27. Spieltag

Auswärtsspiel
Karlsruher SC
0
:
1
VfL Osnabrück
49'
Santos
0:1
Sa. 03.04.2021 Anstoß: 13:00 Uhr | Schiedsrichter: Florian Lechner

match-center

KSC im Aufwind

Nach der Länderspielpause steht für die 2. Bundesliga der 27. Spieltag auf dem Programm. Der VfL tritt am Samstag um 13.00 Uhr beim Karlsruher SC an, mit dem die Lila-Weißen 2019 in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind.

Nach dem ersten Jahr im Fußballunterhaus rangierten die Osnabrücker am Ende knapp vor den Badenern, doch diesmal wird der KSC besser dastehen. Schon jetzt hat das Team von Christian Eichner 19 Zähler mehr auf dem Konto und sogar noch die Aufstiegsplätze im Blick.

Belgisches Vorbild, vorsichtiger Trainer

Marcel Mehlem hat es den alten Mannschaftskameraden bereits vorgemacht. Der Mittelfeldmann, der 2018 zu Royal Union Saint-Gilloise wechselte, ist mit dem belgischen Zweitligisten gerade in die Jupiler Pro League aufgestiegen – und das sechs Spieltage vor Saisonende.
Cheftrainer Christian Eichner will von solchen Planspielen allerdings nichts wissen. „Ich glaube, wir sind noch nicht so weit, gehören noch nicht da ganz oben hin“, meinte der Cheftrainer im Interview mit der „Pforzheimer Zeitung“.
„Noch nicht “dürfte dabei die wichtigste Aussage für alle KSC-Fans sein, aber tatsächlich wurde der Höhenflug der Badener zuletzt gebremst. Nachdem man sieben der ersten zehn Spiele im Jahr 2021 gewonnen hatte, gab es zwei torlose Unentschieden gegen St. Pauli und Braunschweig sowie ein 2:2 beim SC Paderborn.

3 von 13 – 4 von 13

Trotz der starken Gesamtbilanz gibt es ein Ungleichgewicht in der Karlsruher Saisonstatistik. Auf fremden Plätzen wurden nur 3 von 13 Spielen verloren, damit gehören die Badener zu den besten Auswärtsteams der Liga.
Daheim wurden von ebenso viel Partien allerdings nur vier gewonnen. Weniger Punkte sammelten im eigenen Stadion nur Nürnberg, Würzberg und Osnabrück.

Taktisches

Prognosen sind nahezu unmöglich, denn Karlsruhe agiert immer wieder in anderen taktischen Formationen. Unabhängig davon, ob die Badener nun mit einem 4-4-2-, 4-2-3-1- oder 4-3-3-System auflaufen – Philipp Hofmann dürfte sicher mit von der Partie sein. Der gefährlichste KSC-Stürmer erzielte bereits zehn Treffer und bereitete sechs weitere vor.
Am anderen Ende des Platzes ist auch der Ex-Osnabrücker Marius Gersbeck gesetzt. Mit einer kicker-Durchschnittsnote von 2,71 gehört er derzeit zu den TOP3 der Zweitliga-Torhüter.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß

Mit dem 2:1-Erfolg des KSC im Hinspiel neigte sich die bis dahin ausgeglichene Zweitligabilanz beider Teams leicht zugunsten der Badener. Auf deren Habenseite stehen nun fünf Siege, der VfL war viermal erfolgreich. Vier Duelle endeten remis.

Spieltag: 03.04.2021, 13.00 Uhr, Wildparkstadion
Spieltags-Hashtag: #KSCOSN
Gegner-Homepage: www.ksc.de

Karlsruher SC
Spielaufstellung
35
Marius Gersbeck
 TW
6
Kevin Wimmer
7
Marc Lorenz
8
Jerôme Gondorf
10
Marvin Wanitzek
11
Kyoung-Rok Choi
21
Marco Thiede
22
Christoph Kobald
32
Robin Bormuth
33
Philipp Hofmann
39
Benjamin Goller
 
Ersatzbank
1
Markus Kuster
 ETW
3
Daniel Gordon
4
Lukas Fröde
9
Xavier Amaechi
18
David Trivunic
19
Dominik Kother
31
Malik Batmaz
34
Jannis Rabold
38
Tim Breithaupt
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
6
Ludovit Reis
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
9
Christian Santos
16
Ulrich Bapoh
18
Maurice Trapp
19
Kevin Wolze
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
5
Konstantin Engel
10
Niklas Uwe Schmidt
15
Sebastian Müller
20
Marc Heider
23
David Blacha
28
Tim Möller
29
Bryan Henning
30
Maurice Multhaup

Jahrzehntelange Serie beendet!

