sieg einfahren.

Weiterhin ungeschlagen in diesem Jahr ist dagegen der VfL Osnabrück. Zuletzt konnte man an der heimischen Bremer Brücke gegen den 1. FC Schweinfurt 05 beim 4:0-Erfolg den siebten Sieg in Folge einfahren. Eine solche Serie gelang zuletzt in der Saison 2022/23. Sollte auch gegen die Duisburger ein Sieg gelingen, wäre dies in der 3. Liga ein Vereinsrekord für die Lila-Weißen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor bleibt weiterhin die Osnabrücker Defensive. Erst fünf Gegentore kassierte Lukas Jonsson in der Rückrunde. Kein Wunder also, dass der VfL in dieser Saison nur siebenmal in Rückstand geraten ist und damit den Bestwert der Liga aufweist. Die Duisburger stellen mit elf Rückständen den zweitbesten Wert. Rückblickend ist das Ergebnis des Hinspiels, als man sich mit einem torlosen Remis trennte, also nicht wirklich überraschend. Für die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz kommt es in der schauinsland-reisen-arena erneut auf eine stabile Defensive an. Schließlich verloren die „Zebras“ noch kein einziges Spiel, wenn sie in Führung gegangen sind.

Hoffnung auf einen weiteren lila-weißen Sieg macht der Blick auf die letzten Gastspiele des VfL beim MSV. So konnte man vor drei Jahren, im Januar 2023, einen 2:1-Sieg, auch dank eines Treffers von Robert Tesche, einfahren. Ein Jahr zuvor feierte man einen wilden 6:3-Auswärtssieg gegen die „Zebras“. Zuletzt musste der VfL an der Wedau im September 2014 eine Niederlage hinnehmen.

Das Personal
Das Lazarett bei den Duisburgern ist groß. So fallen momentan mit Dennis Borkowski (Muskelverletzung), Maximilian Dittgen (Adduktorenabriss), Florian Egerer (Achillessehnenriss), Dominik Becker (Wadenprobleme), Omar Hanin (Innenbandverletzung), Jesse Tugbenyo (Knieverletzung) und Alexander Hahn (Wadenzerrung) sieben Spieler aus. Bei dem zuletzt ausgefallenen Jan-Simon Symalla äußerte Dietmar Hirsch auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel Hoffnung auf eine Rückkehr. Definitiv ausfallen wird der gesperrte Aljaz Casar (Rotsperre).

Beim VfL kehrt Fridolin Wagner nach seiner abgesessenen Gelbsperre zurück. Auch sonst kann Cheftrainer Timo Schultz auf alle anderen Akteure zurückgreifen.

Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz zeigte sich auf der Pressekonferenz nach dem Heimsieg gegen den 1. FC Schweinfurt 05 vorfreudig auf das Duell mit dem MSV: „Es wird ein absolutes Spitzenspiel in einem tollen Rahmen. Ein ausverkauftes Haus und auch einige Fans aus Osnabrück sind da. Wir haben wieder die Möglichkeit, drei Punkte zu holen, und das muss auch unser Ziel sein.“

Auf der Gegenseite zollte MSV-Coach Dietmar Hirsch auf der Pressekonferenz vor der Partie den Lila-Weißen Respekt, zeigte sich aber auch dank des Heimvorteils optimistisch: „Wir treffen auf einen sehr guten Gegner. Wir haben eine Idee, wie wir spielen wollen. Wir wissen, wie stabil und gut Osnabrück gerade ist. Sie haben eine Riesenserie. Ich finde, sie waren in der Hinserie schon sehr, sehr gut. Sie sind vor allem defensiv geordnet sehr stabil und haben dort schon wenige Gegentore bekommen. Jetzt haben sie sich auch in der Offensive von Tor zu Tor und von Spiel zu Spiel verbessert. Sie sind nicht umsonst mit Abstand da oben. Aber wir spielen wieder zu Hause und wollen unsere Serie zu Hause ausbauen und möglichst die Siegesserie von Osnabrück stoppen.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 18:45 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


Aufstellung wurde noch nicht veröffentlicht

Beim Topduell in Duisburg: VfL muss erste Niederlage des Jahres hinnehmen

Am Dienstagabend musste der VfL Osnabrück gegen den MSV Duisburg die erste Niederlage in diesem Jahr hinnehmen. Nachdem die „Zebras“ in der ersten Halbzeit in Führung gegangen waren, verteidigten die Gastgeber nach dem Wiederanpfiff intensiv und ließen die engagierten Osnabrücker kaum zu Abschlusschancen kommen. Der Spielbericht

Drei Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Anfangsformation vor. So kehrte nicht nur Fridolin Wagner nach Gelbsperre zurück, sondern auch Ismail Badjie und Tony Lesueur standen neu in der Startelf. Dietmar Hirsch rotierte auf Seiten des MSV ordentlich durch. Gleich sechs Wechsel nahm der Cheftrainer der „Zebras“ vor. So stellte er im Vergleich zum Derby gegen Rot-Weiss Essen eine komplett neue Offensive auf und setzte auf die Dienste von Florian Krüger, Christian Veit, Mert Göckan und Thilo Töpken. Zudem rückten Dominik Kother für den rotgesperrten Aljaz Casar sowie Niklas Jessen für Can Coskun auf der Linksverteidigerposition in die Startelf.

