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Mo. 07.07.2025 Anstoß: Uhr
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Letzter Brückentag der Saison: VfL will Heimserie gegen „Spatzen“ abrunden

Zum letzten Brückentag der Saison empfängt der VfL Osnabrück an diesem Samstag den SSV Ulm 1846 Fußball an der Bremer Brücke (Anpfiff: 14:00 Uhr). Nach dem Aufstieg und Meistertitel wollen die Lila-Weißen auch gegen die „Spatzen“ punkten und damit in jedem Heimspiel der Rückrunde ungeschlagen bleiben. Der Vorbericht.

Der Gegner
Während beim VfL Osnabrück seit dem vergangenen Wochenende Feierstimmung herrscht, ist die Gefühlslage beim SSV Ulm 1846 Fußball eine komplett andere. Seit Samstag steht fest, dass die „Spatzen“ den Gang zurück in die Regionalliga Südwest antreten müssen. Von dort aus startete man mit der Meisterschaft in der Saison 2022/23 den Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Denn auch in der Saison 2023/24 krönten sich die Ulmer zum Meister der 3. Liga. So schnell es also von der Viertklassigkeit bis in die 2. Bundesliga ging, geht es nun auch wieder zurück.

Auch die insgesamt fünf Winterneuzugänge Mirnes Pepic (vereinslos), Niko Vukancic (vereinslos), Abu-Bekir Ömer El-Zein (1. FC Magdeburg), Luca Bazzoli (Leihe von Rot-Weiss Essen) und Streli Mamba (vereinslos) konnten der Mannschaft keinen neuen Schwung verleihen. Zwar gewann man zum Rückrundenstart zwei der ersten drei Spiele gegen den FC Erzgebirge Aue (3:0) und den MSV Duisburg (1:0), rutschte anschließend jedoch erneut in eine Formkrise und blieb in den folgenden acht Spielen sieglos. 22 Niederlagen sind neuer Vereinsnegativrekord im Profibereich für die Ulmer. Für den neuen Sportdirektor Murat Isik liegt nun also die schwierige Aufgabe bevor, eine schlagkräftige Truppe für die kommende Saison zusammenzustellen. Schließlich besitzt aus dem aktuellen Kader einzig Lucas Röser einen Vertrag für die Regionalliga. Zukünftig möchte Murat Isik einen Kader aufbauen, der überwiegend aus Spielern aus der Region besteht. Dies erklärte der 50-Jährige vor eineinhalb Wochen bei seiner Vorstellungspressekonferenz. Bis dahin wollen sich die „Spatzen“ aber noch in den verbleibenden zwei Saisonspielen mit erhobenem Haupt aus der 3. Liga verabschieden.

Die Ausgangslage
In der vergangenen Woche besiegelte die 0:2-Heimniederlage gegen den FC Viktoria Köln den Abstieg in die Regionalliga Südwest. Zuvor musste man sich auswärts mit 2:3 bei den Münchner Löwen geschlagen geben. Insgesamt fuhren die „Spatzen“ in diesem Jahr nur vier Siege ein. So steht man auch in der Rückrundentabelle mit 16 Punkten auf einem Abstiegsplatz (Rang 17). Im Hinspiel zwischen den beiden Mannschaften gab es dabei ein ungewöhnliches Torspektakel, als der VfL seine bis heute letzten beiden Kopfball-Gegentore kassierte. Eines davon erzielte Elias Löder, der mit insgesamt zehn Treffern gleichzeitig auch der Toptorschütze des SSV ist. Ebenfalls im Hinspiel machte Leon Dajaku auf sich aufmerksam, der zwei der insgesamt drei Ulmer Treffer vorbereitete. Mit insgesamt acht Vorlagen und fünf eigenen Treffern ist der 25-Jährige der Topscorer des Teams.

Am Ende setzten sich die Lila-Weißen im Hinspiel dennoch mit 5:3 durch. In keinem anderen Spiel erzielten die Osnabrücker in dieser Saison so viele Tore. Viel Grund zum Jubeln hatte der VfL auch am vergangenen Wochenende. Bereits vor dem Anpfiff des Auswärtsspiels beim SV Wehen Wiesbaden standen der Aufstieg und die Meisterschaft fest, sodass die Mannschaft von Timo Schultz schon beim Aufwärmen lautstark von den über 5.000 mitgereisten VfL-Fans gefeiert wurde. Auf dem Platz bedankte sich die Mannschaft letztendlich mit einem 3:2-Auswärtssieg, wobei Robert Tesche in letzter Sekunde den entscheidenden Treffer erzielte. Damit krönte sich der 38-Jährige nicht nur zum ältesten Torschützen in der Vereinsgeschichte des VfL Osnabrück, sondern katapultierte sich auch auf Rang drei der ältesten Torschützen der 3. Liga. Nur Branko Okic (39 Jahre, 9 Monate und 27 Tage) und Ronny König (39 Jahre, 2 Monate und 20 Tage) waren noch älter als Tesche (38 Jahre, 11 Monate und 6 Tage).

