Testspiel

Auswärtsspiel
Arminia Bielefeld
1
:
1
VfL Osnabrück
Sa. 15.08.2020 Anstoß: 15:30 Uhr | Schiedsrichter: unbekannt

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Heimspiel gegen formstarke Karlsruher

Am Samstag um 13.00 Uhr steht der nächste Brückentag auf dem Programm der Lila-Weißen. Zu Gast ist der Karlsruher SC, der in den letzten drei Spielen alle neun Punkte einsammelte.

Wer Spiele gewinnt, ist klar im Vorteil. Nach dem 6. Spieltag der Saison 2020/21 stand der Karlsruher SC mit nur einem dreifachen Punktgewinn auf dem vorletzten Tabellenplatz. Es folgten drei Siege am Millerntor (3:0), in Braunschweig (3:1) und daheim gegen Paderborn (1:0). Zur Belohnung gab´s einen Platz in der oberen Tabellenhälfte, den die Badener gerne verteidigen würden. Doch das vorweihnachtliche Programm hat es in sich. Nach dem Besuch in Osnabrück geht es gegen Düsseldorf, Aue und den Hamburger SV.

Mehr Erfahrung aus oberen Ligen

Nachdem die Karlsruher dem Relegationsplatz im Juni nur aufgrund der besseren Tordifferenz entgangen waren, wurden für die neue Saison gezielt Spieler gesucht, die bereits in den obersten Spielklassen aktiv waren. Jérôme Gondorf (SC Freiburg), Sebastian Jung (Hannover 96), Robin Bormuth (Düsseldorf) und Philip Heise (Norwich City) bringen nicht nur einen Altersdurchschnitt von 28,7 mit, sie kennen sich auch in der 1. und 2. Bundesliga und – im Falle von Heise – außerdem in der englischen Premier League 2 aus.
Selbst der erst 21-jährige Benjamin Goller, der von Werder Bremen ausgeliehen wurde, kann bereits auf Bundesliga-Spiele, einen Champions League-Einsatz für Schalke 04 und Partien für die deutschen Jugend-Nationalmannschaften zurückblicken.

Hofmann verlängert

Die Schlagzeilen bestimmt aber weiterhin ein alter Bekannter. Stürmer Philipp Hofmann steuerte beachtliche 17 Treffer zum Klassenerhalt bei, wäre dann gerne gewechselt und blieb am Ende doch beim KSC. Nach dem Startelfeinsatz am vergangenen Wochenende verlängerte sich sein Vertrag bis 2022. Mit vier Treffern ist er auch in dieser Saison bester Torschütze seines Teams, außerdem gehen drei Assists auf sein Konto.

Taktisches

Vor dem Ex-Osnabrücker Marius Gersbeck stand gegen Paderborn eine Viererkette mit Thiede, Gordon, Kobald und Heise.
Wanitzek, Fröde und Gondorf bildeten die Mittelfeldreihe vor Choi, Hofmann und Lorenz. Ein frühes Tor (7.) brachte die Badener auf die Siegerstraße, im zweiten Durchgang gab es aber kaum noch Entlastung gegen anrennende Paderborner.
Durchaus denkbar, dass sich Cheftrainer Christian Eichner für Samstag eine Variante überlegt und beispielsweise auf eine 4-1-4-1-Formation wechselt.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß

In der 2. und 3. Liga gab es bislang 18 Begegnungen zwischen Osnabrück und Karlsruhe. Der VfL ging viermal als Sieger vom Platz, der KSC hatte in sieben Fällen das bessere Ende für sich.

Spieltag: 5.12.2020, 13.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNKSC

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Zwei unterschiedliche Halbzeiten

Am Samstagnachmittag trennten sich Arminia Bielefeld und der VfL Osnabrück im Testspiel in der Schüco-Arena unentschieden. Die Lila-Weißen führten durch Amenyido in Durchgang eins, der DSC glich im zweiten durch Soukou aus.

Der Bundesligaaufsteiger aus Ostwestfalen versuchte es mit einer Dreierkette in der Abwehr, lauerte aus einer defensiv ausgerichteten Grundordnung auf Tempogegenstöße. Der VfL hatte mehr vom Spiel, mehr Ballbesitz und auch die ersten Torannäherungen. Neuzugang Luc Ihorst hatte nach fünf Minuten die erste und für lange Zeit beste Möglichkeit, als sich DSC-Schlussmann Stefan Ortega einen Fehler im Spielaufbau erlaubte. Ihorst, der zu den auffälligsten Osnabrückern gehörte, verzog aus 14 Metern. Die Arminia kam im ersten Spielabschnitt zu zwei Treffern – beide allerdings erzielt aus deutlich erkennbaren Abseitspositionen. Darüber hinaus gab es keine gefährlichen Torabschlüsse und Gelegenheiten.

So ist auch die Osnabrücker Führung nach 40 Minuten als verdient einzustufen. Etienne Amenyido setzte sich gegen zwei Gegenspieler, die sich jeweils selbst behinderten, durch und kam zum Abschluss. Ortega im DSC-Tor blieb chancenlos beim Schuss, der kurz neben dem Pfosten einschlug. Amenyido hatte Blut geleckt, nur zwei Minuten später hatte er den nächsten Abschluss aus 17 Metern, der nur hauchzart am Gehäuse vorbeistrich.

Personell hatte die zweite Hälfte nur wenig mit der ersten Sowohl Arminias Coach Uwe Neuhaus als auch VfL-Cheftrainer Marco Grote wechselten munter durch. Der VfL nun mit Dreierkette aktiv, Bielefeld behielt das Spielsystem bei, stand aber deutlich höher. Das war allerdings nicht der Grund für den Ausgleich in der 61. Spielminute. Dem ging nämlich ein Fehlpass des eingewechselten Sven Köhler voraus, zu allem Überfluss rutschte der ebenfalls eingewechselte Gugganig noch aus, so dass Cebio Soukou keine Mühe hatte gegen Philipp Kühn einzuschieben.

Dennoch verlor der VfL auch insgesamt nach der Pause den Zugriff auf das Spiel. Der Gastgeber war spielbestimmend, die Osnabrücker hatten mehr Aufwand in der Defensive und im Offensivspiel weniger zwingende Aktionen. Hier fehlte es an Präzision bei Pass und Abschluss.

So blieb es am Ende wie im letzten Ligaspiel beim 1:1-Unentschieden, das in der Summe beider Halbzeiten dem Spielverlauf entspricht. Für beide Mannschaften war es der zweite Test in der Vorbereitung auf die Spielzeit 2020/21 – die Arminia im Ober- der VfL im Unterhaus. Am kommenden Dienstag geht es für die Lila-Weißen ins Trainingslager.

Aufstellung Arminia Bielefeld:
Ortega – Behrendt, Prietl, Salger – Brunner, Yabo, Niemann, Seufert, Laursen – Klos, Gebauer
2. Halbzeit:
Ortega – Pieper, Kunze, Nilsson – De Medina, Consbruch, Hartel, Soukou, Salger – Schipplock, Müller (69. Edmundsson)

Aufstellung VfL:
Kühn – Ajdini, Beermann, Trapp, Möller – Heyer – Blacha, Amenyido, Henning – Ihorst, Heider
2. Halbzeit:
Kühn – Susac, Gugganig, Trapp – Ajdini (78. Reichel), Blacha (78. Augé), Köhler, Klaas, Multhaup – Schmidt, Heider (78. Traoré)