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Bundesligist zu Gast: VfL empfängt „Fohlenelf“ zum Testspiel
Am heutigen Donnerstagabend empfängt der VfL Osnabrück den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach an der Bremer Brücke zum zweiten Testspiel der Woche (Anpfiff: 18:30 Uhr). Gegen die „Fohlenelf“ wollen die Lila-Weißen ihre positive Form bestätigen. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit Borussia Mönchengladbach ist heute Abend ein echtes Bundesliga-Urgestein an der Bremer Brücke zu Gast. Seit 2008 spielt die „Fohlenelf“ ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse. Mit 110.000 Mitgliedern ist der Klub zudem der zehntgrößte Sportverein Deutschlands. Dass die Borussia aber auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen darf, scheint aktuell noch alles andere als sicher. So beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz momentan nur fünf Punkte.
Dabei ist die Lage am Niederrhein schon seit Beginn der Saison angespannt. Bereits nach dem dritten Spieltag trennte man sich vom damaligen Cheftrainer Gerardo Seoane, nachdem dieser nur einen Punkt einfahren konnte (0:0 gegen den Hamburger SV). Aber auch Interimstrainer Eugen Polanski, der zuvor drei Jahre lang die Zweitvertretung der Borussia trainierte, konnte erst im sechsten Spiel den ersten Saisonsieg einfahren (4:0-Auswärtssieg beim FC St. Pauli). Daraufhin folgten jedoch zwei weitere Siege gegen Köln (3:1) und Heidenheim (3:0) sowie ein Unentschieden gegen RB Leipzig (0:0), sodass der 40-Jährige schließlich zur Dauerlösung ernannt wurde. Inzwischen blickt der ehemalige Nationalspieler Polens auf 24 Bundesligaspiele an der Seitenlinie zurück und weist dabei einen Punkteschnitt von 1,17 auf.
In seiner ersten Transferphase als Bundesligatrainer begrüßte Polanski mit Kota Takai (Tottenham Hotspur), Alejo Sarco (Bayer Leverkusen) und Hugo Bolin (Malmö FF) drei Leihneuzugänge im Borussia-Park. Letzterer kam seit seiner Ankunft in jedem Spiel zum Einsatz, während die anderen Neuzugänge teilweise von Verletzungen zurückgeworfen wurden. Generell müssen die Gladbacher in dieser Saison auf zwei ihrer Leistungsträger der vergangenen Spielzeit weitgehend verzichten. So kommen Tim Kleindienst und Robin Hack bislang nur auf drei beziehungsweise fünf Einsätze. Die beiden waren in der vergangenen Saison an 37 der insgesamt 55 Tore der Borussia beteiligt.
Trotzdem weisen die Gladbacher auch in dieser Spielzeit einen Toptorjäger in ihren Reihen auf: Haris Tabakovic kommt bereits auf elf Saisontore in der Bundesliga. Der bosnische Nationalspieler ist damit die Lebensversicherung der Borussia. Kein anderer Bundesligaspieler weist einen höheren Toranteil bei seiner Mannschaft auf als der 31-Jährige (33,3 Prozent). Zweitbester Torschütze der „Fohlenelf“ ist Kevin Diks mit vier Treffern. Der Sommerneuzugang erzielte jedoch alle seine Tore per Elfmeter. Ebenfalls im Blick behalten sollte die Osnabrücker Defensive am Donnerstagabend Franck Honorat, der mit neun Vorlagen der beste Vorbereiter im Kader der Borussia ist. Immer auf dem Platz steht in der Defensive zudem Nico Elvedi. Der Innenverteidiger verpasste in dieser Saison nur drei Minuten und ist mit insgesamt 312 Einsätzen Schweizer Rekord-Bundesligaspieler.
Die Ausgangslage
Im März fuhr die Borussia zuletzt eine Niederlage gegen Bayern München (1:4), einen Sieg gegen St. Pauli (2:0) und am vergangenen Wochenende ein wildes Unentschieden im Derby gegen den 1. FC Köln (3:3) ein. Dabei sollte aufmerksamen Gladbach-Fans bereits nach dem Führungstreffer durch Jens Castrop in der ersten Spielminute bewusst gewesen sein, dass das Derby nicht verloren gegangen wird. Denn die Borussia verlor in dieser Saison noch kein einziges Spiel, wenn sie in Führung ging (sieben Siege, drei Unentschieden). Zeitgleich schlägt das Pendel für die „Fohlenelf“ aber auch in die entgegengesetzte Richtung aus: Wenn die Elf vom Niederrhein in Rückstand geriet, konnte sie in dieser Saison noch kein Spiel gewinnen (zwei Remis, zwölf Niederlagen). Besonders anfällig zeigt sich die Gladbacher Defensive dabei vor allem in den ersten 45 Minuten. Nur der 1. FC Heidenheim (27 Gegentore) kassierte noch mehr Gegentore in der ersten Halbzeit als die Borussia (26).
