25. Spieltag

Auswärtsspiel
1.FC Nürnberg
61'
Schäffler
1:0
1
:
1
VfL Osnabrück
73'
Heider
1:1
So. 14.03.2021 Anstoß: 13:30 Uhr | Schiedsrichter: Sven Waschitzki

match-center

Zu Gast in Franken

Es ist der 6. Besuch des VfL in Nürnberg, bislang gab es im Max-Morlock-Stadion nichts zu holen für die Lila-Weißen. Am Sonntag (Anstoß: 13.30 Uhr) wäre ein wirklich guter Zeitpunkt!

Sieben Zähler aus den letzten fünf Spielen – das entspricht nicht unbedingt den Erwartungen des neunfachen Deutschen Meisters in der 2. Liga. In dieser verfahrenen Spielzeit waren die Punkte aber eminent wichtig, um den Abstand auf den Tabellenkeller zu vergrößern.
Trotzdem ist die Lage des FCN weiterhin brenzlig. Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison, die bekanntlich auf dem Relegationsplatz endete, hatte Nürnberg 29 Punkte auf dem Konto. Jetzt sind es 27.

Dem Spiel am Sonntag könnte nun eine Schlüsselfunktion zukommen. Bei einem Sieg der Nürnberger, die unter der Woche Olaf Rebbe als neuen Sportdirektor verpflichteten, wächst der Abstand zum VfL auf acht Punkte an. Gewinnen die Lila-Weißen schmilzt er auf zwei.

Problemzone

Dass man am Valznerweiher auch noch rätselt, wie die aktuelle Situation zu bewerten ist, zeigte sich nach dem jüngsten 1:3 in Düsseldorf. Der Auftritt als solcher war durchaus überzeugend, am Ende stand der Club aber einmal mehr mit leeren Händen da.
„Wir müssen heute mindestens einen Punkt mitnehmen“, meinte Cheftrainer Robert Klauß anschließend. „Es lag an Kleinigkeiten und Details. Wir waren in direkten Duellen teilweise nicht so gut und in einigen Situationen nicht so scharf auf die zweiten Bälle.“
Die wesentlichen Probleme der Nürnberger liegen weiterhin in der Defensive. In Düsseldorf kassierten die Franken die Gegentore 35, 36 und 37 – damit musste Christian Mathenia genauso oft hinter sich greifen wie Philipp Kühn und sein in Sandhausen eingesetzter Kollege Moritz Nicolas.
Demgegenüber stehen 30 eigene Club-Treffer, das ist – zumindest in der unteren Tabellenhälfte – ein durchschnittlicher Wert. Acht dieser Tore erzielte der Ex-Wiesbadener Manuel Schäffler, der noch vier weitere vorbereitete.

Taktisches

Es ist wahrscheinlich, dass Robert Klauß am Sonntag erneut eine 4-4-2-Formation ins Rennen schickt. Auf seinen besten Torschützen Manuel Schäffler wird er vermutlich nicht verzichten, neben ihm dürfte der gerade 19-jährige Dennis Borkowski zum Einsatz kommen, der von RB Leipzig ausgeliehen wurde und in sechs Spielen bereits zwei Treffer erzielte.

Lila-Weiß gegen Rot-Weiß

Ein Sieg im DFB-Pokal 1983 und das 2:1 aus der Saison 2000/2001 – damit sind die VfL-Erfolge gegen Nürnberg auch schon erschöpft. Eine Partie endete unentschieden, zehnmal gingen die Franken als Sieger vom Platz. Diese Statistik muss also dringend korrigiert werden!

Spieltag: 14.03.2021, 13.30 Uhr, Max-Morlock-Stadion
Spieltags-Hashtag: #FCNOSN
Homepage des Gegners: www.fcn.de

1.FC Nürnberg
Spielaufstellung
26
Christian Mathenia
 TW
4
Asger Sörensen
5
Johannes Geis
6
Tim Handwerker
9
Manuel Schäffler
15
Fabian Nürnberger
19
Dennis Borkowski
22
Enrico Valentini
24
Mats Møller Dæhli
28
Lukas Mühl
43
Tim Latteier
 
Ersatzbank
29
Christian Früchtl
 ETW
10
Nikola Dovedan
13
Pius Krätschmer
14
Tom Krauß
18
Hanno Behrens
23
Fabian Schleusener
40
Linus Rosenlöcher
41
Mario Suver
44
Eric Shuranov
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
6
Ludovit Reis
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
9
Christian Santos
13
Ken Reichel
16
Ulrich Bapoh
19
Kevin Wolze
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
10
Niklas Uwe Schmidt
15
Sebastian Müller
20
Marc Heider
21
Laurenz Beckemeyer
28
Tim Möller
29
Bryan Henning
30
Maurice Multhaup
35
Marc Augé

Punktgewinn in Franken

Sonntagmittag, Auswärtsspiel im traditionsreichen Max-Morlock-Stadion beim 1. FC Nürnberg und das erste Spiel unter dem neuen VfL-Cheftrainer Markus Feldhoff. 90 Minuten leidenschaftlicher Kampf, der VfL mit einem selbstbewussteren Auftritt als zuletzt und am Ende ein verdienter Punktgewinn in Franken. Hier kommt unser Spielbericht.

