26. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
79'
Heider
1:2
1
:
2
FC St. Pauli
51'
Burgstaller
0:1
65'
Marmoush
0:2
So. 21.03.2021 Anstoß: 13:30 Uhr | Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen

match-center

Klassiker am Sonntagmittag

Die Niederlagen-Serie wurde in Nürnberg beendet, nun soll endlich auch wieder ein Dreier her. Die nächste Chance gibt es für die Lila-Weißen am Sonntagmittag, wenn der FC St. Pauli an der Bremer Brücke gastiert (Anstoß: 13.30 Uhr). Doch die Gäste aus Hamburg sind in diesem Jahr nicht leicht zu schlagen.

Als sich Osnabrück und St. Pauli Ende Oktober trafen, war der VfL Sechster und der Kiez-Club Vorletzter. Sechs Punkte trennten die beiden Langzeitkonkurrenten, nach der Partie am Millerntor waren es sogar neun.

Gutes neues Jahr …

Trotz oft überzeugender Auftritte standen die Schützlinge von Timo Schultz im vergangenen Jahr immer wieder mit leeren Händen da, doch das sollte sich 2021 ändern. Von 13 Spielen verlor St. Pauli nur gegen Fürth, Bochum und Paderborn, aus den letzten sieben Partien holte man 16 von möglichen 21 Punkten.
Der Klassenerhalt ist weitgehend gesichert, nach oben dürfte nichts mehr gehen und so dreht sich mache Diskussion um die Frage, wie wichtig der Tabellenplatz dann wenigstens für das TV-Ranking am Saisonende ist. Immerhin hatte St. Pauli im letzten Sommer eine gerechtere Verteilung der Millionensummen gefordert.
Auf Platz spielen will Timo Schultz deshalb aber nicht. „Wir sollten uns nur darum kümmern, Spiele zu gewinnen. Ich will am Ende auch den möglichst besten Platz erreichen, kann mich als Trainer jetzt aber nicht damit beschäftigen und Energie in etwas verballern, dass ich nicht beeinflussen kann. Ich kann beeinflussen, dass wir Spiele gewinnen, dass meine Jungs gut drauf sind“, meinte der Cheftrainer vor dem jüngsten Heimspiel gegen Paderborn.

Zweikämpfe, Auswärtsstärke & Unterhaltungswert

Der FC St. Pauli ist – mit über 3.000 gewonnenen Duellen – nicht nur die zweikampfstärkste Mannschaft der Liga und eines der besten Teams der Rückrunde, sondern überdies auswärts besonders effektiv. Lediglich vier von zwölf Partien gingen auf fremden Plätzen verloren, weniger Niederlagen kassierten in den Stadien der Gegner nur Fürth, Kiel, Karlsruhe und der HSV.
Dabei ist der Unterhaltungswert der Kiezkicker beträchtlich. Es gab bis dato nur ein 0:0, fast alle Spiele waren umkämpft bis zur letzten Minute und insgesamt fielen in Partien mit FCP-Beteilung bereits 79 Tore. Die Gegner erzielten sogar noch fünf mehr als die Hamburger.

Taktisches

Rund die Hälfte der Torausbeute geht auf das Konto von Guido Burgstaller (8), Daniel-Kofi Kyereh (7) und Rodrigo Zalazar (5). Sie dürften auch am Sonntag zum Zuge kommen – möglicherweise in einem 4-4-2-System wie bei den letzten Auswärtsspielen in Nürnberg und Karlsruhe.

Lila-Weiß gegen Braun-Weiß

Allein in der 2. Bundesliga gab es 25 Begegnungen zwischen dem VfL und dem FC St. Pauli. Die Lila-Weißen gingen achtmal als Sieger vom Platz, die Hamburger waren sechsmal erfolgreich.

Spieltag: 21.03.2022, 13.30 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNSTP

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
6
Ludovit Reis
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
10
Niklas Uwe Schmidt
16
Ulrich Bapoh
18
Maurice Trapp
19
Kevin Wolze
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
9
Christian Santos
15
Sebastian Müller
17
Adam Susac
20
Marc Heider
28
Tim Möller
29
Bryan Henning
30
Maurice Multhaup
35
Marc Augé
FC St. Pauli
Spielaufstellung
21
Dejan Stojanovic
 TW
2
Sebastian Olsson
3
James Lawrence
4
Philipp Ziereis
8
Rodrigo Zalazar Martínez
9
Guido Burgstaller
17
Daniel Kofi Kyereh
20
Finn Ole Becker
22
Omar Khaled Marmoush
23
Leart Paçarada
26
Rico Benatelli
 
Ersatzbank
1
Dennis Smarsch
 ETW
5
Marvin Knoll
11
Maximilian Dittgen
13
Lukas Stephan Horst Daschner
14
Afeez Aremu
24
Tore Reginiussen
25
Adam Dzwigala
32
Jannes Wieckhoff
34
Igor Matanovic

Alles gegeben, trotzdem nicht belohnt

Sonntag, 13.30 Uhr, Bremer Brücke: Nord-Duell zwischen dem VfL Osnabrück und dem FC St. Pauli. Nach einer engagierten Leistung muss der VfL erneut eine Heimniederlage hinnehmen. Hier kommt unser Spielbericht.

