Testspiel

Heimspiel
VfL Osnabrück
1
:
2
FC Groningen
Sa. 16.07.2022 Anstoß: 13:00 Uhr | Schiedsrichter: unbekannt

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Vorbericht: Generalprobe gegen Groningen

Im Rahmen des Fanfestes am 16. Juli testet der VfL Osnabrück ab 13:00 Uhr gegen den FC Groningen. Die Partie über zwei Mal 60 Minuten ist die Generalprobe für die Lila-Weißen vor der Drittligasaison 2022/23, die der VfL am 22. Juli gegen den MSV Duisburg eröffnet (19:00 Uhr, Bremer Brücke).

Die Ausgangslage

Der FC Groningen spielt seit dem Jahr 2000 durchgehend in der niederländischen 1. Liga. In der vergangenen Saison schloss der Klub in der Eredivisie auf Platz 12 ab. Im Durchschnitt landet der FC Groningen eher auf einem einstelleigenen Tabellenplatz. In der Vorbereitung auf die neue Spielzeit testeten die Niederländer gegen PAOK Saloniki und gewannen mit 2:1. Gegen Hannover 96 setzte es zuletzt allerdings eine 3:0-Niederlage.

Auch der VfL Osnabrück musste zuletzt eine Niederlage im Test gegen Paderborn hinnehmen. Gegen den ambitionierten Zweitligisten unterlagen mit 2:0 gegen den ambitionierten Zweitligisten. Zuvor hatte das Team von Trainer Daniel Scherning aber eine nahezu makellose Testspielbilanz. Den Erfolgen gegen den SC Melle (6:0) und den TSV Havelse (4:1) folgte der Gewinn des Volkswagen Cups 2022 mit einem 3:1-Sieg gegen Bundesligist VfL Wolfsburg und einem 1:1-Unentschieden gegen Hannover 96. Erneut ein 4:1 gab es gegen RW Ahlen.

Das Personal

Zu dieser Saison hat der FC Groningen den deutschen Trainer Frank Wormuth verpflichtete, der zuvor bei Heracles Almelo unter Vertrag stand und sich in Deutschland unter anderem im Rahmen seiner 10-jährigen Tätigkeit in der Trainerausbildung des Deutschen Fußball-Bundes einen Namen machte. In Groningen hat der 61-jährige einen Vertrag bis 2025 gezeichnet.
Sechs Spieler wurden im bisherigen Transferfenster verpflichtet, weitere fünf kommen nach Leihen zurück zum FC Groningen. Sechs Spieler haben den Verein unweit der Nordküste Hollands verlassen. Unter anderem hat sich der FC Brügge die Dienste des 19-jährigen Björn Meijer für eine kolportierte Ablöse von 5 Millionen Euro gesichert.

Beim VfL ist die Transferbilanz im Vergleich der Aufnahme und Abgabe ausgeglichen, 10 Neuzugänge stehen 10 Abgängen gegenüber. Mit Ulrich Taffertshofer, Sebastian Klaas und Aaron Opoku haben sich drei wichtige Säulen der vergangenen Spielzeit verabschiedet. Dieser Verlust soll im Team aufgefangen werden. Gleichzeitig haben Zugänge wie unter anderem Robert Tesche, Maxwell Gyamfi, Leandro Putaro oder Paterson Chato ihre Qualität in der Vorbereitung unter Beweis gestellt. Für Coach Daniel Scherning ist der Test gegen Groningen die letzte Möglichkeit eine potenzielle Startformation für den Ligastart zu prüfen. Dafür gibt es eine extra Portion Zeit, denn beide Klubs haben sich eine verlängerte Spielzeit von 2 x 60 Minuten verständigt.

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Knappe Niederlage gegen Groningen

Am Samstag stand für die Profis des VfL Osnabrück der letzte sportliche Test vor dem Saisonstart am nächsten Freitag an. Zu Gast an der Bremer Brücke war der niederländische Erstligist FC Groningen.

Daniel Scherning entschied sich erneut für ein 4-4-2 in Rautenform, mit Heider und Oduah in der Spitze. Bei Groningen setzte Trainer Frank Wormuth auf ein 4-2-3-1. Schiedsrichter war Frank Willenborg.

Vom Anpfiff an ging es gut zur Sache auf dem Rasen. Bereits in der 5. Minute kam der VfL zur ersten Ecke durch Simakala. Auf den ersten Pfosten geschlagen erzeugte der zweite Ball etwas Gefahr, Groningen konnte klären. Aber auch Groningen sorgte in den ersten Minuten durch Suslov und Larssen für Gefahr.

