20. Spieltag

Auswärtsspiel
SV Darmstadt 98
35'
Dursun
1:0
83'
Platte
2:2
2
:
2
VfL Osnabrück
42'
Alvarez
1:1
77'
Girth
1:2
So. 02.02.2020 Anstoß: 13:30 Uhr | Schiedsrichter: Lasse Koslowski

match-center

Nächste Station: Böllenfalltor

Am Sonntag steht für den VfL das erste Auswärtsspiel des neuen Jahres an. Im Merck-Stadion am Darmstädter Böllenfalltor wird um 13.30 Uhr die Neuauflage eines traditionsreichen Duells angepfiffen. Seit 1982 gab es 25 Ligaspiele zwischen Blau- und Lila-Weißen.

Mit dem furiosen 4:0 im Hinspiel feierte der VfL den ersten Zweitliga-Heimsieg seit dem 20. Februar 2011 (3:1 gegen Oberhausen). Die „Lilien“ konnten auch in den sechs folgenden Partien keinen Dreier einfahren, gewannen dann aber am Millerntor und gegen Aue, siegten später noch in Hannover und trotzten sowohl Stuttgart als auch dem HSV ein Remis ab.

Remiskönige und Rückkehrer

A propos Remis: Vor der Winterpause endete jede zweite Partie mit Darmstädter Beteiligung unentschieden, im Trainingslager fanden zwei Testspiele keinen Sieger (2:2 gegen FC Lausanne-Sport, 0:0 gegen Gaz Metan Medias) und am vergangenen Mittwoch trennte man sich 1:1 von Holstein Kiel. Allzu oft fehlte es den Darmstädtern an Durchschlagskraft in der Offensive – weniger als 21 Treffer erzielte bislang nur Schlusslicht Dynamo Dresden.
2020 soll das Runde aber wieder öfter im Eckigen landen, so wie beim allerersten Test, den die „Lilien“ gegen Saarbrücken mit 3:0 gewannen.
Einen entscheidenden Beitrag erhofft sich der Cheftrainer von der Rückkehr der Langzeitverletzten Braydon Manu und Felix Platte. „Wir haben dadurch wieder Qualität hinzugewonnen und der Konkurrenzkampf wurde gerade in der Offensive mächtig angeheizt“, ließ Dimitrios Grammozis wissen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei auch in der näheren Zukunft Darmstadts erfolgsreichster Stürmer Serdar Dursun (8 Tore). Der 28-Jährige würde gern für die Türkei bei der Europameisterschaft spielen und hat offenbar das Interesse von mehreren Vereinen auf sich gezogen. Man habe ja schon die gesamte Süper Lig durch, kommentierte Grammozis lakonisch, schloss einen Wechsel in dieser Transferperiode aber kategorisch aus.
Auf Innenverteidiger Mathias Wittek (Kreuzbandriss) wird der Coach dagegen noch mehrere Monate verzichten müssen. Ihn soll der von Union Berlin ausgeliehene Nicolai Rapp ersetzen, der in Kiel allerdings auf der Bank saß.

Taktisches

Arminia Bielefeld, VfB Stuttgart, Hamburger SV – die letzten drei Heimspiele der „Lilien“ hatten es in sich, doch Dimitrios Grammozis macht taktische Überlegungen nicht zwingend vom Gegner abhängig.
Vor der Winterpause trat sein Team fast durchgängig im 4-3-2-1-System auf, auch beim jüngsten Gastspiel an der Kieler Förde.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß

In der 2. und 3. Liga gab es seit 1982 insgesamt 25 Begegnungen zwischen Osnabrück und Darmstadt. Während der VfL neunmal als Sieger vom Platz ging, hatten die „Lilien“ in acht Fällen die Nase vorn. Acht Partien endeten unentschieden, aber nur eine einzige torlos.

