Der VfL Osnabrück hat sich am Freitagnachmittag im Testspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen mit 5:2 durchgesetzt. Nach einer frühen Führung und einer zwischenzeitlichen Aufholjagd der Gäste sorgten die Lila-Weißen in der zweiten Halbzeit für klare Verhältnisse. Der Spielbericht.

In seiner Startaufstellung setzte Cheftrainer Timo Schultz vorwiegend auf Spieler, die zuletzt weniger Spielzeit bekamen. So hütete beispielsweise Mats Remberg das Tor des VfL. In der Innenverteidigung kam zudem Ibrahim Touray zum Einsatz, der zurzeit an den Regionalligisten SSV Jeddeloh II verliehen ist. Da die Regionalliga Nord jedoch erst später wieder in den Ligabetrieb startet, nutzten Verein und Spieler die Chance, ihm schon jetzt Spielpraxis zu gewähren.

Der VfL startete aktiv in die Begegnung und setzte früh offensive Akzente. Nach acht Minuten belohnte sich die Mannschaft erstmals: Nach einem schnellen Angriff traf Riesselmann zur Führung (8‘). Dabei profitierte der Mittelstürmer davon, dass sich RWO-Torwart Kratzsch beim Herausgehen verschätzte und seinen Mitspieler umräumte. Allein vor dem Tor musste das VfL-Eigengewächs den Ball dann nur noch in das leere Tor schieben. Auch in der Folge blieb der VfL tonangebend und erhöhte in der 15. Minute erneut. Gut 20 Meter vor dem Tor fiel Kevin Wiethaup der Ball vor die Füße und setzte diesen platziert ins linke Eck (15‘).

In der Mitte der ersten Halbzeit musste der VfL verletzungsbedingt wechseln: Ihorst verließ angeschlagen den Platz, wodurch U19-Spieler Luca Kröger früh zu seinem Einsatz kam (37‘). Kurz darauf nutzten die Gäste zwei Standardsituationen zur Ergebniskorrektur. Zunächst köpfte Niemeyer nach einer Ecke zum Anschlusstreffer ein, (34‘) wenig später verwandelte Polikov einen Foulelfmeter sicher zum 2:2-Halbzeitstand (38‘).

Zur zweiten Halbzeit brachten die Gäste aus Oberhausen gleich vier frische Kräfte ins Spiel. Auf Seiten des VfL kam mit Bryan Henning nur ein Akteur neu in die Partie. Für ihn durfte Yigit Karademir in der warmen Kabine bleiben. Nach dem Seitenwechsel fand der VfL schnell wieder Zugriff auf das Spiel. Bereits in der 49. Minute brachte Kehl die Lila-Weißen per Kopf nach einer Flanke von Bryan Henning erneut in Führung (49‘). Nur wenige Minuten später legte Henning dann selbst als Torschütze nach. Nach einem Tempovorstoß von Tony Lesueur über die linke Seite, ließ Lars Kehl erst für Luca Kröger durch, der wiederum eben jenen Henning bediente.  Im Strafraum schloss dieser präzise ins lange Eck zum 4:2 ab (57‘).

In der Schlussphase kontrollierte der VfL das Geschehen und setzte defensiv wie offensiv die entscheidenden Akzente. Kurz vor dem Abpfiff sorgte Niklas Wiemann für den Schlusspunkt. Nach einer Ecke von Kevin Schumacher stieg der Innenverteidiger am zweiten Pfosten am höchsten und köpfte zum 5:2-Endstand ein (90‘).

Der Treffer des Innenverteidigers markierte letztendlich auch den Schlusspunkt des Testspiels. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und fünf Treffern entschied der VfL das Duell mit Rot-Weiß Oberhausen am Ende deutlich für sich. Auch Cheftrainer Timo Schultz war nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, auch wenn er mit den zwei Gegentoren haderte: „Ich kann mich noch an Spiele gegen Regionalligisten in der Sommervorbereitung erinnern, da sieht man schon, dass wir als Mannschaft uns entwickelt haben und deutlich besser und stabiler geworden sind. Die zwei Gegentore ärgern mich, das eine war in Unterzahl nach einer Ecke, das andere war ein unnötiger Elfmeter.“

Bereits morgen darf sich der 48-Jährige dann auf das zweite Testspiel an diesem Wochenende freuen. Dann wird der FC Schalke 04 im Stadion an der Bremer Brücke zu Gast sein (Anpfiff: 14:00 Uhr). Gegen die defensivstarken Königsblauen wollen die Lila-Weißen dann erneut ein Erfolgserlebnis einfahren.

 

Tore:
1:0 (Riesselmann 8‘), 2:0 (Wiethaup 15‘), 2:1 (Niemeyer 34‘), 2:2 (FE Polikov 38‘), 3:2 (Kehl 49‘), 4:2 (Henning 57‘), 5:2 (Wiemann 90‘)

 

Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Remberg – Schumacher, Wiemann, Touray, Karademir (Henning 46‘), Lesueur (Alexandre 76‘) – Tesche, Wiethaup, Kehl (Kopacz 76‘) – Riesselmann, Ihorst (Kröger 37‘)

SC Rot-Weiß Oberhausen:
Kratzsch – Demirarslan, Mühling, Stoppelkamp, Klaß, Hong, Nyuydine, El Amrani, Poliakov, Aourir, Niemeyer


Text: Jendrik Greiwe
Foto: Jonas Jürgens