1. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
58'
Ouahim
1:0
1
:
3
1. FC Heidenheim
74'
Griesbeck
1:1
89'
Leipertz
1:2
90'
Otto
1:3
Sa. 27.07.2019 Anstoß: 15:30 Uhr | Schiedsrichter: Sascha Stegemann
Zuschauer: unbekannt

match-center

Endlich wieder 2. Liga – Saisonpremiere gegen Heidenheim

Acht lange Jahre haben die Lila-Weißen auf diesen Tag gewartet! Am kommenden Samstag ist es nun endlich soweit: An der Bremer Brücke wird wieder Zweitligafußball gespielt. Gegner zum Saisonauftakt ist um 15.30 Uhr der 1. FC Heidenheim. Die Baden-Württemberger, denen 2014 mit RB Leipzig der Sprung ins Fußball-Unterhaus gelang, gehen bereits in ihre sechste Zweitliga-Spielzeit. Dreimal belegten sie einen einstelligen Tabellenplatz, zuletzt fehlten gerade einmal zwei Punkte zum Relegationsrang.

Folgerichtig gehört der FCH auch 2019/20 zum erweiterten Favoritenkreis. Zumindest aus schwäbischer Perspektive. So nahm die „Stuttgarter Zeitung“ den Klub in den elitären Kreis der Aufstiegskonkurrenten des VfB auf – neben Nürnberg, Hamburg und Hannover …

Tatsächlich konnte das erfolgreiche Team der vergangenen Spielzeit weitestgehend zusammengehalten werden. Der Verlust von Offensivmann Nikola Dovedan, der zuletzt acht Tore erzielte, sechs weitere vorbereitete und künftig den Dress des 1. FC Nürnberg trägt, dürfte allerdings schwer wiegen. Und auch Mittelfeldmann Robert Andrich (4 Tore, 3 Assists), der Union Berlin in die Bundesliga folgte, wird eine Lücke hinterlassen.

Schließen könnte sie neben Kolja Pusch, der an Admira Wacker ausgeliehen war, möglicherweise U20-Nationalspieler David Otto. Der 1,85 m große Mittelstürmer bestritt für die TSG Hoffenheim bereits drei Bundesliga-Einsätze und soll nun in Heidenheim weitere Erfahrungen sammeln. 2017/18 gelangen ihm in 22 A-Junioren-Spielen für die TSG sagenhafte 27 Treffer und 14 Torvorbereitungen.

Drei Bundesliga-Spiele kann auch Jonas Föhrenbach vorweisen. Der Linksverteidiger war zuletzt an Karlsruhe und Regensburg ausgeliehen und verlässt seinen Stammverein SC Freiburg nun endgültig. Dritter Neuzugang mit drei Bundesligaeinsätzen, diesmal für Werder Bremen, ist Oliver Hüsing. Den Innenverteidiger zog es nach zwei Jahren bei Hansa Rostock von der Ostsee an die Brenz.

Neben Heidenheims Urgestein Marc Schnatterer, der mittlerweile 393 Pflichtspiele für den FCH absolviert hat, und dem seit 2007 amtierenden Cheftrainer Frank Schmidt können sich die Fans auch auf ein Wiedersehen mit Timo Beermann freuen. Der in Ostercappeln geborene Innenverteidiger spielte für mehrere Nachwuchsmannschaft, aber auch für das damalige Drittliga-Team des VfL Osnabrück, ehe er 2014 einen Vertrag beim 1. FC Heidenheim unterschrieb.

Lila-Weiß gegen Blau-Rot-Weiß

Die Matchbilanz beider Vereine umfasst acht Drittliga-Spiele, von denen der VfL vier gewinnen konnte. Der FCH ging nur zweimal als Sieger vom Platz. Noch mehr statistischen Rückenwind gibt es durch die Heimbilanz: An der Bremer Brücke konnte Heidenheim noch nie gewinnen. Beim letzten VfL-Sieg am 3. Mai 2014 erzielte Alexander Dercho das Tor des Tages.

