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Do. 31.07.2025 Anstoß: Uhr
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Auswärts gefragt: VfL will Serie in Saarbrücken fortsetzen

Am Samstag ist der VfL Osnabrück im Ludwigsparkstadion beim 1. FC Saarbrücken zu Gast (Anpfiff: 14:00 Uhr). Gegen die abstiegsbedrohten Blau-Schwarzen will der VfL den dritten Auswärtssieg in Folge einfahren. Der Vorbericht.

Der Gegner
Wie so oft in den vergangenen Jahren hat man sich beim 1. FC Saarbrücken zu Beginn dieser Saison erneut Hoffnungen auf den langersehnten Aufstieg in die 2. Bundesliga gemacht. Schließlich waren die Saarländer erst in der vergangenen Spielzeit Teilnehmer der Aufstiegsrelegation, scheiterten dort jedoch an Eintracht Braunschweig (0:2 und 2:2). Vom Relegationsplatz ist der FCS momentan jedoch weit entfernt. Statt Aufstiegseuphorie herrscht bei den Blau-Schwarzen Abstiegsangst. Mit 23 Punkten steht man aktuell einen Platz vor den Abstiegsrängen.

So treffen die Lila-Weißen am Wochenende auch im dritten Spiel der Rückrunde auf eine Mannschaft, die im Vergleich zum Hinspiel bereits einen Trainerwechsel hinter sich hat. Statt Alois Schwartz, der Ende November von seinem Amt entlassen wurde, sitzt nun Jürgen Luginger auf der Trainerbank in Saarbrücken. Der 58-Jährige war zuvor bereits seit 2020 als Sportdirektor tätig und übernahm das Team zum 16. Spieltag zunächst als Interimstrainer. Nach zwei Punkten aus vier Spielen entschieden sich die Verantwortlichen zum Jahresende, den ehemaligen Spieler des FCS zur Dauerlösung zu machen. Doch auch in der Rückrunde konnten die Saarbrücker unter Luginger noch nicht gewinnen. Nach einem 1:1-Unentschieden gegen Energie Cottbus folgte am vergangenen Wochenende eine 0:2-Niederlage beim FC Viktoria Köln.

Allgemein warten die Blau-Schwarzen schon seit mehreren Monaten auf einen Sieg in der 3. Liga. So holte man zuletzt am 19. September 2025 beim 2:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Schweinfurt 05 drei Punkte. Dennoch war man in diesem Winter noch nicht auf dem Transfermarkt aktiv. Stattdessen gab es außerhalb des Platzes einige personelle Veränderungen.

Mit Barbara Haupenthal wählten die 1.700 anwesenden Mitglieder Anfang Januar zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Präsidentin an die Spitze der Vereinsführung. Neben dem ebenfalls neu gewählten Aufsichtsrat sucht man im Saarland zudem noch gleich drei Vorstände für die Bereiche Sport, Finanzen sowie Strategie. Diese strukturelle Neuausrichtung, inklusive einer Satzungsänderung, die dem Aufsichtsrat mehr Verantwortung zuschreibt, soll den Verein auch zukünftig auf eine gesunde und erfolgreiche Basis stellen. Zunächst liegt der Fokus jedoch auf dem kurzfristigen sportlichen Erfolg.

Die Ausgangslage
Wie bereits erwähnt, erlebten die Saarbrücker einen durchwachsenen Start ins neue Jahr. Den bisher einzigen Treffer erzielte Florian Pick beim 1:1 gegen Cottbus. Der 30-jährige Offensivspieler ist mit elf Toren und sechs Assists der torgefährlichste Spieler im Kader des FCS. Mit 49 Torschussvorlagen weist er zudem den drittbesten Wert aller Drittligaklubs auf. Zweimal legte er einen Treffer für Kai Brünker auf, der mit sieben Saisontoren den zweitbesten Torschützen der Blau-Schwarzen stellt. Auf die Treffsicherheit des Mittelstürmers muss Trainer Jürgen Luginger in den kommenden Wochen jedoch verzichten. Der 31-Jährige verletzte sich am vergangenen Wochenende am Sprunggelenk und fällt vorerst aus.

