2. Spieltag

Auswärtsspiel
1. FC Saarbrücken
6'
Erdmann (ET)
0:1
13'
Günther-Schmidt
1:1
1
:
2
VfL Osnabrück
43'
Simakala
1:2
Sa. 31.07.2021 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Lars Erbst
Zuschauer: 6400 Zuschauer

match-center

Auf ins zweite Jahr

Rund siebeneinhalb Jahre liegt das letzte Duell zwischen dem VfL Osnabrück und dem 1. FC Saarbrücken zurück. Am kommenden Samstag (Anpfiff: 14.00 Uhr) gibt es ein Wiedersehen im renovierten Ludwigspark – vielleicht auch mit einem Stürmer, der beim letzten Aufeinandertreffen im Februar 2014 noch das Trikot der Lila-Weißen trug.

Für viele Aufsteiger geht es im ersten Jahr nahezu ausschließlich um den Klassenerhalt. Nicht so für den 1. FC Saarbrücken, der in der stark besetzten 3. Liga eine hervorragende Rolle spielte und am Ende auf Rang 5 einlief. Allerdings mussten die Saarländer auch den Preis des Erfolges zahlen: Goalgetter Nicklas Shipnoski, der 15 Tore erzielte und 10 weitere vorbereitete, spielt nun für Fortuna Düsseldorf, der offensivstarke Rechtsverteidiger Anthony Barylla für Erzgebirge Aue und Innenverteidiger Marin Sverko für den FC Groningen.

Neu beim FCS

Der Aderlass in der Defensive sollte eigentlich mit Bruno Soares (WSG Tirol) kompensiert werden, doch der Brasilianer besaß keinen gesicherten Aufenthaltsstatus. Den Saarländern gelang es trotzdem, einige erfahrene Akteure an Bord zu holen. Neben Cheftrainer Uwe Koschinat (zuletzt Sandhausen) gilt das insbesondere für Rechtsverteidiger Dominik Ernst (Magdeburg), Mittelfeldmann Robin Scheu (Sandhausen) und Adriano Grimaldi. Der 30-jährige Stürmer spielte von 2012-14 für den VfL und erzielte in 56 Ligaspielen 13 Tore. Anschließend war Grimaldi für den 1. FC Heidenheim, Preußen Münster, 1860 München und den KFC Uerdingen aktiv.
Rund zwei Dutzend Zu- und Abgänge in einer Sommerpause ohne Ligawechsel bedeuten einen durchaus beträchtlichen Umbau des Kaders. Wo der FCS nun leistungsmäßig steht, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen

Vorbereitung / Saisonauftakt

Saarbrücken testete u.a. den belgischen Erstligisten KAS Eupen (1:1), den Bundesligisten SC Freiburg (1:2) und den Zweitligisten Karlsruher SC (0:1). Den Saisonauftakt bestritt das Team von Uwe Koschinat in der Hannoveraner HDI Arena beim Aufsteiger TSV Havelse und gewann durch einen Treffer von Minos Gouras mit 1:0.

Taktisches

Vor Stammkeeper Daniel Batz wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Viererkette aufreihen. Daraus könnte sich dann eine 4-4-2- oder – wie beim ersten Spiel gegen Havelse – eine 4-2-3-1-Formation (mit Grimaldi im Sturmzentrum) entwickeln.

Lila-Weiß gegen Blau-Schwarz

Das oben erwähnte letzte Aufeinandertreffen endete 4:1 für den VfL, den Führungstreffer markierte Adriano Grimaldi, der auch das 2:1 und 4:1 erzielte (3:1 durch Sebastian Neumann, 1:1 durch Taku Ishihara).
In der 2. und 3. Liga gab es bis dato 20 Begegnungen zwischen beiden Vereinen. Saarbrücken ging achtmal als Sieger vom Platz, die Lila-Weißen waren fünfmal erfolgreich.

Spieltag: 31.07.2021, 14.00 Uhr, Ludwigsparkstadion
Spieltags-Hashtag: #FCSOSN
Gegner-Homepage: www.fc-saarbruecken.de

1. FC Saarbrücken
Spielaufstellung
1
Daniel Batz
 TW
8
Manuel Zeitz
13
Dennis Erdmann
20
Julian Günther-Schmidt
22
Dominik Ernst
23
Mario Müller
26
Dave Gnaase
27
Maurice Deville
28
Minos Gouras
33
Luca Kerber
39
Adriano Grimaldi
 
Ersatzbank
36
Marcel Johnen
 ETW
3
Nick Galle
6
Rasim Bulic
19
Justin Steinkötter
21
Alexander Groiß
24
Sebastian Jacob
25
Tobias Jänicke
32
Marius Köhl
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Lukas Gugganig
6
Sven Köhler
8
Ulrich Taffertshofer
11
Ba-Muaka Simakala
17
Felix Higl
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
26
Sebastian Klaas
33
Timo Beermann
 
Ersatzbank
21
Laurenz Beckemeyer
 ETW
7
Sören Bertram
13
Lukas Kunze
18
Maurice Trapp
24
Manuel Haas
28
Tim Möller
29
Davide-Jerome Itter
31
Luis Sprekelmeyer
34
Hakim Traoré

Endlich wieder Fußball im Ligalltag, endlich wieder Fans auf den Rängen. Am Samstagnachmittag startete mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken die Drittliga-Saison 21/22 für den VfL Osnabrück. Und das mit einem 2:1 Auswärtssieg, der in seiner Art wohl in die Annalen eingehen wird.

