Freundschaftsspiel

Auswärtsspiel
Hannover 96
2
:
0
VFL Osnabrück
Mi. 25.03.2026 Anstoß: 12:00 Uhr

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Erster Härtetest der Woche: VfL zu Gast bei Hannover 96

Zum ersten Testspiel der Woche tritt der VfL Osnabrück am morgigen Mittwoch bei Hannover 96 an (Anpfiff: 12:00 Uhr). Wie die Lila-Weißen befinden sich auch die Hannoveraner seit dem Jahreswechsel in Topform. Der Vorbericht.

Der Gegner
Seit nun sieben Jahren ist der Hannoversche Sportverein von 1896 Mitglied der 2. Bundesliga. Der Wunsch nach der Rückkehr in die oberste deutsche Spielklasse ist bei Fans und Verantwortlichen entsprechend groß. Nachdem man die Hinrunde mit fünf Punkten Rückstand auf den ersten direkten Aufstiegsplatz auf Rang fünf beendet hatte, verstärkte sich der Klub im Winter auf dem Transfermarkt noch einmal mit vier Neuzugängen. Neben den Leihen von Elias Saad (FC Augsburg) und Noah Weißhaupt (SC Freiburg, zuvor Leihabbruch bei Legia Warschau) verpflichtete man auch Mwisho Mhango (Ascent Academy) sowie Stefán Teitur Thórdarson (Preston North End). Letzterer stand nach anfänglichen Kurzeinsätzen in den vergangenen drei Partien jeweils in der Startelf und bereitete im Derby gegen Eintracht Braunschweig den entscheidenden Kopfballtreffer von Maik Nawrocki zum 1:0-Endstand vor. Im vom Trainer Christian Titz favorisierten 3-4-3-System bekleidet der isländische Nationalspieler die rechte Sechserposition.

Während Thórdarson für viele VfL-Fans bislang vermutlich ein eher unbekannter Akteur war, lassen sich im Kader der 96er jedoch einige bekannte Gesichter wiederfinden, die bereits in der vergangenen Saison in Partien gegen die Osnabrücker auf sich aufmerksam machten. So ist beispielsweise Kolja Oudenne mittlerweile fester Bestandteil der ersten Mannschaft der Hannoveraner. In der vergangenen Saison lief der 24-Jährige noch regelmäßig für die Zweitvertretung des Vereins und somit auch gegen den VfL Osnabrück auf. Im Hinspiel der vergangenen Saison erzielte der Linksfuß an der Bremer Brücke den 1:1-Ausgleich, der gleichzeitig den Endstand bedeutete.

Auch einige Protagonisten aus dem Rückspiel, das die Lila-Weißen souverän mit 5:1 gewinnen konnten, spielen mittlerweile für die Hannoveraner in der 2. Bundesliga. Einer von ihnen ist Noel Aseko. Der U21-Nationalspieler Deutschlands kassierte in der Partie gegen den VfL in der 43. Minute die Gelb-Rote Karte, verpasste in der aktuellen Spielzeit jedoch nur eine einzige Partie und stand in 89 Prozent der Begegnungen in der Anfangsformation. Auch der Torschütze zum damaligen zwischenzeitlichen 1:2, Husseyn Chakroun, steht mittlerweile regelmäßig für die erste Mannschaft auf dem Rasen. Den 21-Jährigen warf zwischenzeitlich allerdings eine Oberschenkelverletzung zurück, am vergangenen Wochenende gegen Braunschweig stand er jedoch erstmals wieder in der Startelf. Ebenfalls Stammspieler ist Sommerneuzugang Benjamin Källman. Der Mittelstürmer konnte bereits 13 Treffer erzielen und ist damit zweitbester Torschütze der 2. Bundesliga. Am Mittwoch könnte der finnische Nationalspieler jedoch aufgrund Adduktorenproblemen ausfallen.

Neben den sportlichen Erfolgen der vergangenen Wochen erlangte Hannover 96 in dieser Woche auch nationale Aufmerksamkeit durch die Trennung von Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke. Der 62-Jährige kehrte erst Anfang des Jahres, nach seiner ersten Amtszeit zwischen 2009 und 2013, in die Landeshauptstadt Niedersachsens zurück und musste nun nach nur drei Monaten bereits wieder seine Koffer packen. Interimsweise werden die bisherigen Aufgaben Schmadtkes zunächst von Geschäftsführer Henning Bindzus und Sportdirektor Ralf Becker übernommen.

Die Ausgangslage
Wie bereits erwähnt konnten die Hannoveraner am vergangenen Freitag das Derby gegen Eintracht Braunschweig mit 1:0 für sich entscheiden. Insgesamt kassierte man in diesem Jahr erst zwei Niederlagen (1:3 gegen Kaiserslautern und 1:2 gegen Greuther Fürth) und steht, genau wie der VfL, in der Rückrundentabelle der eigenen Liga an der Tabellenspitze. Damit konnte auch der Abstand zu den Aufstiegsplätzen verkürzt werden. Zwar stehen die 96er aktuell erneut auf dem fünften Tabellenplatz, weisen jedoch nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten SV Elversberg auf. Genau diese sind nach der Länderspielpause der nächste Gegner der Hannoveraner.

