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„Jetzt wollen wir das Maximum“ – VfL zu Gast in Regensburg
Zum Abschluss der englischen Woche tritt der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag beim SSV Jahn Regensburg an (Anpfiff: 16:30 Uhr). Nach den zwei Siegen gegen Aue und Köln wollen die Lila-Weißen mit der maximalen Punkteausbeute in die Hasestadt zurückkehren. Der Vorbericht.
Der Gegner
Zehn Punkte trennen den Sport- und Schwimmverein Jahn Regensburg aktuell von der Abstiegszone. Diesen Vorsprung erarbeitete sich die „Jahnelf“ allerdings vor allem in der Rückrunde. Schließlich betrug der Abstand zum Ende des vergangenen Jahres noch lediglich drei Zähler. Nicht verwunderlich also, dass sich der SSV im Winter mit insgesamt vier Neuzugängen verstärkte. Neben Torwart Leon-Oumar Wechsel, der per Leihe von Hannover 96 kam, sicherte man sich zudem die Dienste von Sascha Hingerl (TSV Buchbach), Malte Karbstein (Waldhof Mannheim) und John Posselt (SC Paderborn). Letzterer lief in der Hinrunde noch leihweise für den TSV Havelse auf. Nachdem die Leihe jedoch nach der Hinrunde aufgrund der sportlich prekären Lage bei den Niedersachsen abgebrochen wurde, wechselte der 22-Jährige fest in die viertgrößte Stadt Bayerns. In seinen bisher acht Einsätzen für den SSV traf er einmal. Für den TSV Havelse erzielte er in der Hinserie sieben Treffer.
Auf der Abgangsseite verabschiedete man in Regensburg insgesamt drei Spieler. Stürmer Dejan Galjen schloss sich mit Fortuna Köln einem Aufstiegsaspiranten aus der Regionalliga West an. Davis Asante zog es ebenfalls leihweise in dieselbe Liga und läuft in der Rückrunde für den SV Rödinghausen auf. Die Leihe von Dustin Forkel wurde vorzeitig beendet, sodass der 20-Jährige zu seinem Stammverein, dem 1. FC Nürnberg, zurückkehrte. Weiter für den SSV auflaufen wird dagegen Noel Eichinger. Der 24-Jährige ist mit sieben Toren und fünf Vorlagen die Lebensversicherung der „Jahnelf“. Der Mittelstürmer steht seit Sommer 2023 bei den Regensburgern unter Vertrag, wurde in der Rückrunde der Saison 2023/24 jedoch an den Greifswalder FC (12 Spiele, 1 Vorlage) und in der vergangenen Spielzeit an den 1. FC Lokomotive Leipzig (30 Spiele, 11 Tore und 13 Vorlagen) ausgeliehen. Für die Regensburger verpasste der gebürtige Mainzer in dieser Saison nur ein einziges Spiel und sammelte somit die drittmeisten Einsatzminuten unter allen Feldspielern des SSV.
Noch länger auf dem Rasen standen lediglich die beiden Innenverteidiger Leopold Wurm und Felix Strauss. Zwar verpassten beide jeweils drei Partien, spielten aber fast immer über die volle Distanz. Leopold Wurm gilt dabei als eines der größten Innenverteidigertalente des Landes und läuft regelmäßig auch für die deutsche U20-Nationalmannschaft auf. Sein Nebenmann Felix Strauss machte sich zumindest ligaintern einen Namen als Kartensammler. Mit zehn Gelben und einer Roten Karte steht der 24-Jährige in der Sünderkartei hinter Ryan Malone vom FC Erzgebirge Aue auf dem zweiten Platz. Allgemein sammelten die Regensburger in dieser Spielzeit bereits fleißig Karten und stehen im Fairnessvergleich mit 78 Gelben, vier Gelb-Roten und vier Roten Karten am Tabellenende.
