9. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
43'
Bertram
1:0
1
:
0
SV Meppen
Sa. 18.09.2021 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Mitja Stegemann
Zuschauer: 7989 Zuschauer

match-center

Derby – Erster Teil

Es ist wieder soweit: Nach gut zweieinhalb Jahren trifft der VfL in einem Pflichtspiel auf den SV Meppen. Die mit Spannung erwartete Partie gegen die Emsländer steigt am Samstag um 14.00 Uhr an der Bremer Brücke. 18 Tage später sehen sich die Rivalen an gleicher Stelle im NFV-Pokal.

Die Neuauflage des Derbys hing am seidenen Faden, denn sportlich wären die Meppener im Mai 2021 in die Regionalliga abgestiegen. Die Emsländer waren am Ende zwar punktgleich mit dem KFC Uerdingen, hatten aber die um 12 Treffer schlechtere Tordifferenz. Da die insolventen Krefelder aber keine Zulassung für die Saison 2021/22 bekamen, konnte der SVM, der bereits am Unternehmen Wideraufstieg gearbeitet hatte, doch für ein fünftes Jahr in der 3. Liga planen.

Alle Neuen im Einsatz

Trotz des Hin und Her zwischen Regionalliga und 3. Liga konnten die Emsländer Leistungsträger der Vorsaison halten. Acht externe Neuverpflichtungen heuerten in Meppen an – jeder von ihnen bekam bereits Einsatzzeiten in der dritthöchsten Spielklasse. Serhat Koruk (SV Bergisch Gladbach 09) und Morgan Faßbender (Chemie Leipzig) waren in allen Partien dabei, der Ex-Osnabrücker David Blacha lief bisher siebenmal für seinen neuen Verein auf.

Schwer auszurechnen

Wo genau Meppen wenige Monate nach dem Neuanfang steht, lässt sich kaum einschätzen. Das Team von Rico Schmitt leistete sich überraschende Ausrutscher wie beim 0:5 in Mannheim oder bei der jüngsten Heimniederlage gegen Freiburg II (0:1).
Auf der anderen Seite bezwang der SVM Kaiserslautern (1:0), Verl (2:0) und Havelse (1:0) und punktete in Zwickau und bei 1860 München (beide Spiele 1:1).
Auf fremden Plätzen konnte Meppen in dieser Saison allerdings noch kein Spiel gewinnen.

Taktisches

Rico Schmitt hat schon verschiedene taktische Varianten ausprobiert, zuletzt eine 3-4-3-Formation im Heimspiel gegen Freiburg II. Die Aufstellung an der Bremer Brücke könnte allerdings eher wie die an der Grünwalder Straße aussehen. Am 4. September agierte David Blacha vor einer Viererkette und hinter Käuper und Evseev. Faßbender, Tankulic und Guder bildeten das Angriffstrio.
Verzichten muss Schmitt in jedem Fall auf Stammtorhüter Erik Domaschke. Der 35-Jährige zog sich im Spiel gegen die jungen Breisgauer einen Außenbandriss zu.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß

Die lange Derby-Historie reicht bis in die alte Regionalliga der frühen 1970er Jahre zurück. In der 3. Liga gab es nur vier Begegnungen zwischen Meppen und Osnabrück – zwischen 2017 und 2019. Zweimal gingen die Lila-Weißen als Sieger vom Platz, einmal gewann Meppen.

Spieltag: 18.09.2021, 14.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNSVM
Gegner-Homepage: www.svmeppen.de

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Lukas Gugganig
6
Sven Köhler
7
Sören Bertram
8
Ulrich Taffertshofer
18
Maurice Trapp
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
26
Sebastian Klaas
30
Aaron Opoku
 
Ersatzbank
1
Tim Wiesner
 ETW
9
Andrew Wooten
11
Ba-Muaka Simakala
13
Lukas Kunze
16
Ulrich Bapoh
17
Felix Higl
24
Manuel Haas
28
Tim Möller
33
Timo Beermann
SV Meppen
Spielaufstellung
32
Eric Domaschke
 TW
6
Ole Käuper
9
Serhat Koruk
10
Luka Tankulic
15
Markus Ballmert
17
Christoph Hemlein
18
Rene Guder
22
Steffen Puttkammer
25
Jeron Al-Hazaimeh
30
Max Dombrowka
31
David Blacha
 
Ersatzbank
12
Matthis Harsman
 ETW
3
Janik Jesgarzewski
5
Jonas Fedl
7
Marcus Piossek
11
Morgan Fassbender
16
Florian Egerer
21
Beyhan Ametov
23
Lukas Felix Krüger
34
Tobias Dombrowa

Derbysieger!!

Samstagnachmittag, bestes Wetter, Stand gegen Land, VfL gegen den alten Rivalen SV Meppen – es war Derbyzeit an der Bremer Brücke. Hier kommt der Spielbericht.

Daniel Scherning entschied sich wie gewohnt, für ein 4-3-3, Meppen startete im 4-2-3-1 mit Koruk als einziger Spitze. Beim VfL rückten Sören Bertram und Omar Traoré in die Startelf.

