21. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
9'
Engelhardt
1:0
57'
Kunze
2:1
79'
Heider
3:1
3
:
1
FC Erzgebirge Aue
21'
Nazarov
1:1
Sa. 04.02.2023 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Florian Lechner
Zuschauer: 12827 Zuschauer

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Vorbericht #OSNAUE

Endlich wieder Brückentag! Nach zwei Auswärtsspielen in Folge trifft der VfL am Samstag auf den FC Erzgebirge Aue (04. Februar 2023, 14:00 Uhr). Der Vorbericht.

Die Ausgangslage

Zwei Teams mit Rückenwind treffen an der Bremer Brücke aufeinander.

Aue reitet mit ihrem neuen Trainer Pavel Dotchev auf einer kleinen Erfolgswelle: Mit den Siegen gegen Ingolstadt und Bayreuth sowie dem Remis gegen die starke Reserve vom SC Freiburg kletterte das Team aus der brenzlichen Zone des Abstiegskampfes heraus. Nach drei ungeschlagenen Partien stehen die Auer jetzt mit 21 Punkten auf dem 14. Platz der Liga.

Auch der VfL konnte mit dem 2:1-Auswärtserfolg in Duisburg die Siegesserie weiter ausbauen. Fünf Spiele in Folge, davon drei in diesem Jahr, konnten die Lila-Weißen gewinnen. Beim MSV Duisburg wurde es, wie in Dortmund zuvor, in den letzten Minuten noch einmal richtig spannend. Nach der 2:0-Führung mit den Toren von Florian Kleinhansl und Robert Tesche kam der MSV mit dem Anschlusstreffer noch einmal ran. Nach Abpfiff jubelte der VfL mit den mitgereisten Fans über die nächsten drei Punkte und dem untermauerten achten Platz.

Die Bilanz

Neben Duellen in der Regionalliga, im DFB-Pokal und in der zweiten Liga, trafen beide Teams fünfmal in Liga 3 aufeinander. Jeweils einen Sieg konnten beide Teams feiern. Das dritte Unentschieden gab es im Hinspiel Anfang August, als Felix Higl als Joker zum 1:1 per herrlichem Schlenzer traf.

Das Personal

Sören Bertram und Emeka Oduah befinden sich beide im Aufbautraining nach den Verletzungen. Davide Itter fehlte die ganze Woche und wird auch morgen nicht dabei sein. Außerdem muss Cheftrainer Tobias Schweinsteiger auf Sven Köhler verzichten, der in Duisburg seine fünfte gelbe Karte kassiert hat.

Die Stimmen

„Wir haben am Dienstag das Pensum wieder ein bisschen gesteigert, weil wir am Mittwoch eine gute Spitze erreicht wollten, wo wir vom Trainingspensum und der Intensität her sehr weit oben sind. Dazu haben wir im Kraftraum gut gearbeitet. Das Wetter war ziemlich bescheiden in der Woche, aber die Jungs haben das gut angenommen. Aue ist ein sehr kompakter und kampfstarker Gegner mit Qualität in der Offensive. Für uns geht es darum, unser Spiel durchzudrücken und Aue den Spaß am Spiel zu nehmen. Ich glaube, es ist schon so, dass wir die Spiele ganz gut einschätzen können und dass wir im Spiel und im Training ans Maximum gehen müssen, um dann für die Spiele vorbereitet zu sein. Wir brauchen unsere Fans und die Fans haben im Moment auch Lust auf den VfL, das merken wir extrem“, so Cheftrainer Tobias Schweinsteiger vor dem morgigen Heimspiel gegen Aue.

Florian Kleinhansl blickt kurz auf die Stimmung im Team: „Natürlich ist die Stimmung momentan sehr gut bei uns. Wir haben viel Spaß beim Training und in der Kabine. Das gibt uns eine breite Brust und man sieht auch von außen, dass wir bei den Spielen befreiter aufspielen. Zwei formstarke Teams treffen morgen aufeinander. Aue hat auch aus den letzten vier Spielen 10 Punkte geholt, deswegen wird das wie im Hinspiel ein Duell auf Augenhöhe. Es wird viel über den Kampf gehen, wo wir wieder unsere Stärken ins Spiel bringen müssen und auch mit den Fans im Rücken das Spiel auf unsere Seite ziehen können. Ich hoffe, dass der Rasen an der Bremer Brücke ganz gut und bespielbar ist. Es ist bei jedem Heimspiel grade so, dass wir das Stadion voll bekommen und das macht natürlich unglaublich viel Spaß.“

