22. Spieltag

Auswärtsspiel
Karlsruher SC
45'
Hofmann
1:0
1
:
1
VfL Osnabrück
90'
Alvarez
1:1
So. 16.02.2020 Anstoß: 13:30 Uhr | Schiedsrichter: Florian Badstübner

match-center

Aufsteiger-Duell im Wildpark

Beiden Vereinen gelang im Mai 2019 der Sprung ins Fußball-Unterhaus, nun steht für den VfL Osnabrück und den Karlsruher SC ein richtungsweisendes Duell an: Am Sonntag um 13.30 Uhr treffen sich Blau- und Lila-Weiße im Karlsruher Wildparkstadion.

Nach fünf Liga-Niederlagen in Folge und dem Aus im DFB-Pokal beim Regionalligisten Saarbrücken müssen die Gastgeber unbedingt punkten. Doch auch der VfL wartet seit vier Zweitliga-Partien auf einen Dreier und möchte unbedingt den ersten Sieg im Jahr 2020 einfahren. Das letzte Duell der beiden Traditionsvereine war vergleichsweise einseitig: Am 1. September 2019 fuhren die Schützlinge von Daniel Thioune an der Bremer Brücke einen souveränen 3:0-Sieg ein.

Der „richtige“ Abstiegskampf

Nach 103 Spielen in Diensten des Karlsruher SC wurde Cheftrainer Alois Schwartz Anfang Februar beurlaubt. Der Schritt kam für viele Beobachter überraschend, denn nach dem 20. Spieltag trennte die Badener nur ein einziger Zähler vom rettenden Ufer. Allerdings war das 0:2 gegen die Störche bereits die vierte Niederlage in Folge.
Schwartz´ Nachfolger Christian Eichner, der selbst knapp 250 Partien für die erste und zweite Mannschaft des KSC absolvierte, konnte das Ruder bislang noch nicht herumreißen. Sein Debüt im DFB-Pokal verdarb der Regionalligist Saarbrücken, der sich im Elfmeterschießen mit 5:3 durchsetzte. Drei Tage später verlor Eichners Team beim favorisierten Hamburger SV mit 0:2.
Der neue Trainer will sich trotz der Negativserie, die nun schon seit Mitte Dezember andauert, nicht nervös machen lassen. „Im richtigen Abstiegskampf sind wir noch nicht. Der kommt im März, April, wenn es dann richtig unruhig wird“, zitiert der „kicker“ den einstigen Abwehrstrategen.

Neue Spieler

Schon vor dem Start in den zweiten Saisonteil trafen die Karlsruher einige weitreichende Personalentscheidungen. Mit Babacar Gueye (Paderborn), Änis Ben-Hatira (zuletzt vereinslos) und Jerome Gondorf (Freiburg) wurden drei namhafte Akteure bis Saisonende – im Falle Gueyes sogar bis 2021 – zum Wildpark gelotst.
Aufstiegsheld Marvin Pourié, der 2018/19 stolze 22 Tore erzielt hatte, kam in der neuen Liga allerdings nicht zurecht und wechselte vorerst nach Braunschweig. Derweil fand Saliou Sané in Würzburg einen neuen Arbeitgeber.

Taktisches

Aus einer Partie im DFB-Pokal und einem Gastspiel beim HSV kann man noch nicht auf ein System Eichner schließen. Denkbar wäre aber, dass der KSC am Sonntag in einer 4-4-2-Formation aufläuft. Ganz vorne dürfte der torgefährlichste Karlsruher gesetzt sein: Philipp Hofmann erzielte bereits zehn Treffer und bereitete vier weitere vor. Er war damit an knapp der Hälfte aller KSC-Treffer (29) unmittelbar beteiligt.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß

Seit der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga im Sommer 1969 gab es 24 Begegnungen zwischen VfL und KSC. Die Bilanz ist absolut ausgeglichen. Beide Vereine gewannen je acht Partien, acht weitere endeten unentschieden.

