15. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
41'
Kerk
1:0
85'
Ihorst
2:3
2
:
3
FC Würzburger Kickers
67'
Pieringer
1:1
76'
Pieringer
1:2
80'
Kopacz
1:3
Sa. 09.01.2021 Anstoß: 13:00 Uhr | Schiedsrichter: Thorben Siewer

match-center

Besuch vom Dallenberg

Am kommenden Samstag steht das erste Heimspiel im Jahr 2021 auf dem Programm der Lila-Weißen. Um 13.00 Uhr gastieren die Würzburger Kickers an der Bremer Brücke.

Der Aufstieg in die 2. Bundesliga kam überraschend, doch die Euphorie hielt nicht lange an. Bis dato konnten die Würzburger Kickers in der neuen Klasse nur eine Partie (2:1 gegen Hannover 96) für sich entscheiden. Das rettende Ufer ist natürlich noch erreichbar, doch die kommenden Aufgaben haben es in sich. Nach dem Gastspiel in Osnabrück geht es daheim gegen Braunschweig. Anschließend heißen die Gegner Paderborn, Aue, Düsseldorf, Fürth, Kiel, Hamburg und Bochum.

Personalkarussell

Mehr als 40 Abgänge und Neuverpflichtungen wirbelten den Kader der Aufstiegshelden gehörig durcheinander. Noch in der Winterpause trennte man sich von Keanu Staude und Co-Trainer Matthias Lust, Mitte dieser Woche außerdem von Saliou Sané (Magdeburg), während Stefan Maierhofer (Admira Wacker), Rolf Feltscher (Los Angeles Galaxy), Marvin Pieringer (SC Freiburg), Martin Hasek (zuletzt vereinslos) und Christian Strohdiek (Paderborn) Richtung Dallenberg wechselten.
Bislang gelang es den Unterfranken allerdings nicht, aus der Vielzahl an Möglichkeiten, eine überzeugende Stammformation zu bilden. Mittelfeldmann David Kopacz war als einziger Akteur in allen 14 Spielen mit von der Partie.
Dazu kamen mehrere Veränderungen auf der Trainerposition. Nach Michael Schiele und Marco Antwerpen ist Bernhard Trares bereits der dritte Übungsleiter in der laufenden Saison.

Defensivprobleme

Kein Zweitligist kassierte mehr Gegentore als die Würzburger. 33 Mal trafen die Gegner ins Schwarze, in keinem Spiel stand hinten die „Null“ und nur Düsseldorf, Hannover und zuletzt St. Pauli erzielten lediglich ein Tor gegen die Kickers.

Vom Dallenberg in die Champions League

Luca Pfeiffer war entscheidend am Aufstieg der Würzburger Kickers beteiligt. Der Stürmer, der 2018/19 das Trikot des VfL trug, steuerte 15 Tore und 8 Vorlagen zur starken Saisonbilanz bei. Nach zwei Zweiligapartien wechselte Pfeiffer dann aber zum dänischen Meister FC Midtjylland und kam in der Champions League zu Kurzeinsätzen gegen den FC Liverpool und Ajax Amsterdam.

Taktisches

Bernhard Trares bevorzugte mehrfach eine 3-4-3-Formation, die unter Druck auf ein 5-4-1-System umgestellt wurde.

Lila-Weiß gegen Weiß-Rot

Sechs Spiele aus gemeinsamen Drittligazeiten, damit ist die Matchbilanz zwischen Osnabrück und Würzburg bereits erschöpft. Die Lila-Weißen gewannen drei Partien, die Kickers gingen nur einmal als Sieger vom Platz.

Spieltag: 09.01.2021, 13.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNFWK

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
5
Konstantin Engel
6
Ludovit Reis
9
Christian Santos
10
Niklas Uwe Schmidt
14
Etienne Amenyido
19
Kevin Wolze
23
David Blacha
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
8
Ulrich Taffertshofer
13
Ken Reichel
18
Maurice Trapp
20
Marc Heider
25
Sven Köhler
27
Luc Ihorst
29
Bryan Henning
30
Maurice Multhaup
FC Würzburger Kickers
Spielaufstellung
39
Hendrik Bonmann
 TW
9
Dominic Baumann
10
Marvin Pieringer
12
Patrick Sontheimer
14
Hendrik Hansen
22
Daniel Hägele
27
Nzuzi Toko
28
Arne Feick
29
David Kopacz
31
Rolf Günther Feltscher
32
Christian Strohdiek
 