Allgemein stehen für die Mannschaft von Christian Titz wichtige Wochen bevor. Denn nach dem Heimspiel gegen die Saarländer reist man zum Tabellennachbarn nach Darmstadt und empfängt anschließend den SC Paderborn. Damit stehen die nächsten drei Gegner allesamt vor den Hannoveranern in der Tabelle. Der VfL kann sich also darauf einstellen, dass die Gastgeber am Mittwoch mit ihrer ersten Elf auflaufen werden, um Abläufe und Mechanismen weiter zu schärfen.

Etwas anders sieht der Plan von VfL-Chefcoach Timo Schultz aus, der mit seiner Mannschaft neben der Partie gegen die Hannoveraner am Donnerstag noch ein weiteres Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach bestreitet. „Wir wollen so halbwegs im Rhythmus bleiben, vor allem für die Jungs, die zuletzt wenig gespielt haben. Wir haben noch Themen, an denen wir arbeiten müssen, und dafür sind zwei gute Gegner genau richtig“, erklärte der 48-Jährige nach dem 1:0-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim II am Mikrofon bei MagentaSport.

Der Erfolg im Dietmar-Hopp-Stadion war für den VfL der sechste Sieg in Folge. Mit sechs Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Rot-Weiss Essen führen die Osnabrücker weiterhin die 3. Liga an. Somit steht für die Lila-Weißen mit Hannover 96 nun ein echter Härtetest bevor. Schließlich konnten die Osnabrücker seit September 1990 nicht mehr auswärts gegen die Hannoveraner gewinnen. Am 9. Spieltag der 2. Bundesliga erzielte Uwe Jursch in der 72. Minute den entscheidenden Treffer des Tages zum 1:0.

Diese Statistik wird Timo Schultz jedoch vermutlich relativ egal sein. Wie bereits angedeutet, wird den Cheftrainer vielmehr interessieren, wie die Spielabläufe gegen einen klassenhöheren Gegner funktionieren. Neben dem gewohnten Personal aus dem Profikader werden am Mittwoch auch die aktuellen Leihspieler Ibrahim Touray (SSV Jeddeloh II) und Joschka Kroll (SC Wiedenbrück) sowie Luca Kröger aus der A-Jugend des VfL mit dabei sein.

Das Personal
96-Trainer Christian Titz kann am Mittwoch nicht auf Virgil Ghita (Rumänien), Ime Okon (Südafrika), Mwisho Mhango (Malawi U20), Stefán Teitur Thórdarson (Island) und Elias Saad (Tunesien) zurückgreifen, die allesamt mit ihren Nationalteams unterwegs sind. Ihre Nominierung dagegen angeschlagen absagen mussten Benjamin Källman (muskuläre Probleme im Adduktorenbereich), Mustapha Bundu und Noel Aseko (beide Kniebeschwerden). Außerdem fällt auch Boris Tomiak (Ellenbogenverletzung) für das Testspiel gegen die Lila-Weißen aus.

Beim VfL muss Cheftrainer Timo Schultz weiterhin auf den verletzten Robin Fabinski (Überdehnung der Bandstruktur im linken Knie) verzichten. Außerdem fällt auch Mats Remberg (Krankheit) für die Partie aus.

Liveticker und Stream
Dank des erneut von Rad-Sport Schriewer präsentierten Livestreams haben Fans die Möglichkeit, das Spiel live und kostenlos auf dem offiziellen YouTube-Kanal des VfL zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


Keine Aufstellung verfügbar

Testspielniederlage in Hannover: VfL unterliegt knapp gegen 96

Am Mittwochmittag musste sich der VfL Osnabrück im Testspiel gegen den Zweitligisten Hannover 96 mit 0:2 geschlagen geben. Dabei konnte sich Torwart Lukas Jonsson immer wieder mit starken Paraden auszeichnen, war bei den beiden Gegentoren jedoch machtlos. Der Spielbericht.

In seiner Startaufstellung entschied sich VfL-Cheftrainer Timo Schultz für eine Mischung aus Stammpersonal und Akteuren, die zuletzt weniger zum Einsatz gekommen waren. So gab es im Vergleich zur Partie gegen die TSG Hoffenheim II sieben Veränderungen. Lukas Jonsson, Yigit Karademir, Kevin Wiethaup und David Kopacz blieben in der Startelf. Auf Seiten der Gastgeber setzte auch Christian Titz auf einen Mix aus Stammkräften und Ergänzungsspielern. Einzig Torwart Leo Weinkauf kam in dieser Saison bislang noch nicht in der 2. Bundesliga zum Einsatz.

