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Mi. 09.07.2025 Anstoß: Uhr
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Start in die Englische Woche: VfL erwartet „eklige“ Schweinfurter

Am Samstag empfängt der VfL Osnabrück den 1. FC Schweinfurt 05 an der Bremer Brücke (Anpfiff: 14:00 Uhr). Dabei wollen die Lila-Weißen vor einem ausverkauften Heimbereich zum Startschuss der anspruchsvollen Englischen Woche die ersten drei Punkte einfahren. Der Vorbericht.

Der Gegner
Mit dem 1. FC Schweinfurt 05 ist am Samstag das Tabellenschlusslicht in der Hasestadt zu Gast. Nur an drei Spieltagen standen die „Schnüdel“ in dieser Saison nicht am Tabellenende. In der Winterpause präsentierte der sportliche Leiter Andreas Bendler, der sein Amt zum Ende der Saison niederlegen wird, vier Neuzugänge. Neben den beiden Leihspielern Winners Osawe und Dustin Forkel (beide 1. FC Nürnberg) stellte man zudem Mustafa Özden (FC Ingolstadt II) und Nikolaos Vakouftsis (Greuther Fürth II) vor. Auf der Gegenseite verabschiedete man mit Martin Thomann (Würzburger Kickers), Kevin Frisorger (TSV Aubstadt), Uche Obiogumu (Leih-Ende, 1. FC Nürnberg) und Jakob Tranziska (Pohang Steelers) ebenfalls vier Spieler. Vor allem der Abgang von Jakob Tranziska schmerzt die 05er, da der Mittelstürmer mit seinen vier Treffern in der Hinrunde noch immer bester Saisontorschütze der „Schnüdel“ ist.

Aber nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf der Trainerbank entschieden sich die Unterfranken für einen Wechsel. Seit Ende Februar steht Jermaine Jones an der Seitenlinie der 05er und übernahm das Amt von Viktor Kleinhenz. Seit nun sechs Spielen ist Jones im Amt und konnte seitdem einen leichten Aufschwung einleiten. So ist man unter dem ehemaligen Bundesligaspieler im heimischen Sachs-Stadion noch ungeschlagen und konnte Siege gegen den SSV Ulm (3:2) und die Zweitvertretung des VfB Stuttgart (3:1) sowie ein Unentschieden gegen den 1. FC Saarbrücken (2:2) einfahren. Nicht beheben konnte der US-Amerikaner bislang jedoch die Auswärtsschwäche der Schweinfurter. Lediglich drei Punkte (3:2-Auswärtssieg gegen Ingolstadt) konnten die 05er in dieser Saison in der Fremde einfahren. Unter dem 44-Jährigen folgten Niederlagen beim MSV Duisburg (1:3), bei Alemannia Aachen (0:1) und beim SC Verl (0:4). Damit steht man auch in der Auswärtstabelle mit Abstand am Tabellenende.

Während man im Saisonverlauf immer wieder Systemumstellungen vornahm, trat man unter Jones in den letzten fünf Partien stets in einem 4-2-3-1-System auf. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei Johannes Geis. Der 32-Jährige hat die meisten Spielminuten (2.360) bei den Schweinfurtern gesammelt und ist mit drei Treffern und drei Vorlagen Topscorer der Mannschaft. Zwei seiner drei Tore erzielte der Mittelfeldakteur dabei in den jüngsten zwei Heimsiegen gegen Ulm und Stuttgart II. Vorreiter ist Geis zudem beim Sammeln von Gelben Karten. Acht Verwarnungen sah der gebürtige Schweinfurter in dieser Spielzeit bereits. Nur Pius Krätschmer (12) sah bei den 05ern noch häufiger den Gelben Karton. Mit insgesamt 89 Gelben Karten steht man in dieser Statistik im Ligavergleich an der Tabellenspitze.

