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Fr. 04.07.2025 Anstoß: Uhr
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Auswärts in Ingolstadt: VfL will nächsten Dreier einfahren

Am Samstag tritt der VfL Osnabrück beim FC Ingolstadt an. Gegen die „Schanzer“ zählt laut Cheftrainer Timo Schultz nur ein „Dreier“. Diesen wollen die Lila-Weißen, wie zuletzt, erneut mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einfahren. Der Vorbericht.

Der Gegner
Der Fußballclub Ingolstadt 04 läuft in dieser Saison den Erwartungen hinterher. Gegenüber dem Donaukurier äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Peter Jackwerth jüngst unzufrieden mit der aktuellen sportlichen Lage: „Es ist völlig unbefriedigend, auf welchem Tabellenplatz wir stehen.“ Aktuell belegen die „Schanzer“ mit 40 Punkten den 14. Tabellenplatz. Dadurch, dass der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz weiterhin elf Punkte beträgt, wird es für die Oberbayern in den letzten fünf Saisonspielen vermutlich nur noch um die Endplatzierung im Tabellenmittelfeld gehen. Dabei starteten die Ingolstädter mit sechs ungeschlagenen Spielen ins neue Jahr und standen nach 25 Spieltagen noch zehn Punkte hinter dem dritten Relegationsplatz. So kam es auch nicht überraschend, dass die „Schanzer“ Anfang März den Vertrag ihrer Cheftrainerin Sabrina Wittmann und ihres Co-Trainers Fabian Reichler langfristig verlängerten. Doch ausgerechnet nach dem Vertrauensbekenntnis geriet der FCI in eine Ergebniskrise. In den folgenden sechs Partien konnten nur drei Punkte durch den 3:1-Auswärtssieg gegen den SSV Ulm eingefahren werden. Alle anderen Spiele gingen verloren. Zuletzt kassierte man vier Niederlagen in Folge.

Im Winter stellte man drei Neuzugänge an der Donau vor. Neben der Leihe von Rechtsaußen Emilio Kehrer (Willem II) wechselten zudem auch Mittelstürmer Mason Toye (Kansas City) und Innenverteidiger Georgios Antzoulas (HJK Helsinki) ablösefrei zu den „Schanzern“. Letzterer stand seit seiner Ankunft bereits elfmal in der Startelf und verpasste die restlichen drei Partien aufgrund einer Oberschenkelverletzung. Somit ist der Grieche ein fester Bestandteil der neuen 3-4-3-Formation von Cheftrainerin Sabrina Wittmann. In der Hinrunde bevorzugte die gebürtige Ingolstädterin noch ein 4-1-4-1-System. Unverändert ist jedoch die Kopfballstärke des FCI. Keine andere Drittligamannschaft erzielte so viele Treffer per Kopf (15) wie die „Schanzer“. Kein Wunder bei den meisten Torschüssen per Kopf (110) und der zweiterfolgreichsten Quote bei Flanken (27,8 Prozent). Mit den fünftmeisten Torschüssen der Liga (482) und den drittmeisten Ballberührungen im gegnerischen Strafraum (878) ist der FCI generell offensiv sehr aktiv. Zudem weist man mit einer Zweikampfquote von 51,5 Prozent den viertbesten Wert der Liga auf.

Die Ausgangslage
Der herausragende Spieler beim FCI ist zweifelsohne Marcel Costly. Mit 13 Toren (von insgesamt 52) ist er in dieser Saison für 25 % der Ingolstädter Treffer verantwortlich. Außerdem weist er die fünftmeisten Torschüsse (95) der 3. Liga auf. Der 30-Jährige hat zudem die meisten Flanken der Liga geschlagen (134) und dadurch auch acht Vorlagen vorzuweisen. Aber auch Dennis Kaygin (7 Tore) und Yann Sturm (6 Tore) sorgen beim FCI immer wieder für Torgefahr. Jedoch steht Costly auch sinnbildlich für die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft. 18 Großchancen vergab der Flügelstürmer in dieser Saison bereits. Nur Mohammed Sankoh von Stuttgart II ließ noch mehr Gelegenheiten liegen (19). Von den insgesamt 88 herausgespielten Großchancen der „Schanzer“ vergab man 52. Dass man momentan mit nur 40 Punkten auf dem 14. Platz steht, ist neben der mangelnden Chancenverwertung aber auch der defensiven Anfälligkeit geschuldet. 536 Torschüsse ließ man bereits zu (drittschlechtester Wert) und kassierte daraus 48 Gegentore. Besonders auffällig sind dabei die bereits sechs kassierten Tore in der Nachspielzeit. Kein anderes Team kassierte mehr (Stuttgart II, Ulm und Schweinfurt ebenfalls sechs). Ebenfalls in der Nachspielzeit musste Torwart Kai Eisele am vergangenen Wochenende den Ball aus dem Netz holen, als man mit 1:4 bei Rot-Weiss Essen verlor. Zuvor musste der FCI im Zuge der englischen Woche auch Niederlagen gegen Viktoria Köln (1:2) und den 1. FC Saarbrücken (0:1) einstecken. Dabei verhinderte Eisele sogar noch eine schlechtere Defensivbilanz. Mit 74,5 Prozent gehaltener Schüsse weist der Keeper den Bestwert unter den Drittligaschlussmännern auf.

