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Do. 03.07.2025 Anstoß: Uhr
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Flutlichtspiel an der Bremer Brücke: VfL empfängt Viktoria Köln

Am Dienstagabend empfängt der VfL Osnabrück den FC Viktoria Köln unter Flutlicht an der Bremer Brücke (Anpfiff: 19:00 Uhr). Gegen eine spielstarke Kölner Mannschaft erwartet Cheftrainer Timo Schultz eine Leistungssteigerung, damit die drei Punkte am Ende des Abends in der Hasestadt bleiben. Der Vorbericht.

Der Gegner
Mit dem FC Viktoria Köln erwartet der VfL Osnabrück eine Mannschaft, die sich über die gesamte Saison hinweg im Tabellenmittelfeld bewegt. So schloss man die Hinrunde auf dem 12. Tabellenplatz ab und steht aktuell mit 38 Punkten auf Rang zehn. Dabei mussten die Kölner im Winter schmerzhafte Abgänge hinnehmen. Mit Torwart Dudu (Eduardo dos Santos Haesler), der zu Estrela Amadora in die erste portugiesische Liga wechselte, und Lex-Tyger Lobinger, der zum Ligakonkurrenten MSV Duisburg ging, verlor man zwei absolute Stammspieler und Leistungsträger. Während Dudu in 16 Spielen viermal ohne Gegentor blieb, erzielte Lobinger in 17 Einsätzen neun Treffer. Damit ist der 27-Jährige, der in der Rückrunde der Saison 2023/24 in 14 Spielen auch für den VfL auf Torejagd ging, weiterhin der aktuelle Toptorschütze der Kölner. An zweiter Stelle der Torjägerliste folgt David Otto mit sieben Treffern und vier Vorlagen.

Auf die Abgänge von Lobinger und Dudu reagierte man in der Domstadt im Winter mit insgesamt vier Neuzugängen. Neben Rechtsaußen Joel Vega Zambrano (SC Paderborn) verstärkte man sich in der Offensive auch mit Jakob Sachse, der per Leihe von Schalke 04 kam. In der Hinrunde erzielte der 19-Jährige für die Zweitvertretung der „Knappen“ in der Regionalliga West in 18 Einsätzen neun Tore und lieferte fünf Vorlagen. Auch bei den Kölnern zeigte sich der gebürtige Leipziger bereits torgefährlich und kommt in drei Einsätzen auf zwei Tore und eine Vorlage. Neben den beiden Offensivkräften begrüßte man im Winter am Höhenberg zudem die zuletzt vereinslosen Taylan Duman und David Richter. Letzterer kehrt am Dienstag an seine alte Wirkungsstätte zurück. In der Hinrunde der vergangenen Spielzeit hütete der 26-Jährige in zwölf Partien das Tor der Lila-Weißen. Nach seinem Wechsel im Winter 2025 zum SV Sandhausen war Richter ab Sommer vereinslos und schloss sich nun im Winter Viktoria Köln an. Für seinen neuen Arbeitgeber kam der Keeper in der vergangenen Woche im Landespokal zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz und feierte gegen den Siegburger SV 04 einen 2:1-Auswärtssieg.

Auf alte Bekannte treffen am Dienstagabend auch Bryan Henning und Robin Meißner. Während Henning von Sommer 2023 bis Winter 2025 in 30 Partien für die Kölner auflief, spielte Meißner in der Saison 2022/23, als er vom Hamburger SV verliehen war, seine bislang persönlich beste Saison. In 37 Drittligapartien erzielte er zwölf Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Somit ist der 26-Jährige momentan auf dem besten Weg, diese Werte zu übertreffen. Im Dress des VfL traf er in dieser Spielzeit bereits neunmal und lieferte sieben Torvorlagen.

Die Ausgangslage
Genau wie die Lila-Weißen blieb auch Viktoria Köln im Februar ohne Niederlage. Nach zwei Unentschieden gegen Regensburg (0:0) und Aue (2:2) folgten zuletzt zwei Siege gegen die Zweitvertretungen der TSG Hoffenheim (3:1) und des VfB Stuttgart (2:0). Generell sind die Kölner eine spielstarke Mannschaft. Neben einem durchschnittlichen Ballbesitzwert von 52,5 Prozent (Platz fünf im Ligavergleich) sticht vor allem die Passquote von 84,2 Prozent hervor (drittbeste Wert der Liga). Auffällig bei der Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm sind zudem die hohen Laufwerte. So weisen die Domstädter die zweithöchste Laufdistanz der Liga auf, nur Jahn Regensburg legte noch mehr Meter zurück.

