12. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
0
:
2
TSV 1860 München
7'
Verlaat
0:1
82'
Skenderovic
0:2
Sa. 15.10.2022 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Richard Hempel
Zuschauer: 13796 Zuschauer

match-center

Heimspiel vor vollem Haus

Am morgigen Samstag kommt es an der Bremer Brücke zum Duell des VfL Osnabrück mit dem Tabellenzweiten, der TSV 1860 München (Anpfiff: 14:00 Uhr). Der Vorbericht.

Die Ausgangslage

Der TSV 1860 München ist mit einem Startrekord in die Liga gestartet, musste zuletzt aber neben dem Ausscheiden im Landespokal auch in der Liga Niederlagen hinnehmen. Die „Löwen“ gehören zum absoluten Favoritenkreis auf den Aufstieg.

Hier geht’s zum detaillierten Gegnercheck.

Bei den Lila-Weißen hat die Niederlage gegen Dresden einen kleinen Dämpfer bedeutet, der morgen schnell vergessen gemacht werden soll. Unter Tobias Schweinsteiger hat der VfL in drei Spielen an der Bremer Brücke sieben Punkte geholt, die tolle Serie soll ausgebaut werden.

Die Bilanz

Die Bilanz aus 14 Partien ist sehr ausgeglichen mit vier VfL-Siegen, vier „Löwen“-Siegen und fünf Remis. In der letzten Saison konnte der VfL das Heimspiel nach 0:1-Rückstand mit 3:1 für sich entscheiden und auch an der Grünwalder Straße konnte der VfL die drei Punkte beim 3:2 entführen.

Das Personal

Beim VfL fehlen die drei Langzeitverletzten Oliver Wähling, Sören Bertram und Emeka Oduah. Leandro Putaro ist nach seiner Krankheit wieder fit und auch Omar Traoré ist nach muskulären Probleme wieder einsatzfähig. Fehlen wird dagegen weiterhin Benas Satkus.

Stimmen zum Spiel

Vor dem Spiel gegen 1860 schätzt Cheftrainer Tobias Schweinsteiger die Lage ein: „Wir haben den Blick nach vorne geworfen, auch nachdem wir das Spiel gegen Dresden aufgearbeitet haben. Im Training konnten wir die Fehler aufarbeiten und verbessern. 1860 ist neben Ingolstadt und Dynamo der Topfavorit für den Aufstieg. Sie haben gute Spieler und sind mit ihren Mustern eingespielt. Trotz ihrer schwierigen Phase zurzeit, wartet ein riesiges Brett auf uns. Seitdem ich hier bin, haben wir die beste Offensive der Liga, die wir in den Räumen, die uns 1860 gibt, auch zeigen wollen. Mit den Fans im Rücken sind wir gut auf den Gegner eingestellt. Ich verfolge den Verein, kenne viele Spieler und einige meiner Freunde sind 1860-Anhänger. Das ist dann schon ein besonderes Spiel für mich.“

„In Dresden war es schön, das Vertrauen und die Chance vom Trainerteam zu bekommen. Trotzdem war die Stimmung danach sehr ruhig. Mit der kurzen Woche konnten wir das Spiel schnell abhaken und uns Gedanken zu 1860 machen. Die 1860-Spieler suchen den Weg in die Tiefe, sodass wir die Zielspieler besser am Mann verteidigen müssen. Wir wissen, was wir zu tun haben. Vor allem das Heimspiel pusht uns morgen nochmal!“, so Henry Rorig vor der Partie an der Bremer Brücke.

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
1
Daniel Adamczyk
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Maxwell Gyamfi
6
Sven Köhler
8
Robert Tesche
11
Ba-Muaka Simakala
13
Lukas Kunze
17
Felix Higl
23
Haktab Omar Traore
28
Noel Niemann
33
Timo Beermann
 
Ersatzbank
22
Philipp Kühn
 ETW
9
Erik Engelhardt
15
Paterson Chato
16
Henry Rorig
19
Leandro Putaro
20
Marc Heider
24
Manuel Haas
29
Davide-Jerome Itter
32
Jannes Wulff
TSV 1860 München
Spielaufstellung
1
Marco Hiller
 TW
4
Jesper Verlaat
6
Tim Rieder
9
Albion Vrenezi
14
Meris Skenderovic
19
Fynn Lakenmacher
20
Yannick Deichmann
22
Christopher Lannert
36
Phillipp Steinhart
38
Marius Wörl
39
Leandro Morgalla
 
Ersatzbank
40
Tom Kretzschmar
 ETW
3
Niklas Lang
5
Quirin Moll
8
Erik Tallig
10
Martin Kobylanski
13
Alexander Freitag
25
Marius Willsch
27
Semi Belkahia
33
Joseph Boyamba

Effiziente Löwen siegen

Samstagnachmittag, Kaiserwetter, Bremer Brücke. Es war alles angerichtet für einen stimmungsvollen Brückentag gegen den Tabellenzweiten TSV 1860 München. Unser Spielbericht.

