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Fr. 04.07.2025 Anstoß: Uhr
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Start in die Englische Woche: VfL erwartet „eklige“ Schweinfurter

Am Samstag empfängt der VfL Osnabrück den 1. FC Schweinfurt 05 an der Bremer Brücke (Anpfiff: 14:00 Uhr). Dabei wollen die Lila-Weißen vor einem ausverkauften Heimbereich zum Startschuss der anspruchsvollen Englischen Woche die ersten drei Punkte einfahren. Der Vorbericht.

Der Gegner
Mit dem 1. FC Schweinfurt 05 ist am Samstag das Tabellenschlusslicht in der Hasestadt zu Gast. Nur an drei Spieltagen standen die „Schnüdel“ in dieser Saison nicht am Tabellenende. In der Winterpause präsentierte der sportliche Leiter Andreas Bendler, der sein Amt zum Ende der Saison niederlegen wird, vier Neuzugänge. Neben den beiden Leihspielern Winners Osawe und Dustin Forkel (beide 1. FC Nürnberg) stellte man zudem Mustafa Özden (FC Ingolstadt II) und Nikolaos Vakouftsis (Greuther Fürth II) vor. Auf der Gegenseite verabschiedete man mit Martin Thomann (Würzburger Kickers), Kevin Frisorger (TSV Aubstadt), Uche Obiogumu (Leih-Ende, 1. FC Nürnberg) und Jakob Tranziska (Pohang Steelers) ebenfalls vier Spieler. Vor allem der Abgang von Jakob Tranziska schmerzt die 05er, da der Mittelstürmer mit seinen vier Treffern in der Hinrunde noch immer bester Saisontorschütze der „Schnüdel“ ist.

Aber nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf der Trainerbank entschieden sich die Unterfranken für einen Wechsel. Seit Ende Februar steht Jermaine Jones an der Seitenlinie der 05er und übernahm das Amt von Viktor Kleinhenz. Seit nun sechs Spielen ist Jones im Amt und konnte seitdem einen leichten Aufschwung einleiten. So ist man unter dem ehemaligen Bundesligaspieler im heimischen Sachs-Stadion noch ungeschlagen und konnte Siege gegen den SSV Ulm (3:2) und die Zweitvertretung des VfB Stuttgart (3:1) sowie ein Unentschieden gegen den 1. FC Saarbrücken (2:2) einfahren. Nicht beheben konnte der US-Amerikaner bislang jedoch die Auswärtsschwäche der Schweinfurter. Lediglich drei Punkte (3:2-Auswärtssieg gegen Ingolstadt) konnten die 05er in dieser Saison in der Fremde einfahren. Unter dem 44-Jährigen folgten Niederlagen beim MSV Duisburg (1:3), bei Alemannia Aachen (0:1) und beim SC Verl (0:4). Damit steht man auch in der Auswärtstabelle mit Abstand am Tabellenende.

Während man im Saisonverlauf immer wieder Systemumstellungen vornahm, trat man unter Jones in den letzten fünf Partien stets in einem 4-2-3-1-System auf. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei Johannes Geis. Der 32-Jährige hat die meisten Spielminuten (2.360) bei den Schweinfurtern gesammelt und ist mit drei Treffern und drei Vorlagen Topscorer der Mannschaft. Zwei seiner drei Tore erzielte der Mittelfeldakteur dabei in den jüngsten zwei Heimsiegen gegen Ulm und Stuttgart II. Vorreiter ist Geis zudem beim Sammeln von Gelben Karten. Acht Verwarnungen sah der gebürtige Schweinfurter in dieser Spielzeit bereits. Nur Pius Krätschmer (12) sah bei den 05ern noch häufiger den Gelben Karton. Mit insgesamt 89 Gelben Karten steht man in dieser Statistik im Ligavergleich an der Tabellenspitze.

 

Die Ausgangslage
In der Länderspielpause empfingen die „Schnüdel“ zum Jubiläumsspiel des Sachs-Stadions den FC Schalke 04. Dank der Treffer von Nico Grimbs und Winners Osawe konnte man vor knapp 5.000 Zuschauern mit 2:0 gewinnen und sammelte somit weiteres Selbstvertrauen für den Saisonendspurt. 16 Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Bei noch 24 auszuspielenden Punkten würde ein Klassenerhalt also einem echten Wunder gleichen. Dass die Schweinfurter einen so großen Abstand auf die Konkurrenz aufbauten, liegt vor allem an der schwachen Defensive. Mit 69 Gegentoren kassierte man zusammen mit dem TSV Havelse die meisten der Liga. Zudem ließ man mit 524 Torschüssen die meisten der 3. Liga zu. Besonders anfällig zeigte man sich bei gegnerischen Kontern. Bereits acht Treffer mussten die 05er nach gegnerischen Umschaltsituationen (drittschlechtester Wert der Liga) hinnehmen. Der VfL zeigt sich dagegen konterstark und erzielte bereits sieben Treffer nach eigenen Umschaltsituationen. In der eigenen Offensive konnten die „Schnüdel“ bislang ebenfalls nicht vollends überzeugen. Mit 29 Toren stellt man die schwächste Offensive der Liga und brachte mit 379 Torschüssen die drittwenigsten auf das gegnerische Gehäuse.