Ähnlich stabil wie die Osnabrücker präsentiert sich Viktoria Köln auch defensiv. Mit 33 Gegentoren stellen die Kölner die viertbeste Defensive der Liga. Der VfL steht mit 25 Gegentreffern in dieser Statistik bekanntlich an der Spitze. Erstmals von Platz eins grüßen die Lila-Weißen zudem in der Gesamttabelle. Nach dem 3:1-Auswärtssieg gegen Erzgebirge Aue und den zeitgleichen Unentschieden der Aufstiegsaspiranten MSV Duisburg (1:1 gegen TSV Havelse) und Energie Cottbus (0:0 gegen SC Verl) sprang man erstmals seit Mai 2019 wieder an die Spitze der 3. Liga. Diese soll auch nach dem Spiel gegen die Kölner verteidigt werden. Nach dem torlosen Remis im Hinspiel möchten die Lila-Weißen nach den Erfolgen gegen Havelse (2:0) und Rot-Weiss Essen (3:0) den dritten Heimsieg in Folge einfahren. Hoffnung macht dabei auch ein Blick auf die Historie: An der Bremer Brücke gewannen die Osnabrücker bislang jedes der drei Heimspiele gegen den FC Viktoria Köln (Gesamtbilanz: 4 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage).

Mit entsprechend großer Vorfreude blickt auch Cheftrainer Timo Schultz auf die Partie: „Jetzt haben wir ein tolles Heimspiel, mit einer tollen Kulisse hier zu Hause. Dienstagsabends, ein Spiel an der Bremer Brücke. Das Flutlicht wird an sein, also schöner geht’s gar nicht.“ Das denken sich bislang auch über 13.500 VfL-Anhänger, die sich bereits ein Ticket für das Flutlichtheimspiel gesichert haben. Für die Partie sind nur noch vereinzelt Karten auf den beiden Sitzplatztribünen sowie Stehplatztickets für die Dieckmann-Westkurve verfügbar. Wer also am Dienstagabend dabei sein möchte, sollte sich noch schnell seinen Platz im Online-Ticketshop sichern.

Das Personal
Bei den Kölnern fallen mit Marco Pledl (Kreuzbandriss), Christoph Greger (Rückenprobleme), Yannick Tonye (muskuläre Probleme) und Taylan Duman (Trainingsrückstand) vier Spieler für die Partie am Dienstagabend aus.

Beim VfL durfte Cheftrainer Timo Schultz beim Abschlusstraining am Montagnachmittag Bjarke Jacobsen wieder vollumfänglich auf dem Trainingsplatz begrüßen. Verzichten musste der 48-Jährige allerdings auf den erkrankten Bashkim Ajdini sowie den weiterhin verletzten Patrick Kammerbauer, für den das Spiel gegen die Kölner noch definitiv zu früh kommt. Eine Zwangspause muss zudem Lars Kehl einlegen, der gegen Erzgebirge Aue seine fünfte Gelbe Karte sah und dementsprechend gesperrt ist.

Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz offenbarte im Spieltagsinterview am Montagnachmittag, dass ihm die Analyse des Gegners, wie schon in der Hinrunde, besonders Freude bereitet habe: „Es ist tatsächlich cool zu sehen, wenn man sich auf so einen Gegner vorbereitet, das war auch in der Hinserie schon so, es ist eine Mannschaft, die uns sehr ähnelt. In der Systematik, in der Herangehensweise und teilweise auch in den Abläufen. Dementsprechend wird es ein Spiel auf Augenhöhe, was alles angeht, und da werden an dem Tag wahrscheinlich die Kleinigkeiten entscheiden.“

Angesprochen auf die neue Situation, dass die Lila-Weißen nun als Tabellenführer die Rolle der Gejagten übernehmen, zeigte sich der 48-Jährige unbeeindruckt: „Das Feld ist genauso groß, wir spielen auch wieder gegen elf. Unser Ansatz ist in jedem Spiel, drei Punkte zu holen, und wir wissen, dass wir gut drauf sind, aber auch, dass wir eine Topleistung brauchen, um die jeweiligen Gegner zu schlagen. Gegen Aue war die Leistung gut, aber nicht sehr gut. Und gegen Viktoria Köln, da bin ich mir sicher, müssen wir auf jeden Fall deutlich besser spielen, wenn wir am Ende die drei Punkte hierbehalten wollen.“

Auch Viktoria-Trainer Marian Wilhelm freut sich auf den Flutlichtabend, ist sich aber der schwierigen Aufgabe für seine Mannschaft bewusst, wie er auf der vereinseigenen Pressekonferenz vor dem Spiel verriet. „Viel schöner kann eine Aufgabe nicht sein. Mit dieser Woche im Rücken, dann die Bremer Brücke, Flutlicht. Ich glaube, auf solche Spiele freut sich eine Mannschaft. […] Natürlich ist das eine Wucht, die auf uns zukommt – vom Stadion, aber vor allem auch von der Mannschaft. Sie haben die beste Defensive der Liga und sind in vielen Bereichen sehr schwer zu bespielen. Das haben wir auch im Hinspiel beim 0:0 erlebt. Seitdem sind sie weitere Schritte gegangen und in der Rückrunde deutlich effektiver geworden. […] Es wird alles von uns abverlangen, was die Aggressivität und das Vertrauen in unser Spiel betrifft. […] Und dann werden wir sehen, wofür es reicht.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 18:45 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


Aufstellung wurde noch nicht veröffentlicht

Frühe Führung, stabile Defensive: VfL schlägt auch Viktoria Köln

Mit einem 2:0-Heimsieg setzte der VfL Osnabrück am Dienstagabend seinen Lauf gegen Viktoria Köln fort. Nach dem frühen Führungstreffer legten die Lila-Weißen kurz vor der Pause nach und bewiesen in der zweiten Hälfte erneut ihre defensive Stabilität. Der Spielbericht.