Den zweitbesten Wert in dieser Statistik weist wenig verwunderlich VfL-Torwart Lukas Jonsson auf. 73,5 Prozent aller Schüsse wehrte der Schwede ab und musste auch in der vergangenen englischen Woche nur einmal hinter sich greifen. Mit dem jüngsten 1:0-Erfolg gegen Energie Cottbus erlebte man beim VfL Osnabrück gleich mehrere Déjà-vus. So erzielte Ismail Badjie wie bereits im Hinspiel gegen Cottbus den entscheidenden Treffer zum 1:0-Endstand. Generell fuhren die Lila-Weißen bereits zum fünften Mal dasselbe Ergebnis im Hin- und Rückspiel ein. Dass sich dies am Samstag wiederholt, würden sich die Osnabrücker sicherlich erneut wünschen. Schließlich erzielte Isy Badjie nach seiner Einwechslung in der 89. Minute auch dort den erlösenden Treffer zum 1:0-Heimsieg.

Ebenfalls mit auf dem Platz stand damals Theo Janotta. Der Innenverteidiger darf sich aufgrund der Ausfälle von Robin Fabinski (Sprunggelenksverletzung) und Yigit Karademir (Gelbsperre) berechtigte Hoffnungen machen, am Samstag seinen 15. Drittligaeinsatz zu absolvieren. Seit Sommer 2025 ist der 22-Jährige für den VfL aktiv und blickte im Spieltagsinterview auf seine Anfangszeit bei den Lila-Weißen zurück: „Ich denke, dass ich einige Zeit brauchte, um erstmal reinzukommen. Dann wurde ich ins kalte Wasser geworfen mit den drei Spielen in der englischen Woche. Danach habe ich immer wieder Einsätze bekommen. Insgesamt fühle ich mich hier sehr wohl und bin grundsätzlich zufrieden.“ Dabei gibt sich der 1,96 m große Defensivakteur in seiner ersten Profisaison auch mit der Rolle des Ergänzungsspielers zufrieden: „Es ist schon herausfordernd, weil auch der Konkurrenzkampf hoch ist. Man will natürlich immer spielen und versucht, sich heranzuarbeiten. Aber wenn’s läuft, dann läuft’s – und dann stelle ich mich auch gerne in die zweite Reihe. Hauptsache, wir gewinnen.“ Siegreich möchte Janotta dann auch am Samstagnachmittag im Audi-Sportpark sein. Begleitet von mindestens 1.200 Osnabrückern dürfte sich die Partie dann fast schon wie ein Heimspiel anfühlen. Und zu Hause ist der VfL in diesem Jahr bekanntlich weiterhin ungeschlagen.

Das Personal
Beim FC Ingolstadt fallen mit Markus Ponath (Handverletzung) und Mason Toye (Knieverletzung) zwei Akteure für die Partie am Samstag aus.

Erstmalig in dieser Saison muss auch VfL-Cheftrainer Timo Schultz mehrere Ausfälle kompensieren. Neben den gelbgesperrten Yigit Karademir und Frederik Christensen fällt auch Robin Fabinski (Sprunggelenksverletzung) für die Partie gegen die „Schanzer“ aus. Ein Einsatz von Lars Kehl, der sich in der Partie gegen Energie Cottbus am Knöchel verletzte, ist zudem fraglich.

