Am Mittwochmittag musste sich der VfL Osnabrück im Testspiel gegen den Zweitligisten Hannover 96 mit 0:2 geschlagen geben. Dabei konnte sich Torwart Lukas Jonsson immer wieder mit starken Paraden auszeichnen, war bei den beiden Gegentoren jedoch machtlos. Der Spielbericht.

In seiner Startaufstellung entschied sich VfL-Cheftrainer Timo Schultz für eine Mischung aus Stammpersonal und Akteuren, die zuletzt weniger zum Einsatz gekommen waren. So gab es im Vergleich zur Partie gegen die TSG Hoffenheim II sieben Veränderungen. Lukas Jonsson, Yigit Karademir, Kevin Wiethaup und David Kopacz blieben in der Startelf. Auf Seiten der Gastgeber setzte auch Christian Titz auf einen Mix aus Stammkräften und Ergänzungsspielern. Einzig Torwart Leo Weinkauf kam in dieser Saison bislang noch nicht in der 2. Bundesliga zum Einsatz.

Nachdem Schiedsrichter Jarno Wienefeld die Partie angepfiffen hatte, dauerte es einige Minuten bis zur ersten gefährlichen Torgelegenheit. Aus spitzem Winkel kam Havard Nielsen zum Abschluss, scheiterte jedoch am stark reagierenden Lukas Jonsson (12‘). Allgemein übernahmen die klassenhöheren Gastgeber in den Anfangsminuten das Spielgeschehen. Immer wieder kamen die 96er zu Abschlussgelegenheiten, die von den Osnabrückern jedoch geblockt werden konnten. Auch die darauffolgenden Ecken blieben ungefährlich. Selbst setzte der VfL immer wieder mit Umschaltsituationen offensive Akzente. Als nach gut einer halben Stunde Bernd Riesselmann clever auf Luc Ihorst durchsteckte, versuchte dieser den Ball noch einmal quer auf Bryan Henning zu legen, doch ein Bein der Hannoveraner konnte dies im letzten Moment verhindern (31‘).

Kurz vor der Pause wurde dann noch einmal Lukas Jonsson gefordert. So spielte Daisuke Yokota einen Steckpass auf Noah Weißhaupt, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, jedoch am Schweden scheiterte (39‘). Wenige Minuten später stand Benedikt Pichler nach einer Flanke von Weißhaupt völlig frei vor dem Osnabrücker Schlussmann, doch auch in dieser Aktion ging der Keeper als Sieger hervor. Der VfL suchte in Person von David Kopacz kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal den Abschluss, doch auch dieser Versuch wurde, wie so oft in den ersten 45 Minuten, im letzten Moment durch ein Hannoveraner Bein geblockt (44‘).

Zur zweiten Halbzeit blieb die Osnabrücker Mannschaft unverändert. Auf Seiten der Hannoveraner schickte Trainer Christian Titz Husseyn Chakroun ins Spiel. Dieser verzeichnete nur wenige Augenblicke später auch den ersten Abschluss nach dem Wiederanpfiff. Doch Yigit Karademir blieb aufmerksam und konnte den Versuch des Offensivakteurs noch blocken (47‘). Drei Minuten später zeigten sich auch die Lila-Weißen erstmals in der Offensive, als Luc Ihorst von der linken Außenbahn in die Mitte spielte und dort David Kopacz als Abnehmer fand. Der Schuss des Flügelstürmers flog nur knapp über den Querbalken (50‘).

Kurz darauf rutschte Yigit Karademir in der Defensive aus, sodass der Ball zu Havard Nielsen gelangte, der plötzlich frei vor Lukas Jonsson auftauchte. Der VfL-Keeper reagierte jedoch erneut stark und parierte zur Ecke (53‘). Nach gut einer Stunde führte dann ein Missverständnis in der lila-weißen Defensive zum Gegentreffer. Kai Pröger traf den Ball beim Kopfball nicht richtig, sodass dieser zwar hoch, jedoch nicht zurück zu Jonsson flog. Husseyn Chakroun war Nutznießer der Situation und vollendete per Volley zur Führung der Gastgeber (64′). Kurz danach kamen dann auch Leihspieler Ibrahim Touray (66‘) und A-Jugendspieler Luca Kröger (71‘) in die Partie.

Auch in der Folge blieb Hannover die gefährlichere Mannschaft. So kam Matsuda von der Strafraumkante zum Abschluss, doch erneut war Jonsson zur Stelle und parierte stark (74′). Wenige Minuten später zog Chakroun im Strafraum ab, verfehlte den linken Pfosten jedoch knapp (85′). Kurz darauf zeichnete sich Jonsson erneut aus, als er einen Abschluss von Noah Weißhaupt herausragend parierte (86′).

In der 87. Minute zeigte Schiedsrichter Wienefeld schließlich auf den Punkt: Kevin Wiethaup stellte Matsuda im Strafraum ein Bein. Den fälligen Strafstoß verwandelte Oudenne ins linke Eck. Jonsson ahnte zwar die Ecke, konnte den Ball jedoch nicht festhalten, sodass dieser vom Innenpfosten ins Tor sprang (88′). In der Schlussminute verpasste Chakroun im Strafraum mit einem weiteren Abschluss das Tor nur haarscharf (90′).

Kurz darauf war das erste Testspiel der Woche beendet und der VfL musste die erste Niederlage im neuen Jahr hinnehmen. Am morgigen Donnerstag erwartet der VfL dann an der heimischen Bremer Brücke Borussia Mönchengladbach (Anpfiff: 18:30 Uhr). Für die Partie gegen die „Fohlenelf“ sind weiterhin noch Karten in allen Stadionbereichen im Online-Ticketshop oder im Fanshop an der Bremer Brücke (Hannes-Haferkamp-Platz 1, 49084 Osnabrück; Montag bis Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr) verfügbar.

 

Tore:
1:0 (Weißhaupt 64‘), 2:0 (FE Oudenne 88‘)

 

Aufstellungen:
Hannover 96:
Weinkauf – Matsuda, Blank, Allgeier, Kokolo – Weißhaupt, Leopold (Engelbreth 46‘), Taibi, Yokota (Oudenne 78‘) – Nielsen, Pichler (Chakroun 46‘)

VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir, Jacobsen, Janotta (Touray 66‘) – Schumacher, Wiethaup, Henning, Pröger – Ihorst (Lesueur 83‘), Riesselmann, Kopacz (Kröger 71‘)

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Text: Jendrik Greiwe
Foto: Jonas Jürgens