 

Die Ausgangslage
In der Länderspielpause empfingen die „Schnüdel“ zum Jubiläumsspiel des Sachs-Stadions den FC Schalke 04. Dank der Treffer von Nico Grimbs und Winners Osawe konnte man vor knapp 5.000 Zuschauern mit 2:0 gewinnen und sammelte somit weiteres Selbstvertrauen für den Saisonendspurt. 16 Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Bei noch 24 auszuspielenden Punkten würde ein Klassenerhalt also einem echten Wunder gleichen. Dass die Schweinfurter einen so großen Abstand auf die Konkurrenz aufbauten, liegt vor allem an der schwachen Defensive. Mit 69 Gegentoren kassierte man zusammen mit dem TSV Havelse die meisten der Liga. Zudem ließ man mit 524 Torschüssen die meisten der 3. Liga zu. Besonders anfällig zeigte man sich bei gegnerischen Kontern. Bereits acht Treffer mussten die 05er nach gegnerischen Umschaltsituationen (drittschlechtester Wert der Liga) hinnehmen. Der VfL zeigt sich dagegen konterstark und erzielte bereits sieben Treffer nach eigenen Umschaltsituationen. In der eigenen Offensive konnten die „Schnüdel“ bislang ebenfalls nicht vollends überzeugen. Mit 29 Toren stellt man die schwächste Offensive der Liga und brachte mit 379 Torschüssen die drittwenigsten auf das gegnerische Gehäuse.

Zuletzt offensivstark präsentierte sich dagegen der VfL Osnabrück. In den vergangenen fünf Partien erzielte nur Rot-Weiss Essen (13) mehr Tore als die Lila-Weißen (12). Seit Wochen in Topform befinden sich dabei vor allem Robin Meißner und David Kopacz, die im selben Zeitraum jeweils vier Treffer erzielten und damit für zwei Drittel der Osnabrücker Tore verantwortlich waren. Für David Kopacz schließt sich mit der Partie gegen die Schweinfurter gewissermaßen ein Kreis. Schließlich erzielte der 26-Jährige im Hinspiel mit einem sehenswerten Distanzschuss sein erstes Tor für den VfL und legte in der zweiten Halbzeit das spielentscheidende Tor zum 2:0 von Robin Meißner auf (Endstand 2:1). Mittlerweile hat Kopacz in vier aufeinanderfolgenden Spielen getroffen. Das gelang beim VfL zuletzt Erik Engelhardt in der Saison 2022/23. Für den Flügelspieler ist es momentan der beste Lauf seiner Karriere. Noch nie konnte der Pole so oft hintereinander treffen. Dabei weiß Kopacz genau, dass sich die Situation im Fußball schnell wieder ändern kann. „Fußball ist auch immer eine Momentaufnahme. Es gibt mal schlechtere und mal solche Phasen. Ich freue mich, dass es momentan so ist. Natürlich ist es mein Ziel, das aufrechtzuerhalten, die Tore zu machen und die Spiele mit der Mannschaft zu gewinnen. Es sind nicht mehr viele Spiele zu gehen. Da will man nochmal alles raushauen“, erläuterte er im Spieltagsinterview bei VfL-TV.

In der Länderspielpause trafen die Lila-Weißen in zwei Testspielen auf Hannover 96 (0:2) und Borussia Mönchengladbach (2:2). Trotz der sieglosen Partien zeigte sich Cheftrainer Timo Schultz im Nachgang zufrieden: „Die Testspiele haben absolut ihren Zweck erfüllt. Es waren zwei Topgegner. Und auch unsere Mannschaft hat sich wirklich gut geschlagen. Es sind alle heile in die Pause reingekommen und vor allem auch alle heil aus der viertägigen Pause wieder rausgekommen. Dementsprechend haben wir jetzt schon zwei Trainingstage hinter uns. Somit läuft alles nach Plan“, erklärte der 48-Jährige am Donnerstagvormittag.

Am Samstag will er mit dem VfL aber sicherlich die Siegesserie fortsetzen und gegen die 05er den siebten Dreier in Folge einfahren. Im letzten und bisher einzigen Gastspiel der Schweinfurter gewannen die Lila-Weißen am 9. Dezember 1990 souverän mit 2:0. Damals reisten die „Schnüdel“ genau wie an diesem Samstag als Tabellenschlusslicht in die Hasestadt. Die Tore für den VfL erzielten damals Uwe Jursch und Uwe Igler.

