Freundschaftsspiel

Auswärtsspiel
FK Jablonec
1
:
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VFL Osnabrück
So. 12.07.2026 Anstoß: 15:00 Uhr

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Im Dolomitenstadion: VfL trifft im Testspiel auf FK Jablonec

Am morgigen Sonntag trifft der VfL Osnabrück zum Abschluss des Trainingslagers in Osttirol auf den tschechischen Erstligisten FK Jablonec (Anpfiff: 15:00 Uhr). Anders als ursprünglich geplant wird die Partie nun im Dolomitenstadion in Lienz ausgetragen. Der Vorbericht.

Gegründet wurde der Gegner des VfL im Jahre 1945 unter dem Namen CSK Jablonec nad Nisou. In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Namensänderungen. Unter dem heutigen Vereinsnamen „Fotbalový Klub Jablonec“ (FK Jablonec) tritt der Klub seit 2015 an. Zudem änderte der Verein jüngst sein Wappen, das deutlich schlichter und moderner als das vorherige erscheint und mit dem man in die kommende Spielzeit starten wird. Sportlich arbeitete sich der Verein über die Jahre immer wieder in die erste tschechische Liga vor und gehört dieser inzwischen seit 33 Jahren ununterbrochen an. In den vergangenen Jahren etablierte sich Jablonec als Verfolger der Spitzenklubs Viktoria Pilsen, Sparta Prag und des amtierenden Meisters Slavia Prag. In der vergangenen Saison belegte FK Jablonec nach der Hauptrunde den vierten Platz und qualifizierte sich damit für die im tschechischen Ligensystem etablierte Meisterrunde. Dort treffen die sechs besten Mannschaften der Hauptrunde an fünf Spieltagen aufeinander. Jablonec konnte dort jedoch lediglich einen Sieg und ein Remis einfahren. Damit landete der Klub einen Punkt hinter Hradec Králové auf Rang fünf und verpasste die Qualifikation für die UEFA Conference League denkbar knapp.

Eine bittere Niederlage erlitt der Verein auch im nationalen Pokalwettbewerb. Mit 1:3 verlor Jablonec das Finale gegen MFK Karviná. Der Frust über die Niederlage war jedoch nur von kurzer Dauer. Der Pokalsieg von MFK Karviná wurde wenig später von einem Spielmanipulationsskandal überschattet. Im Jahr 2024 sollen Spieler des Vereins versucht haben, Partien zu manipulieren. Deshalb verhängte der tschechische Ligaverband den Zwangsabstieg des Klubs, eine Geldstrafe in Höhe von 414.000 Euro sowie Sperren gegen drei Spieler. Auch die UEFA schloss den Verein aus der UEFA Europa League aus, für die sich Karviná zuvor über den Pokalsieg qualifiziert hatte. Durch diesen Dominoeffekt rückten gleich drei tschechische Vereine jeweils einen internationalen Wettbewerb nach, sodass Jablonec den Startplatz in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Conference League übernahm. Dort trifft der Klub am 23. und 30. Juli auf den kroatischen Erstligisten NK Varaždin.

Trainer des FK Jablonec ist Luboš Kozel. Seit Juli 2024 ist der 55-Jährige im Amt und kommt in bislang 93 Partien auf 46 Siege sowie einen Punkteschnitt von 1,67. Der ehemalige tschechische Nationalspieler trainierte zuvor unter anderem den Ligakonkurrenten Slovan Liberec sowie verschiedene tschechische U-Nationalmannschaften. In der vergangenen Spielzeit ließ er seine Mannschaft bevorzugt im 3-4-3-System auflaufen, testete in der derzeitigen Vorbereitung jedoch auch eine Formation mit defensiver Viererkette. Zu seinen Stamm- und Leistungsträgern gehörten zuletzt unter anderem Jan Chramosta. Der Mittelstürmer ist mit 215 Einsätzen nicht nur der erfahrenste Spieler im aktuellen Kader des FK Jablonec, sondern war mit zwölf Treffern auch Toptorschütze des Vereins. Im Zuge dessen wurde der 35-Jährige im Oktober 2025 erstmals für die tschechische Nationalmannschaft nominiert. Ebenfalls großen Einfluss auf das Offensivspiel hatte Rechtsaußen Alexis Alégué, der mit sechs Toren und sechs Vorlagen Topscorer der Grün-Weißen war. Der 29-jährige Kameruner bereitete dabei unter anderem zwei Treffer von Jan Chramosta vor. Genau wie die Lila-Weißen befindet sich Jablonec aktuell im Trainingslager. Ihr Quartier haben sie dagegen in der Nähe von Salzburg aufgeschlagen und testeten währenddessen bereits gegen den Pafos FC (0:0) und am heutigen Samstag gegen den FC Liefering (1:3).

