6. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
42'
Beermann
1:0
45'
Ajdini
2:0
2
:
1
SV Sandhausen
61'
Behrens
2:1
Sa. 31.10.2020 Anstoß: 13:00 Uhr | Schiedsrichter: Thorben Siewer

match-center

Sechster gegen Achter mit jeweils sieben Punkten

Nur drei Tage nach der Partie gegen Darmstadt 98 rollt der Ball weiter: Am Samstag um 13.00 Uhr wird das nächste Heimspiel an der Bremer Brücke angepfiffen. Zu Gast ist diesmal der SV Sandhausen.

Der Verein aus dem Rhein-Neckar-Kreis spielt bereits das neunte Jahr in Folge in der 2. Bundesliga. Für einen einstelligen Tabellenplatz reichte es am Ende nie, doch 2019/20 waren die Sandhäuser so dicht dran wie zuvor nur 2016/17. Nach 34 Spieltagen stand in beiden Fällen Platz 10 zu Buche.

Neuzugänge, Ex-VfLer und das Durchschnittsalter

Der SVS hat sich im Fußball-Unterhaus etabliert. Damit das so bleibt und vielleicht noch ein Stück nach oben geht, wurden im Sommer Spieler mit viel Erfahrung und/oder großem Potenzial verpflichtet. Neben Diego Contento (Fortuna Düsseldorf), Daniel Keita-Ruel (SpVgg Greuther Fürth), Nils Röseler (VVV Venlo) und Leihspieler Nikolas Nartey (VfB Stuttgart) unterschrieben der zuletzt vereinslose Alexander Esswein und Ex-VfLer Anas Ouahim einen Vertrag am Hardtwald.
Außer Ouahim haben im Sandhäuser Kader auch Erik Zenga und Gerrit Nauber eine lila-weiße Vergangenheit. Überhaupt stellen die Baden-Württemberger die erfahrenste Mannschaft der 2. Liga – wenn man sie nach Lebensjahren berechnet. Das Durchschnittsalter der SVS-Akteure liegt bei 28 Jahren, die Lila-Weißen folgen aber dicht dahinter mit 26,7 Jahren.

Zwei Wege zu sieben Punkten

Sowohl der VfL als auch der SVS haben sieben Zähler auf der Habenseite. Während die bis dato unbesiegten Lila-Weißen ihre Punkte durch vier Unentschieden und einen Sieg sammelten, ging Sandhausen zweimal als Verlierer vom Platz. Besiegte dafür aber Darmstadt und St. Pauli und fuhr gegen Paderborn einen Punkt ein.

Taktisches

Bei Taktikfuchs Uwe Koschinat ist zwischen einem 3-4-1-2-System, das auf ein 5-2-1-2 umgestellt wird, und klassischen Varianten à la 4-4-2 Vieles möglich. So gesehen zuletzt beim Sieg gegen St. Pauli, bei der Niederlage in Karlsruhe und beim Remis gegen Paderborn.
Keine leichte Aufgabe für gegnerische Trainer. Aber wer Daniel Keita-Ruel in den Griff bekommt, hat vielleicht nicht die schlechtesten Karten. Der ehemalige Fürther erzielte 3 der 5 Sandhäuser Tore – allerdings alle im ersten Spiel gegen Darmstadt 98.

Lila-Weiß gegen Schwarz-Weiß

Seit dem ersten Duell am 3. Oktober 2009 kam es zu überschaubaren sechs Begegnungen der beiden Vereine. Der VfL konnte die Hälfte für sich entscheiden, Sandhausen ging zweimal als Sieger vom Platz. Nur beim 0:0 am 25. November 2011 trennten sich Sandhausen und Osnabrück sowohl unentschieden als auch torlos.

Spieltag: 31.10.2020, 13.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNSVS

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
6
Ludovit Reis
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
13
Ken Reichel
14
Etienne Amenyido
18
Maurice Trapp
27
Luc Ihorst
29
Bryan Henning
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
4
Lukas Gugganig
5
Konstantin Engel
10
Niklas Uwe Schmidt
19
Kevin Wolze
20
Marc Heider
23
David Blacha
25
Sven Köhler
30
Maurice Multhaup
SV Sandhausen
Spielaufstellung
1
Martin Fraisl
 TW
2
Aleksandr Zhirov
3
Diego Contento
6
Denis Linsmayer
9
Daniel Keita-Ruel
16
Kevin Behrens
18
Dennis Diekmeier
19
Nikolas Terkelsen Nartey
23
Nils Röseler
27
Robin Scheu
37
Anas Ouahim
 
Ersatzbank
13
Rick Wulle
 ETW
5
Marlon Frey
7
Philip Türpitz
17
Erik Zenga
20
Emanuel Taffertshofer
21
Enrique Pena Zauner
22
Gerrit Nauber
24
Philipp Klingmann
29
Ivan Paurevic

Heimsieg gegen Sandhausen!

