3. Spieltag

Auswärtsspiel
VfL Bochum 1848
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:
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VfL Osnabrück
Fr. 02.10.2020 Anstoß: 18:30 Uhr | Schiedsrichter: Alexander Sather

match-center

Ruhrpott, Freitag, Achtzehndreißig

Das dritte Spiel der neuen Saison führt den VfL aus Osnabrück zum Namensvetter nach Bochum. Das Duell der Blau- und Lila-Weißen wird um 18.30 Uhr im Vonovia-Ruhrstadion angepfiffen.

Am ersten Spieltag sah Bochum 85 Minuten lang wie der sichere Sieger aus. Doch dann drehte der FC St. Pauli noch einmal auf und egalisierte einen 0:2-Rückstand. Beim Karlsruher SC lief es am vergangenen Sonntag effektiver. Bochums Mittelstürmer, der auch in Osnabrück bestens bekannte Simon Zoller, erzielte mit einem sehenswerten Heber schon in der 14. Minute das Tor des Tages.
Vor dem Duell der Vereine für Leibesübungen haben also beide Kontrahenten vier Zähler auf dem Konto.

Was träumen Bochumer?

Nach einer starken Rückrunde, die Bochum auf Platz 6 abschloss, sind die Erwartungen im Umfeld wieder gestiegen. Schließlich ist die laufende Spielzeit bereits die elfte, welche die ehemals „Unabsteigbaren“ im Fußball-Unterhaus verbringen. Thomas Reis bemühte sich deshalb schon in der Sommerpause, die sprichwörtliche Kirche im Dorf zu lassen. „Alle, die träumen wollen, dürfen dies selbstverständlich auch machen. Wir bleiben realistisch. Es ist noch viel zu früh, ein Saisonziel zu benennen“, erklärte der Trainer im „kicker“.
Die Aktivitäten auf dem Transfermarkt hielten sich folgerichtig in Grenzen, auch wenn die Verpflichtung des 94-fachen „Seria A“-Spielers Raman Chibsah für einiges Aufsehen sorgte. Beim Auswärtsspiel in Karlsruhe standen mit Gerrit Holtmann (Mainz 05) und dem bereits in der Rückrunde ausgeliehenen Vasilios Lampropoulos (Deportivo La Coruna) aber nur zwei „Neue“ in der Startelf.
Man kann also davon ausgehen, dass Reis auf Kontinuität setzt und in den kommenden Wochen gezielt Verstärkungen in sein gut funktionierendes System einbauen wird. Mit dem naheliegenden Ziel, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen …

Taktisches

Eine Viererkette mit Gamboa, Lampropoulos, Leitsch und Danilo Soares vor Manuel Riemann; dann Tesche und Kapitän Losilla; Robert Zulj als Zehner; Zoller und ein Ersatz für den gelb-rot-gesperrten Holtmann auf den Außenbahnen und Silvere Ganvoula in der Spitze – so könnte Bochums Aufstellung am Freitagabend aussehen.
Da das aber die dritte nahezu identische Startformation in Folge wäre, tun die Lila-Weißen sicher gut daran, die taktischen und personellen Alternativen, über die Thomas Reis verfügt, auch in Erwägung zu ziehen.
So bieten sich in der Offensive u.a. Routinier Danny Blum und der Serbe Milos Pantovic an, dem einst Pep Guardiola zum Profi-Debüt bei den Bayern verhalf. Auch Neuzugang Tarsis Bonga (Chemnitz) hofft nach zwei Einwechslungen auf weitere Einsatzzeiten.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß

Osnabrück gegen Bochum, das ist eine Partie mit Seltenheitswert. Nur viermal trafen sich beide Vereine in einer Liga, keine einzige Partie konnten die Lila-Weißen bisher für sich entscheiden. In der letzten Saison entführten die Osnabrücker beim 1:1 aber immerhin einen Punkt aus dem Vonovia-Ruhrstadion.