Ersatzbank
1
Fabian Giefer
 ETW
4
Lars Dietz
6
Tobias Kraulich
19
Douglas Franco Teixeira
20
Ridge Munsy
24
Stefan Maierhofer
25
Dominik Meisel
34
Frank Ronstadt
38
Robert Herrmann

Unnötige Niederlage gegen die Kickers

Kontrastprogramm im Wochen-Rhythmus: Am vergangenen Sonntag siegte der VfL Osnabrück bei den Tabellenführer Holstein Kiel, am heutigen Samstag empfing die Mannschaft von Marco Grote den Tabellenletzten Würzburger Kickers. Erstmals in dieser Saison kam dieselbe Elf wie am Vorspieltag zum Einsatz. Das Glück blieb den Osnabrückern nicht treu, mit 2:3 mussten sie sich geschlagen geben, was zu einem Großteil auf die eigene Kappe ging.

Die Gäste trennten sich unter der Woche im Heimspiel gegen den FC St. Pauli 1:1 Unentschieden und zeigten an der Bremer Brücke vom Anpfiff an großen Angriffswillen. In der 2. und 4. Minute musste „Pipo“ Kühn gleich einmal zupacken.

Schmidt war es, der Bonmann im Kickers-Tor in der 6. Minute erstmalig prüfte, sein Schuss strich aber über den Kasten. Nach einer Ecke und Flanke von Schmidt zappelte der Ball erstmals im Tor. Die Aktion wurde aber wegen eines angeblichen Fouls von Gugganig an Keeper Bonmann zurückgepfiffen.

Insgesamt bot die erste halbe Stunde des Spiels eher Fußballmagerkost. Auf beiden Seiten fehlten die klaren Aktionen, viele, kleine Fouls verhinderten einen echten Spielfluss.

Die Führung hatten sich die Osnabrücker in der 41. Minute durch unermüdlichen Einsatz trotzdem verdient. Über Umwege landete der Ball im Strafraum bei Kerk, der die Kugel in der linken Ecke unterbrachte.
Mit der 1:0 Führung ging es dann auch in die Pause.

Nach der Halbzeit kam der VfL unverändert aus der Kabine.

Das Spiel präsentierte sich allerdings ab der 46. Minute deutlich aktiver und lebendiger. Schmidt prüfte Bonmann im Eins-Gegen-Eins bereits in der zweiten Aktion der zweiten Hälfte, der Kickers-Keeper blieb aber cool und entschärfte die Situation.

Doppelwechsel bei den Gästen dann in der 59. Minute: Meises für Toko und Ronstadt für Baumann.
Nackenschlag in der 67. Minute: Würzburg war auf der rechten Seite entwischt, die Flanke von Feltscher drückte Pieringer über die Linie. 1:1, nachdem der VfL in den Minuten zuvor die deutlich aktivere und auch gefährlichere Mannschaft war.

In der 74. Minute tauschte Marco Grote zwei Mal: Für Amenyido und Blacha kamen Ihorst und Taffertshofer.

Wenig später entglitt dem VfL die Partie: Gugganig verlor ein schnelles Laufduell auf der linken Seite und im Zentrum stand Pieringer erneut goldrichtig und verwandelte zum 2:1 für die Würzburger Kickers.
Erneuter lila-weißer Doppelwechsel in der 79. Minute: Heider und Multhaup kamen für Engel und Reis.
Die anschließende Ecke blieb wirkungslos und quasi im Gegenzug besorgte Kopacz von links das 3:1.

In der 84. Minute keimte wieder Hoffnung auf als Heider sich auf links durchsetzte und seine mustergültige Flanke per Kopf vom eingewechselten Ihorst verwandelt wurde.

Bis zum Schlusspfiff versuchte der VfL noch einmal alles, um zumindest einen Punkt mitzunehmen aber das Bemühen blieb vergebens. Mit 2:3 ging die Partie verloren.

Nun wartet eine lange Trainingswoche auf die Lila-Weißen, bis es am übernächsten Montag an die Elbe zum Hamburger SV geht, wo ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Daniel Thioune, Merlin Polzin und Moritz Heyer wartet.