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VS.
Sa. 05.07.2025 Anstoß: Uhr
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Rekordjagd zum Saisonabschluss: VfL gastiert bei Stuttgart II

Zum Abschluss der Saison trifft der VfL Osnabrück auf eine mit vielen Talenten gespickte Zweitvertretung des VfB Stuttgart. Nach einer herausragenden Saison wollen sich die Lila-Weißen im letzten Auswärtsspiel erfolgreich in die Sommerpause verabschieden. Der Vorbericht.

Der Gegner
Der VfB Stuttgart II blickt auf eine zufriedenstellende Spielzeit zurück. Mit aktuell 46 Punkten steht man auf dem 14. Tabellenplatz und war über die gesamte Saison hinweg nie wirklich in Abstiegsgefahr, auch wenn man in der Rückrunde einen Leistungsabfall bemerkte. Trainer Nico Willig, der seit dieser Saison im Amt ist, bekam einen jungen (Durchschnittsalter 22,2 Jahre) und talentierten (Marktwert von 17,93 Millionen Euro) Kader bereitgestellt und formte daraus eine besonders spielstarke Mannschaft. Mit einem Ballbesitzanteil von 54,2 Prozent und einer Passquote von 84,2 Prozent weist man jeweils den zweitbesten Wert der Liga auf. Einzig der SC Verl zeigte sich in dieser Saison noch dominanter. Aber auch in der Zweikampfführung hat der VfB seine Stärken. 51,6 Prozent der direkten Duelle entschieden die Schwaben für sich. Nur zwei Mannschaften weisen eine noch bessere Zweikampfbilanz auf. Unterbunden werden die Stuttgarter dagegen oft mit einem Foulspiel. Durchschnittlich 15-mal pro Spiel wird der VfB regelwidrig gestoppt. Besonders hart trifft es dabei Nicolas Sessa, der bereits 72-mal gefoult wurde und damit ligaweit den dritthöchsten Wert aufweist.

Dabei konnte man den 30-Jährigen nicht allzu oft am Torerfolg hindern. Mit neun Toren und fünf Vorlagen ist der offensive Mittelfeldspieler der zweitbeste Scorer des Kaders. Noch besser ist nur Noah Darvich, der insgesamt zehnmal selbst traf und fünf Treffer für seine Mitspieler vorbereitete. Jüngst wurde der 19-Jährige zum “Newcomer der Saison” ausgezeichnet. Im Voting zwischen Trainern und Mannschaftskapitänen der Liga sowie den Fans setzte er sich knapp vor Ismail Badjie vom VfL Osnabrück durch. Oft versucht, bislang aber ohne eigenen Treffer blieb dagegen Samuele Di Benedetto. Ganze 44-mal zog der 20-Jährige bereits auf das gegnerische Gehäuse ab. Die Partie gegen den VfL wird dabei die letzte Gelegenheit sein, ein Tor im Dress des VfB zu erzielen. So wird der defensive Mittelfeldakteur den Verein im Sommer ablösefrei verlassen. Nicht unwahrscheinlich also, dass die Lila-Weißen Di Benedetto auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga begegnen. Erst im vergangenen Sommer zum VfB Stuttgart gekommen ist dagegen Tim Köhler. Der Innenverteidiger entwickelte sich vor allem in den vergangenen Monaten zum zuverlässigen Stammspieler und weist die viertbeste Passquote (92,6 Prozent) der Liga auf.

