21. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
17'
Bertram
1:0
2
:
1
1. FC Saarbrücken
84'
Müller (ET)
2:0
87'
Steinkötter
2:1
Sa. 15.01.2022 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Mitja Stegemann
Zuschauer: 0 Zuschauer

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Jahresauftakt gegen Saarbrücken

Nach einer kurzen Winterpause legt die 3. Liga wieder den Vorwärtsgang ein. Erster Gegner der Lila-Weißen im neuen Jahr ist der 1. FC Saarbrücken (Anstoß: Samstag, 14.00 Uhr). Die Saarländer gastierten zuletzt vor acht Jahren an der Bremer Brücke, als ihr heute erfolgreichster Stürmer noch für den VfL spielte.

Im Hinspiel, das am 31. Juli im Ludwigspark stattfand, wähnten sich die Anhänger beider Vereine abwechselnd im falschen Film. Zunächst die der Lila-Weißen, die schon nach drei Minuten mit zehn Mann auskommen mussten, nachdem Omar Traoré die rote Karte gesehen hatte. Zwei Minuten später stand es dann aber 1:0 für den VfL, als der starke Ba-Muaka Simakala Saarbrückens Dennis Erdmann ein Eigentor servierte. Julian Günther-Schmidt glich in der 13. Minute aus, doch Simakala legte nach, veredelte kurz vor der Pause eine Vorlage von Marc Heider und bescherte den Lila-Weißen den ersten Dreier und den ersten Auswärtssieg.

Einziges Drittliga-Team mit nur einer Auswärtsniederlage

Trotz dieses frühen Rückschlags absolvierten die Schützlinge von Uwe Koschinat einen herausragenden ersten Saisonteil. Aktuell rangieren die Saarländer mit fünf Punkten Vorsprung vor dem VfL auf Tabellenplatz 5 – nur zwei Zähler trennen sie von einem direkten Aufstiegsplatz. Einen wichtigen Beitrag zu dieser guten Ausgangsposition lieferten die Partien in der Fremde. Saarbrücken verlor bis dato lediglich im Mannheimer Carl-Benz-Stadion, alle anderen Drittliga-Teams hatten öfter das Nachsehen. In acht von neun Auswärtsspielen wurde gepunktet (vier Siege, vier Niederlagen).

Kein Wunder also, dass man im Saarland keinen Bedarf an großen personellen Veränderungen hatte. Verzichten muss Koschinat allerdings in Zukunft auf Dennis Erdmann. Der Abwehrmann, der nach Rassismus-Vorwürfen zu einer achtwöchigen, später aber verkürzten Speere verurteilt worden war, wechselte in der Winterpause zum amerikanischen Zweitligisten Colorado Springs Switchbacks.
Neu in der Defensive ist Dominik Becker. Der Innenverteidiger wurde vom SV Werder Bremen ausgeliehen.

Taktisches

Mit Viererkette und Angriffstrio dürfte Saarbrücken auch in Osnabrück auflaufen. Die beiden besten Torschützen Adriano Grimaldi (8) und Julian Günther-Schmidt (6) sind im Normalfall ebenso gesetzt wie der reaktionsschnelle Stammkeeper Daniel Batz. Er ist mit Grimaldi und Mittelfeldmann Tobias Jänicke der einzige Saarbrücker, der bislang in allen 20 Partien zum Einsatz kam.

Lila-Weiß gegen Blau-Schwarz

Wir erwähnten oben, dass Saarbrücken letztmals vor acht Jahren an der Bremer Brücke zu Gast war. Am 8. Februar 2014 stand Adriano Grimaldi noch in Diensten des VfL und absolvierte eines seiner besten Spiele im lila-weißen Dress. Er erzielte allein drei Tore beim 4:1-Sieg der Osnabrücker, für die Sebastian Neumann ebenfalls ins Schwarze traf. Den Ehrentreffer der Saarländer besorgte Taku Ishihara.

Spieltag: 15.01.2022, 14.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNFCS

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
6
Sven Köhler
7
Sören Bertram
8
Ulrich Taffertshofer
13
Lukas Kunze
16
Ulrich Bapoh
17
Felix Higl
18
Maurice Trapp
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
 
Ersatzbank
1
Tim Wiesner
 ETW
9
Andrew Wooten
10
Oliver Wähling
11
Ba-Muaka Simakala
24
Manuel Haas
26
Sebastian Klaas
30
Aaron Opoku
31
Luis Sprekelmeyer
37
Jannik Zahmel
1. FC Saarbrücken
Spielaufstellung
1
Daniel Batz
 TW
4
Pius Krätschmer
5
Steven Zellner
8
Manuel Zeitz
10
Robin Scheu
20
Julian Günther-Schmidt
22
Dominik Ernst
25
Tobias Jänicke
29
Lukas Boeder
33
Luca Kerber
39
Adriano Grimaldi
 
Ersatzbank
36
Marcel Johnen
 ETW
3
Nick Galle
18
Sebastian Bösel
19
Justin Steinkötter
23
Mario Müller
24
Sebastian Jacob
26
Dave Gnaase
27
Maurice Deville
28
Minos Gouras

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Heimsieg zum Jahresstart

Samstag, 14 Uhr, Bremer Brücke, Geisterspiel. Die Vorzeichen vor dem Ligaauftakt 2022 gegen den 1. FC Saarbrücken waren gemischt, das Gefühl nach 90 Minuten umso besser. – unser Spielbericht!

