11. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
0
:
1
FSV Zwickau
73'
König
0:1
Sa. 02.10.2021 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Patrick Schwengers
Zuschauer: 7638 Zuschauer

match-center

Besuch aus Sachsen

Mit dem nächsten Gegner kehrt ein alter Bekannter an die Bremer Brücke zurück: Seit 2018 führt VfL-Rekordspieler Joe Enochs an der Seitenlinie des FSV Zwickau Regie. Die Partie gegen die Sachsen wird am Samstag um 14.00 Uhr angepfiffen.

Mittelfeld oder Abstiegskampf – um diese Alternative ging es bei den „Schwänen“ in den vergangenen drei Jahren. 2018/19 belegte der FSV einen hervorragend siebten Tabellenplatz. Ein Jahr später rettete den Klub nur die um einen Treffer bessere Tordifferenz gegenüber Chemnitz vor der Regionalliga. Dann ging es wieder hoch auf Platz 10, mit dem Abstiegskampf hatte man 2020/21 praktisch nichts zu tun.
Doch in diesem Jahr sieht das wieder ganz anders aus. Nach nur einem Sieg in zehn Spielen geht es für den FSV einmal mehr darum, die Klasse zu halten, um dann das siebte Jahr in Folge in der 3. Liga vertreten zu sein.

Viel Erfahrung

Das wird keine leichte Aufgabe, obwohl die Zwickauer mit Nils Butzen und Max Reinthaler (beide Rostock), Patrick Göbel (Uerdingen), Dominic Baumann (Würzburg), Maximilian Jansen (Duisburg) oder dem Ex-Osnabrücker Adam Susac erfahrene Leute verpflichten konnten. Die Jüngsten der Genannten sind 26 Jahre alt, alle kennen sich in der 3. Liga gut aus und Butzen, Baumann, Jansen und Susac waren auch schon eine Etage höher im Einsatz.
Summa summarum liegt der Altersdurchschnitt der Mannschaft nach Berechnungen des Portals transfermarkt.de bei 26,1 Jahren – ebenso hoch wie beim 1. FC Saarbrücken. In dieser Tabelle belegen die beiden Vereine Rang 3 hinter Türkgücü München (26,6) und dem SV Meppen (26,7).
In den bisherigen Begegnungen zahlte sich die Routine aber kaum aus. Zwickau war selten deutlich unterlegen, kam aber oft den entscheidenden Schritt zu spät oder trotz guter Ansätze nicht über ein Remis hinaus. Immerhin sind die „Schwäne“ seit drei Spielen ungeschlagen und verbuchten in dieser Zeit auch einen überraschenden 2:0-Auswärtssieg bei 1860 München.
Die kommenden Aufgaben werden allerdings nicht leichter. Nach dem VfL heißen die Gegner bis Ende November Duisburg, Mannheim, Havelse, Wehen Wiesbaden, Magdeburg und Türkgücü München.

Taktisches

Die Mannschaft kommt im 4-4-2-System gut zurecht, Joe Enochs legt aber Wert auf Variabilität und erprobte zwischenzeitlich auch andere Formationen. Zwickaus Chefcoach hält allerdings auch viel von Kontinuität. Keeper Johannes Brinkies, Steffen Nkansah, Marco Schikora, Marius Hauptmann, Lars Lokotsch und der mittlerweile 38-jährige Stürmer Ronny König waren bis dato in allen zehn Spielen mit von der Partie.

Lila-Weiß gegen Rot-Weiß

Sechs Begegnungen gab es bislang in der 3. Liga, der VfL konnte vier für sich entscheiden und musste nur eine Niederlage hinnehmen. In der Aufstiegssaison 2018/19 gewannen die Lila-Weißen in Zwickau mit 1:0 und an der Bremer Brücke mit 3:0.