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Maxwell Gyamfi
8
Robert Tesche
9
Erik Engelhardt
11
Ba-Muaka Simakala
13
Lukas Kunze
15
Paterson Chato
23
Haktab Omar Traore
28
Noel Niemann
33
Timo Beermann
 
Ersatzbank
1
Daniel Adamczyk
 ETW
16
Henry Rorig
17
Felix Higl
19
Leandro Putaro
20
Marc Heider
24
Manuel Haas
25
Niklas Wiemann
32
Jannes Wulff
38
Kevin Wiethaup
FC Erzgebirge Aue
Spielaufstellung
1
Martin Männel
C  TW
2
Tim Danhof
5
Korbinian Burger
9
Antonio Jonjic
10
Dimitrij Nazarov
13
Erik Majetschak
19
Omar Sarif Sijaric
21
Marco Schikora
29
Linus Rosenlöcher
33
Sam Francis Schreck
34
Marvin Stefaniak
 
Ersatzbank
25
Philipp Klewin
 ETW
3
Ulrich Taffertshofer
6
Alexander Sorge
7
Ivan Knezevic
14
Boris Tashchy
22
Paul-Philipp Besong
30
Maximilian Thiel
31
Nico Gorzel
32
Elias Paul Huth

Serie hält auch gegen Aue

Vor 12.827 Zuschauern hat der VfL Osnabrück das Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue für sich entscheiden. Es war der vierte Sieg im vierten Spiel im Jahr 2023 und der sechste dreifache Punktgewinn in Folge. Für den VfL trafen Engelhardt, Kunze und Heider, Nazarov glich zwischenzeitlich für die „Veilchen“ aus.

Tobias Schweinsteiger war gezwungen die erfolgreiche Startelf zu verändern. Paterson Chato ersetzte den gelbgesperrten Sven Köhler im defensiven Mittelfeld. Der VfL-Coach sah einen selbstbewussten Beginn seines Teams. Konnte Aues Schlussmann Martin Männel einen Kopfball von Robert Tesche nach drei Minuten noch gegen den Querbalken lenken, ließ er wenige Augenblicke später einen Schuss von Noel Niemann direkt vor den lauernden Erik Engelhardt klatschen. Der 24-Jährige stand goldrichtig und erzielte seinen siebten Saisontreffer (09.).

Der Ausgleich für Aue, den Dimitrij Nazarov per fälligen Handelfmeter erzielte, kaum aus dem Nichts. Er sorgte aber dafür, dass die Gäste immer besser ins Spiel kamen und sich bis zum Halbzeitpfiff leichte Feldvorteile und ein Plus an Ballbesitz erspielten. Aussichtsreiche Tormöglichkeiten blieben jedoch Mangelware.

„Während des laufenden Spiels ist es schwer, die Jungs auf dem Platz zu erreichen. In der Pause hatten wir die Möglichkeit, ein zwei Dinge anzupassen und die Mannschaft ein wenig von den taktischen Zwängen zu befreien“, bilanzierte Schweinsteiger nach der Partie. Eine der angesprochenen Maßnahmen war, Paterson Chato einige Meter weiter vorzuziehen. So besannen sich die Osnabrücker unter anderem wieder auf das hohe Anlaufen.

Die erneute Führung war nicht unverdient. Maxwell Gyamfi trieb den Ball nach Eroberung weit in die Auer Hälfte. Final landete die Kugel vor den Füßen von Lukas Kunze, dessen Schuss abgefälscht und Gäste-Keeper Männel auf dem falschen Fuß erwischte.

Den Deckel drauf machte Marc Heider, der von seinem Coach bei seiner Einwechslung nur einen Auftrag erhielt. „Er sollte das dritte Tor erzielen, das hat er gemacht. Wir wissen, was wir an Heidi haben“, so Schweinsteiger. Heider entschied mit seinem fünften Jokertreffer die Partie. Er traf aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Niemann und Kunze, voraus ging ein Fehlpass von Ulrich Taffertshofer, der als Ex-Osnabrücker herzlich vom Brücken-Publikum empfangen wurde.

Der sechste Sieg in Folge bringt die Punkte 32, 33 und 34 auf das Konto. Am kommenden Samstag reist der VfL zum FC Ingolstadt. Nicht mit dabei sein wird Ba-Muaka Simakala, der gegen Aue seine fünfte Gelbe Karte sah – eine harte Entscheidung. So ist Schweinsteiger erneut gezwungen, die Startelf zu verändern. „Wir haben ausreichend Optionen in der Offensive.“