Nachdem Schiedsrichter Jarno Wienefeld die Partie angepfiffen hatte, dauerte es einige Minuten bis zur ersten gefährlichen Torgelegenheit. Aus spitzem Winkel kam Havard Nielsen zum Abschluss, scheiterte jedoch am stark reagierenden Lukas Jonsson (12‘). Allgemein übernahmen die klassenhöheren Gastgeber in den Anfangsminuten das Spielgeschehen. Immer wieder kamen die 96er zu Abschlussgelegenheiten, die von den Osnabrückern jedoch geblockt werden konnten. Auch die darauffolgenden Ecken blieben ungefährlich. Selbst setzte der VfL immer wieder mit Umschaltsituationen offensive Akzente. Als nach gut einer halben Stunde Bernd Riesselmann clever auf Luc Ihorst durchsteckte, versuchte dieser den Ball noch einmal quer auf Bryan Henning zu legen, doch ein Bein der Hannoveraner konnte dies im letzten Moment verhindern (31‘).

Kurz vor der Pause wurde dann noch einmal Lukas Jonsson gefordert. So spielte Daisuke Yokota einen Steckpass auf Noah Weißhaupt, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, jedoch am Schweden scheiterte (39‘). Wenige Minuten später stand Benedikt Pichler nach einer Flanke von Weißhaupt völlig frei vor dem Osnabrücker Schlussmann, doch auch in dieser Aktion ging der Keeper als Sieger hervor. Der VfL suchte in Person von David Kopacz kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal den Abschluss, doch auch dieser Versuch wurde, wie so oft in den ersten 45 Minuten, im letzten Moment durch ein Hannoveraner Bein geblockt (44‘).

Zur zweiten Halbzeit blieb die Osnabrücker Mannschaft unverändert. Auf Seiten der Hannoveraner schickte Trainer Christian Titz Husseyn Chakroun ins Spiel. Dieser verzeichnete nur wenige Augenblicke später auch den ersten Abschluss nach dem Wiederanpfiff. Doch Yigit Karademir blieb aufmerksam und konnte den Versuch des Offensivakteurs noch blocken (47‘). Drei Minuten später zeigten sich auch die Lila-Weißen erstmals in der Offensive, als Luc Ihorst von der linken Außenbahn in die Mitte spielte und dort David Kopacz als Abnehmer fand. Der Schuss des Flügelstürmers flog nur knapp über den Querbalken (50‘).

Kurz darauf rutschte Yigit Karademir in der Defensive aus, sodass der Ball zu Havard Nielsen gelangte, der plötzlich frei vor Lukas Jonsson auftauchte. Der VfL-Keeper reagierte jedoch erneut stark und parierte zur Ecke (53‘). Nach gut einer Stunde führte dann ein Missverständnis in der lila-weißen Defensive zum Gegentreffer. Kai Pröger traf den Ball beim Kopfball nicht richtig, sodass dieser zwar hoch, jedoch nicht zurück zu Jonsson flog. Husseyn Chakroun war Nutznießer der Situation und vollendete per Volley zur Führung der Gastgeber (64′). Kurz danach kamen dann auch Leihspieler Ibrahim Touray (66‘) und A-Jugendspieler Luca Kröger (71‘) in die Partie.

Auch in der Folge blieb Hannover die gefährlichere Mannschaft. So kam Matsuda von der Strafraumkante zum Abschluss, doch erneut war Jonsson zur Stelle und parierte stark (74′). Wenige Minuten später zog Chakroun im Strafraum ab, verfehlte den linken Pfosten jedoch knapp (85′). Kurz darauf zeichnete sich Jonsson erneut aus, als er einen Abschluss von Noah Weißhaupt herausragend parierte (86′).

In der 87. Minute zeigte Schiedsrichter Wienefeld schließlich auf den Punkt: Kevin Wiethaup stellte Matsuda im Strafraum ein Bein. Den fälligen Strafstoß verwandelte Oudenne ins linke Eck. Jonsson ahnte zwar die Ecke, konnte den Ball jedoch nicht festhalten, sodass dieser vom Innenpfosten ins Tor sprang (88′). In der Schlussminute verpasste Chakroun im Strafraum mit einem weiteren Abschluss das Tor nur haarscharf (90′).

Kurz darauf war das erste Testspiel der Woche beendet und der VfL musste die erste Niederlage im neuen Jahr hinnehmen. Am morgigen Donnerstag erwartet der VfL dann an der heimischen Bremer Brücke Borussia Mönchengladbach (Anpfiff: 18:30 Uhr). Für die Partie gegen die „Fohlenelf“ sind weiterhin noch Karten in allen Stadionbereichen im Online-Ticketshop oder im Fanshop an der Bremer Brücke (Hannes-Haferkamp-Platz 1, 49084 Osnabrück; Montag bis Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr) verfügbar.

 

Tore:
1:0 (Weißhaupt 64‘), 2:0 (FE Oudenne 88‘)

 

Aufstellungen:
Hannover 96:
Weinkauf – Matsuda, Blank, Allgeier, Kokolo – Weißhaupt, Leopold (Engelbreth 46‘), Taibi, Yokota (Oudenne 78‘) – Nielsen, Pichler (Chakroun 46‘)

VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir, Jacobsen, Janotta (Touray 66‘) – Schumacher, Wiethaup, Henning, Pröger – Ihorst (Lesueur 83‘), Riesselmann, Kopacz (Kröger 71‘)