Trotzdem konnte Torwart Moritz Nicolas, der in allen Saisonspielen über die volle Distanz zwischen den Pfosten stand, bereits zehnmal zu Null spielen. In der Bundesliga weist nur BVB-Keeper Gregor Kobel mehr weiße Westen auf (12). Das Nonplusultra in dieser Disziplin im deutschen Profifußball ist aber immer noch der VfL Osnabrück. Am vergangenen Wochenende konnte Lukas Jonsson beim 1:0-Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim II zum 16. Mal in dieser Spielzeit zu Null spielen. Zweimal hinter sich greifen musste der Schwede jedoch beim gestrigen Testspiel gegen Hannover 96 (0:2). Damit kassierten die Lila-Weißen die erste Niederlage im neuen Jahr.
VfL-Cheftrainer Timo Schultz zeigte sich nach der Partie im Eilenriedestadion im Interview bei VfL-TV dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Ich habe gesehen, dass wir mithalten können und dass wir in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Gerade die Jungs aus der zweiten Reihe haben sich top präsentiert. Wir haben uns dann leider nicht mit einem Tor belohnt. […] Das war schon wirklich gut.“ Dabei verriet der 48-Jährige auch, was der Plan für das Testspiel gegen die Gladbacher sein wird: „Wir wollen unseren Zuschauern ein gutes Spiel bieten. Ich denke, es wird ganz anders werden als heute. Hier war der Platz wirklich in einem hervorragenden Zustand, sodass man richtig gut Fußball spielen konnte. Da müssen wir morgen mal sehen, wie sich das bei uns verhält. Wir haben unsere Themen, an denen wir arbeiten wollen. Aber es ist jetzt die letzte Länderspielpause der Saison, danach sind noch ein paar Spiele zu gehen, also werden wir jetzt nicht anfangen, irgendwelche neuen wilden Sachen einzustudieren.“
Zum letzten Mal in einem Pflichtspiel an der Bremer Brücke aufeinander trafen die beiden Teams im Februar 2008. Am 21. Spieltag der 2. Bundesliga trennte man sich mit einem 2:2-Unentschieden. Damals saßen auf den jeweiligen Ersatzbänken auch Joe Enochs und Eugen Polanski, die sich heute Abend also erneut außerhalb des Platzes gegenüberstehen werden.
Das Personal
Auf fünf Spieler muss Trainer Eugen Polanski verletzungsbedingt verzichten. So fallen schon seit längerem Nathan Ngoumou (Trainingsrückstand), Tim Kleindienst (Knie-OP), Kota Takai (Zerrung), Robin Hack (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) und Jan Olschowsky (Knieverletzung) aus. Außerdem sind Haris Tabakovic (Bosnien-Herzegowina), Tiago Pereira Cardoso (Luxemburg) und Fabio Chiarodia (U21 Italien) mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs und somit in Osnabrück nicht dabei.
Beim VfL muss Cheftrainer Timo Schultz weiterhin auf den verletzten Robin Fabinski (Überdehnung der Bandstruktur im linken Knie) verzichten. Außerdem fallen auch Mats Remberg und Julia Kania (beide krank) für die Partie aus.
Tickets, Stream und Liveticker
Schon knapp 5.000 Tickets wurden für das Testspiel unter Flutlicht verkauft. Dabei sind noch in allen Stadionbereichen Karten verfügbar. Diese können entweder jederzeit im Online-Ticketshop oder ab 17:00 Uhr an der Tageskasse im Ticketcenter Nord (Container vor dem Eingang zu den Blöcken K-H) erworben werden. Dank des erneut von Rad-Sport Schriewer präsentierten Livestreams haben Fans die Möglichkeit, das Spiel live und kostenlos auf dem offiziellen YouTube-Kanal des VfL zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Aufstellung wurde noch nicht veröffentlicht
Zu diesem Spiel ist derzeit leider noch kein Nachbericht vorhanden.
Spielplan
| Hannover 96 | 2: 0 | VFL Osnabrück |
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Freundschaftsspiel
Mi. 25.03.2026 Anstoß: 12:00 Uhr
Nicht-Öffentlich Zum Matchcenter > |
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| VFL Osnabrück | vs. | Borussia Mönchengladbach |
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Freundschaftsspiel
Do. 26.03.2026 Anstoß: 18:30 Uhr
Bremer Brücke Zum Matchcenter > |
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| VFL Osnabrück | vs. | 1. FC Schweinfurt 05 |
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. Spieltag
Sa. 04.04.2026 Anstoß: 14:00 Uhr
Bremer Brücke Zum Matchcenter > |
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