Der VfL startete mit einem 4-1-4-1 System in die Partie, Nürnbergs Trainer Robert Klauß entschied sich für ein 4-4-2. Wichtigste Änderung beim VfL: Im Tor startete wieder Philipp Kühn, für den gelbgesperrten Maurice Trapp begann Lukas Gugganig in der Innenverteidigung. Schiedsrichter der Partie war Sven Waschitzki. Die Ausgangslage: Der VfL steht mit einem Spiel weniger (Ausfall Partie Regensburg) auf dem Relegationsplatz 16, die Nürnberger auf Rang 14. Bisher konnte der VfL Osnabrück in seiner Geschichte noch kein Spiel in Nürnberg gewonnen, lediglich ein Tor gab es in Franken überhaupt, seinerzeit hieß der Torschütze Christian Claaßen…

Bei strahlendem Sonnenschein im Max-Morlock-Stadion erwischte der VfL im ersten Spiel von VfL-Cheftrainer Markus Feldhoff den besseren Start und kam in den ersten fünf Minuten durch Reis und Santos zu ersten, kleinen Gelegenheiten.

Die Angangsviertelstunde ging insgesamt an den VfL, mit zunehmender Spielzeit stellten sich auf beiden Seiten jedoch kleine Fehler und Ungenauigkeiten ein. Positiv im Vergleich zu Vorwochen: Der VfL agiert selbst, wartet nicht, was der Gegner macht.

Zwei Ecken holte der VfL in der ersten halben Stunde heraus, beide Standards blieben aber ungenutzt. Trotzdem: Die erste Halbzeit war im Vergleich zu den Vorwochen eine deutliche Verbesserung. In der 38. Minute war zum Beispiel Kerk im Zentrum frei im Angriff nachdem Reis ihn gut eingesetzt hatte, stürmte nach vorn, zielte aber aus rund 20 Metern zu weit rechts, kein Problem für Mathenia im Nürnberger Tor.

Torlos ging es in die Pause, aus Osnabrücker Sicht im Vergleich zu den Vorwochen ein wichtiger Schritt nach vorn. Der VfL verteidigte als Mannschaft in Hälfte eins sehr ordentlich.

Ohne personelle Änderungen kam der VfL aus der Kabine und setzte gleich wieder die ersten Akzente. Die erste Verwarnung des Spiels traf aber ebenfalls den VfL: Gugganig kam gegen Handwerker zu spät und kassierte Gelb. Der anschließende Freistoß für den „Glubb“ blieb wirkungslos.

Zwei Ecken um die 55. Minute überstand der VfL schadlos, die Intensität in den Zweikämpfen stieg minütlich, beide Teams versuchten, den ballführenden Spieler früh zu attackieren. In der 58. Minute kam Kevin Wolze von links zum Torschuss, zielte aber einen Tick zu weit am langen Pfosten vorbei.

Die gute Laune des Tages erhielt in der 62. Minute einen gehörigen Dämpfer: Johannes Geis bringt eine hohe Ecke von rechts in den Strafraum wo ausgerechnet „VfL-Schreckgespenst“ Manuel Schäffler unter Bedrängung zum Kopfball kommt und rechts oben einnetzt.

In der 67. Minute konnten sich die Osnabrücker mit Glück einem höheren Rückstand entziehen: Kühn war viel zu weit aus seinem Kasten geeilt, um gegen Borkowski zu klären. Er verpasste aber den Ball, Borkowski zog aus 30 Metern ab, zielte aber knapp über den Kasten.

Die Erlösung (in doppelter Hinsicht!) in der 72. Minute: Reis hatte den Blick für den gut postieren Kerk, der in der Box zur Grundlinie zog, scharf nach rechts flankte und Marc Heider stand goldrichtig und kam (endlich!!) zu seinem ersten Zweitligator!! 1:1 im Frankenland!!

In der Folge stieg das Selbstbewusstsein der „Lila-Weißen“: Santos, der vor Heiders Treffer bereits die Chance zum Ausgleich liegengelassen hatte, kam nach einigem Hin und Her auf Halblinks zum Schuss, sein Schlenzer segelte aber wieder knapp am langen Pfosten vorbei.

Die Schlussminuten waren hektisch, beide Teams versuchten noch, das Remis in einen Sieg zu verwandeln. Trotz viel Kampf blieb es abschließend beim gerechten 1:1 Unentschieden, wobei der VfL vielleicht etwas mehr investierte als die Hausherren. Punkt 1 im ersten Spiel unter Markus Feldhoff ist damit unter Dach und Fach.
Am nächsten Sonntag empfängt der VfL den FC St. Pauli an der Bremer Brücke.

Aufstellung VfL: Kühn – Reichel (Möller 90.), Beermann, Gugganig, Ajdini – Taffertshofer, Wolze (Heider, 71.), Reis – Kerk, Bapoh, Santos

Aufstellung 1. FC Nürnberg: Mathenia – Valentini, Mühl, Sörensen, Handwerker – Geis, Nürnberger, Latteier (Dovedan, 74.), Möller Daehli – Borkowski (Shuranov, 87.), Schäffler (Schleusener, 74.)

Verwarnungen:
VfL: Gugganig (48.), Wolze (60.), Taffertshofer (63.)
1. FC Nürnberg: Borkowski (81.)

Ecken:
VfL: 3
1. FC Nürnberg: 6