1. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
82'
Köhler
1:0
1
:
0
MSV Duisburg
Fr. 22.07.2022 Anstoß: 19:00 Uhr | Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer
Zuschauer: 14250 Zuschauer

match-center

Vorbericht: Saisonauftakt gegen den MSV Duisburg

Endlich startet die neue Saison- und das direkt mit einem Kracher gegen den Meidericher Spielverein 02 e. V. aus Duisburg. 69 Tage liegt das letzte Pflichtspiel zurück, die Vorbereitungen sind absolviert. Am Freitag, den 23. Juli, steigt der Showdown um 19 Uhr an der Bremer Brücke (LIVE bei Magenta Sport oder direkt vor Ort!)

Die Ausgangslage

Schon letztes Jahr durfte der VfL den MSV an der Bremer Brücke begrüßen. Im hart umkämpften, und leider verschobenen Auftaktspiel, behielten die „Zebras“ die Oberhand. Der VfL dominierte das Spielgeschehen, der MSV traf per Elfmeter.

Das abgebrochene Rückspiel, das durch rassistischen Zwischenfall gegen Aaron Opoku überschattet wurde, geht mit einem maximal negativen Hintergrund in die Fußballgeschichte ein. Im Wiederholungsspiel konnte sich die Osnabrücker Elf jedoch dank einer starken Leistung mit 6:3 durchsetzen.

Am Ende der Saison beendete der ehemalige Bundesligist um Sportdirektor (und Ex-VfL-Akteur) Ralf Heskamp die Saison auf dem 15. Platz.

Der Sieg in Duisburg darf aus lila-weißer Sicht also gerne von den Jungs von Daniel Scherning in eine Serie gewandelt werden. Eine Formkurve kann es am ersten Spieltag nicht geben, die Leistungen der letzten Saison sprechen allerdings für den VfL. Doch das dies keinerlei Aussagekraft hat, sollte jedem Fan bewusst sein.

Auch die Testspielergebnisse lassen beim VfL eine große Vorfreude zu, die Vorbereitung sah für die „Zebras“ ein wenig anders aus. Denn nach 2:5 gegen Hannover 96, einem 2:4 gegen den 1. FC Düren und einem 1:6 gegen Bayer Leverkusen konnten auch mit den 1:1-Unentschieden gegen Preußen Münster und gegen Athletic Bilbao kein Sieg eingefahren werden.

Das Personal

Beim VfL Osnabrück hat sich nach einer fast verletzungsfreien Vorbereitung eine Schwächung des Personals ergeben. Maurice Trapp und Yigit Karademir werden am Freitag krankheitsbedingt ausfallen.

Beim MSV hat Trainer Thorsten Ziegner sein Team auf zahlreichen Positionen verändert, nicht zuletzt auch wegen der vielen Abgänge um Leistungsträger Orhan Ademi. So sollen nun die Debütanten, allen voran Innenverteidiger Sebastian Mai, für neue Energie in der Elf des Kapitäns Moritz Stoppelkamp sorgen.

Ein Ausblick

Wie vom neuen und alten „Capitano“ Marc Heider angekündigt, soll „die Brücke beben“. Auch Neuzugang Robert Tesche ist im Interview mit „Reviersport“ zuversichtlich: „Der MSV hat in der letzten Saison in der Tabelle sicherlich schlechter abgeschnitten, als man es vorher erwarten konnte. Die Mannschaft hat qualitativ gute Spieler, doch wir haben den Anspruch, das Eröffnungsspiel zu gewinnen.“ Man darf also sehr gespannt sein, was VfL-Coach Daniel Scherning für den Eröffnungs-Brückentag geplant hat!

Ganz getreu dem diesjährigen MagentaSport-Motto heißt es daher für unsere Mannschaft in Lila-Weiß: #zeigtsuns– am Freitag um 19 Uhr an der Bremer Brücke!

 

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Maxwell Gyamfi
6
Sven Köhler
8
Robert Tesche
9
Erik Engelhardt
11
Ba-Muaka Simakala
15
Paterson Chato
19
Leandro Putaro
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
 
Ersatzbank
1
Daniel Adamczyk
 ETW
5
Benas Satkus
16
Henry Rorig
17
Felix Higl
24
Manuel Haas
30
Emeka Oduah
32
Jannes Wulff
33
Timo Beermann
38
Kevin Wiethaup
MSV Duisburg
Spielaufstellung
1
Vincent Müller
 TW
4
Marvin Senger
6
Marvin Bakalorz
9
Alaa Bakir
10
Moritz Stoppelkamp
11
Aziz Bouhaddouz
18
Caspar Jander
20
Marvin Ajani
28
Sebastian Mai
32
Niklas Kölle
37
Marlon Frey
 
Ersatzbank
24
Maximilian Braune
 ETW
33
Lukas Raeder
 ETW
7
Kolja Pusch
19
Chinedu Ekene
23
Niclas Stierlin
26
Vincent Gembalies
30
Gordon Wild

Sieg zum Auftakt

Freitagabend, Flutlicht, Bremer Brücke! Es ging wieder los und der VfL durfte gegen den MSV Duisburg die Saison 2022/23 eröffnen. Ein wahnsinnig intensives Spiel wurde durch ein Traumtor entschieden.