Spieltag: 02.10.2021, 14.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNFSV

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Lukas Gugganig
6
Sven Köhler
8
Ulrich Taffertshofer
11
Ba-Muaka Simakala
13
Lukas Kunze
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
30
Aaron Opoku
33
Timo Beermann
 
Ersatzbank
1
Tim Wiesner
 ETW
7
Sören Bertram
9
Andrew Wooten
16
Ulrich Bapoh
17
Felix Higl
18
Maurice Trapp
24
Manuel Haas
26
Sebastian Klaas
28
Tim Möller
FSV Zwickau
Spielaufstellung
1
Johannes Brinkies
C  TW
6
Maximilian Jansen
9
Lars Lokotsch
10
Manfred Starke
13
Mike Könnecke
14
Max Reinthaler
15
Ronny König
18
Johan Gomez
21
Marco Schikora
23
Marius Hauptmann
25
Steffen Nkansah
 
Ersatzbank
29
Matti Kamenz
 ETW
5
Felix Brand
7
Yannic Voigt
17
Adam Susac
19
Davy Frick
20
Luca Finn Horn
27
Yannik Möker

Chancen für den VfL, Tor für Zwickau

Der VfL hat das Heimspiel gegen den FSV Zwickau am Samstagnachmittag mit 0:1 (0:0) verloren. Die Lila-Weißen vergaben dabei zahlreiche Chancen – im Gegensatz zu den Gästen, für die Ronny König das Tor des Tages erzielte.

Nach der Niederlage auf dem Betzenberg beorderte VfL-Cheftrainer Daniel Scherning Köhler und Simakala anstelle von Klaas und Bertram in die Startelf, während sein Gegenüber Joe Enochs nach dem torlosen Remis gegen Freiburg II mit Lokotsch für Horn begann.

7.638 Zuschauer sahen ein munteres Spiel mit immer deutlicheren Feldvorteilen für den VfL. Den ersten guten Abschluss hatte Omar Traoré, der aus halbrechter Position abzog, den schnell reagierenden Johannes Brinkies aber nicht überwinden konnte (17.). Nur zwei Minuten später rettete Max Reinthaler in letzter Sekunde vor dem heranrauschenden Marc Heider, der auch per Kopf noch eine gute Möglichkeit hatte, den Ball aber über die Latte setzte (26.).

Bis zur Pause blieben die Lila-Weißen spielbestimmend, brachten den Ball aber nicht im Gehäuse der Zwickauer unter. Die größte Gelegenheit hatte in dieser Phase erneut Heider, der den Ball reinzugrätschen versuchte, aber knapp am langen Pfosten vorbeizielte (38.).

Nach dem Seitenwechsel blieb der VfL am Drücker, kam aber zunächst nicht zu klaren Tormöglichkeiten. Ba-Muaka Simakala versuchte es dann aus 20 Metern, sein Schuss wurde jedoch zur Ecke abgefälscht (61.). Zehn Minuten später rollte ein Angriff über Klaas und Kleinhansl, dessen Flanke Sören Bertram am langen Pfosten erreichte. Der Offensivmann konnte den scharf hereingegebenen Ball aber nicht mehr kontrollieren.

Auf der anderen Seite hatte sich bislang wenig getan, doch das sollte sich in der 73. Minute ändern. Ein kurzes Anspiel auf Ronny König nahm der 38-jährige Routinier locker auf, drehte sich, überraschte Gugganig und traf zum 1:0 für den FSV Zwickau.

Der VfL warf noch einmal alles nach vorne, doch in der Defensive waren die gut gestaffelten Gäste jetzt kaum mehr zu überwinden. Die letzte Gelegenheit des Spiels gehörte noch einmal Marc Heider, dessen Kopfball aber in den Armen von Brinkies landete (90.+4).

Der VfL trifft nun am Mittwoch im NFV-Pokal auf den SV Meppen. In der Liga geht´s erst am 15. Oktober weiter – beim FC Viktoria 1889 Berlin.

Namen, Zahlen, Fakten

Startaufstellung VfL:
Kühn – Traoré, Gugganig, Beermann, Kleinhansl – Taffertshofer (76. Bapoh), Köhler, Kunze (60. Klaas), Simakala (76. Higl), Heider, Opoku (67. Bertram / 75. Wooten)

Startaufstellung Zwickau:
Brinkies – Hauptmann, Reinthaler, Nkansah, Schikora – Gomez, Jansen (46. Möker), Könnecke, Starke (90. Susac) – König, Lokotsch (56. Horn)

Gelbe Karte Zwickau:
Reinthaler, Jansen, Starke, Schikora

Gelbe Karte VfL:
Beermann

Tor
0:1: König (73.)