28. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
0
:
4
Eintracht Braunschweig
11'
Abdullahi
0:1
51'
Kobylanski
0:2
55'
Abdullahi
0:3
66'
Kobylanski
0:4
So. 11.04.2021 Anstoß: 13:30 Uhr | Schiedsrichter: Sascha Stegemann

match-center

Klatsche im Schlüsselspiel

Wetter: Grau in Grau. Stimmung: Ebenfalls Sonntagnachmittag, Niedersachsen-Duell gegen Eintracht Braunschweig an der Bremer Brücke. Nach 90 bitteren Minuten unterliegt der VfL den „Löwen“ mit 0:4.

Der VfL startete mit einem 3-5-2 System in die Partie, im Vergleich zur Vorwoche rückte nur Marc Heider für den gelbgesperrten Kevin Wolze in die Partie. Daniel Meyer, Cheftrainer der Eintracht, entschied sich für ein 4-2-3-1. Schiedsrichter der Partie war Sascha Stegemann.

Bevor es losging hielten beide Teams für einen Moment inne. Der VfL gedachte seiner verstorbenen „Legenden“ Friedhelm Holtgrave und Wolfgang Kaniber.

Die Partie startete schwungvoll, die erste Gelegenheit hatte Bashkim Ajdini, als Reis ihn in der 5. Minute auf rechts freigespielt hatte. Sein Schlenzer prallte aber vom linken Pfosten zurück.

Der VfL war gut drin, aber die kalte Dusche folgte in der 11. Minute: Nach Fejzics langem Abschlag schickt Kobylanski Abdullahi in den Strafraum, der die Kugel behauptet und aus 13 Metern per Aufsetzer zum 1:0 ins lange Eck trifft.

In der 23. Minute kam der VfL über Heider und Bapoh wieder zu einer guten Gelegenheit, der Klärungsversuch von Behrendt wurde gefährlich, konnte von Fejzic aber entschärft werden.
Kurz darauf musste Bapoh verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Henning in die Partie.

Der VfL stabilisierte sich zusehends, fand aber noch zu selten wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor. Resultat: Die nächste, gute Gelegenheit in der 41. Minute als Kerk und Santos im Zentrum knapp vor Fejzic scheiterten.

Mit dem knappen Rückstand ging es in die Pause – personell unverändert kam der VfL aus der Kabine, bei Braunschweig kam Bär für Kroos ins Spiel.
Die Gäste fanden in der zweiten Hälfte deutlich besser rein, nach einer doppelten Ecke und folgendem Einwurf traf Taffertshofer Proschwitz in der 51. Minute im Strafraum. Schiri Stegemann zögerte keine Sekunden und zeigten auf den Punkt, Kobylanski blieb vor Kühn cool und netzte zum 2:0 für den BTSV.

Noch bitter wurde es nur 4 Minuten später: Schlüter flankt rechts in den Strafraum zu Abdullahi, der Heider aussteigen lässt und ins lange Eck trifft. 0:3, keine Chance für Kühn.

In der Folge verflachte die Partie, in der 64. Minute wechselte VfL-Cheftrainer Markus Feldhoff doppelt: Für Reis und Gugganig kamen Multhaup und Jay-Roy Grot kam zu seinem Punktspieldebüt.

In der 66. Minute machte die Eintracht den Deckel drauf: Eine scharf geschlagene Ecke senkte sich direkt ins Tor, Kühn hatte sich verschätzt.
Der VfL kämpfte, Braunschweig verwaltete. Am Ende blieb es beim 0:4, die „Lila-Weißen“ waren am heutigen Tag qualitativ einfach nicht gut genug, um sich zählbares auf dem Platz zu verdienen. Nun wartet bereits am kommenden Mittwochabend das Nachholspiel gegen den SSV Jahn Regensburg.

Aufstellung VfL: Kühn – Trapp, Beermann, Gugganig (Multhaup, 64.), Ajdini, Heider – Taffertshofer, Reis (Grot, 64.) – Kerk (Blacha, 82.), Bapoh (Henning, 26.), Santos
Aufstellung Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diakhité (Kessel, 87.), Schlüter – Wydra, Ben Balla (Ji, 70.) – Abdullahi (Otto, 70.), Kroos (Bär, 46.), Kobylanski (Schwenk, 82.) – Proschwitz
Verwarnungen:
VfL:
Eintracht Braunschweig: Ben Balla (63.),
Ecken:
VfL: 4
Eintracht Braunschweig: 5

Wegweisendes Niedersachsenduell

Mit dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig beginnt für den VfL Osnabrück eine eminent wichtige englische Woche, die ausschließlich an der Bremer Brücke ausgetragen wird. Es geht gegen Jahn Regensburg, Fortuna Düsseldorf, zunächst aber gegen Eintracht Braunschweig (Sonntag, 13.30 Uhr).

