Am Sonntag gastiert der Hamburger SV an der Bremer Brücke (Anpfiff: 15:30 Uhr). Für Defensivspezialist Moritz Heyer und Co-Trainer Merlin Polzin ist es die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Der gebürtige Hamburger Polzin arbeitete mehr als drei Jahre im Nachwuchsleistungszentrum des VfL, ehe er im Oktober 2017 als Co-Trainer gemeinsam mit seinem langjährigen Vertrauten Daniel Thioune die Leitung der Profi-Mannschaft übernahm. Polzin blieb viel im Hintergrund, war erster Ansprechpartner von Cheftrainer Thioune und hatte gewichtigen Anteil an der erfolgreichen sportlichen Entwicklung der Lila-Weißen.

Nach Sicherung des Klassenerhalts 2018 folgte der sensationelle Aufstieg 2019 und der Klassenerhalt in der Folgesaison. Im Sommer 2020 wechselte das Erfolgsduo vor zum Hamburger SV. Trotz der Freistellung von Daniel Thioune als Cheftrainer in Hamburg vor acht Tagen blieb Merlin Polzin Co-Trainer des neuen HSV-Coaches Horst Hrubesch.

Merlin Polzin, damals noch als Co-Trainer des VfL Osnabrück.

Auch Moritz Heyer ging im Sommer den Weg von Osnabrück nach Hamburg, absolvierte davor allerdings noch ein Spiel für den VfL in der aktuellen Saison. Beim 1:0-Pokalerfolg in Todesfelde stand Heyer in der Startformation und half mit, den Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde perfekt zu machen.

Nach seinem Wechsel an die Elbe absolvierte Heyer 30 Spiele für die „Rothosen“, hat 91 Prozent der möglichen Spielminuten absolviert und weist drei Scorerpunkte auf (zwei Tore, ein Assist). Der gebürtige Ostercappelner, der bereits im Nachwuchsleistungszentrum das Trikot der Lila-Weißen trug und nach seinen Stationen bei den Sportfreunden Lotte und dem Halleschen FC 2019 zum VfL zurückkehrte, stand beim vorerst letzten Montagabendspiel der 2. Bundesliga gestern auf dem Rasen und feierte mit seiner Mannschaft einen 5:2-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg.

Der VfL freut sich auf die Rückkehrer von Merlin Polzin und Moritz Heyer am Sonntag, hat allerdings keine Gastgeschenke in Form von Punkten zu vergeben. Die brauchen die Lila-Weißen dringend selbst, um weiterhin die Chance auf den Klassenverbleib zu wahren.

Moritz Heyer im letzten Einsatz für den VfL gegen den SV Todesfelde.


Text: Malik Scherz

Fotos: osnapix