Der VfL begann im „neuen“ 4-4-2 mit Heider und Engelhardt im Angriff, Tesche auf der defensiven Sechs und mit Gyamfi und Chato in der Innenverteidigung, der MSV startete im 4-2-3-1. Schiedsrichter war Patrick Hanslbauer.

Die Bremer Brücke war so gut wie ausverkauft, beide Fanlager waren zügig auf Betriebstemperatur, die Ultras der Violet Crew zeigten zum 20-jährigen Gruppenbestehen eine sehenswerte Choreo über die gesamte Ostkurve.

Bereits nach einer knappen Minute kam der VfL zur ersten Ecke, die von Simakala geschlagen wurde, allerdings wirkungslos blieb.

In der 14. Minute bekam der VfL nach einem Foul an Gyamfi einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen. Simakala nahm den Schuss direkt und … im Duisburger Tor musste sich sehr strecken, um die Kugel aus der kurzen Ecke zu kratzen. Kurz darauf brachte Traoré eine tolle Flanke in den Sechzehner, aber Heider am langen Pfosten kam etwas zu spät, um sie zu verwerten.

In der 17. Minute gellte ein Jubelschrei durch das Rund der Bremer Brücke: Tesche hatte den Ball stark in die Box gelöffelt, Simakala kunstvoll ins Tor verwertet, aber Schiri Hanslbauer pfiff den Treffer zurück. Engelhardt hatte den Ball noch leicht berührt und dabei im Abseits gestanden. Somit zählte der Treffer nicht.

Der VfL gab sich unbeeindruckt und machte weiter – aber auch der MSV war, wie in der 26. Minute, als Ajani Bakalorz in Szene setzte und erst Kühn die Szene entscheidend entschärfen konnte, nie zu unterschätzen.

Nach einer halben Stunde war der VfL insgesamt die bessere, weil aktivere, Mannschaft auf dem Feld, aber Tore waren noch Fehlanzeige. Nach 33 Minuten der nächste Freistoß für den VfL nach Foul an Kleinhansl. Der schoss selbst, Tesche ließ in der Box per Kopf abtropfen und Müller im Duisburger Tor konnte nur mit Mühe zur Ecke klären. Die brachte anschließend nichts ein.

Bis zur Halbzeit blieb es eine unterhaltsame Partie, Tore waren allerdings Fehlanzeige.

In die zweite Spielhälfte ging der VfL ohne personelle Wechsel, beim MSV kam Ekene für Bakir.

Es war gleich wieder Feuer drin, Putaro sah nur Sekunden nach Wiederanpfiff den gelben Karton für ein taktisches Foul im Mittelfeld. Die Lila-Weißen suchten weiterhin die Spielkontrolle, der MSV eher in der abwartenden Position.

In der 57. Minute forderten die Meidricher Strafstoß, aber Gyamfis Kontakt gegen Bouhaddouz war sauber. Nur Sekunden später verpassten Putaro mit einem Abpraller nur knapp und Tesche nach der anschließenden Ecke per Kopfball – der sogar noch den Pfosten berührte…es wurde heißer und heißer auf dem Rasen!

Defensiv war der VfL weiter sehr konzentriert, offensiv waren sie auf der Suche nach dem letzten Ball ins Glück. Möglichkeiten erspielten sie sich weiterhin, ein Torerfolg ließ weiter auf sich warten. So wurde auch die zehnte Ecke des VfL von Müller im MSV-Tor abgefangen, der einen starken Tag erwischt hatte.

Aber dann kam endlich die 82. Minute und der Mann mit der Nummer 6: Nach einem Ping-Pong-Spiel im MSV-Strafraum prallte der Ball zurück zu Köhler, der ihn mit Brust annahm und aus rund 25 Metern volley abzog und mitten ins Duisburger Tor traf!! Jaaaaaa, 1:0, Traumtor, endlich die verdiente Führung für den VfL Osnabrück!

Und die brachte der VfL mit Ruhe über die Zeit! Die ersten 3 Punkte sind damit im Säckl – die Liga hat jetzt erst einmal Pause. Am nächsten Mittwoch geht es im NFV-Pokal weiter. Dann ist der VfL einmal mehr zu Gast beim SV Drochtersen/Assel.

 

Aufstellungen:

VfL: Kühn – Traoré (Rorig, 84.) , Gymafi, Chato, Kleinhansl – Tesche (Oduah, 90.), Köhler, Putaro, Simakala (Wulff, 75.) – Heider, Engelhardt (Higl, 75.)

MSV: Müller – Kölle, Mai, Senger, Frey – Bakalorz, Jander – Bakir (Ekene, 46.), Stoppelkamp (Wild, 89.), Ajani – Bouhaddouz (Pusch, 84.)

Ecken:

VfL: 12

MSV: 1

Verwarnungen:

VfL: Putaro (46.)

MSV: Mai (6.), Stoppelkamp (8.), Ajani (53.), Bakalorz (88.)

Zuschauer: 14.256