Auswärtsspiel in Baden, zu Gast auf der Baustelle „Wildparkstadion“. Am Samstagmittag gastierte der VfL Osnabrück beim Karlsruher SC und fand endlich wieder in die Erfolgsspur – nebenbei beendeten die Lila-Weißen einen seit 1986 bestehenden Auswärtsfluch. Hier kommt unser Spielbericht.

Der VfL startete mit einem 5-2-2-1 System in die Partie, Christian Eichner beim Karlsruher SC entschied sich für ein 4-3-3. Beim VfL rückte Christian Santos als Stürmer wieder in die Startelf. Schiedsrichter der Partie war Florian Lechner.

Das Spiel war noch keine 2 Minuten alt, da zeigte Schiri Lechner bereits auf den Punkt. Kobald hatte Bapoh zuvor im Strafraum deutlich sichtbar gefoult. Kerk trat zum Elfmeter an, sein schlecht platzierter Schuss konnte allerdings von ex-VfL-Keeper Gersbeck im KSC-Tor gehalten werden.
Trotzdem fand der VfL insgesamt gut in die Partie, stand hinten leidlich sicher und setzte nach vorn immer wieder Nadelstiche.

In der 24. Minute kam der VfL zu einer aussichtsreichen Freistoßposition aus rund 22 Metern von der linken Seite: Kerk brachte den Ball scharf ins Zentrum, Trapps Schuss rauschte über das Karlsruher Gehäuse.
Nur drei Minuten später, ebenfalls per Freistoß, eine gute Gelegenheit für die Hausherren, aber Gondorf schießt mitten in die Mauer. Auch der zweite Ball für den KSC bleibt wirkungslos. *

In der 31. Minute kam Kerk die linke Seite runtergestürmt, brachte seine Flanke in den Sechzehner, aber Santos’ Kopfball ging weder aufs Tor, noch fand er Mitspieler Wolze am zweiten Pfosten. Insgesamt hatte der Karlsruher SC in der ersten, halben Stunde etwas mehr Spielanteile, die gefährlicheren Chancen lagen aber auf Osnabrücker Seite. Trotzdem weiter 0:0.

Nachspielzeit gab Schiri Lechner für die erste Halbzeit nicht, torlos ging es fast genau mit der 45 Minuten-Marke in die Kabine.

Beide Teams kamen personell und taktisch unverändert aus der Pause und der VfL erwischte den perfekten Start: Reis kam tief in der eigenen Hälfte an den Ball, sprintete die linke Außenbahn entlang. Am Sechzehner bediente er Kerk der kurz vor Gersbeck den Blick für den rechts freistehenden Santos und der machte das, was ein Stürmer tun muss: Trocken annehmen und en Führungstreffer erzielen! 1:0 für den VfL, endlich mal wieder eine Führung in einem Punktspiel!

Der VfL schaffte es auch in den Folgeminuten, seine Ordnung im Spiel zu halten, hinten größtenteils sicher zu stehen und durch Konter hier und da Gefahr auszustrahlen.

In der 77. Minute durfte sich der VfL bei höheren Mächten bedanken, nicht den Ausgleich hingenommen haben zu müssen: Kühn eilte bei einer weiten Flanke dem Ball entgegen, klärte einarmig genau vor die Füße von Wimmer. Der traf bei seinem Abschluss allerdings nur das Außennetz.

In der Schlussphase der Partie versuchten es die Karlsruher mit allen Mitteln, brachten Gordon für Wimmer, hohe Bälle waren die Folge. Der VfL blieb cool, verteidigte im Verbund. Drei Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt. Auch die letzte Ecke, zu der selbst Gersbeck mit nach vorn geeilt war, überstand der VfL schadlos und tütete nach 93 Minuten endlich, seit Anfang Januar, wieder einen Sieg und damit enorm wichtige drei Punkte ein. Gleichzeitig bedeutete der Erfolg das Ende einer unglaublichen Serie: Seit 1986 hatte der VfL kein Auswärtsspiel mehr in Karlsruhe gewinnen können!

Am nächsten Wochenende steigt der „Abstiegs-Gipfel“ gegen Eintracht Braunschweig an der Bremer Brücke!

Aufstellung VfL: Kühn – Trapp, Beermann, Gugganig, Ajdini, Wolze (Heider, 69.), – Taffertshofer, Reis (Blacha, 69.) – Kerk, Bapoh (Henning, 59.), Santos (Multhaup, 83.)

Aufstellung Karlsruher SC: Gersbeck – Thiede, Bormuth (Batmaz, 71.), Kobald, Wimmer – Wanitzek, Gondorf, Choi (Gordon, 85.) – Goller (Amechi, 52.), Hofmann, Lorenz (Kother, 52.)

Verwarnungen:

VfL: Wolze (67.)
Karlsruher SC: Wimmer (42.)

Ecken:

VfL: 1
Karlsruher SC: 9