Das Personal
Bei den Gästen muss Trainer Jermaine Jones auf Nils Piwernetz (Muskelbündelriss), Luka Kalandia (Schambeinentzündung), Erik Shuranov (Leistenprobleme) und Altin Ibisi (Knieverletzung) verzichten.

VfL-Cheftrainer Timo Schultz begrüßte unter der Woche Robin Fabinski nach überstandener Bänderdehnung zurück auf dem Trainingsplatz. Somit fällt beim VfL einzig der gesperrte Fridolin Wagner (Gelbsperre) für das Heimspiel aus.

Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz stand wie gewohnt für das Spieltagsinterview bei VfL-TV am Mikrofon und erklärte dort, dass er sich nicht von der Tabellensituation der Schweinfurter täuschen lassen will und gleichzeitig eine Topleistung seiner Mannschaft fordert: „Seit dem Trainerwechsel sind sie anders in der Spur und haben gerade in ihren Heimspielen wirklich Topleistungen gebracht und auch schon Siege eingefahren. Für uns spielt es keine Rolle, ob wir zu Hause gegen Schweinfurt, Havelse oder Essen spielen. Wir werden eine Topleistung brauchen, um die drei Punkte hierzubehalten. Darauf konzentrieren wir uns und ich bin auch davon überzeugt, dass wir, wenn wir gut spielen und unsere PS auf die Straße bringen, den Platz als Sieger verlassen werden.“

David Kopacz erwartet am Karsamstag einen unangenehmen Gegner an der Bremer Brücke: „Ich glaube immer, wenn ein neuer Trainer da ist, ist auch immer eine kleine Veränderung da. Die 3. Liga ist immer eklig. Da darf man keinen Schritt weniger machen. Ganz egal, wo die Mannschaft, gegen die man spielt, gerade tabellarisch steht. Man muss sich zu hundert Prozent fokussieren und darauf vorbereiten. Es wird, wie gesagt, ein ekliges Spiel. In der 3. Liga ist jedes Spiel anspruchsvoll.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


Aufstellung wurde noch nicht veröffentlicht

Klarer Erfolg an der Brücke: VfL feiert gegen Schweinfurt siebten Sieg in Folge

Mit einer von Beginn an souveränen Leistung fuhr der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag gegen den 1. FC Schweinfurt 05 den höchsten Heimsieg der bisherigen Saison ein. Beim 4:0-Erfolg konnten sich gleich vier verschiedene Akteure in die Torschützenliste eintragen. Der Spielbericht.

Zwei Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Anfangsformation vor. So kehrten Bjarke Jacobsen nach seiner abgesessenen Gelbsperre und Robin Fabinski nach auskurierter Verletzung in die Startelf zurück. Dafür nahm Yigit Karademir auf der Bank Platz. Fridolin Wagner saß aufgrund seiner zehnten Gelben Karte am vorherigen Spieltag auf der Tribüne. Auf der Gegenseite veränderte Trainer Jermaine Jones seine Aufstellung auf drei Positionen. Thomas Meißner, Tim Latteier und Nikolaos Vakouftsis standen neu in der Startelf.

Es waren nur wenige Sekunden an der Bremer Brücke gespielt, da stand Lars Kehl bereits das erste Mal frei vor Schweinfurt-Keeper Toni Stahl. Nach einem Steckpass von Kapitän Jannik Müller traf der 23-Jährige den Ball jedoch nicht richtig, sodass dieser knapp am linken Pfosten vorbei ins Toraus rollte (1‘). Damit gab Kehl früh die Marschroute für die Anfangsphase vor, in der die Lila-Weißen viel Offensivdrang entwickelten. Nach neun Minuten setzte sich Robin Meißner stark im gegnerischen Sechzehner gegen Johannes Geis durch und suchte aus spitzem Winkel den Abschluss, doch Toni Stahl konnte den Ball sicher festhalten (9‘). Die Gäste näherten sich nach einer Viertelstunde erstmals dem Kasten von Lukas Jonsson. Nach einem Eckball köpfte ein Schweinfurter Richtung Tor, traf jedoch nur den Kopf von Niklas Wiemann, sodass der Schwede nicht eingreifen musste (15‘). Im Gegenzug setzte der VfL zum Konter an und fand erneut Lars Kehl in der Spitze, der wiederum frei vor Toni Stahl an dessen Fußabwehr scheiterte (16‘).