Im aktuellen Transferfenster waren die Tschechen ebenfalls bereits aktiv. Insgesamt tätigte der Verein bislang sieben Sommertransfers. Die höchste Ablösesumme wurde dabei für Innenverteidiger Dušan Pavlović fällig. Für den 22-Jährigen überwies Jablonec kolportierte 800.000 Euro an den serbischen Erstligisten Radnički Niš. Auch aus Deutschland verpflichtete der Klub erst vor wenigen Tagen einen Neuzugang. Torwart Michal Kukučka wurde für eine Saison vom 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Der 24-jährige Slowake kam beim Club lediglich zu einem Einsatz in der 2. Bundesliga sowie zu sieben Partien für die Zweitvertretung in der Regionalliga Bayern. Im vergangenen Winter wurde er für ein halbes Jahr an den FC Koper in die erste slowenische Liga verliehen, kam dort jedoch zu keinem Pflichtspieleinsatz.

Auch der VfL Osnabrück wurde vor wenigen Tagen noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Mit Schienenspieler Konrad Faber verpflichteten die Lila-Weißen bereits den achten Neuzugang der laufenden Sommertransferphase. Der 28-Jährige bringt die Erfahrung aus 76 Zweitligaspielen mit an die Bremer Brücke und wird aller Voraussicht nach am morgigen Sonntag erstmals das VfL-Trikot tragen. Ebenfalls vor seinem ersten Einsatz in Lila-Weiß steht Torwart Jonas Krumrey, der beim ersten Testspiel der Saisonvorbereitung gegen den SC Melle (0:0) noch aussetzte. „Mir ist wichtig, dass wir unsere Inhalte umsetzen. Und wenn wir das hinbekommen, dann werden wir vermutlich wenig Gegentore reinkriegen und hoffentlich auch ein paar schießen“, schaute Cheftrainer Timo Schultz am Samstagmittag zuversichtlich auf die morgige Partie.

Neuer Spielort und Livestream

Anders als ursprünglich geplant wird das Testspiel morgen nicht im Römerstadion in Dölsach, sondern im Dolomitenstadion in Lienz ausgetragen (Almacher Straße 16, 9900 Lienz). Vor Ort wird für interessierte Fans eine Tageskasse geöffnet sein. Für alle Lila-Weißen, die nicht vor Ort dabei sein können, wird die Partie kostenlos auf dem YouTube-Kanal des VfL übertragen. Der Livestream wird wie gewohnt von Rad-Sport Schriewer präsentiert.

Mit dem Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten endet für den VfL zugleich das Trainingslager in Österreich. Bevor die Mannschaft die Heimreise nach Osnabrück antritt, wartet mit dem international erfahrenen FK Jablonec also noch einmal ein anspruchsvoller Härtetest, der weitere wichtige Erkenntnisse für die Vorbereitung auf die neue Saison liefern soll.


Keine Aufstellung verfügbar

VfL unterliegt FK Jablonec knapp mit 0:1

Der VfL Osnabrück hat sein zweites Testspiel der Sommervorbereitung in Lienz mit 0:1 gegen den FK Jablonec verloren. Gegen den Tabellenfünften der vergangenen tschechischen Erstliga-Saison überzeugten die Lila-Weißen über weite Strecken mit einer stabilen Defensivleistung, mussten sich nach einem Strafstoß kurz vor der Pause jedoch geschlagen geben.