Beide Teams begannen in einer 4-3-3 Formation. Beim VfL kehrten Marc Heider und Ulrich Taffertshofer in die Startelf zurück.

Schiedsrichter der Partie war Mitja Stegemann.

Nach 5 Minuten kam der VfL nach einem Angriff über Bertram auf der rechten Seite, der auf Kunze ablegte, zur ersten Ecke des Spiels, die aber ohne Wirkung blieb.

Nur zwei Minuten später musste Pipo Kühn erstmals eingreifen, als der FCS über mehrere Stationen von halblinks angriff und schlussendlich Grimaldi aus der Nahdistanz zum Abschluss kam. Kühn klärte den Ball auf der Linie.

Bis zum Ablauf der ersten Viertelstunde verlagerte sich die Partie zunehmend ins Mittelfeld aber dann war der VfL da: Kunze zog runter zur Torauslinie. Seine Flanke wurde geblockt, aber Higl kam an den zweiten Ball. Seinen Pass nahm Sören Bertram auf, der stark den Ball abschirmte und überlegt ins lange Eck traf.

Danach hörte man FCS-Trainer Uwe Koschinat das erste Mal laut auf seine Mannschaft einreden, er schien ganz und gar nicht zufrieden. Postwendend wurden die Saarländer danach gefährlich, unter anderem durch zwei Ecken. Der VfL blieb aber cool und stand weiterhin sicher. In der 26. Minute halfen dann das Glück und der Fuß von Lukas Kunze, der den Ball bei einem Saarbrücker Angriff aus 1m zentral vorm Tor noch über den Kasten hob.

Nach einer halben Stunde hatte die knappe Führung weiterhin Bestand, die Gäste wurden allerdings deutlich gefährlicher, standen höher und zwangen den VfL zunehmend in die Defensive. Vor der Pause musste Philipp Kühn im Tor noch zwei Mal vor einem Rückstand bewahren: Zunächst in der 43. und dann nochmal in der 45. Minute war es Jänicke, der einmal von halbrechts und mal zentral vor Kühn auftauchte, beide Male blieb er cool und wehrte den Angriff ab.

Mit der knappen Führung ging es in die Pause und nach 15 Minuten für beide Teams ohne Wechsel weiter.

In der 52. hatte Bertram das 2:0 auf dem Fuß: Higl hatte sich an der Grundlinie stark freigespielt, aber Bertram drosch das Leder aus kürzester Distanz über den Kasten. In der 56. Minute erneut eine gute VfL-Chance: HigIs Schuss aus 16 Metern wurde gefährlich abgefälscht und hätte sich ins Tor gesenkt, wenn Batz nicht noch seine Finger im letzten Moment dazwischen bekommen hätte.

In der 63. Minute zappelte der Ball im VfL-Tor, aber es war Abseits: Günther-Schmidt köpfte den Ball aus der Abseitsposition an den Pfosten und Steinkötter drückte den Ball über die Linie. Die Fahne des Linienrichters ging sofort hoch.

Durch einige Wechsel und die allgemeine Intensität kamen einige Fouls und Stopps in die Partie, das Spiel blieb aber hochspannend.

In der 87. Minute erhöhte der VfL auf 2:0 durch einen schnellen Konter : Schneller Konter vom VfL. Am Ende kommt Klaas zum Schuss, mit viel Glück trudelt der Ball über die Linie. Es war schlussendlich ein Eigentor der Gäste.

Aber nur zwei Minuten später kam der FCS zum Anschlusstreffer: Ein langer Ball wurde per Kopf direkt auf die Füße von Steinkötter verlängert, der den Ball unter die Latte hämmerte.

Nach vier Minuten Nachspielzeit war dann Schluss, der VfL fuhr einen umkämpften und sehr wichtigen Heimsieg ein und hat nun 32 Punkte auf dem Konto.

Aufstellung VfL: Kühn – Taffertshofer, Trapp, Kleinhansl, O. Traoré, – Köhler (Wähling, 90.), Bapoh (Klaas, 73.), Kunze – Higl (Wooten, 90.), Bertram (Opoku, 64.), Heider

1 FC Saarbrücken: Batz – Kretschmer (Müller, 79.), Boeder, Zellner (Bösel, 89.), Ernst – Zeitz, Kerber (Gouras, 79.), Jänicke (Jacob, 59.), Günther-Schmidt, Grimaldi, Scheu (Steinkötter, 59.)

Verwarnungen:
VfL: Kunze (7.), Köhler (27.)
1. FC Saarbrücken: Jänicke (36.), Ernst (50.), Grimaldi (66.), Batz (77.)

Ecken:
VfL: 2
1. FC Saarbrücken: 6