Für den VfL galt es vor heimischem Publikum die 2:3 Niederlage bei Dynamo Dresden vom vergangenen Sonntag vergessen zu machen. Im Tor gab es einen Wechsel: Für Philipp Kühn rückte Daniel Adamczyk in die Mannschaft, für Henry Rorig kam der wieder genesene Omar Traoré zurück in die Starelf. Ansonsten vertraute VfL-Cheftrainer Tobias Schweinsteiger der Mannschaft der vergangenen Wochen und dem 4-3-3 System. Michael Köllner wählte ein 3-4-3 mit Skenderovic und Lakenmacher in vorderster Front und Deichmann als hängender Spitze. Schiedsrichter der Partie war Richard Hempel.

Die Sechziger erwischten dabei den besseren Start: In den ersten 7 Minuten stand bereits ein gefährlicher Freistoß zu Buche und in der 8. Minute kassierte der VfL den Rückstand: Nach einer Ecke von der rechten Angriffsseite kam Verlaat im Gewühl knapp 7 Meter vor dem Tor von Adamczyk zum Kopfball und netzte ein. 0:1 für die Löwen, die Lila-Weißen mussten sich früh schütteln.

Nur zwei Minuten später zappelte der Ball im Löwen-Tor, Kunze verpasste im ersten Versuch vom Elfmeterpunkt, den Abpraller schob er rechts unten ein, aber der wurde wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen.

In der folgenden Spielperiode übernahm der VfL mehr und mehr das Kommando auf dem Platz, fand besser in die Duelle und offensiv besser statt. Kurz hintereinander erarbeiteten sich die Osnabrücker drei Eckbälle und vermehrte Feldanteile.

Vier weitere Eckstöße bis zur 26. Minute folgten, der siebte führte erneut FAST zum Ausgleich: Kurz ausgespielt zwischen Kleinhansl und Simakala, der die Flanke scharf machte und am ersten Pfosten köpfte Higl haarscharf neben den Kasten der Sechziger.

In der 30. Minute brachte Simakala einen Freistoß von halbrechts aus rund 25 Metern halbhoch in das Strafraumgetümmel, Tesche hielt den Puschen dran, sein Versuch rutschte eng am langen Pfosten ins Aus. Nieselregen setzte ein und auf dem Platz agierte fast nur Lila-Weiß.

Das blieb auch so bis zum Pausenpfiff, ein Tor wollte allerdings nicht mehr fallen und so ging es mit dem 0:1 Rückstand in die Kabine.

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es nach dem kurzen Pausentee weiter, der VfL spielte jetzt auf die Ostkurve zu.

Direkt mit Wiederanpfiff schlug Köhler einen weiten Ball auf Niemann halblinks am Sechzehner, der Ball kommt zu Higl, der abgeschirmt wurde und, nach Sicht der Fernsehbilder, klar am Fuß getroffen wird. Für uns ein klarer Strafstoß, die Pfeife von Richard Hempel blieb allerdings stumm.

Kurz danach zeigte sich Lakenmacher einmal wieder vor dem VfL-Tor, aber Adamczyk war aus kurzer Distanz auf dem Posten.

Aber der VfL machte da weiter, wo er in Hälfte Eins aufgehört hatte: Sie waren nahezu durchgehend „am Drücker“, schnürten die Löwen ein, die kaum zu Entlastungen kamen, erspielten sich Szene um Szene, aber der Ball fand einfach nicht den Weg ins Tor.

In der 70. Minute hatte Simakala einen aussichtsreichen Freistoß auf dem Schlappen, der Standard verrutschte allerdings etwas und landete auf dem Tornetz.

Vier Minuten später wurde ein zweiter Ball nach dem zwölften Eckstoß richtig scharf, Köhler brachte eine Flanke auf Gyamfi, dessen Schuss aus allernächster Distanz irgendwie noch von Hiller über das Tor bugsiert wurde.

Stattdessen passierte in der 82. Minute das, was nicht passieren durfte: Kleinhansl, der bis hierhin bärenstark agiert hatte, verlor einen Aufbauball auf der linken Seite, die Löwen konterten über die rechte Seite, und am zweiten Pfosten schob Skenderovic humorlos zum 0:2 ein. Ein absoluter Stimmungskiller, und der sprichwörtliche Deckel für die Partie.

Weiter geht’s am nächsten Samstag beim Tabellenführer SV Elversberg.

Aufstellungen

VfL: Adamczyk – Kleinhansl (Haas, 87.), Beermann, Gyamfi, Traoré (Rorig, 87.) – Köhler, Tesche, Kunze (Putaro, 66.) – Simakala, Higl (Heider, 66.), Niemann (Engelhardt, 76.)

1860 München: Hiller – Lannert, Verlaat, Morgalla – Rieder, Steinhart (Moll, 72.), Wörl (Belkahia, 72.), Vrenezi (Tallig 60.), Deichmann – Lakenmacher, Skenderovic

Ecken                                                                                            

VfL: 15

1860 München: 3

Verwarnungen

VfL:

1860 München: Vrenezi (43.), Steinhart (64.), Lakenmacher (73.)

Zuschauer: 13.796