Nach einem Eckball der Osnabrücker konnten die „Schnüdel“ den Ball im Strafraum nicht richtig klären, sodass der aufgerückte Niklas Wiemann davon profitierte und das Spielgerät mit rechts über die Torlinie zur lila-weißen Führung beförderte (27‘). Auch nach der völlig verdienten Führung ließ die Mannschaft von Trainer Timo Schultz nicht nach und spielte weiter mit viel Schwung in die gegnerische Hälfte. Erneut wurde es wenig später nach einer Standardsituation gefährlich. Nach einem Freistoß von Lars Kehl aus dem rechten Halbraum kam Robin Fabinski völlig frei zum Kopfball, doch Toni Stahl konnte die Kugel mit den Fingerspitzen noch zum Eckball klären (30‘).

Keine Chance hatte der Schlussmann jedoch wenig später gegen Lars Kehl. Nachdem David Kopacz per Kopf Robin Meißner in den Lauf geschickt hatte, legte dieser den Ball direkt quer auf Kehl, sodass Osnabrücks Nummer 18 per Außenrist an Stahl vorbei die Führung ausbauen konnte (37‘). Wenig später ging es aus Osnabrücker Sicht mit einer 2:0-Führung in die Pause.

Auch nach dem Wiederanpfiff zeigten sich die Lila-Weißen als aktivere Mannschaft und kamen erstmals durch einen Distanzschuss von Kevin Wiethaup in Tornähe (56‘). Fünf Minuten später wurde Stahl dann allerdings zum dritten Mal am Samstagnachmittag bezwungen. David Kopacz eroberte den Ball im Mittelfeld und setzte zum Sprint an. Am Strafraumrand setzte er einen Haken und hatte dann das Auge für den besser platzierten Meißner. Dieser platzierte die Kugel in Stürmermanier ins linke Eck und erzielte vor der Ostkurve sein 13. Saisontor (61‘). Vorlagengeber Kopacz war auch an der nächsten Chance beteiligt, verpasste jedoch eine Hereingabe von Christensen haarscharf im Fünfmeterraum (76‘). Die „Schnüdel“ kamen in den zweiten 45 Minuten kaum vor den Osnabrücker Kasten, sodass Lukas Jonsson einen ruhigen Arbeitstag erlebte. Zehn Minuten vor Schluss setzte Ekin Celebi einen Freistoß deutlich am Tor vorbei (79‘). Den Schlusspunkt der Partie setzte Frederik Christensen. Nach einem Einwurf lupfte der eingewechselte Robert Tesche den Ball sehenswert in den Fünfmeterraum, wo Christensen herangesprintet kam und wuchtig zum 4:0 abschloss (83‘).

Wenig später pfiff Schiedsrichter Justin Hasmann die Partie ab und der VfL sicherte sich den siebten Sieg in Folge. Im Zuge der Englischen Woche kommt es bereits am Dienstag zum Topduell mit den Duisburger „Zebras“ (Anpfiff: 19:00 Uhr). Vor einem ausverkauften Gästeblock wollen die Lila-Weißen die Erfolgsserie auch gegen die bislang zu Hause noch ungeschlagenen Duisburger fortsetzen.

 

Tore:
1:0 (Wiemann 27‘), 2:0 (Kehl 37‘), 3:0 (Meißner 60‘), 4:0 (Christensen 84‘)

 

Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, J. Müller, Wiemann – P. Kammerbauer (Pröger 66‘), Wiethaup, B. Jacobsen (Tesche 73‘), F. Christensen, Kopacz (Henning 81‘), Kehl (Badjie 66‘) – Meißner (Kania 73‘)

1.FC Schweinfurt 05:
Stahl – Vakouftsis (Osawe 46‘), Geis, Zeller – Langhans, Böhnlein (Müller 62‘), Angleberger, T. Meißner (Grimbs 68‘), Celebi, Latteier (Endres 62‘) – Wintzheimer (Shuranov 46‘)