Die alten Rivalen sind aktuell direkte Tabellennachbarn, wobei der VfL noch das Nachholspiel gegen Regensburg absolvieren muss. Braunschweig hat bereits 27 Partien absolviert. Zuletzt verlor die Eintracht am Montagabend mit 0:2 am Hamburger Millerntor – allerdings unter außergewöhnlichen Bedingungen.
Cheftrainer Daniel Meyer, Jannis Nikolaou und Fabio Kaufmann befanden sich in coronabedingter Quarantäne, Danilo Wiebe und Brian Behrendt mussten Sperren absitzen, Dong-Won Ji fehlte wegen muskulärer Probleme. Und der langzeitverletzte Ex-Osnabrücker Niko Kijewski (Kreuzbandriss) ist ohnehin seit Herbst zum Zuschauen verurteilt.
Fünf Wechsel in der Startelf und taktische Änderungen konnten die Braunschweiger ebenso wenig kompensieren wie den stürmischen Auftakt der Gastgeber, die bereits nach einer Viertelstunde mit 2:0 in Front lagen.

Neue Stabilität

Vor dem Auftritt am Millerntor war die Eintracht jedoch fünf Spiele in Folge ohne Niederlage geblieben und hatte dabei nur ein einziges Gegentor kassiert. Das ist umso bemerkenswerter als Braunschweig – über die gesamte Saison gerechnet – die drittanfälligste Abwehr der Liga stellt und summa summarum bereits 46 Treffer hinnehmen musste.
Die neue Stabilität hat gleich zwei Namen. Die Winterzugänge Brian Behrendt (Arminia Bielefeld) und Oumar Diakhité (Desportivo Aves) bilden eine robuste, zweikampfstarke Innenverteidigung, die schwer zu überwinden ist. Allerdings sammelten die beiden in ihren 22 Einsätzen auch bereits neun gelbe und eine gelb-rote Karte.

Taktisches

Die Frage „Dreier- oder Viererkette“ scheint entschieden, nachdem der Systemwechsel zur Dreierkette am Millerntor nicht zum Erfolg führte. Bei den Punktgewinnen zuvor hatten Behrendt und Diakhité die Kollegen Klaß und Wiebe neben sich. Wenn einer der beiden Innenverteidiger ausfällt, wie zuletzt gegen St. Pauli, könnten die Karten wieder neu gemischt werden.
Erfolgreichster Torschütze ist der mittlerweile 34-jährige Nick Proschwitz mit sieben Treffern. Er fehlte bis dato nur am 2. Spieltag gegen Holstein Kiel.

Lila-Weiß gegen Blau-Gelb

Es ist das 20. Duell in der 2. Bundesliga – wenn die Lila-Weißen gewinnen, wäre das statistische Gleichgewicht hergestellt. Bisher führt nämlich Eintracht Braunschweig mit acht Siegen bei sieben VfL-Erfolgen und vier Unentschieden.

Spieltag: 11.04.2021, 13.30 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNEBS

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
6
Ludovit Reis
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
9
Christian Santos
16
Ulrich Bapoh
18
Maurice Trapp
20
Marc Heider
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
5
Konstantin Engel
11
Jay-Roy Jornell Grot
13
Ken Reichel
15
Sebastian Müller
23
David Blacha
28
Tim Möller
29
Bryan Henning
30
Maurice Multhaup
Eintracht Braunschweig
Spielaufstellung
16
Jasmin Fejzic
 TW
3
Lasse Schlüter
6
Dominik Wydra
10
Martin Kobylanski
18
Felix Kroos
20
Suleiman Abdullahi
23
Danilo Wiebe
25
Oumar Diakhite
28
Yassin Ben Balla
30
Brian Behrendt
33
Nick Proschwitz
 
Ersatzbank
12
Felix Dornebusch
 ETW
5
Benjamin Kessel
7
Fabio Kaufmann
15
Marcel Bär
17
Yari Otto
22
Manuel Schwenk
29
Dong Won Ji
39
Patrick Kammerbauer
40
Robin Ziegele

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