33. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
34'
Santos
1:0
61'
Multhaup
2:1
84'
Heider
3:2
3
:
2
Hamburger SV
37'
Meißner
1:1
82'
Leibold
2:2
So. 16.05.2021 Anstoß: 15:30 Uhr | Schiedsrichter: Daniel Siebert

match-center

Auf M3essers Schneide

Vor dem letzten Heimspiel der Lila-Weißen gegen den Hamburger SV ist die Situation an Dramatik kaum zu überbieten. Beide Mannschaften kehrten am vergangenen Spieltag in die Erfolgsspur zurück, aber beide müssen unbedingt weiter punkten, um ganz unterschiedliche Saisonziele zu erreichen. Los geht´s am Sonntag um 15.30 Uhr.

Die Lila-Weißen konnten durch den Sieg in Würzburg auf die unmittelbare Konkurrenz Boden gutmachen. Doch um den Absturz in die 3. Liga zu vermeiden, darf der VfL gegen Hamburg nicht verlieren, wenn Braunschweig (gegen Würzburg) und Sandhausen (gegen Regensburg) zeitgleich ihre Heimspiele gewinnen sollten.

Der HSV, der Trainer Daniel Thioune Anfang des Monats durch Vereinslegende Horst Hrubesch ersetzte, muss ebenfalls selbst punkten und ist genauso auf Ausrutscher eines vor ihm stehenden Teams angewiesen. Tabellenführer Bochum und Verfolger Holstein Kiel können nicht mehr abgefangen werden. Fürth liegt drei Punkte vor den Hamburgern, die das Erreichen des Relegationsplatzes also nicht mehr selbst in der Hand haben.
Umso wichtiger ist es aus Sicht der Rothosen, dass sich die Mannschaft selbst keine Blöße gibt und die beiden letzten Spiele gegen Osnabrück und Braunschweig für sich entscheidet.

Ausrufezeichen gegen den Club

Am Montagabend zeigte das Team, dass mit ihm im Aufstiegsrennen immerhin wieder zu rechnen ist. Hrubesch begann mit Heyer, Onana, Kinsombi, Jatta und dem Startelfdebütanten Meißner anstelle von Gjasula, van Drongelen, Wintzheimer, Narey und dem verletzten Hunt.
Nach einer halben Stunde Eingewöhnung spielten die Hamburger stark auf und ließen dem seit sieben Partien unbesiegten FCN nur noch wenige Chancen. Gute Noten verdienten sich vor allem U21-Stürmer Robin Meißner, der an zwei Toren beteiligt war, der stark formverbesserte Sony Kittel und Goalgetter Simon Terodde, der wieder einen Doppelpack schnürte.

Taktisches

Gegen Nürnberg setzte der HSV auf ein klares 4-4-2-System mit der Doppelspitze Meißner/Terodde. Die Viererkette, die von Vagnoman, Leistner, Heyer und Leibold gebildet wurde, erwies sich trotz des überzeugendenden Gesamteindrucks anfällig für zwei Gegentore.
Dem entspricht die bisherige Saisonbilanz. Der HSV war unter den TOP 4 zwar das torhungrigste Team (65), Sven Ulreich und der zweimal eingesetzte Daniel Heuer Fernandes kassierten aber auch die meisten Gegentore (41).
Beim Gastspiel an der Bremer Brücke fällt Vagnoman verletzungsbedingt aus, ansonsten ist mit keinen entscheidenden Änderungen in Hrubeschs Aufstellung zu rechnen. Es gehe nicht ums Rotieren, man müsse eingespielt sein, gab das Hamburger Urgestein zu Protokoll.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß-Schwarz

Bis zum 18. Januar konnten sich die Lila-Weißen über eine tolle Matchbilanz im 21. Jahrhundert freuen. Von den vier Pflichtspielen gegen den HSV gewannen sie drei und spielten einmal 1:1 unentschieden.
Beim letzten Duell an eben jenem 18. Januar lief aus VfL-Sicht allerdings gar nichts zusammen. Die Partie ging mit einem klaren 5:0 an die Rothosen, die seinerzeit noch von Daniel Thioune trainiert wurden.

Spieltag: 16.05.2021, 15.30 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNHSV

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
6
Ludovit Reis
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
9
Christian Santos
14
Etienne Amenyido
18
Maurice Trapp
19
Kevin Wolze
30
Maurice Multhaup
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
4
Lukas Gugganig
5
Konstantin Engel
10
Niklas Uwe Schmidt
15
Sebastian Müller
20
Marc Heider
23
David Blacha
26
Sebastian Klaas
29
Bryan Henning
Hamburger SV
Spielaufstellung
26
Sven Ulreich
 TW
2
Jan Gyamerah
3
Moritz Heyer
6
David Kinsombi
9
Simon Terodde
10
Sonny Kittel
18
Bakery Jatta
21
Tim Leibold
24
Amadou Onana
37
Toni Leistner
45
Robin Meißner
 
Ersatzbank
1
Daniel Heuer Fernandes
 ETW
4
Rick van Drongelen
7
Khaled Narey
8
Jeremy Dudziak
19
Manuel Wintzheimer
20
Klaus Gjasula
28
Gideon Jung
42
Ogechika Heil
43
Moritz Kwarteng

Chance genutzt!