Stimmen zum Spiel
VfL-Chefcoach Timo Schultz schaut wie immer weniger auf die Tabellenplatzierung des kommenden Gegners, sondern bemerkte im Spieltagsinterview am Donnerstagnachmittag auch die Entwicklung der Ingolstädter Mannschaft: „Die Ingolstädter haben sich die Saison sicherlich auch ein bisschen anders vorgestellt. Eigentlich haben sie zwischendrin eine gute Entwicklung gehabt und es geschafft, nach der Winterpause regelmäßig zu punkten. Es sah sehr stabil aus. Jetzt zuletzt haben die Ergebnisse dann wieder nicht gestimmt. So ist das manchmal im Fußball. Eine Entwicklung läuft nicht immer linear. Dementsprechend wissen wir, dass es eine sehr gute Mannschaft ist, die immer sehr gut eingestellt ist. Fünf Spieltage vor Schluss, mit unserer Situation, brauchen wir den Dreier. Also fahren wir dorthin, um zu gewinnen. Das tun wir aber grundsätzlich, egal ob wir in Ingolstadt oder zwei Wochen später in Wiesbaden antreten.“

Angesprochen auf die auffällig vielen Ausfälle bei den Lila-Weißen zeigte sich der 48-Jährige gewohnt gelassen: „Ich habe hundertprozentiges Vertrauen in die Spieler, die zuletzt vielleicht nicht von Anfang an gespielt haben. Gerade die haben es immer wieder gezeigt, wenn sie dann mal reingeworfen wurden, dass sie sofort in die Performance kommen. Dementsprechend ist es für uns gar kein großes Gedankenspiel.“

Theo Janotta erwartet ähnlich wie sein Cheftrainer Timo Schultz eine herausfordernde Ingolstädter Mannschaft: „Es wird ein ekliger Gegner, bei dem wir auch im Hinspiel einige Probleme hatten, es lange 0:0 stand und wir am Ende durch Isy das erlösende 1:0 gemacht haben. Und hoffentlich werden wir am Samstag dann auch die drei Punkte nach Hause bringen. […] In unserer Liga sieht man jeden Spieltag, dass jeder jeden schlagen kann. Deshalb müssen wir immer an unsere Hundertprozentgrenze kommen, um auch das Spiel zu gewinnen.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


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Joker Badjie sticht erneut – VfL gewinnt in Ingolstadt

Wie schon im Hinspiel konnte der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag beim Auswärtsspiel gegen den FC Ingolstadt 04 einen knappen 1:0-Erfolg einfahren. Dabei bestätigte Ismail Badjie einmal mehr seine herausragenden Jokerqualitäten. Der Spielbericht.

Zwei notwendige Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz gegen die „Schanzer“ vor. So ersetzten Tony Lesueur und Theo Janotta die gelbgesperrten Frederik Christensen und Yigit Karademir. Die beiden freigewordenen Kaderplätze nahmen zudem Kevin Schumacher und Kevin Wiethaup ein. Bei den Gastgebern entschied sich Sabrina Wittmann für drei Wechsel in ihrer Anfangsformation. Yann Sturm, Jonas Scholz und Kapitän Simon Lorenz standen für Ognjen Drakulic, Jasper Maljojoki und Lukas Fröde von Beginn an auf dem Platz.

Nachdem Schiedsrichter Felix Weller die Partie anpfiff, ging es im mit 7.570 Zuschauern besetzten Audi-Sportpark zunächst ruhig zu. Nach zehn Minuten verbuchten die Osnabrücker in Person von Tony Lesueur den ersten Torabschluss der Partie. Mit seinem Schuss von der linken Außenbahn forderte er FCI-Keeper Kai Eisele jedoch nicht besonders heraus. Der Schlussmann wehrte die Kugel ins Toraus ab (10‘). Wenn es für die Lila-Weißen in den ersten 45 Minuten offensiv gefährlich wurde, war der Franzose meist im Mittelpunkt des Geschehens. So auch einige Augenblicke später, als Lesueur im Anschluss an eine Osnabrücker Ecke aus der zweiten Reihe abzog und ein Ingolstädter Bein das Spielgerät haarscharf am rechten Pfosten vorbei ins Toraus lenkte (23‘). Wiederum zehn Minuten später spielte Lesueur von der linken Außenbahn in den Rückraum, wo Robin Meißner freistand und direkt abzog. Besonders platziert war der Schuss des Osnabrücker Toptorschützen jedoch nicht, sodass Eisele ohne Probleme parieren konnte (33‘). Die Gastgeber dagegen kamen in der ersten Halbzeit kaum vor das Tor des VfL. Zwar trafen die „Schanzer“ kurz vor dem Pausenpfiff in Person von Yann Sturm ins Gehäuse von Lukas Jonsson, allerdings stand der Stürmer beim Zuspiel von Marcel Costly deutlich im Abseits (41‘). Somit ging es wenig später torlos in die Kabinen.

