Testspiel

Heimspiel
VfL Osnabrück
:
FC Groningen
Sa. 17.07.2021 Anstoß: 15:00 Uhr | Schiedsrichter: unbekannt

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Ergebnis stellt Spielverlauf auf den Kopf

Gegen den niederländischen Erstligisten FC Groningen lieferte der VfL Osnabrück erneut ein ordentliches Testspiel ab. Einzig das Ergebnis, ausgelassene Möglichkeiten und ein verletzungsbedingter Wechsel trüben die guten Ansätze.

Bei der Generalprobe vor dem Ligaauftakt gegen den MSV Duisburg (23. Juli, 19:00 Uhr, Bremer Brücke) formierte VfL-Cheftrainer Daniel Scherning seine Startelf in einem 4-3-3-System. Mit Omar Haktab Traoré, Manuel Haas, Ba-Muaka Simakala und Felix Higl spielten vier Sommerneuzugänge von Beginn an, mit Sven Köhler, der zuletzt an den SC Verl ausgeliehen war, quasi ein fünfter.

Hohes Pressing, aggressives Anlaufverhalten und Zug zum Tor. Der VfL verdiente sich den immer wieder aufkeimenden Applaus der 500 Zuschauer im Quitt-Stadion in Ankum. Über den gesamten Verlauf der 90 Spielminuten waren die Lila-Weißen das spielbestimmende Team. Und die erspielten sich insbesondere im ersten Durchgang einige aussichtsreiche Tormöglichkeiten. Schüsse aus der Distanz von Sebastian Klaas und Ba- Muaka Simakala. Ein Kopfball von Marc Heider, der nur hauchzart am langen Pfosten vorbeistrich. Eine scharfe Flanke von der rechten Bahn, die gleich mehrere VfL-Spieler im Zentrum um Haaresbreite verfehlten. Und so kam es, wie es häufig im Fußball kommt. Während die Lila-Weißen keinen Ertrag aus Chancenplus und Ballbesitzhoheit erzielten, trafen die Niederländer – ohne selbst einen aktiven Beitrag dazu geleistet zu haben.

Das 1:0 für den FC Groningen in der 62. Spielminute hätte unglücklicher nicht entstehen können. Ein Rückpass von Youngster Luis Sprekelmeyer, der bis dahin nahtlos an seine guten Auftritte in den Testspielen anknüpfte, landete im eigenen Tor. Der zur Pause für Keeper Philipp Kühn eingewechselte Probespieler Tim Wiesner konnte den Ball nicht mehr vor der Torlinie erreichen. Bitter für Sprekelmeyer und den VfL, denn der Spielverlauf bis dahin war damit auf den Kopf gestellt. Zusätzlicher Wehrmutstropfen: 10 Minuten später musste Marc Heider verletzungsbedingt ausgewechselt werden, nachdem er einmal mehr von einem Niederländer gefoult wurde. Beleg dafür waren insgesamt drei gelbe Karten, die Schiedsrichter Frank Willenborg an die Kollegen aus Holland verteilte – wohlgemerkt in einem Testspiel.

Im Anschluss verflachte die Partie. Einige personelle Wechsel und ein Stück weit verbrauchte Körner bei sommerlichen Temperaturen forderten ihren Tribut. Dennoch: Der VfL versuchte über die gesamte Spielzeit den intensiven Spielstil beizubehalten und steckte gegen den niederländischen Erstligisten nie auf. Insgesamt darf man trotz des Ergebnisses von einem Test mit vielen positiven Ansätzen sprechen, der durchaus Mut macht für das Eröffnungsspiel in der 3. Liga am kommenden Freitagabend gegen den MSV Duisburg.

Aufstellung:

Kühn (46. Wiesner) – O. Traoré (68. Itter), Gugganig (46. Sprekelmeyer), Trapp (46. Beermann), Haas (46. Kleinhansl) – Köhler (85. Möller), Taffertshofer (46. Kunze), Klaas – Simakala, Higl (68. N. Wähling), Heider (74. H. Traoré)