Am Samstagnachmittag empfing der VfL Osnabrück im dritten Spiel der englischen Woche den SV Sandhausen. Vor der Partie waren beide Teams mit 7 Zählern punktgleich, die Sandhäuser waren lediglich aufgrund des schlechteren Torverhältnisses einen Tabellenplatz schlechter platziert. Der VfL erkämpfte sich einen wichtigen 2:1 Heimsieg und kletterte in der Tabelle auf Platz 3!

Und es ging gleich gut los, beide Teams schenkten sich vom Anpfiff an nichts.
Gelb für Nathey in der 2. Minute. Er hatte Beermann mit dem Fuß am Kopf erwischt. Nach einer kurzen Behandlungpause konnte „Eule“ aber weiterspielen. Für Nathey war der Arbeitstag bereits in der 13. Minute beendet: Nach einem weiteren, unnötigen Foul an Bryan Henning im Mittelkreis zeigte Schiri Siewert ihm ultimativ an, dass er bei der nächsten Aktion das Feld verlassen müsse. Kurz darauf wechselte SVS-Trainer Koschinat ihn für Ex-VfL’er Erik Zenga aus.

In der Folge blieb die Partie eng und nickelig, die Sandhäuser waren der erwartet schwer zu bespielende, Gegner.
In der 23. Gelb für Reis, nachdem er Robin Scheu auf Höhe der Mittellinie seitlich gefoult hatte. Kurz darauf wechselte VfL-Cheftrainer Marco Grote ihn, wohl vorsichtshalber, aus. Für ihn kam David Blacha in die Partie.,
In der 35. Minute kam Ajdini über die rechte Seite Richtung SVS-Gehäuse gestürmt und zog aus rund 25 Metern ab, Sandhausens Keeper Fraisl musste zur Ecke klatschen lassen. Der Ball von Kerk wurde direkt zur zweiten Ecke von der anderen Spielfeldseite geklärt, aber auch die brachte nichts ein.

Und dann passierte es vor der Pause doch: Nach einem Einwurf von Reichel bekommt der Außenverteidiger die zweite Chance zur Flanke, die dann weit Richtung zweiten Pfosten segelt. Dort sind sich Fraisl, der erst einen Schritt aus dem Tor macht, und Contento, der sich duckt, uneinig – Beermann bedankt sich und köpft den Ball ins lange Eck.

Nur zwei Minuten später klingelte es erneut im SVS-Tor: Ajdini „vernatzt“ Contento erst im Mittelfeld und dann nochmal am rechten Sechzehner-Eck, von wo Bashi stark ins lange Eck schlenzt.

Zur Pause gab es bei beiden Teams keine Veränderungen und auch das Spiel lief so flott weiter, wie es in Halbzeit Eins geendet hatte.

Sandhausens Scheu sah in der 55. Minute nach einem taktischen Foul an Amenyido beim Schnellangriff der Osnabrücker die gelbe Karte. Den anschließenden Freistoß brachte der Gefoulte selbst auf den kurzen Pfosten, Fraisl musste zur Ecke klatschen lassen. Diese landete auf dem Kopf von Beermann, der allerdings knapp zu hoch.

In der 61. kommt der SVS zum Anschluss: Reichel verlor den Ball, nach einem mutmaßlichen Foul, im eigenen Angriff, Diekmeier stürmte die rechte Seite herunter und seine Flanke fand Behrens, der per Kopf trocken verwandelte.

In der 63. Minute musste Ex-VfL’er Anas Ouahim den Platz verlassen. Für ihn kam Philipp Türpitz in die Partie.
Doppelwechsel in der 65. dann auch beim VfL: Heider und Engel kamen für Kerk und Reichel.

In der 72. fast eine Kopie des Osnabrücker Führungstors, diesmal hatte sich allerdings „Pipo“ Kühn verschätzt – der Kopfball von Scheu landete glücklicherweise auf der Latte.

In der 78. Minute verließ Diego Contento bei Sandhausen das Feld, für ihn kam der Bruder des „Sheriffs“, Emanuel Taffertshofer.

Auch VfL-Cheftrainer Marco Grote zog kurz darauf die beiden letzten Wechseltrümpfe: Für Ihorst kam Multhaup und für Henning kam Gugganig.

Die Angriffe wogten in den Minuten danach hin und her, Amenyido hatte in der 87. allerdings die Entscheidung auf dem Fuß: In der Box hatte er sich durchkombiniert, seinen Flachschuss parierte Fraisl mit den Beinen.

Danach passierte nichts nennenswertes mehr, der VfL sicherte sich durch das starke 2:1 den 3. Tabellenplatz!!