Spieltag: 27.07.2019, 15.30 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #VFLFCH
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VfL Osnabrück
Spielaufstellung
1
Nils Körber
 TW
4
Lukas Gugganig
6
Moritz Heyer
8
Ulrich Taffertshofer
10
Anas Ouahim
14
Etienne Amenyido
17
Adam Susac
19
Kevin Wolze
23
David Blacha
27
Felix Agu
30
Benjamin Girth
 
Ersatzbank
22
Philipp Kühn
 ETW
2
Manuel Farrona Pulido
9
Marcos Alvarez
16
Thomas Konrad
20
Marc Heider
25
Sven Köhler
26
Sebastian Klaas
28
Kevin Friesenbichler
31
Niklas Uwe Schmidt
1. FC Heidenheim
Spielaufstellung
22
Vitus Eicher
 TW
2
Marnon Busch
6
Patrick Mainka
7
Marc Schnatterer
11
Denis Thomalla
18
Sebastian Griesbeck
23
Merveille Biankadi
30
Norman Theuerkauf
32
Patrick Schmidt
33
Timo Beermann
36
Niklas Dorsch
 
Ersatzbank
40
Diant Ramaj
 ETW
5
Oliver Hüsing
13
Robert Leipertz
16
Kevin Simone Sessa
19
Jonas Föhrenbach
26
David Otto
27
Kolja Pusch
28
Arne Feick
29
Robert Strauß

Galerie: VfL – 1. FC Heidenheim

Am Ende nicht belohnt

Die Freude bei der Rückkehr auf die Fußballbühne der 2. Bundesliga war Spielern und Publikum gleichermaßen anzumerken. Dennoch wurde einer über den Großteil des Spiels couragierte Leistung nicht belohnt. Trotz Führung gewann der 1. FC Heidenheim am Ende mit 1:3.

Die Temperaturen im Glutofen Bremer Brücke trotzte der VfL und legte los wie die Feuerwehr. Zwei scharfe Hereingaben von Anas Ouahim und Kebin Wolze hätten die frühe Osnabrücker Führung bedeuten können, beide Male rettete ein Heidenheimer Bein in letzter Sekunde. Die Gäste wurden im ersten Spielabschnitt nur in einer Situation gefährlich. Timo Beermann, der beim VfL Osnabrück den Sprung aus dem Leistungszentrum in den Profifußball schaffte, kam nach einer Ecke zum Kopfball.

Getragen von überragend unterstützenden 12.909 Zuschauern erhöhten die Lila-Weißen im zweiten Durchgang zunehmend den Druck und gingen in der 58. Minuten verdient in Führung. Felix Agu fand nach sehenswerter Einzelleistung und Maßflanke Anas Ouahim am zweiten Pfosten – das 1:0.

Im Anschluss verpasste es der VfL, den zweiten Treffer nachzulegen – der möglich gewesen wäre. Stattdessen kamen die Gäste zum Ausgleich. Nach zwei aufeinanderfolgenden Flanken landete der Ball im Rückraum bei Sebastian Griesbeck, der per abgefälschtem Volley traf. Acht Minuten vor dem Ende sah Kevin Wolze nach einem Foul im Mittelkreis die Gelb-Rote Karte. In Unterzahl kassierten die Osnabrücker in den Schlussminuten das 1:2 nach Bilderbuchflanke von Beermann auf den Kopf von Robert Leipertz und das 1:3 als der VfL komplett öffnete und David Otto einen Konter abschloss.

Auch wenn die Niederlage bitter ist und der VfL gegen die brutale Effizienz des Vorjahresfünften ein wenig Lehrgeld zahlte, die Leistung stimmt. Dies honorierten die Zuschauer von allen Tribünen nach Schlusspfiff im Chor: „Wir sind die Osnabrücker. Wir sind immer da.“ Das gilt auch für das erste Auswärtsspiel der Saison am kommenden Freitag um 18.30 Uhr beim SV Sandhausen.