Die Ausgangslage
Wie bereits angedeutet, konnten die Stuttgarter nach der Winterpause nicht ganz an ihre Form aus dem vergangenen Jahr anknüpfen und stehen in der Rückrundentabelle nur auf Platz 17. Mit einem Sieg gegen den VfL Osnabrück wäre es aber dennoch die beste Saisonleistung in der 3. Liga seit 14 Jahren. Zudem könnte der VfB mit dem zehnten Heimsieg den Vereinsrekord aus dem Vorjahr einstellen. In diesem Jahr zeigt sich die Mannschaft von Trainer Nico Willig dabei besonders heimstark. So fuhr man alle 17 Punkte der Rückrunde in der WIRmachenDRUCK Arena in Großaspach ein. In den letzten fünf Heimspielen blieb man sogar komplett ungeschlagen (drei Siege, zwei Unentschieden). Nicht nur die Heimstärke, sondern auch die Tabellenkonstellation sollte den Osnabrückern dabei eine Warnung sein. So blieb der VfB in den letzten sechs Duellen gegen einen Tabellenführer ohne Niederlage (drei Siege, drei Unentschieden). Zuletzt gegen einen Spitzenreiter der 3. Liga geschlagen geben mussten sich die Schwaben in der Saison 2013/14. Damals verlor man mit 0:3 gegen den späteren Meister 1. FC Heidenheim.

Ein ganz anderes Gesicht zeigen die Stuttgarter dagegen in ihren Auswärtsspielen. Den letzten Dreier auf fremdem Platz holte man im Auswärtsspiel gegen den VfL Osnabrück. Mit 1:2 musste sich der VfL im Dezember vergangenen Jahres geschlagen geben. Für den VfL war es seitdem die letzte Heimniederlage. Für die Lila-Weißen bildet die Partie gegen die Schwaben den Abschluss einer herausragenden Rückrunde. 45 Punkte fuhr man in dieser bereits ein. Um den bisherigen Rekord (Heidenheim Hinrunde 2013/14 und Karlsruhe Rückrunde 2012/13 mit jeweils 45 Zählern) zu brechen, fehlt also nur noch ein einziger Punkt. Mit einem Auswärtssieg würde man zudem einen weiteren Rekord brechen. Denn es wäre bereits der 13. Auswärtserfolg des VfL. Den bisherigen Rekord für die meisten Auswärtssiege innerhalb einer Saison teilt man sich aktuell noch mit dem 1. FC Magdeburg, der in der Saison 2017/18 ebenfalls zwölfmal auswärts drei Punkte einfuhr. Zudem würden die Osnabrücker mit einem Sieg als erst viertes Team der 3. Liga die 80-Punkte-Marke knacken (85 Zähler: Braunschweig 2010/11 und Magdeburg 2017/18, 83 Zähler: Paderborn 2017/18).

Motivation genug für die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz also, sich für die Niederlage im Hinspiel zu revanchieren. Für den VfL war es damals die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen vor der Winterpause. Auf Platz sechs war damals für die Lila-Weißen an eine derart souveräne Meisterschaft noch nicht zu denken. Beim letzten Gastspiel der Osnabrücker ging es dabei noch um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga. Mit 2:1 setzte man sich dank der Treffer von Lars Kehl und Bryan Henning am Ende durch. Nun steht sowohl der Mannschaft als auch den über 2.000 teilweise per Buskonvoi anreisenden Fans also eine deutlich entspanntere Auswärtsfahrt bevor.

Das Personal
Auf insgesamt sieben Spieler muss Trainer Nico Willig am Samstag verzichten. So fallen Mirza Catovic (Gelbsperre), Michael Glück (Sprunggelenksverletzung), Alexander Groß (Leistenverletzung), Maximilian Herwerth (Gehirnerschütterung), Tim Köhler (Gelbsperre), Lauri Penna (Hüftbeugerverletzung) und David Tritscher (Knieverletzung) aus.

Mit Robin Fabinski meldete sich der einzige Ausfall der vergangenen Wochen am Mittwoch wieder voll einsatzbereit auf dem Trainingsplatz zurück. Cheftrainer Timo Schultz kann also erneut aus dem Vollen schöpfen.

