Pokal

Auswärtsspiel
SV Drochtersen/Assel
0
:
2
VfL Osnabrück
2'
Simakala
0:1
45'
Tesche
0:2
Mi. 27.07.2022 Anstoß: 19:30 Uhr | Schiedsrichter: Benjamin Schmidt (Laatzen)

match-center

Vorbericht: Drochtersen im Blick

Am Mittwochabend steht die erste Runde im Krombacher Niedersachsenpokal an. Für die Lila-Weißen geht es bereits zum dritten Mal ins Alte Land zum SV Drochtersen/Assel. Nach zwei unerfreulichen Gastspielen soll Spiel 3 endlich einen Sieg bringen.

Die Ausgangslage

Die beiden letzten Auftritte im Kehdinger Stadion haben sicherlich die allermeisten VfL-Fans weitgehend aus ihrem Gedächtnis gestrichen. In der Saison 17/18 endete das XL-Spiel mit 6:7 nach Elfmeterschießen und nur ein Jahr später mit einem bitteren 1:2. Die Torhymne vom SVDA „Jetzt ist der Teufel los (bei uns in Drochtersen)“ klingelt dabei sicherlich noch vielen Lila-Weißen in den Ohren…

Für die Drochterser war es in der vergangenen Saison in der Regionalliga-Nord durchaus eng. In der regulären Tabelle erkämpften sie sich 33 Punkte, landeten aber „unter dem Strich“ und mussten in der Abstiegsrunde um den Klassenverbleib kämpfen. Die Abstiegsrunde beendete der SVDA dann mit 9 Siegen, 7 Unentschieden und 4 Niederlagen auf dem 4. Tabellenplatz und sind damit auch in der neuen Spielzeit Teil der Regionalliga-Nord.

Nach der Spielzeit wechselten die Nord-Niedersachsen zudem ihren Übungsleiter. Lars Jagemann musste seinen Posten räumen, für ihn übernahm der 26-jährige Frithjof Hansen das Ruder, der schon zuvor die U19 des SVDA betreut, sowie Jagemann als Co-Trainer zur Seite gestanden hatte. Die Liga startet für die Jungs aus dem Kehdinger Stadion am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen Jeddeloh II.

Die Drochterser verbrachten ihr Sommertrainingslager im dänischen Skærbæk und verloren vor einer Woche zum Abschluss der Vorbereitung ihr Testspiel gegen Holstein Kiel II mit 1:2.

Beim VfL ist die Ausgangslage eine andere: Nach der guten Vorbereitung setzten sich die Lila-Weißen am vergangenen Freitag durch das jubelumtoste Traumtor von Sven Köhler mit 1:0 gegen den MSV Duisburg durch. Es war der erste Heimsieg gegen die Meidericher seit über 32 Jahren, der der Mannschaft von VfL-Cheftrainer Daniel Scherning einigen Auftrieb geben dürfte.

Zudem haben die Lila-Weißen sicherlich einen großen Mahner im Team: Torhüter Philipp Kühn stand bekanntlich beim 6:7 gegen den SVDA noch im Tor der Gastgeber…

Das Personal

Nahezu alle Profis sind am Start. Lediglich Jannes Wulff, Jannik Zahmel und Luca Böggemann fallen krankheitsbedingt aus.

Ein Ausblick

„Wir fahren nach Drochtersen, um das Spiel zu gewinnen und eine Runde weiterzukommen“, unterstrich Daniel Scherning am Montag die Wichtigkeit der Partie. „Was in der Vergangenheit passiert ist hat für uns keine Relevanz. Das sind Randnotizen, die uns in der Vorbereitung nicht beeinflussen. Wir werden die, sicherlich heiße, Atmosphäre annehmen und wollen einen kühlen Kopf bewahren.“

Auch für VfL-Torhüter Philipp Kühn ist ein besonderes Spiel: „Ich freue mich auf die Partie! Klar, ist es für mich etwas Besonderes, nach Drochtersen zurückzukehren. Aber: Wir wollen das Spiel und am Ende auch den Pokal gewinnen, weil wir gemerkt haben, wie schmerzhaft es ist, nicht im DFB-Pokal dabei zu sein. Im dritten Anlauf soll es jetzt klappen – mein Tipp: 2:0 für den VfL nach 90 Minuten!“

SV Drochtersen/Assel
Spielaufstellung
30
Patrick Siefkes
 TW
3
Tjorve Nils Mohr
5
Arian Khodabakhshian Hessar
6
Jorik Wulff
10
Marcell Sobotta
12
Nico von der Reith
13
Sebastian Haut
14
Alexander Neumann
22
Tom Joshua Kinitz
23
Maximilian Benjamin Geißen
26
Liam Giwah
 