Die Ausgangslage
Am Samstagnachmittag treffen im Jahnstadion zwei der ballbesitzschwächsten Mannschaften der 3. Liga aufeinander. Regensburg steht mit einem Durchschnitt von 46,3 Prozent im Ligavergleich auf dem vorletzten Platz. Aber auch die Osnabrücker überlassen das Spielgerät mit einem Durchschnittswert von 46,5 Prozent (Platz 17) häufig dem Gegner. Topwerte weisen die Regensburger dagegen in den Laufstatistiken auf. Keine andere Mannschaft legte in dieser Saison bislang so viele Meter wie die „Jahnelf“ zurück. Den Weg zurück auf die Trainerbank wird auch Chefcoach Michael Wimmer gegen den VfL antreten. Aufgrund seiner vierten Gelben Karte musste der 45-Jährige unter der Woche beim Auswärtsspiel in Verl auf der Tribüne Platz nehmen. Von dort aus verfolgte er den 2:1-Auswärtssieg seiner Mannschaft. Beide Treffer erzielte dabei der bereits erwähnte Noel Eichinger. Vor allem dessen Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 erregte Aufsehen. Der Mittelstürmer legte sich den Ball im Strafraum selbst hoch und setzte anschließend zum Fallrückzieher an. Im Bogen flog der Ball an Torwart Philipp Schulze vorbei unter die Latte ins Tor. Mit dem Erfolg feierte der Jahn den zehnten Saisonsieg. Insgesamt kassierten die Regensburger in den vergangenen sechs Partien nur eine Niederlage (2:3 gegen Rot-Weiss Essen).
Einen noch besseren Lauf kann bekanntlich der VfL Osnabrück vorweisen. Neben den Lila-Weißen ist nur noch Ligakonkurrent Energie Cottbus im Jahr 2026 noch ungeschlagen. Unter der Woche fuhr die Mannschaft von Timo Schultz gegen Viktoria Köln einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg ein. Zum insgesamt 14. Mal blieb Torwart Lukas Jonsson ohne Gegentor und stellt damit den höchsten Wert unter allen Keepern im deutschen Profifußball dar. Auch im Hinspiel gegen die Regensburger behielt der Schwede eine weiße Weste. In der Offensive köpfte Fridolin Wagner die Lila-Weißen in der 27. Minute nach einem Eckball in Führung. Für den 28-Jährigen war es der erste Treffer für den VfL. Nach der Halbzeitpause vollendete Patrick Kammerbauer eine Flanke von Lars Kehl sehenswert ins linke Eck und sicherte damit den dritten Heimsieg der Saison.
Auswärts hat der VfL historisch gesehen nur ein einziges Spiel gegen die Regensburger verloren. Im allerersten Aufeinandertreffen im November 2003 unterlagen die Osnabrücker – unter anderem mit Joe Enochs auf dem Feld – mit 0:1. Für den Direktor Fußball der Lila-Weißen ist die Partie am Samstag auch eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Von Mai 2023 bis Oktober 2024 fungierte der 54-Jährige als Chefcoach der „Jahnelf“. Nun kehrt er erstmals in offizieller Funktion ins Jahnstadion zurück, möchte seinen alten Weggefährten aber sicherlich keine sportlichen Gastgeschenke mitbringen.
Das Personal
Bei den Regensburgern fallen mit Julian Pollersbeck (Rückenverletzung), Lucas Hermes (Kopfverletzung), Jakob Seibold (Schulterverletzung) und Robin Ziegele (Sprunggelenksverletzung) insgesamt vier Spieler aus.
Timo Schultz musste am Donnerstagnachmittag einzig auf den erkrankten Kevin Schumacher verzichten. Ansonsten werden auch der zuletzt gesperrte Lars Kehl sowie der wiedergenesene Patrick Kammerbauer Teil des Spieltagskaders sein.
Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz machte im Spieltagsinterview am Donnerstagnachmittag auf die jüngst bemerkenswerte Entwicklung der Regensburger aufmerksam. „Es war schon im Hinspiel ein sehr intensives Spiel. Regensburg ist als Absteiger aus der 2. Liga mit einem sehr guten Kader in die Saison gestartet. Dann hatten sie die typischen Anfangsprobleme, sich einzufinden und an die neue Liga zu gewöhnen. Jetzt sind sie mittlerweile richtig gut drin und wenn man den Trend der letzten fünf Spiele nimmt eine absolute Topmannschaft. […] Sie haben zueinander gefunden und mittlerweile ein klar definierten Spielstil mit sehr viel Tiefgang, Wucht und Präsenz in der gegnerischen Box. Dementsprechend stimmen dann auch irgendwann die Ergebnisse.“
Mit dementsprechend Respekt fahren die Lila-Weißen am Samstag nach Bayern, haben auch ein klares Ziel vor Augen: „Wir fahren nach Regensburg und wissen, dass es eine schwere Aufgabe wird, aber auch, dass wir gut drauf sind. Es wäre natürlich super, wenn wir da nochmal drei Punkte mitnehmen könnten und dann die perfekte englische Woche hinter uns bringen. […] Jetzt wollen wir das Maximum!“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 16:15 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
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Kopacz und Kehl sorgen in Regensburg für dritten Sieg der Woche
Mit dem 2:0-Auswärtssieg gegen den SSV Jahn Regensburg fuhr der VfL Osnabrück den dritten Sieg in der englischen Woche ein. Nach dem Führungstreffer kurz vor dem Halbzeitpfiff setzten die Lila-Weißen auch in den zweiten 45 Minuten ihre souveräne Leistung fort. Der Spielbericht.
Drei Wechsel nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Viktoria Köln vor. So rückten Lars Kehl (nach Gelbsperre) und Patrick Kammerbauer (nach Verletzung) wie erwartet zurück in die Anfangsformation. Auch Kevin Wiethaup stand im Jahnstadion von Beginn an auf dem Platz. Dafür nahmen Kai Pröger, Fridolin Wagner und Ismail Badjie zunächst auf der Bank Platz. Bei den Gastgebern veränderte Trainer Michael Wimmer seine Aufstellung auf zwei Positionen. Felix Strauß (nach Gelbsperre) und Oscar Schönfelder standen neu in der ersten Elf.
Bereits früh in der Partie prüften die Regensburger in Person von Eric Hottmann VfL-Keeper Lukas Jonsson. Dabei konnte sich der Schwede gleich zweimal auszeichnen. Sowohl beim ersten Abschluss als auch beim darauffolgenden Nachschuss war der Schlussmann zur Stelle (7‘). Nach einer knappen Viertelstunde gab es dann auch die erste Torannäherung der Lila-Weißen. Einen Flankenversuch von David Kopacz fing SSV-Torwart Felix Gebhardt aber sicher ab (14‘). Der Offensivakteur war auch vier Minuten später mitten im Geschehen, als er sich nach einem Steckpass von Robin Meißner im Laufduell mit Oscar Schönfelder wiederfand. Der Regensburger blieb jedoch der Gewinner, ansonsten wäre Kopacz alleine auf Torwart Gebhardt zugelaufen (18‘). Nun setzten die Osnabrücker immer wieder gefährliche Konter. Zum ersten Mal im Tor des SSV landete das Spielgerät allerdings nach einem Standard.
Dabei fing der Freistoß am linken Sechzehnereck der Gastgeber alles andere als erfolgreich an. Nach einem Missverständnis zwischen Robin Meißner und Lars Kehl flog der Ball dennoch per Flanke in die Gefahrenzone. Am zweiten Pfosten beförderte schließlich Robin Fabinski den Ball ins Tor, drehte zum Jubel zum Osnabrücker Gästeblock ab und wurde erst einige Sekunden später durch die Fahne des Assistenten gestoppt (29‘). Eine sehr knappe Entscheidung, die auch auf der Osnabrücker Bank für Aufruhr sorgte. Zehn Minuten später durften die 750 mitgereisten Lila-Weißen dann endgültig und ganz regelkonform jubeln. Erneut wurde David Kopacz – diesmal von Kevin Wiethaup – in die Tiefe geschickt. Dieses Mal lief der Pole seinem Gegenspieler davon und schloss kurz vor dem Fünfmeterraum ins lange Eck ab (40‘).
Kurz vor dem Pausenpfiff hatte die „Jahnelf“ dann doch noch die Chance auf den Ausgleich. Nach einem Eckball stand Christian Kühlwetter am zweiten Pfosten völlig frei, schaffte es aber nicht, den Ball auf das Tor zu bringen (45‘). Mit der knappen, aber verdienten Führung ging es wenige Augenblicke später in die Kabinen.