Cheftrainer Timo Schultz setzte wie bereits beim Testspiel gegen den SC Melle (0:0) auf zwei unterschiedliche Mannschaften pro Hälfte und schickte mit Jonas Krumrey einen lila-weißen Debütanten von Beginn an auf das Feld. Vor ihm bildeten Niklas Wiemann, Robin Fabinski und Bjarke Jacobsen die defensive Dreierkette. Der Däne wurde kurzfristig in die zentrale Defensivposition geschoben, nachdem sich Lukas Bornschein am Sonntagmorgen, genau wie Luca Raimund, krank abmelden musste.

In einer intensiven Anfangsphase begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, wobei der Spielfluss auf beiden Seiten zunächst von einigen Ungenauigkeiten geprägt war. Defensiv stand der VfL von Beginn an kompakt und ließ den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Die erste gute Gelegenheit der Partie gehörte den Lila-Weißen. Nach einer Kombination über Niklas Wiemann, David Kopacz und Fridolin Wagner kam letztgenannter im Strafraum zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei (19‘).

Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verteidigte der VfL konzentriert und ließ aus dem Spiel heraus keine Torchance der Tschechen zu. Kurz vor dem Pausenpfiff führte dann jedoch ein unglücklicher Rückpass zu einem Strafstoß. Nach einem zu kurz geratenen Rückpass von Robin Fabinski brachte VfL-Keeper Jonas Krumrey seinen Gegenspieler zu Fall. Jan Chramosta verwandelte den fälligen Elfmeter anschließend zur 1:0-Führung für den FK Jablonec (45.+2‘). Krumrey ahnte zwar die Ecke, konnte den Ball aber nicht entscheidend parieren.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Schultz seine gesamte Mannschaft aus. Den Kasten hütete fortan Lukas Jonsson. Konrad Faber feierte nach seiner Ankunft am Dienstagabend zudem sein Debüt im lila-weißen Trikot, wenn auch aufgrund seines kurzfristigen Transfers noch mit der Nummer 14 statt mit der von ihm gewählten 28. Die neu formierte Elf präsentierte sich ähnlich wie ihre Vorgänger aus Halbzeit eins sofort engagiert und setzte offensive Akzente. Die beste Möglichkeit des Spiels hatte Ismail Badjie, der nach einer starken Einzelaktion von der linken Seite nach innen zog und mit seinem Distanzschuss das lange Eck nur knapp verfehlte (50‘).

Auch in der Folge zeigte der VfL immer wieder gute Ansätze im Offensivspiel. Nach einer sehenswerten Kombination über Konrad Faber und Robin Meißner kam zunächst Leonhard Münst per Kopf zum Abschluss, ehe Youngster Luca Kröger den Abpraller aus aussichtsreicher Position über das Tor setzte (69‘). Wenig später prüfte Meißner den gegnerischen Schlussmann mit einem Distanzschuss, jedoch ohne Erfolg (89‘).

Defensiv blieb der Auftritt der Osnabrücker auch nach dem Seitenwechsel über weite Strecken überzeugend. Aus dem laufenden Spiel ließ der VfL gegen den tschechischen Erstligisten kaum Möglichkeiten zu. Oftmals standen die Tschechen bei ihren Zuspielen im Abseits. Die wenigen Abschlüsse des Gegners entstanden ausschließlich nach individuellen Fehlern im Osnabrücker Spielaufbau. So blieb es trotz einer insgesamt engagierten Leistung bei der knappen 0:1-Niederlage im abschließenden Testspiel des Trainingslagers in Osttirol. Am morgigen Montag reist die Mannschaft zurück nach Osnabrück, wo ab Mittwoch wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen wird.

 

Tore:
1:0 (FE Chramosta 45+2‘)

 

Aufstellungen:

FK Jablonec:
Hanuš – Pavlovič, Tekijaški, Novák (Nykrín 61‘) – Vakho, Nebyla (Suchan 61‘), Okeke (Horák 80‘), Zorvan (Malenšek 80‘), Sláma – Alegue (Polidar 46‘), Chramosta (Sedláček 46‘)

VfL Osnabrück (erste Halbzeit):
Krumrey – Wiemann, Jacobsen, Fabinski – Kammerbauer, Wagner, Wensing, Lesueur – Opitz, Riesselmann, Kopacz

VfL Osnabrück (zweite Halbzeit):
Jonsson – Abu Hanna, Müller, Janotta – Badjie, Henning, Münst, Faber – Kröger, Meißner, Schmidt