Spieltag: 02.02.2020, 13.30 Uhr, Merck-Stadion am Böllenfalltor
Spieltags-Hashtag: #D98OSN
Gegner-Homepage: www.sv98.de

SV Darmstadt 98
Spielaufstellung
1
Marcel Schuhen
 TW
4
Gudlaugur Victor Pálsson
6
Marvin Mehlem
11
Tobias Kempe
19
Serdar Dursun
21
Immanuel Höhn
25
Yannick Stark
27
Tim Skarke
32
Fabian Holland
35
Dario Dumic
37
Patrick Herrmann
 
Ersatzbank
13
Carl Klaus
 ETW
3
Sebastian Hertner
7
Felix Platte
8
Fabian Schnellhardt
14
Seungho Paik
18
Mathias Honsak
20
Marcel Heller
23
Nicolai Rapp
40
Erich Berko
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
1
Nils Körber
 TW
6
Moritz Heyer
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
9
Marcos Alvarez
10
Anas Ouahim
13
Joost Maurits van Aken
23
David Blacha
27
Felix Agu
30
Benjamin Girth
31
Niklas Uwe Schmidt
 
Ersatzbank
32
David Buchholz
 ETW
4
Lukas Gugganig
5
Konstantin Engel
11
Assan Ceesay
18
Maurice Trapp
19
Kevin Wolze
20
Marc Heider
25
Sven Köhler
29
Bryan Henning

Zu diesem Spiel ist derzeit leider noch keine Bildergalerie verfügbar.

VfL erkämpft Punkt in Unterzahl

Der VfL Osnabrück holt am Darmstädter Böllenfalltor den ersten Punkt des Jahres 2020. Nach der gelb-roten Karte für Blacha zeigten die verblieben Lila-Weißen eine starke Leistung, gingen sogar in Führung und trennten sich am Ende 2:2 von den „Lilien“.

Nach dem Heimspiel gegen Sandhausen nahm VfL-Coach Daniel Thioune drei Änderungen in seiner Startelf vor. Körber, Taffertshofer und Girth liefen für Kühn, Trapp und Henning auf.
Kollege Grammozis beließ es nach dem Remis in Kiel bei einem einzigen Wechsel: Yannick Stark durfte für Seung-Ho Paik ran.

Neunte Saisontore

Vor 14.829 Zuschauern war noch keine Minute gespielt, da versuchte es Marcos Alvarez bereits mit einem schönen Distanzschuss aus rund 25 Metern – „Lilien“-Keeper Marcel Schuhen konnte das Spielgerät aber noch um den linken Pfosten lenken. Auch in der Folgezeit zeigten die Lila-Weißen schnelle Offensivaktionen, die aussichtsreichste lief über Agu, Girth und Ouahim, fand aber nicht den Weg über die Darmstädter Torlinie (11.). Die beste Chance auf der Gegenseite hatte Tobias Kempe, der aus kurzer Distanz über die Querlatte zielte (13.).

Mitte der ersten Halbzeit erhöhten die Gastgeber die Schlagzahl, die Lila-Weißen gerieten nun immer stärker unter Druck. In der 35. Minute standen sich Taffertshofer und van Aken im Weg, Palsson steckte auf Dursun durch, der sich die Chance auf seinen neunten Saisontreffer nicht entgehen ließ.

Doch der VfL schlug nur sieben Minuten später zurück. Der Ex-Osnabrücker Patrick Herrmann brachte Felix Agu im Strafraum zu Fall, Marcos Alvarez verwandelte den fälligen Strafstoß und markierte ebenfalls seinen neunten Treffer in der laufenden Spielzeit.

Wieder in Unterzahl

Nach dem Seitenwechsel legte Darmstadt erneut den Vorwärtsgang ein. Dem VfL gelang es aber nach und nach, das Spiel zu beruhigen und wieder in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Joost van Aken hatte den Führungstreffer buchstäblich auf dem Kopf, traf nach Ecke von Schmidt aber nur die Latte des Darmstädter Tores (62.)
Als David Blacha nur zwei Minuten später die gelb-rote Karte sah, drehte sich das Spiel wieder. Darmstadt zog ein Powerplay auf, doch der VfL hielt geschickt dagegen. Mehr noch: In der 77. Minute landete ein cleverer Spielzug über Schmidt und Heider halbhoch bei Benjamin Girth, der mit der Brust zum 2:1 traf!
Doch die Führung war nicht von langer Dauer. Der eingewechselte Felix Platte nutzte eine unübersichtliche Situation im Osnabrücker Strafraum – der starke Nils Körber hatte gegen den abgefälschten Ball keine Abwehrchance.

Am Ende blieb es beim 2:2 unentschieden, der VfL freut sich nun auf den Besuch des 1. FC Nürnberg, der am kommenden Samstag um 13.00 Uhr an der Bremer Brücke gastiert.