Beim VfL gefiel in den ersten zwanzig Minuten vor allem die Konzentriertheit in der Defensive und eine engagierte Balleroberungsmentalität. Nach vorn boten sich zunächst eher wenige Lücken gegen den Tabellenzwölften der letztjährigen Eredisivie-Saison, auch kam der letzte Ball zu selten wirklich „scharf“ an.

Nach einer halben Stunde war die Partie weiterhin torlos, allerdings mit deutlich mehr Spielanteilen für die Lila-Weißen.

Nach 45 Minuten dann die erste Trinkpause für beide Teams, eine kurze Unterbrechung. VfL-Trainer Daniel Scherning wechselte Engelhardt für Oduah. Das Bild auf dem Feld blieb ähnlich, aber die Groningen wurden

Mit der 60. Minute gingen die Gäste in Führung: Larssen bereitet vor für Lundquist, der am langen Pfosten nur einschieben musste. Sechs Minuten später lag das 0:2 in der Luft, aber Oratmangoen scheiterte per Drehschuss aus der Nahdistanz an Kühn. Die Führung für die Gäste war mittlerweile verdient. In der 68. Minute traf Irandust zudem den linken Pfosten mit einem Schuss aus der Halbdistanz.

Die Groninger standen mit zunehmender Spielzeit immer besser, der VfL fand im Angriff immer weniger Räume. Das hatte sicherlich mit der eingewechselten Qualität der Niederländer, aber auch zum Teil mit dem Kräfteverschleiß der letzten Trainingswoche zu tun.

In der 79. Minute brach der eingewechselte Rorig von der rechten Seite in die Mitte durch, zog mit seinem schwächeren linken Fuß ab und schoss nur knapp über das Groninger Tor. Ein offensives Lebenszeichen der Osnabrücker. Kurz darauf hatte Groningen aber seinerseits erneut die Chance auf das nächste Tor, versagte aber aus nächster Nähe.

Nach der 90. Minute drängte der VfL weiter auf den Ausgleichstreffer, wie zum Beispiel nach einer Ecke in der 97. – aber sie fanden einfach keine entscheidenden Lücken im Abwehrbollwerk der Groninger. Zudem litt der Osnabrücker Spielfluss ein wenig unter den zahlreichen Wechseln und der etwas abgehenden Spritzigkeit.

Und in der 108. Minute kam der VfL doch noch zum 1:1! Haas brachte den Ball von der linken Seite in die Mitte, wo Wulff vor Leeuwenburgh cool blieb, den Keeper etwas aussteigen ließ und dann in die Maschen des FCG traf. Nicht ganz unverdient, waren die Osnabrücker doch immer drangeblieben und hatten sich nie hängen lassen.

Kurz darauf hatte Rorig nach einer Ecke von Köhler mit einem Schuss aus der zweiten Reihe sogar die Führung auf dem Fuß, seinen Schuss konnte Leeuwenburgh aber festhalten.

In der 114. Minute ein bitterer Moment: Rorig stoppte einen Gegenspieler knapp im Strafraum mit einem Rempler, Schiri Willenborg zeigte direkt auf den Elfmeterpunkt. Ngonge traf sicher links unten zum 2:1.

Dabei blieb es schlussendlich auch. Der VfL muss sich im kräftezehrenden, letzten Test also knapp geschlagen geben, kann dennoch auf viele gute Momente und eine gesunde Moral zurückschauen.

Am nächsten Freitag ab 19 Uhr geht es denn beim Saisonstart der 3. Liga gegen den MSV Duisburg um wichtige Punkte.

Aufstellung VfL: Kühn (Adamczyk, 91.) – Kleinhansl (Rorig, 77.), Gyamfi (Satkus, 91.), Trapp (Chato, 61.), Traoré (Haas, 77.) – Tesche (Karademir, 91.), Kunze (Wulff, 91.), Wähling (Wiethaup, 61.; Köhler, 106.), Simakala (Putaro, 61.) – Heider (Higl, 77.), Oduah (Engelhardt, 46.)

Aufstellung Groningen: Verrips, Sverko, Pelupessy, Duarte, Suslov, Strand Larssen, Abraham, Kalley, Dammers, Kasanwirio, Lundquist

Wechsel ab der 61. Minute:

Leeuwenburgh, te Wierik, Leeuw, Irandust, Balker, Gelderen, Slor, van Kaam, Matuta, Oratmangoen, Joosten (Ngonge, 91.)