Ersatzbank
1
Fynn-Lukas Hegerfeldt
 ETW
4
Nikola Serra
9
Felix Niebergall
17
Martin Sattler
18
Lukas Schumacher
19
Lennard Fock
21
Jan-Miklas Steffens
32
Bennet Wittig
33
Fabio Parduhn
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
1
Daniel Adamczyk
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Maxwell Gyamfi
6
Sven Köhler
8
Robert Tesche
9
Erik Engelhardt
11
Ba-Muaka Simakala
15
Paterson Chato
19
Leandro Putaro
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
 
Ersatzbank
22
Philipp Kühn
 ETW
5
Benas Satkus
13
Lukas Kunze
16
Henry Rorig
17
Felix Higl
24
Manuel Haas
30
Emeka Oduah
33
Timo Beermann

Fluch gebrochen

Mittwochabend, Kehdinger Stadion, Krombacher Niedersachsenpokal! Einmal mehr führte der Weg des VfL Osnabrück in der ersten Pokalrunde durch den Landkreis Stade, die Lila-Weißen waren zum bereits dritten Mal zu Gast bei der SV Drochtersen/Assel. Und diesmal ging es gut…

Daniel Scherning wechselte im Vergleich zum vergangenen Freitag lediglich im Tor: Daniel Adamczyk kam zu seinem Startelf-Debüt. Ansonsten blieb es beim 4-4-2 mit Heider und Engelhardt im Angriff.

Schiedsrichter der Partie war Benjamin Schmidt.

Der Führungstreffer fiel bereits in der 2. Minute: Nach einer Ecke blieb der VfL dran, Tesche brachte die Flanke von rechts, an D/A-Spieler verlängerte nochmal mit dem Kopf und Simakala nahm den Ball von halblinks volley aus der Luft. Schöner Treffer ins lange Eck! 1:0, frühes Führungstor, Auftakt nach Maß.

Der VfL blieb danach weiter dran, kontrollierte die Partie weitgehend. Eine strittige Elfmeterentscheidung fiel in der 11. Minute, als Kleinhansl im Strafraum gefoult wurde – die Pfeife von Schiri Schmidt blieb allerdings stumm. In der 15. Minute prüfte Putaro D/A-Keeper Siefkes mit einem satten Schuss aus der zweiten Reihe, aber der Keeper hatte ihn sicher.

Aber, wie die Vergangenheit zeigte, durfte man die Hausherren nie unterschätzen: In der 23. Minute tauchte plötzlich Jorik Wulff (Bruder von Jannes) im Strafraum auf. Die VfL-Hintermannschaft klärte mit vereinten Kräften. Nur Minuten später brachte die dritte Ecke des Tages von Kleinhansl eine tolle Kopfballchance von Heider, aber der „Käpt‘n“ setzte den Ball knapp rechts neben den Kasten.

In der 45. Minute fiel, quasi mit dem Pausenpfiff, das wichtige 2:0: Kleinhansl brachte die vierte Ecke des Tages auf den kurzen Pfosten und Tesche nickte per Kopf ein.

Und dann ging’s zum Pausentee. Und ohne Wechsel ging es für die zweiten 45 Minuten weiter.

Die erste, richtig gute Gelegenheit der zweiten Halbzeit hatte Engelhardt, als er von halbrechts in die Box eindrang, aber am geballten Widerstand der D/A-Abwehr äußerst knapp scheiterte.

In der 70. Minute dann die dickste Chance für Drochtersen: Der gerade eingewechselte Parduhn bekommt einen Querschläger vor die Füße, scheitert aber an der VfL-Abwehr. Das war eng…

Der VfL behielt in der Folge die Nerven und auch das Spiel weitgehend im Griff. Am Ende langte es zum ungefährdeten Auswärtssieg. Weiter geht’s in der nächsten Runde beim VfV Hildesheim 06.

Aufstellungen

VfL: Adamczyk – Kleinhansl (Haas, 83.), Chato, Gyamfi, Traoré (Rorig, 89.) – Tesche, Köhler, Simakala (Kunze, 83.) – Heider (Oduah, 69.), Engelhardt (Higl, 69.)

SVDA: Siefkes, Mohr, Khodabakhshian Hessar (Parduhn, 69.), Wulff, Sobotta, von der Reith, Haut (Steffens, 69.), Neumann (Niebergall, 74.), Kinitz, Geißen (Sattler, 78.), Giwah (Serra, 82.)

Ecken

VfL: 9

SVDA: 3

Verwarnungen

VfL: Chato (59.)

SVDA: Mohr (55.)

Zuschauer: 943