Spieltag: 02.10.2020, 18.30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion
Spieltags-Hashtag: #BOCOSN
Gegner-Homepage: www.vfl-bochum.de

VfL Bochum 1848
Spielaufstellung
1
Manuel Riemann
 TW
2
Christian Esteban Gamboa Luna
3
Danilo Soares
8
Anthony Losilla
9
Simon Zoller
23
Robert Tesche
24
Vasileios-Konstantinos Lampropoulos
27
Milos Pantovic
29
Maxim Leitsch
32
Robert Zulj
35
Silvere Ganvoula Mboussy
 
Ersatzbank
25
Patrick Drewes
 ETW
7
Sebastian Maier
10
Thomas Eisfeld
13
Yussif Raman Chibsah
15
Soma Novothny
17
Danny Blum
19
Tarsis Bonga
26
Lars Holtkamp
37
Armel Bella Kotchap
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
9
Christian Santos
13
Ken Reichel
14
Etienne Amenyido
18
Maurice Trapp
25
Sven Köhler
29
Bryan Henning
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
5
Konstantin Engel
10
Niklas Uwe Schmidt
17
Adam Susac
19
Kevin Wolze
20
Marc Heider
27
Luc Ihorst
28
Tim Möller
30
Maurice Multhaup

Punktgewinn in Bochum

Vor 4.231 Zuschauern hat der VfL Osnabrück im Bochumer Vonovia-Ruhrstadion ein 0:0 erkämpft und bleibt damit ungeschlagen in der noch jungen Saison. Der VfL gestaltete das Spiel über weite Teile des Spiels mindestens ausgeglichen und überstand eine Druckphase der Bochumer schadlos. 

Mit zwei personellen Veränderungen in der Startelf schickte VfL-Cheftrainer Marco Grote seine Mannschaft in das Duell gegen den anderen VfL. Für den verletzten Sebastian Klaas begann Sven Köhler. Außerdem startete in der Innenverteidigung Lukas Gugganig für Timo Beermann, der bereits im Heimspiel gegen Hannover 96 verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Auf Bochumer Seite standen mit Manuel Riemann und Simon Zoller zwei ehemalige Osnabrücker in der Anfangsformation, mit Thomas Eisfeld saß ein weiterer zunächst auf der Bank – er wurde im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Die im gelben Optionsdress spielenden Lila-Weißen begannen forsch und setzten durch einen Schuss von Sven Köhler, den Keeper Riemann mit Mühe zur Ecke klären konnte, bereits in der 5. Minute eine erste Duftmarke. Um die 20. Minute hatten dann die Hausherren eine Vierfach-Chance: Pantovic und Zoller scheiterten an Philipp Kühn, Ganvoula am Pfosten und Pantovic zielte letztlich zu hoch. Letztgenannte hatten in der 26. Minute die Führung vor Augen, aber Ganvoula, der im vergangenen Spieljahr an 20 Treffern beteiligt war, rutschte am Querpass kurz vor der Torlinie am Pass von Pantovic vorbei.

Bochum gewann insgesamt im ersten Spielabschnitt die Oberhand im Spiel, der VfL Osnabrück hatte zwischenzeitlich große Mühe mit den spielstarken und temporeichen Gastgebern. Mit Maurice Multhaup für Sven Köhler starteten die Lila-Weißen in die zweiten 45 Minuten. Köhler, der eine Bochumer Vergangenheit hat, bekam in der ersten Halbzeit einen Schlag auf den Knöchel.

Der ereignisreichen ersten Hälfte hielt die zweite nicht mit. Der erste echte Höhepunkt war ein Abschluss von Anthony Losilla in der 70. Minute. Bis dahin erstickten die Niedersachsen die Versuche der Westfalen meist frühzeitig. Selbst hatten die Lila-Weißen durch den eingewechselten Marc Heider eine aussichtsreiche Kopfballgelegenheit. Sein Versuch landete aus Rückenlage am Außennetz. Ein weiterer Schlenzer von Maurice Multhaup sorgte kurze Zeit später für Gefahr.

Acht Minuten vor dem Ende sah Bashkim Ajdini die zweite Gelbe Karte von Schiedsrichter Alexander Sather, in der verbleibenden Spielzeit mussten die Osnabrücker folglich in Unterzahl agieren. Das verschaffte sowohl dem Publikum als auch der Bochumer Mannschaft neue Luft. Doch der VfL verteidigte das eigene Tor ohne größere Probleme und fährt am Ende verdient einen Punkt vor der Länderspielpause ein.