Spieltag: 16.02.2020, 13.30 Uhr, Wildparkstadion
Spieltags-Hashtag: #KSCOSN
Gegner-Homepage: www.ksc.de

Karlsruher SC
Spielaufstellung
1
Benjamin Uphoff
 TW
2
Burak Camoglu
3
Daniel Gordon
5
David Pisot
7
Marc Lorenz
8
Manuel Stiefler
10
Marvin Wanitzek
23
Dirk Carlson
24
Babacar Gueye
26
Jerôme Gondorf
33
Philipp Hofmann
 
Ersatzbank
35
Marius Gersbeck
 ETW
4
Lukas Fröde
11
Martin Röser
19
Dominik Kother
20
Alexander Groiß
22
Christoph Kobald
27
Lukas Grozurek
30
Anton Fink
32
Änis Ben-Hatira
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
6
Moritz Heyer
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
11
Assan Ceesay
13
Joost Maurits van Aken
20
Marc Heider
23
David Blacha
27
Felix Agu
31
Niklas Uwe Schmidt
 
Ersatzbank
32
David Buchholz
 ETW
2
Manuel Farrona Pulido
5
Konstantin Engel
9
Marcos Alvarez
18
Maurice Trapp
19
Kevin Wolze
25
Sven Köhler
29
Bryan Henning
30
Benjamin Girth

Zu diesem Spiel ist derzeit leider noch keine Bildergalerie verfügbar.

Punktgewinn im Nervenkrimi

Hochspannung im Karlsruher Wildpark! Einmal mehr musste der VfL über eine Halbzeit lang mit zehn Mann spielen, lag 0:1 zurück, traf nach starker Leistung im 2. Durchgang aber noch zum verdienten Ausgleich.

Nach dem 0:1 gegen Nürnberg nahm VfL-Trainer Daniel Thioune gleich fünf Veränderungen in seiner Startelf vor. Für den verletzten Körber rückte wieder Kühn auf den Platz zwischen den Pfosten. Ceesay kam anstelle von Girth zu seinem Startelfdebüt. Schließlich durften Heider, Agu und Blacha für Wolze, Alvarez und Ouahim auflaufen.
KSC-Coach Christian Eichner wechselte nach der Niederlage beim HSV nur zweimal. Gordon und Gueye kamen für Kobald und Groiß zum Einsatz.

Wieder in Unterzahl, Kühn pariert Elfmeter, Hofmann trifft in der Nachspielzeit

Beide Teams starteten abwartend in die wichtige Partie, bis sich Bashkim Ajdini ein Herz fasste und aus gut 20 Metern abzog. KSC-Keeper Benjamin Uphoff musste sich strecken, bugsierte das Spielgerät dann aber über die Querlatte (16.).
Der VfL präsentierte sich insgesamt aufmerksam und zweikampfstark, geriet aber trotzdem in arge Bedrängnis. Nach einem Eckball der Gastgeber traf Assan Ceesay Dirk Carlson aus der Drehung am Kopf. Der Karlsruher musste verletzt ausgewechselt werden, der Osnabrücker sah die rote Karte. Marvin Wanitzek traf zum Strafstoß an, doch Phillip Kühn bewies einmal mehr seine Reaktionsschnelligkeit und hielt die Lila-Weißen im Spiel (34.).
Der Druck der Badener wurde nun allerdings immer stärker und bescherte dem Team von Christian Eichner in der letzten Minute der Nachspielzeit dann doch das 1:0. Karlsruhes auffälligster Akteur Philipp Hofmann behielt im Strafraumgewühl den Überblick und ließ Kühn bei seinem 11. Saisontreffer keine Abwehrchance.

VfL kommt zurück und macht es spannend

Mit zehn Mann hielt der VfL auch in Durchgang 2 engagiert dagegen und kam mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie. Ein Treffer von Marc Heider wurde nach Videobeweis wegen Abseitsstellung nicht anerkannt (62.). Wenig später rauschte Niklas Schmidt nur Zentimeter an einer klasse Flanke von Moritz Heyer vorbei (69.) und dann scheiterte Heyer selbst mit einem Drehschuss aus vier Metern an dem stark parierenden Uphoff (89.).
In der 2. Minute der Nachspielzeit kam der VfL dann endlich zum hochverdienten Ausgleich: Der eingewechselte Girth machte den Weg frei für den eingewechselten Alvarez – und der traf mit voller Wucht zum 1:1 unentschieden.

Freitagabend gegen Aue

Nach Karlsruhe ist vor Aue. Am Freitagabend kommen die lila-weißen Sachsen zum Fluchtlicht-Duell an die Bremer Brücke (Anstoß: 18.30 Uhr).