Schiedsrichter der Partie war Mitja Stegemann.

Die Stimmung war prächtig, beide Fanlager gaben von Beginn an stimmlich alles, die Luft knisterte! In der 4. Minute lag die Führung in der Luft, aber weder Opoku, der Domaschke knapp überwand, als auch Bertram im Nachschussversuch konnten den Ball im Tor unterbringen. In der 8. Minute hatte Meppen durch Tankulic, der sich nach halblinks hatte treiben lassen, seinen ersten Abschluss, aber Kühn war beim Versuch in die lange Ecke auf dem Posten.

Eine gute Minute später verzettelte sich Domaschke beim Abschlag, Klaas fing den kurzen Pass ab, legte auf Heider im Zentrum, aber Domaschke machte seinen Fehler wieder gut und hielt den Schuss vom „Captain“ fest. Beim VfL ging allgemein in der Anfangsphase viel über die rechte Seite, Bertram machte im Verbund mit Traoré und Klaas immer wieder Dampf.

In der 22. Minute die nächste Gelegenheit für „Lila-Weiß“: Traoré hatte einen Meppener Freistoß abgefangen und schickte Heider mit einem weiten Ball auf die Reise. „Heidi“ nahm kurz vor der Strafraumkante Maß, zielte aber hauchdünn am langen Pfosten vorbei. Insgesamt zeigte der VfL die reifere Spielanlage und ein Chancenplus, die Partie war, typisch Derby, sehr umkämpft. Der SVM zog sich mit fortlaufender Spieldauer immer weiter in die eigene Hälfte zurück, machte die Räume eng und kam eher über Konter.

Die erste Verwarnung der Partie handelte sich Meppens Puttkammer ein, als er Opoku vor der Meppener Bank hart über die Klinge springen ließ. Osnabrücks Nummer 30 konnte nach einer kurzen Behandlungspause aber weiterspielen.

Und kurz vor der Halbzeit belohnte sich der VfL dann doch noch für seine Bemühungen der ersten Hälfte: In der 43. Minute ist Hemlein der Pechvogel der Meppener. Erst verliert er den Ball an Traoré und fälscht am Ende den Schuss von Bertram auch noch unglücklich ab. Den Treffer hat sich der VfL durch das offensive Pressing verdient, besonderer Glückwunsch an dieser Stelle an Sören Bertram, der seinen Treffer absolut verdient hat! 1:0 Osnabrück!

Beide Teams kamen anschließend ohne personelle Änderungen aus der Kabine. Und der VfL erwischte den besseren Start, hatte in der 47. Minute den nächsten Abschluss durch Klaas. Sein Schuss von der rechten Strafraumkante zischte aber am Tor vorbei. Danach stabilisierten sich die Gäste, hatten in der folgenden Viertelstunde ihre bisher beste Phase.

Die beste Chance war ein Freistoß von Tankulic aus 16 Metern zentral nach Foul von Taffertshofer. Viel fehlte nicht zum Strafstoß, aber die entscheidenden Zentimeter…

In der 66. Minute schrammte der VfL in Person von Aaron Opoku, der kurz danach für Higl ausgewechselt wurde, knapp am 2:0 vorbei. Kunze hatte ihn geschickt, Opokus Schuss aus kurzer Distanz strich nur Zentimeter am zweiten Pfosten vorbei.

Eins musste man aus Osnabrücker Sicht zur 75. Minute auf jeden Fall konstatieren: Der VfL überließ den Meppenern zu sehr das Feld. Allein 8 Ecken innerhalb von 30 Minuten sprachen eine zu deutliche Sprache. VfL-Cheftrainer Daniel Scherning reagierte entsprechend, wechselte Innenverteidiger Beermann für Stürmer Heider ein.

Der VfL kämpfte und rackerte, die Meppener hielten nach Kräften und mit vielen langen Bällen dagegen. Und es langte! Mit Ruhe, einer Portion Glück und dem unbedingten Willen zu 3 Punkten entschied der VfL das Spiel für sich!! Endlich wieder Derbysieger!!

Aufstellung VfL: Kühn – Trapp, Gugganig, Kleinhansl, O. Traoré – Taffertshofer, Köhler, Klaas (Kunze, 55.) – Bertram (Simakala, 66.), Opoku (Higl, 66.), Heider (Beermann, 78.)

Aufstellung SV Meppen: Domaschke – Ballmert, Dombrowka, Al-Hazaimeh, Puttkammer (Krüger, 77.) – Käuper (Fedl, 77.), Blacha – Guder, Tankulic, Hemlein (Fassbender, 77.) – Koruk

Verwarnungen:
VfL: Opoku (63.), Köhler (71.), Kleinhansl (74.), Simakala (86.)
SV Meppen: Puttkammer (37.), Käuper (41.), Guder (69.)

Ecken:
VfL: 8
SV Meppen: 8

Zuschauer: 7.989 (ausverkauft)