Während man beim VfL bereits den Aufstieg, die Meisterschaft und mit 23 Saisonsiegen auch einen neuen Vereinsrekord in 39 Jahren Profifußball eingetütet hat, können in den letzten beiden Saisonspielen noch weitere Bestmarken folgen. Nach einer guten Hinrunde mit 29 Punkten folgte eine sensationelle Rückrunde, in der man bislang nur eine einzige Niederlage (0:1 gegen den MSV Duisburg) kassierte und 44 Zähler auf das Punktekonto addierte. Mit einem Sieg gegen den SSV Ulm am morgigen Samstag wäre es mit 47 Punkten die beste jemals gespielte Halbserie eines Teams in der 3. Liga. Dabei stehen die Chancen dafür gar nicht schlecht. Denn in den letzten sieben Heimspielen fuhr man sieben Siege bei einem Torverhältnis von 18:2 ein.

Für die Ulmer ist es im Übrigen das erste Gastspiel seit 26 Jahren an der Bremer Brücke. Damals, im Oktober 2000, sorgten Christian Claaßen und Daniel Thioune für den 2:1-Heimerfolg. Letzterer war auch der letzte Trainer des VfL, der in der Saison 2018/19 den Drittligapokal in die Höhe stemmen durfte. Nach der Partie darf das dann auch Timo Schultz tun, wenn der Pokal offiziell an den VfL Osnabrück verliehen wird. Mit insgesamt drei Meistertiteln sind die Lila-Weißen Rekordmeister der 3. Liga. Ebenfalls dreimal Meister und damit Rekordtitelträger der 3. Liga ist Bashkim Ajdini, der zweimal mit dem VfL und einmal mit Arminia Bielefeld den Pokal gewann. Für den 33-Jährigen wird die Partie gegen die Ulmer das letzte Heimspiel im Dress des VfL sein. So gab der Rechtsverteidiger am gestrigen Donnerstag sein Karriereende bekannt.

Es gibt also viele Gründe, warum die Osnabrücker gegen die „Spatzen“ die drei Punkte einfahren wollen. Die erneut im Heimbereich ausverkaufte Bremer Brücke darf sich also auf ein lila-weißes Fußballfest freuen.

Das Personal
Die Ulmer waren in dieser Saison vermehrt vom Verletzungspech verfolgt. So fallen am Samstag mit Johannes Reichert, Dominik Martinovic, Marcel Wenig, Jonas David und Jan Boller fünf Spieler aufgrund eines Kreuzbandrisses aus. Zudem muss Pavel Dotchev auch auf Leon Dajaku (muskuläre Probleme) und Jonathan Meier (Knieverletzung) verzichten. Ein Einsatz von Max Brandt, der unter der Woche nur reduziert am Mannschaftstraining teilnahm, bleibt fraglich.

VfL-Coach Timo Schultz muss weiterhin einzig auf Robin Fabinski (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Ansonsten sind alle Spieler Optionen für den Spieltagskader.

Stimmen zum Spiel
Pavel Dotchev ist sich der sportlichen Herausforderung bewusst und will sich dennoch an der Bremer Brücke mit seiner Mannschaft ordentlich präsentieren. „Es ist eine schwierige Situation für uns. Osnabrück ist eine absolute Spitzenmannschaft. Mit 76 Punkten ist das schon bärenstark. Sie werden eine Meisterfeier organisieren. Und ich weiß, dass sich die Mannschaft von Osnabrück auch im letzten Heimspiel von ihrer besten Seite präsentieren will. Und ich möchte nicht, dass wir dahin fahren und Kanonenfutter sind. Wir wollen schon unser Gesicht bewahren“, so der 60-Jährige auf der Ulmer Pressekonferenz vor dem Spiel.

Timo Schultz verriet derweil im Spieltagsinterview am Freitagvormittag, dass er in der Startaufstellung am Samstag ordentlich durchrotieren wird: „Für beide Mannschaften geht es jetzt nicht mehr um wirklich viel. Da bin ich ganz ehrlich, dementsprechend wird bei uns auch die Aufstellung aussehen. Wir werden sehr, sehr viele Wechsel vornehmen und vor allem die Jungs belohnen, die die ganze Saison ihre eigenen Ambitionen und Ansprüche im Sinne der Mannschaft hintenangestellt haben. Von daher wird es von unserer Seite aus sehr viele Veränderungen geben. Ich weiß nicht, wie Ulm es angeht. Aber das braucht mich auch nicht wirklich zu interessieren. Ich habe volles Vertrauen in die Spieler, die am Ende auf dem Platz stehen werden. Das haben sie über die Saison immer wieder bewiesen, dass sie die Qualität haben. Und ich stelle die Mannschaft so auf, dass wir das Spiel gewinnen.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


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