Der 33. Spieltag bescherte dem VfL Osnabrück ein Heimspiel gegen den Hamburger SV. Für den VfL die wohl letzte Chance, im Abstiegskampf noch einmal Stärke zu demostrieren. Und die Mannschaft nutze sie.

Der VfL startete, wie schon zuletzt beim Auswärtssieg in Würzburg, im 4-4-2 System in die Partie, mit Christian Santos und Sebastian Kerk in der Spitze. Horst Hrubesch, Cheftrainer der „Rothosen“, entschied sich für ein 4-2-2-2. Schiedsrichter der Partie war Daniel Siebert.

Der VfL war von Beginn an „drin“ im Spiel. Kerk hatte nach bereits nach zwei Minuten die erste Chance auf dem Fuß. Ausgangspunkt war ein langer Ball von Beermann, am Hamburger Sechzehner legte Wolze per Kopf quer, ehe Kerk an der Strafraumgrenze zum Schuss kam, den Ball aber nicht richtig traf – links vorbei! In der 14. Minute bekam der VfL zwei Ecken nacheinander zugesprochen, beide blieben ohne Wirkung. Auch die folgenden Einwürfe von der Strafraumkante brachten nichts ein. Der HSV verzeichnete in der Anfangsviertelstunde keine, nennenswerte Torgelegenheit.

Nicht die erste aber die beste Gelegenheit hatte der HSV in der 23. Minute: Onana trat auf der linken Seite an und spielte den Ball dann flach vors Tor, am Fünfmeterraum kam Terodde zum Schuss, scheiterte aber an Kühn, der aufmerksam auf dem Posten war.

In der 34. Minute ging der VfL in Führung: Wolze schlenzte den Ball von der linken Seite in die Mitte, dort hatte Santos viel Raum und köpfte ins Tor – 1:0 für den VfL!

Die Führung hatte aber nur drei Minuten Bestand: Leibold spielte den Ball von der linken Seite flach in die zweite Reihe, dort nahm Hamburgs Youngster Meißner die Kugel an und zog ansatzlos aus 20 Metern flach ab – keine Chance für Kühn im Tor.

Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause.

Personell gab es nur einen Wechsel zur zweiten Halbzeit: Auf Hamburger Seite kam Narey für Jatta und in der 50. Minute wechselte Horst Hrubesch Jung für den angeschlagenen Onana ein.

Kurz zuvor hätte Taffertshofer beinahe die erneute Führung für den VfL besorgt: Nach einem nach 30-Meter-Lauf zog der „Sheriff“ aus der zweiten Reihe ab – Ulreich klärte zur Seite.

Das Spiel wogte hin und her, der VfL „biss“ sich richtig rein, es wurde hitziger. In der 61. Minute ging der VfL erneut in Führung: Beermann hob den Ball vom Osnabrücker Strafraum nach vorne, im Mittelfeld spielte Multhaup Kerk an und sprintet in die Tiefe. Kerk bediente ihn erneut, Multhaup ist auf und davon, bewahrte die Nerven und schob aus 13 Metern flach ein, obwohl er den Ball nicht richtig traf – 2:1!

Es war eine Nervenschlacht, beide Teams schenkten sich nichts und suchten immer wieder ihre Gelegenheiten. In der 82. Minute kam der HSV dann doch noch zum Ausgleich: Wintzheimer flankte von der rechten Seite und fand Leibold im Zentrum. Der Linksverteidiger läuft entschlossen ein und kommt aus sieben Metern zum Kopfball.

Aber nur Sekunden später ging der VfL wieder in Führung!!! Reis dribbelt durchs Mittelfeld und wird nicht energisch genug angegriffen. Ein Steckpass auf Heider, ein Flachschuss – 3:2 für Osnabrück!
In den letzten Minuten (plus 4 Minuten Nachspielzeit!) gaben die „Lila-Weißen“ alles, was in ihnen steckt – in der Vorwärtsbewegung und im gemeinschaftlichen Verteidigen des Balles!

Am Ende verdiente sich die Mannschaft mit einer enormen Willensleistung diesen Heimsieg und darf am nächsten Sonntag in Aue darauf hoffen, vielleicht sogar auf direktem Wege den Klassenerhalt feiern zu können. Dann gastiert der VfL beim FC Erzgebirge Aue.

Aufstellung VfL: Kühn – Trapp, Beermann, Ajdini, Wolze – Reis, Taffertshofer – Amenyido (Heider, 69.), Multhaup (Engel, 76.), Kerk (Blacha, 88.) – Santos (Henning, 88.)

Aufstellung Hamburger SV: Ulreich – Leibold, Heyer, Leistner (Kwarteng, 79.), Gyamarah (Dudziak, 69.) – Onana (Nary, 46.), Kinsombi (Wintzheimer, 69.) – Kittel, Jatta – Meißner, Terodde

Verwarnungen:
VfL:
Hamburger SV: Wolze (77.), Taffertshofer (90.)

Ecken:
VfL: 5
Hamburger SV: 7