Der VfL Osnabrück setzt bei seinen Heimspielen an der Bremer Brücke künftig das Awareness-Konzept „TEAMPLAYER“ um. Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam mit dem Fanprojekt Osnabrück und dem Gleichstellungsbüro der Stadt Osnabrück. Ziel ist es, die seit jeher besondere Gemeinschaft an der Bremer Brücke und die Aufmerksamkeit füreinander weiter zu stärken, die Kultur des Hinsehens und des Miteinanders weiter zu fördern und allen Stadionbesucherinnen und -besuchern niedrigschwellige Unterstützung anzubieten, wenn diese benötigt wird. Interessierte Personen können sich ab sofort für das Awareness-Team bewerben.
„TEAMPLAYER“ steht für einen achtsamen, respektvollen und solidarischen Umgang miteinander. Der VfL Osnabrück positioniert sich damit klar gegen jede Form von Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit, Gewalt und grenzüberschreitendem Verhalten. Die Bremer Brücke lebt von Nähe, Emotionen und Zusammenhalt. Genau dieser Zusammenhalt soll durch das Awareness-Konzept weiter sichtbar gemacht und gestärkt werden.
Kern des Konzepts ist ein geschultes Awareness-Team, das an Heimspieltagen als zusätzliche Ansprechstruktur im Stadion eingesetzt wird. Die Mitglieder des Teams sind Erstkontaktpersonen für Menschen, die diskriminierendes, übergriffiges oder belästigendes Verhalten erleben oder beobachten. Sie hören zu, unterstützen parteilich im Sinne der betroffenen Person und helfen dabei, weitere Schritte zu klären – etwa die Kontaktaufnahme zu vertrauten Personen, die Begleitung an einen ruhigeren Ort oder die Vermittlung an Fachberatungsstellen.
Das Awareness-Team ersetzt dabei weder Ordnungsdienst noch Sanitätsdienst oder Polizei, sondern ergänzt die bestehenden Strukturen an der Bremer Brücke um eine betroffenenzentrierte Unterstützung. Alle weiteren Schritte erfolgen grundsätzlich in Absprache mit der betroffenen Person. Vertraulichkeit hat dabei oberste Priorität.
Um Hilfe möglichst niedrigschwellig und unauffällig anfordern zu können, wird in Anlehnung an den Konzeptnamen der Code „Ich brauche einen Teamplayer“ eingeführt. Wer diesen Code am Spieltag gegenüber Mitarbeitenden des Ordnungsdienstes, des Caterings, des Sanitätsdienstes oder direkt gegenüber dem Awareness-Team nutzt, signalisiert damit, dass Unterstützung benötigt wird. Zusätzlich wird es im Stadion sichtbare Hinweise geben, die über das Konzept und die Kontaktmöglichkeiten informieren.
Für die Umsetzung von „TEAMPLAYER“ sucht der VfL Osnabrück ab sofort engagierte Volunteers, die Teil des ehrenamtlichen Awareness-Teams werden möchten. Interessierte sollten die gemeinsame Haltung gegen Diskriminierung und grenzüberschreitendes Verhalten teilen, empathisch und zuverlässig sein, Zeit für den Einsatz an Heimspiel-Wochenenden haben und Bereitschaft mitbringen, sich im Rahmen eines Schulungskonzepts auf die Aufgabe vorzubereiten. Vor dem ersten Einsatz erhalten alle Mitglieder des Awareness-Teams außerdem ein verpflichtendes zielgerichtetes Onboarding inklusive Vorstellung des Konzepts und eine Stadionbegehung.
Das Awareness-Konzept versteht sich als dynamisches Projekt, das in der Praxis stetig weiterentwickelt und regelmäßig ausgewertet wird. Feedback, Erfahrungen und Impulse aus dem Stadionumfeld sollen dabei helfen, „TEAMPLAYER“ nachhaltig an der Bremer Brücke zu verankern.
Wer sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit im Awareness-Team interessiert, kann sich ab sofort über per Online-Formular bewerben. Rückfragen zum Konzept und zur Mitarbeit im Awareness-Team können per E-Mail an awareness@vfl.de gerichtet werden. Organisatorisch verankert ist die Awareness-Arbeit beim VfL Osnabrück im Bereich Fans & CSR und wird aktiv durch die Fanbetreuung koordiniert. Weitere Informationen zum Awareness-Konzept „TEAMPLAYER“ unter www.vfl.de/awareness.