Relativ ereignisarm startete die Partie in der mit 24.322 Zuschauern besetzten SchauinsLand-Reisen-Arena. Zwar suchten beide Mannschaften immer wieder den Weg nach vorne, kamen aber kaum zu Abschlüssen. Jannik Müller klärte einen zweiten Ball der Duisburger nach einem Freistoß im Zusammenspiel mit Lukas Jonsson sicher (9‘). Wenig später musste Robin Fabinski in der 25. Minute das Feld verletzt verlassen. Nach einem Zusammenstoß mit Niklas Wiemann knickte der Verteidiger um. Für ihn kam Theo Janotta in die Partie. Zwei Minuten später musste VfL-Keeper Lukas Jonsson erstmals eingreifen. Den Distanzschuss von Mert Göckan parierte der Schwede allerdings ohne Probleme (27‘).

Chancenlos war der 32-Jährige allerdings beim wenige Augenblicke später folgenden Gegentor. Nach einem Freistoß versuchte Bjarke Jacobsen, den Ball per Kopf zu klären, spielte jedoch direkt vor die Füße von Florian Krüger, der per Volley abschloss und die „Zebras“ in Führung brachte (30‘). Daraufhin übernahmen die Gastgeber vermehrt das Spielgeschehen. Die Lila-Weißen suchten immer wieder in Umschaltmomenten Offensivakzente zu kreieren, spielten jedoch oftmals den letzten Pass zu unsauber. Dabei bewahrte Lukas Jonsson die Osnabrücker noch vor einem deutlicheren Halbzeitrückstand. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verlängerte Thilo Töpken einen langen Abschlag von Maximilian Braune, sodass Dominik Kother plötzlich frei vor dem Schlussmann stand. Mit einem starken Reflex verhinderte dieser jedoch den Einschlag (45+3‘). Mit einem knappen Rückstand ging es also für die Mannschaft von Timo Schultz in die Kabine.

Mit dem Wiederanpfiff kamen die Osnabrücker mit viel Schwung zurück auf den Rasen und wurden dabei mehrmals nach Standards gefährlich. Nach einem Eckball landete der zunächst von den Duisburgern geklärte Ball erneut beim VfL. Die anschließende Hereingabe von Patrick Kammerbauer flog vor die Füße von Fridolin Wagner, der sich aus der Drehung ein Herz fasste und die Kugel knapp über den Querbalken setzte (50‘).

Nur vier Minuten später wurde es erneut nach einem Eckball gefährlich, als der zweite Ball bei Niklas Wiemann landete. Der aufgerückte Verteidiger verzog aus spitzem Winkel jedoch deutlich (54‘). In dieser Phase waren die Osnabrücker die überlegene Mannschaft, forderten Torwart Maximilian Braune aber dennoch kaum zwingend heraus. Als Fridolin Wagner den Ball im Mittelfeld stark eroberte, kam der Ball über Lars Kehl zu Robin Meißner, der wiederum Tony Lesueur mit einem Steckpass auf die Reise schickte. Im Sprintduell mit Joshua Bitter zog der Linksaußen jedoch im letzten Moment den Kürzeren (58‘).

Danach beruhigte sich das Spiel weitestgehend. Die Duisburger fielen in der Schlussphase der Partie vermehrt durch harte Zweikämpfe auf, konnten ihre wenigen Kontermöglichkeiten jedoch nicht mehr konsequent ausspielen. Die Lila-Weißen drängten die Hausherren zwar stark in die eigene Hälfte, konnten aber keinen zwingenden Torabschluss mehr herausspielen. Der von den gut 3.500 mitgereisten VfL-Fans erhoffte Last-Minute-Treffer blieb jedoch auch nach der Flanke von Niklas Wiemann in der fünften Minute der Nachspielzeit verwehrt, als Theo Janotta im Fünfmeterraum haarscharf am Ball vorbeigrätschte (90+5‘).

Wenige Augenblicke später war die Partie schließlich beendet und die erste Niederlage des VfL Osnabrück in diesem Jahr besiegelt. Lange Zeit, um über die Niederlage nachzudenken, bleibt den Lila-Weißen aufgrund der englischen Woche jedoch nicht. Bereits am Sonntag empfängt man an der Bremer Brücke mit dem FC Energie Cottbus den nächsten Aufstiegsaspiranten (Anpfiff: 13:30 Uhr).

 

Tore:
1:0 (Krüger 30‘)

 

Aufstellungen:
MSV Duisburg:
Braune – Bitter, Fleckstein, Schlicke, Jessen – Bulic, Viet, Göckan (Coskun 72‘), Krüger (Müller 81‘), Kother (Noß 72‘) – Töpken (Lobinger 63‘)

VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski (Janotta 25‘), Müller, Wiemann – Kammerbauer (Pröger 79‘), Wagner (Tesche 79‘), Jacobsen (Kania 79‘), Lesueur (Kopacz 68‘), Badjie, Kehl – Meißner