Mit Wiederanpfiff legten beide Mannschaften früh offensive Akzente. Der Schuss aus der zweiten Reihe von Kevin Wiethaup flog haarscharf über den Querbalken (47‘). Die Regensburger kamen nach einem Freistoß per Kopfball zum ersten Torabschluss, forderten Jonsson damit aber nicht sonderlich heraus (49‘). Robin Meißner hatte wenig später das 2:0 auf dem Fuß, als er eine Hereingabe frei vor dem Tor neben den linken Pfosten setzte. Die Fahne des Assistenten ging aufgrund einer Abseitsposition allerdings schnell nach oben (52‘). In der 56. Minute erhitzte ein Handspiel die Osnabrücker Gemüter. Als Lars Kehl in die Mitte auf Robin Meißner ablegte, setzte dieser zum Schuss an. Statt auf das Tor flog die Kugel jedoch an den Arm von Felix Strauß. Die Pfeife von Schiedsrichter Jonah Besong blieb zum Erstaunen der Lila-Weißen stumm (56‘). Statt als Torschütze trug sich Robin Meißner am Samstagnachmittag dagegen als Vorlagengeber in die Statistiken ein. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schickte der 26-Jährige Lars Kehl auf die Reise, der am Ende seines Sprints den Ball per Außenrist ins linke kurze Eck beförderte und somit nicht nur das 2:0, sondern auch seinen ersten Treffer im neuen Jahr erzielte (63‘).
Mit der komfortablen Führung zog sich der VfL in der Schlussphase der Partie in die eigene Hälfte zurück und lauerte erneut auf Kontermöglichkeiten. Eine richtig gefährliche Torchance sahen die 7.464 Zuschauer im Jahnstadion jedoch nicht mehr. In der 79. Minute setzte Noel Eichinger einen Freistoß aus gut 20 Metern auf das Gehäuse von Lukas Jonsson (79‘). So feierte der VfL nach der fünfminütigen Nachspielzeit nicht nur den 16. Saisonsieg, sondern mit drei Siegen auch eine perfekte englische Woche. Diesen Lauf möchte man auch in der kommenden Woche fortsetzen, wenn der SV Waldhof Mannheim an der Bremer Brücke zu Gast ist (Anpfiff: Samstag, 14:00 Uhr). Für die Partie sind nur noch Sitzplatztickets auf der Giro-Live Nordtribüne im Block K und Stehplatztickets für die Dieckmann-Westkurve verfügbar. Wer beim Brückentag also live dabei sein möchte, sollte sich noch schnell sein Ticket im Onlineshop sichern!
Tore:
0:1 (Kopacz 40‘), 0:2 (Kehl 63‘)
Aufstellungen:
SSV Jahn Regensburg:
Gebhardt – Strauss, Wurm, Karbstein – Oliveira (Beckhoff 59‘), Müller (Hingerl 79‘), Fein, Schönfelder (Bauer 86‘), Kühlwetter (Stolze 59‘), Eichinger – Hottmann (Posselt 59‘)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Kammerbauer (Henning 89‘), Jacobsen, Wiethaup (Wagner 68‘), Christensen, Kopacz (Badjie 68‘), Kehl (Pröger 84‘)- Meißner (Riesselmann 89‘)
Spielplan
| SSV Jahn Regensburg | 0: 2 | VFL Osnabrück |
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. Spieltag
Sa. 07.03.2026 Anstoß: 16:30 Uhr
Jahnstadion Regensburg Zum Matchcenter > |
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| VFL Osnabrück | vs. | SV Waldhof Mannheim |
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. Spieltag
Sa. 14.03.2026 Anstoß: 14:00 Uhr
Bremer Brücke Zum Matchcenter > |
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| TSG 1899 Hoffenheim II | vs. | VFL Osnabrück |
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. Spieltag
So. 22.03.2026 Anstoß: 13:30 Uhr
Dietmar-Hopp-Stadion Zum Matchcenter > |
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