Eine Schwachstelle der Saarbrücker bleibt die defensive Anfälligkeit. Zwar steht man mit 34 Gegentoren im Mittelfeld der 3. Liga, ließ jedoch bereits 122 Torschüsse auf den Kasten von Phillip Menzel zu. Sein Gegenüber Lukas Jonsson blickt dagegen auf ruhigere Arbeitstage zurück. Mit lediglich 71 zugelassenen Schüssen auf sein Tor weist der VfL Osnabrück den besten Wert der Liga auf.

Ein gutes Omen für die Lila-Weißen ist auch der Spielort der Partie. Schließlich steht man nicht nur an der Spitze der Auswärtstabelle der 3. Liga, sondern weist mit sechs Siegen auf fremden Plätzen auch die zweitmeisten im deutschen Profifußball auf. Nur der FC Bayern München hat in dieser Saison mehr Auswärtserfolge (acht Siege) gefeiert.

Mit viel Vorfreude auf die Partie am Samstag blickt auch VfL-Kapitän Jannik Müller. Denn beim vergangenen Gastspiel des VfL im Ludwigsparkstadion erzielte der Innenverteidiger mit seinem Kopfballtreffer nicht nur den wichtigen Ausgleich zum 1:1-Endstand, sondern auch sein allererstes Tor für den VfL. „Es war natürlich sehr schön. Leider haben wir das Spiel damals nicht gewonnen. Aber es war dennoch ein wichtiger Punkt, den wir in der englischen Woche geholt haben. Daher freue ich mich ins Saarland zurückzukehren“, blickt er selbst auf das Spiel zurück.

Generell ist ein Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Saarbrücken für den VfL in den vergangenen Jahren mit viel Freude verbunden gewesen. So hat man in der 3. Liga noch nie gegen die Saarländer verloren. In 13 Drittligaduellen feierten die Osnabrücker acht Siege und fünf Unentschieden. Die letzte Niederlage des VfL im Ludwigparkstadion liegt somit bereits über 25 Jahre zurück, als man sich am 17. September 2000 mit 1:2 geschlagen geben musste. Das soll aus Sicht des VfL auch am Samstagnachmittag so bleiben, wenn die Mannschaft von über 1.000 lila-weißen Anhängern begleitet wird, die teilweise mit einem Sonderzug anreisen.

Das Personal
Bei den Saarbrückern fallen mit Kai Brünker (Bänderdehnung im Sprunggelenk), Maurice Multhaup (Nackenbeschwerden), Amine Naifi (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Manuel Zeitz (Adduktorenzerrung) vier Spieler für die Partie am Samstag aus.

Beim VfL kehrte unter der Woche Robin Fabinski auf den Trainingsplatz zurück. Er ist ebenso wie Bryan Henning, der unter der Woche zwischenzeitlich das Mannschaftstraining aussetzen musste, für das Auswärtsspiel einsatzbereit.

Stimmen zum Spiel
Im Spieltagsinterview am Donnerstagvormittag erklärte VfL-Cheftrainer Timo Schultz, dass er trotz der prekären sportlichen Situation einen starken Gegner am Samstag erwartet: „Es ist eine Mannschaft, die eine sehr wechselhafte Vorrunde und auch schon einen Trainerwechsel hinter sich hat. Sie haben mit [Florian] Pick einen herausragenden Spieler in ihren Reihen, der es immer wieder schafft, alleine Situationen zu kreieren und torgefährlich zu werden. Sie haben nun den Neustart ausgerufen und auch zwei vernünftige Spiele gezeigt, mit Ausnahme von 30 Minuten in Köln. Sie wollen den Bock umstoßen. Sie haben einige Spiele hintereinander nicht gewinnen können – und ich hoffe, dass ihre Serie hält.“

Auch VfL-Kapitän Jannik Müller hob die Qualitäten der Saarbrücker hervor: „Es ist eine sehr erfahrene Mannschaft, die vor der Saison jeder als Aufstiegsaspirant gesehen hat und die jetzt ein Stück weit Probleme hat. Aber dennoch erkennt man, wenn man sich die Einzelspieler und die Qualität des Kaders anschaut, dass das eine richtig gute Mannschaft ist. Wir wollen auf uns schauen und die Dinge besser machen, die in den vergangenen zwei Wochen nicht optimal waren. Darauf liegt der Fokus.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR und SR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


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