Stimmen zum Spiel
VfL-Coach Timo Schultz erläuterte im Spieltagsinterview am Mittwochnachmittag, was für einen Gegner er am Samstag erwartet: „Erstmal ist es grundsätzlich eine gute Konstellation, nicht dass wir uns da noch Wettbewerbsverzerrung vorwerfen lassen müssen. Auf der anderen Seite wissen wir, dass gerade so eine junge Mannschaft mit extrem vielen Hochtalentierten – das haben sie vor zwei Wochen gegen Rot-Weiss Essen gezeigt – sicherlich gegen den Tabellenführer und Meister nochmal eine richtig gute Leistung zeigen möchte. Die Jungs wollen sich präsentieren und haben Bock zu kicken. Und wenn man denen zu viel Raum lässt und nicht hundert Prozent bei der Sache ist, dann kann man auch mal schnell sechs Dinger kriegen.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:15 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


Aufstellung wurde noch nicht veröffentlicht

Wildes Torspektakel zum Saisonabschluss: VfL gewinnt gegen Stuttgart II

In einer wilden Partie fuhr der VfL Osnabrück am letzten Spieltag der Saison einen 4:3-Auswärtssieg bei der Zweitvertretung des VfB Stuttgart ein. Nachdem die Lila-Weißen nach einer dominanten ersten Halbzeit mit einer komfortablen Führung in die Pause gegangen waren, ging es nach dem Wiederanpfiff wild hin und her. Der Spielbericht.

Zum letzten Pflichtspiel der Saison rotierten beide Trainer ordentlich durch. Insgesamt sieben Wechsel nahm VfL-Cheftrainer Timo Schultz vor. So durfte beispielsweise Niklas Sauter sein Pflichtspieldebüt für den VfL Osnabrück geben und stand von Beginn an zwischen den Pfosten. Außerdem standen auch Bjarke Jacobsen, Fridolin Wagner, Robin Fabinski, David Kopacz, Patrick Kammerbauer und Ismail Badjie neu in der Startelf. Auf der Gegenseite veränderte VfB-Coach Nico Willig seine Anfangsformation auf fünf Positionen und setzte ebenfalls auf ein neues Gesicht im Kasten der Schwaben. Damit kam Jerik von der Felsen zu seinem dritten Saisoneinsatz. Mit ihm neu in der Anfangsformation standen Mykola Petrovskyi, Jordan Majchrzak, Nuha Jatta und Mohamed Sankoh.

In der mehrheitlich lila-weiß gefüllten WIRmachenDRUCK Arena bekamen die 2.300 Zuschauer (davon 2.000 Osnabrücker) in der vierten Minute den ersten Torabschluss durch Robin Meißner zu sehen. Dessen Distanzschuss aus gut 20 Metern flog jedoch weit über den Kasten von Jerik von der Felsen (4‘). Damit war die Spielrichtung der ersten Hälfte gesetzt. Wenig später setzte sich Ismail Badjie auf der rechten Außenbahn stark durch und schloss aus spitzem Winkel ab. Keeper von der Felsen war allerdings zur Stelle (18‘). Machtlos war der 21-Jährige jedoch nach einer guten halben Stunde, als nach einem Eckball der Klärungsversuch der Stuttgarter bei Patrick Kammerbauer landete. Dieser spielte den Doppelpass mit Lars Kehl und hatte anschließend viel Platz und Zeit, um die Flanke punktgenau auf Bjarke Jacobsen zu bringen. Der Däne köpfte das Spielgerät am zweiten Pfosten unhaltbar ins linke Eck (31‘).

Und auch nach dem Führungstreffer kamen fast ausschließlich die Osnabrücker zu Torgelegenheiten. So auch in der 38. Minute, als Robin Meißner einen langen Ball stark mit dem Kopf mitnahm und auf die linke Außenbahn zu Patrick Kammerbauer spielte. Dieser brachte erneut die Flanke auf den zweiten Pfosten, an dem der mitgelaufene Fridolin Wagner den Ball elegant per Direktabnahme ins lange Eck schlenzte und somit auf 2:0 erhöhte (38‘). Kurz vor dem Pausenpfiff konnte sich dann dennoch Niklas Sauter auszeichnen, als er einen Abschluss von Justin Diehl stark per Fußabwehr parierte und der VfL ohne Gegentor in die Kabine ging (45+1‘).