Im neugebauten Ludwigsparkstadion herrschte schon vor dem Anpfiff eine grandiose Stimmung. Die mitgereisten Osnabrücker feuerten ihre Mannschaft lautstark an, bei rund 20 Grad und einem Sonne-Wolken-Mix herrschte bestes Fußballwetter.

Maximales Pech für den VfL stellte sich aber bereits in der 3. Minute ein, als Traoré den enteilten Gouras an der Strafraumkante nur mit einem Rempler stoppen konnte. Schiri Erbst fackelte nicht lange und zückte die rote Karte. Den anschließenden Freistoß konnte Kühn zur Ecke entschärfen.

Aber weil der Fußball einfach verrückt ist ging der VfL zu zehnt nur drei Minuten später in Führung!! Simakala bekommt einen langen Ball in die Spitze, dribbelt zum Tor und schiebt die Kugel an Batz im FCS-Tor vorbei. Erdmann ist vor der Linie noch am Ball, drückt ihn aber über die Linie.

Und weil im Ludwigspark an diesem Samstag „der Teufel drin war“ dauerte es nur wieder sieben Minuten, bis das nächste Tor fiel: Nach einem Einwurf von der rechten Seite ist Itter bei der anschließenden Flanke von Gnaase in den Strafraum nicht nah genug an Günther-Schmidt dran, der den Ball per Kopf im langen Eck unterbringt. 1:1 im Ludwigspark.

Das minutenlange Powerplay der Hausherren überstanden die Osnabrücker und suchten ihrerseits wieder die Lücken im Spiel des FCS. In der 25. Minute hätte Lukas Gugganig nach einer Flanke von Florian Kleinhansl beinahe wieder die erneute Führung hergestellt, sein Kopfball klatschte aber an die Latte. Nur zwei Minuten später zog Higl von halblinks aufs Tor, zielte aber zu hoch. Und wieder zwei Minuten später strich Köhlers Schuss aus 20 Metern über den Kasten. Zwischenzeitlich hatte Daniel Scherning auf zwei kompakte Viererketten umgestellt, Higl war die einzige echte Spitze.

In der 35. Minute stockte allen Zuschauern im Ludwigspark der Atem: Taffertshofer und Köhler waren hart zusammengeprallt, Osnabrücks Nummer 6 sank wohl bewusstlos zu Boden und musste von den Sanitätern behandelt werden. Nach einigen bangen Minuten wurde „Köhli“ aus dem Stadion getragen, hielt aber den Daumen nach oben. Für ihn kam Lukas Kunze in die Partie.

Kollektives Ausrasten aus VfL-Sicht in der 45. Minute: Higl macht das Zuspiel fest und leitet den Ball stark weiter auf Heider. Die Flanke in die Box sah eher flatterig aus, landete aber maßgenau bei Simakala, der ins lange Eck traf.

Mit der stark erkämpften aber knappen Führung ging es in die Pause.

Zur zweiten Halbzeit wechselte VfL-Cheftrainer Daniel Scherning Maurice Trapp für den möglicherweise leicht angeschlagenen Beermann ein. „Eule“ hatte Mitte der ersten Hälfte einen harten Zusammenprall im eigenen Strafraum hinnehmen, konnte die erste Hälfte aber zu Ende spielen.

Der FCS erwischte den druckvolleren Start zurück ins Spiel und zeigte sich gleich wieder vor dem VfL-Tor. Die minutenlange Drangphase konnte der VfL aber abwehren und suchte seinerseits die Nadelstiche. So lassen sich auch die weiteren Minuten bis zur Einwechslung von Haas und Bertram in der 76. Minute beschreiben. Echte Torchancen für den VfL gab es, bis auf einen 40-Meter-Versuch von Lukas Gugganig in der 53. Minute, nicht. Für die beiden frischen Kräfte verließen Simakala und Heider das Feld.

Das Spiel wogte hin und her, echte Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Typisch für die 3. Liga war Kämpfen angesagt. In den Schlussminuten warf der FCS alles nach vorn um doch noch den Ausgleich zu erzielen aber der VfL überstand auch diese Phase und sicherte leidenschaftliche 3 Punkte!

Aufstellung VfL: Kühn – Beermann, Gugganig, Kleinhansl, O. Traoré – Taffertshofer, Klaas (Itter, 12.), Köhler (Kunze, 38.) – Simakala, Higl, Heider

Aufstellung 1. FC Saarbrücken: Batz – Ernst (Steinkötter, 78.), Zeitz, Erdmann, Müller (Galle, 46.) – Gnaase (Jacob, 61.), Kerber – Deville, Günther-Schmidt (Köhl, 86.), Gouras – Grimaldi

Verwarnungen:
VfL: Traoré (rote Karte, 3.), Taffertshofer (45.+5), Haas (79.)
1. FC Saarbrücken: Müller (9.), Deville (27.), Erdmann (45.+2), Kerber (56.), Gouras (58.)

Ecken:
VfL: 1
1. FC Saarbrücken: 9

Zuschauer: 6.400 (ausverkauft)