Der VfL startete mit einem 5-2-2-1 System in die Partie, Pauli-Trainer Timo Schultz entschied sich für ein 4-3-3. Wichtigste Änderung beim VfL: Kapitän Maurice Trapp kehrte nach seiner Gelbsperre in die Startelf zurück, im Angriffszentrum startete Niklas Schmidt. Schiedsrichter der Partie war Dr. Martin Thomsen. Die Ausgangslage: Der VfL steht mit einem Spiel weniger (Ausfall Partie Regensburg) auf dem Relegationsplatz 16, die Hamburger auf Rang 12. Das Hinspiel am Millerntor gewann der VfL durch ein spätes Tor von David Blacha mit 1:0, das Heimspiel in der vergangenen Saison endete 1:1 Unentschieden.

Die ersten fünf Minuten gingen von den Spielanteilen an die Gäste, wobei der VfL aber aufmerksam verteidigte. In der 6. Minute tauchte Sebastian Kerk erstmals vorm Tor von Stojanovic auf, der Keeper konnte den Ball aber sichern. In der 12. Minute gab es die erste Ecke für St. Pauli, der VfL klärte den Ball im Verbund. Auch der kurz darauf folgende, zweite Eckstoß blieb wirkungslos. Pauli bekam bis zur 15. Minute Auftrieb, der dritte Eckstoß für die Gäste folgte in der 16. Minute.

In der 23. Minute bekam der VfL nach einem Foul an Kerk einen Freistoß an der Sechzehnerkante zugesprochen, die Gäste konnten zur Ecke klären, die Stojanovic aus der Luft fischte. In der Folge schaffte es der VfL besser, eigenen Druck auf den Ball zu entwickeln und die Kiezkicker vom eigenen Kasten fernzuhalten. Als es in der 32. Minute nach Freistoß und Schuss von Burgstaller doch mal brenzlig wurde war Kühn mustergültig auf dem Posten.

Der VfL hatte um die 40. Minute durch einen direkten Freistoß und Kopfball Beermann nach Ecke von Kerk zwei weitere, gute Gelegenheiten, die jeweils nur knapp vereitelt wurden.

Nach einer guten, engagierten Leistung der Lila-Weißen, die die Paulianer mit zunehmender Spieldauer immer besser unter Druck setzten, ging es torlos in die Pause.

Nach einem guten Start in die zweite Halbzeit folgte der Schreckmoment in der 49. Minute: Trapp kam im Strafraum unglücklich in Kontakt mit Marmoush, nach Videoanalyse entschied Schiri Thomsen auf Strafstoß, den Burgstaller humorlos verwandelte. Bitter für den VfL, der bis dahin ein ordentliches Spiel gezeigt hatte.

Dreifachwechsel in der 62. Minute: Bapoh, Schmidt und Wolze verließen den Platz, dafür kamen Heider, Henning und Santos.

Drei Minuten später die Vorentscheidung der Partie: Der FC St. Pauli konterte sich mustergültig nach einem VfL-Angriff nach vorn, auf halblinks zieht Marmoush aus 16 Metern mit einem gefühlvollen Schlenzer aber und trifft zum 2:0 ins lange Toreck.

Der dritte Treffer für die Paulianer nur zwei Minuten später wurde wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen und im selben Moment wechselte VfL-Cheftrainer Feldhoff ein viertes Mal: Für Gugganig kam Multhaup in die Partie.

Der VfL durfte in der 79. Minute endlich jubeln: Nach schönem Angriff landete der Ball in der Spitze bei Santos, der den Blick für den anrauschenden Heider hatte. Osnabrücks Nummer 20 blieb vor Stojanovic cool und netzte nach seinem Zweitliga-Premierentreffer in der vergangenen Woche per Heber erneut. Nur noch 1:2, Anschlusstreffer für Lila-Weiß!

St. Pauli wechselte in der 84. Minute dreifach: Zalazar, Becker und Marmoush verließen das Feld, dafür kamen Dittgen, Wieckhoff und Aremu. Den letzten Wechsel zog Pauli-Chefcoach Schultz in der 88. Minute: Matanovic kam für Burgstaller.

Der VfL versuchte bis zum Schlusspfiff alles, um noch wenigstens einen Zähler einzufahren, musste am Ende aber die nächste Heimniederlage hinnehmen.

Am nächsten Wochenende ist aufgrund der Länderspielpause spielfrei, in der Liga geht es am 3. April mit dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC weiter.

Aufstellung VfL: Kühn – Trapp, Beermann, Gugganig (Multhaup, 70.), Ajdini, Wolze (Heider, 62.) – Taffertshofer, Reis (Müller, 87.) – Kerk, Bapoh (Henning, 62.), Schmidt (Santos, 62.)

Aufstellung FC St. Pauli: Stojanovic – Ohlsson (78 Dzwigala), Ziereis, Lawrence – Paqarada – Benatelli, Becker (Aremu, 84.), Zalazar (Wieckhoff, 84.) – Kyereh, Burgstaller (Matanovic, 88.), Marmoush (Dittgen, 84.)

Verwarnungen:
VfL: Ajdini (70.)
FC St. Pauli: Ziereis (38.)

Ecken:
VfL: 3
FC St. Pauli: 6