Zwei Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Startaufstellung vor. So ersetzten Bjarke Jacobsen und David Kopacz den gesperrten Lars Kehl sowie Kevin Wiethaup, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Bei den Gästen nahm Trainer Marian Wilhelm eine Änderung vor: Yannick Tonye rückte für Tim Kloss in die Startformation.

Mit viel Offensivdrang begann der VfL die Partie und war direkt mit der ersten Gelegenheit des Abends erfolgreich. Ismail Badjie ging mit dem Ball am Fuß bis zur Grundlinie und legte zurück auf den im Fünfmeterraum einlaufenden Robin Meißner. Dieser beförderte das Spielgerät in Mittelstürmermanier in die Maschen des Kölner Tores und ließ die 14.382 Zuschauer an der Bremer Brücke früh jubeln (5‘). Darauf ruhten sich die Lila-Weißen jedoch nicht aus und suchten weiter den Weg nach vorne. Einen Abschluss von Kai Pröger aus gut 20 Metern konnte Viktoria-Torwart Arne Schulz erst im Nachfassen festhalten (8‘).

Nach einer Viertelstunde meldeten sich auch die Gäste erstmals bei VfL-Schlussmann Lukas Jonsson an. Nach einem Eckball kam Meiko Sponsel im Sechzehner zum Kopfball, den Jonsson mit einer starken Reaktion noch über den Querbalken lenken konnte (15‘). Generell wurden die Kölner vor allem nach Standardsituationen gefährlich. Aus dem Spiel heraus musste Lukas Jonsson kaum eingreifen. Das gefährlichere Offensivspiel zeigte dagegen der VfL. Nach einer halben Stunde setzte Ismail Badjie auf der rechten Seite zu einem Solo an, zog in den Sechzehner und suchte den Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp (29‘). Erfolgreicher war die nächste Osnabrücker Offensivaktion: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schalteten die Lila-Weißen schnell um, der Ball landete auf der rechten Seite beim aufgerückten Robin Fabinski. Dieser flankte flach in die Mitte, wo David Kopacz einlief und die Kugel sehenswert per Hacke im Tor unterbrachte (42‘). Wenig später pfiff Schiedsrichter Ben Uhrig zur Halbzeitpause.

Anders als in den ersten 45 Minuten gestaltete sich der Start nach dem Wiederanpfiff zunächst ereignisarm. Die Osnabrücker ließen sich phasenweise tief in die eigene Hälfte zurückfallen und lauerten auf Kontergelegenheiten. Erstmals richtig gefährlich vor das Kölner Tor kamen die Lila-Weißen in der 63. Minute: Sekunden nachdem Tony Lesueur für Ismail Badjie in die Partie gekommen war, setzte der Franzose zu einem Alleingang über die rechte Seite an. Vorbei an mehreren Gegenspielern schloss der 25-Jährige am Strafraumrand ab, zielte jedoch zu zentral, sodass Torwart Schulz den Ball sicher aufnehmen konnte (63‘).

Dies blieb die einzige klare Torgelegenheit der Osnabrücker im zweiten Durchgang. Die Kölner spielten sich in der Folge in der gegnerischen Hälfte fest, forderten Lukas Jonsson jedoch kaum. Erst in der Nachspielzeit musste der Schwede eingreifen, als er einen Kopfball eines Kölner Angreifers aus dem Knick an die Latte lenkte (90+3‘).

So blieb die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz dank ihrer stabilen Defensive erneut ohne Gegentor und verteidigte mit dem 2:0-Heimsieg die Tabellenführung. Selbiges wollen die Lila-Weißen am Samstag auch auswärts beim SSV Jahn Regensburg unter Beweis stellen und die Englische Woche mit einem Sieg vergolden (Anpfiff: 16:30 Uhr).

 

Tore:
1:0, (Meißner 5‘), 2:0 (Kopacz 42‘)

 

Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Pröger, Wagner, Jacobsen (Janotta 87‘), Christensen (Schumacher 87‘), Badjie (Lesueur 63‘), Kopacz (Wiethaup 77‘)  – Meißner (Riesselmann 87‘)

FC Viktoria Köln:
Schulz – Sponsel, Boboy (Kloss 46‘), Dietz, Tonye (Kozuki 46‘), Handle (Ronstadt 70‘) – Engelhardt (Eisenhuth 77‘), Wolf, Münst – Otto (Sachse 59‘), Zank