Es waren noch nicht alle Zuschauer wieder auf ihren Plätzen, da durften die Lila-Weißen schon wieder jubeln. Lars Kehl eroberte im Mittelfeld den Ball, spielte auf Kopacz, der wiederum das Auge für Robin Meißner hatte. Am linken Strafraumeck setzte dieser den Haken und zog auf das kurze Eck ab. Jerik von der Felsen blieb abermals chancenlos (47‘). Nun kamen aber auch die Gastgeber gefährlich vor den Kasten von Niklas Sauter. Den Abschluss von Justin Diehl, der zuvor von der linken Außenbahn nach innen gezogen war, konnte Niklas Wiemann zum Eckball blocken (53‘). Jubeln durften die Schwaben allerdings bei der nächsten Gelegenheit, als der zur zweiten Halbzeit ins Spiel gekommene Abdenego Nankishi im Strafraum Justin Diehl bediente und dieser den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterbrachte (57‘).

Vom ersten Gegentreffer des Tages ließen sich die Lila-Weißen aber nicht beeindrucken. Wieder einmal setzte sich Patrick Kammerbauer auf der linken Außenbahn durch und bediente den im Rückraum freistehenden Lars Kehl. Dieser zog ab und profitierte noch davon, dass ein Stuttgarter Bein die Kugel leicht abfälschte (63‘). Somit stellten die Lila-Weißen schnell den alten Abstand wieder her. Dieser hielt allerdings erneut nicht lange. Denn der VfB zeigte sich in den zweiten 45 Minuten deutlich aktiver. Der ebenfalls eingewechselte Mansour Ouro-Tagba setzte sich im Strafraum stark gegen drei Gegenspieler durch und schloss anschließend unhaltbar an den Innenpfosten ab. Von diesem floh der Ball schließlich ins Gehäuse von Niklas Sauter (67‘).

Nun übernahmen die Stuttgarter immer mehr die Spielkontrolle und drückten den VfL zunehmend in die eigene Hälfte. Zudem waren die Gastgeber auch noch per Standard erfolgreich. Kapitän Nicolas Sessa vollendete einen Freistoß aus dem rechten Halbraum direkt halbhoch im langen Eck und erzielte damit den siebten Treffer des Tages (78‘). Die Osnabrücker suchten immer wieder mit Kontersituationen den Weg vor das Stuttgarter Tor, spielten diese aber zu inkonsequent aus.

Schließlich blieb es auch nach der fünfminütigen Nachspielzeit beim Spielstand von 3:4. Damit feierte der VfL den 24. Sieg der Saison und fuhr die Punkte 78, 79 und 80 ein. Mit zehn Punkten Vorsprung auf den dritten Relegationsplatz beendet der VfL somit die Meistersaison 2025/26. Der endgültige Abschluss der Saison findet dann am morgigen Sonntag mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt und der anschließenden Feier mit den Fans auf dem Marktplatz statt. Danach gehen das Trainerteam und die Mannschaft endgültig in die wohlverdiente Sommerpause.

 

Tore:
0:1 (Jacobsen 31‘), 0:2 (Wagner 38‘), 0:3 (Meißner 47‘), 1:3 (Diehl 57‘), 1:4 (Kehl 63‘), 2:4 (Ouro-Tagha 67‘), 3:4 (Sessa 78‘)

 

Aufstellungen:
VfB Stuttgart II:
von der Felsen – Petrovskyi (Freßle 88‘), Olivier, Meyer – Sessa, di Benedetto, Darvich, Jatta (Tsigkas 64‘), Diehl (Azevedo 74‘)– Majchrzak (Nankishi 46‘), Sankoh (Ouro-Tagha 46‘)

VfL Osnabrück:
Sauter – Müller, Wiemann, Fabinski – Kammerbauer (Christensen 73‘), Badjie (Tesche 83‘), Wagner (Henning 63‘), Jacobsen, Kopacz (Riesselmann 73‘), Kehl (Pröger 63‘) – Meißner