Zwar personell unverändert, aber mit mehr offensivem Schwung kamen die Osnabrücker in die zweite Halbzeit. Schon wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff setzte sich David Kopacz auf der rechten Außenbahn durch, sprintete bis zur Grundlinie und legte den Ball zurück auf Robin Meißner, der zwar direkt abzog, das Ziel aber knapp verfehlte (46‘). Acht Minuten später zog Kopacz nach einem Konter selbst auf das Tor der Gastgeber. Bei seinem flachen Schussversuch war Eisele jedoch rechtzeitig unten (54‘). Wie schon in der ersten Halbzeit zeigten sich die Ingolstädter nach vorne recht ungefährlich. Wenn sie zum Abschluss kamen, forderten sie Lukas Jonsson kaum heraus. Zu einer Glanzparade zwang jedoch Fridolin Wagner Eisele mit seinem Distanzschuss in der 63. Minute. Der Schlussmann lenkte den Ball noch über den Querbalken ins Toraus (63‘). Langsam häuften sich nun die torgefährlichen Abschlusschancen des VfL. Als Patrick Kammerbauer den Ball elegant über die Ingolstädter Abwehrreihe hob, lief Robin Meißner in den Strafraum und köpfte auf das Gehäuse, jedoch ohne den Keeper vor größere Probleme zu stellen (68‘). In der 78. Minute köpfte Bjarke Jacobsen den Ball nach einem Eckstoß von Patrick Kammerbauer knapp über den Kasten den FCI (78‘).

In der Schlussphase erhöhten die Lila-Weißen dann noch einmal den Druck und wurden schließlich, wie sollte es auch anders sein, durch den eingewechselten Ismail Badjie belohnt. Als Kammerbauers Abschluss am Strafraumrand geblockt wurde, fiel „Isy“ der Ball vor die Füße. Nach einem Haken in Richtung Elfmeterpunkt zog der 20-Jährige ab. Der ebenfalls eingewechselte Julian Kania fälschte den Schuss noch entscheidend ab, sodass dieser unhaltbar für Eisele im rechten oberen Eck einschlug (83‘). Damit ließ Badjie wie schon im Hinspiel die 1.100 mitgereisten Fans im Auswärtsblock jubeln.

In den Schlussminuten warfen die „Schanzer“ erwartungsgemäß noch einmal alles nach vorne, doch Lukas Jonsson hielt den Osnabrücker Sieg fest. Mit einer herausragenden Parade gegen Emre Gül sicherte sich der Schwede seine 19. Weiße Weste der Saison und seiner Mannschaft die Punkte 68, 69 und 70 (90‘). Nach der vierminütigen Nachspielzeit war die Partie schließlich beendet. Mit viel Selbstvertrauen kann der VfL am kommenden Samstag den Sportclub aus Verl an der ausverkauften Bremer Brücke empfangen (Anpfiff: 14:00 Uhr). Gegen die Ostwestfalen könnte der VfL den nächsten wichtigen Schritt Richtung Aufstieg gelingen.

 

Tore:
0:1 (Badjie 83‘)

Aufstellungen:
FC Ingolstadt 04:
Eisele – Antzoulas, Si. Lorenz, Scholz – Y. Deichmann (Hoppe 81‘), Besuschkow (Plath 87‘), Carlsen, G. Christensen, Costly, Kaygin (Gül 73‘) – Sturm (Drakulic 87‘)

VfL Osnabrück:
Jonsson – Janotta, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Wagner (Henning 90+1‘), Jacobsen, Lesueur (Pröger 78‘), Kopacz (Kania 78‘), Kehl (Badjie 61‘) – Meißner (Tesche 90+1‘)