Zuletzt offensivstark präsentierte sich dagegen der VfL Osnabrück. In den vergangenen fünf Partien erzielte nur Rot-Weiss Essen (13) mehr Tore als die Lila-Weißen (12). Seit Wochen in Topform befinden sich dabei vor allem Robin Meißner und David Kopacz, die im selben Zeitraum jeweils vier Treffer erzielten und damit für zwei Drittel der Osnabrücker Tore verantwortlich waren. Für David Kopacz schließt sich mit der Partie gegen die Schweinfurter gewissermaßen ein Kreis. Schließlich erzielte der 26-Jährige im Hinspiel mit einem sehenswerten Distanzschuss sein erstes Tor für den VfL und legte in der zweiten Halbzeit das spielentscheidende Tor zum 2:0 von Robin Meißner auf (Endstand 2:1). Mittlerweile hat Kopacz in vier aufeinanderfolgenden Spielen getroffen. Das gelang beim VfL zuletzt Erik Engelhardt in der Saison 2022/23. Für den Flügelspieler ist es momentan der beste Lauf seiner Karriere. Noch nie konnte der Pole so oft hintereinander treffen. Dabei weiß Kopacz genau, dass sich die Situation im Fußball schnell wieder ändern kann. „Fußball ist auch immer eine Momentaufnahme. Es gibt mal schlechtere und mal solche Phasen. Ich freue mich, dass es momentan so ist. Natürlich ist es mein Ziel, das aufrechtzuerhalten, die Tore zu machen und die Spiele mit der Mannschaft zu gewinnen. Es sind nicht mehr viele Spiele zu gehen. Da will man nochmal alles raushauen“, erläuterte er im Spieltagsinterview bei VfL-TV.

In der Länderspielpause trafen die Lila-Weißen in zwei Testspielen auf Hannover 96 (0:2) und Borussia Mönchengladbach (2:2). Trotz der sieglosen Partien zeigte sich Cheftrainer Timo Schultz im Nachgang zufrieden: „Die Testspiele haben absolut ihren Zweck erfüllt. Es waren zwei Topgegner. Und auch unsere Mannschaft hat sich wirklich gut geschlagen. Es sind alle heile in die Pause reingekommen und vor allem auch alle heil aus der viertägigen Pause wieder rausgekommen. Dementsprechend haben wir jetzt schon zwei Trainingstage hinter uns. Somit läuft alles nach Plan“, erklärte der 48-Jährige am Donnerstagvormittag.

Am Samstag will er mit dem VfL aber sicherlich die Siegesserie fortsetzen und gegen die 05er den siebten Dreier in Folge einfahren. Im letzten und bisher einzigen Gastspiel der Schweinfurter gewannen die Lila-Weißen am 9. Dezember 1990 souverän mit 2:0. Damals reisten die „Schnüdel“ genau wie an diesem Samstag als Tabellenschlusslicht in die Hasestadt. Die Tore für den VfL erzielten damals Uwe Jursch und Uwe Igler.

Das Personal
Bei den Gästen muss Trainer Jermaine Jones auf Nils Piwernetz (Muskelbündelriss), Luka Kalandia (Schambeinentzündung), Erik Shuranov (Leistenprobleme) und Altin Ibisi (Knieverletzung) verzichten.

VfL-Cheftrainer Timo Schultz begrüßte unter der Woche Robin Fabinski nach überstandener Bänderdehnung zurück auf dem Trainingsplatz. Somit fällt beim VfL einzig der gesperrte Fridolin Wagner (Gelbsperre) für das Heimspiel aus.

Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz stand wie gewohnt für das Spieltagsinterview bei VfL-TV am Mikrofon und erklärte dort, dass er sich nicht von der Tabellensituation der Schweinfurter täuschen lassen will und gleichzeitig eine Topleistung seiner Mannschaft fordert: „Seit dem Trainerwechsel sind sie anders in der Spur und haben gerade in ihren Heimspielen wirklich Topleistungen gebracht und auch schon Siege eingefahren. Für uns spielt es keine Rolle, ob wir zu Hause gegen Schweinfurt, Havelse oder Essen spielen. Wir werden eine Topleistung brauchen, um die drei Punkte hierzubehalten. Darauf konzentrieren wir uns und ich bin auch davon überzeugt, dass wir, wenn wir gut spielen und unsere PS auf die Straße bringen, den Platz als Sieger verlassen werden.“

David Kopacz erwartet am Karsamstag einen unangenehmen Gegner an der Bremer Brücke: „Ich glaube immer, wenn ein neuer Trainer da ist, ist auch immer eine kleine Veränderung da. Die 3. Liga ist immer eklig. Da darf man keinen Schritt weniger machen. Ganz egal, wo die Mannschaft, gegen die man spielt, gerade tabellarisch steht. Man muss sich zu hundert Prozent fokussieren und darauf vorbereiten. Es wird, wie gesagt, ein ekliges Spiel. In der 3. Liga ist jedes Spiel anspruchsvoll.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


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