23. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
39'
Heider
1:0
51'
Opoku
2:0
2
:
0
FC Würzburger Kickers
Di. 25.01.2022 Anstoß: 19:00 Uhr | Schiedsrichter: Sven Jablonski
Zuschauer: 500 Zuschauer

match-center

Besuch aus Unterfranken

Die erste englische Woche des neuen Jahres hat begonnen. Nur drei Tage nach dem Gastspiel in Wiesbaden treffen die Lila-Weißen an der Bremer Brücke auf die Würzburger Kickers. Anpfiff der Partie ist um 19.00 Uhr.

Der Kampf um Auf- oder Abstieg prägt die Situation bei den Würzburger Kickers seit einigen Jahren. Es sind unruhige Zeiten, die sich auch auf der Trainerbank widerspiegeln. Nach Michael Schiele, Marco Antwerpen, Bernhard Trares, Sebastian Schuppan, Ralf Santelli und Torsten Ziegner ist der seit Oktober 2021 amtierende Danny Schwarz bereits der siebte Übungsleiter seit September 2020.
Folgerichtig drehte sich auch das Spielerkarussell in der Winterpause fleißig weiter. Würzburg tauschte seinen Stümer Vladimir Nikolov gegen Admira Wackers Offensivmann Marco Hausjell und verpflichtete neben Marvin Stefaniak (Wolfsburg) auch den zuletzt für Ingolstadt spielenden Peter Kurzweg, der von 2015 bis 19 bereits für den FWK aktiv war. Außerdem wurde Stürmer André Becker vom Zweitligisten Regensburg ausgeliehen – er soll wohl Marvin Pourié ersetzen, von dem sich der Verein trennen will.

Im Tabellenkeller

Seit Saisonbeginn spürt der Zweitliga-Absteiger auch in Liga 3 den Sog des Tabellenkellers. Bis Mitte September konnte kein einziges Spiel gewonnen werden, der erste Dreier gelang am 9. Spieltag – ausgerechnet bei den ansonsten überragenden Magdeburgern. Doch eine Trendwende bedeutete der überraschende Erfolg nicht. Würzburg konnte nur zwei weitere Partien gewinnen und steht weiter auf einem Abstiegsplatz.
Besonders kritisch ist die Torausbeute. In den bisherigen 22 Partien erzielten die Kickers gerade einmal 15 Treffer – weniger als jedes andere Team in der 3. Liga. Die meisten Scorerpunkte sammelte Mittelfeldmann David Kopacz, der zwei Tore erzielte und sechs weitere auflegte.

Taktisches

Aus den jüngsten Auftritten der Kickers ergibt sich in taktischer Hinsicht kein einheitliches Bild. Das ist offenbar beabsichtigt, denn Danny Schwarz will sich in kein Schema pressen lassen und findet die Einstellung ohnehin wichtiger als Vorgaben am Reißbrett. Stammtorwart Hendrik Bonmann und die Viererkette dürften dennoch gesetzt sein.

Lila-Weiß gegen Rot-Weiß

Seit der ersten Begegnung im Oktober 2015 gab es neun Duelle zwischen Osnabrück und Würzburg. Die Lila-Weißen taten sich an der Bremer Brücke in der Regel schwerer als am Dallenberg. Insgesamt konnte der VfL vier Partien gewinnen, zwei gingen an die Unterfranken.

Spieltag: 25.01.2022, 19.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNFWK

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
6
Sven Köhler
8
Ulrich Taffertshofer
11
Ba-Muaka Simakala
18
Maurice Trapp
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
26
Sebastian Klaas
30
Aaron Opoku
33
Timo Beermann
 
Ersatzbank
1
Tim Wiesner
 ETW
4
Lukas Gugganig
7
Sören Bertram
9
Andrew Wooten
10
Oliver Wähling
16
Ulrich Bapoh
17
Felix Higl
24
Manuel Haas
29
Davide-Jerome Itter
FC Würzburger Kickers
Spielaufstellung
1
Hendrik Bonmann
C  TW
3
Niklas Hoffmann
5
Leon Schneider
6
Tobias Kraulich
10
Maximilian Breunig
11
Saliou Sané
16
Peter Kurzweg
22
Daniel Hägele
29
David Kopacz
32
Christian Strohdiek
38
Robert Herrmann
 
Ersatzbank
24
Marc Richter
 ETW
2
Dennis Waidner
7
Mirnes Pepic
14
Louis Breunig
19
Marco Hausjell
21
Moritz Heinrich
25
Dominik Meisel
34
Marvin Stefaniak
39
André Becker

Ein Sieg für die Moral und ein Premierentreffer

Am Dienstagabend besiegte der VfL die Würzburger Kickers mit 2:0. Ein Sieg für die Moral, blieb der VfL doch immer „dran“ und ließ sich nie aus der Ruhe bringen. Und umso freudiger, feierte Aaron Opoku doch seinen Premierentreffer gegen die Franken.

„Sehr wichtig“ sei das Spiel, hatte VfL-Cheftrainer Daniel Scherning unter der Woche gesagt. Nach 4 Punkten aus den Spielen gegen Saarbrücken und Wehen Wiesbaden sollte die Woche vergoldet werden.

Das gelang in eindrucksvoller Manier. Bis auf wenige Flankenbälle war VfL-Keeper Philipp Kühn am Dienstagabend beschäftigungslos – ganz anders Kickers-Keeper Bonmann: Bereits beim 30 Meter Lattenkracher-Freistoß von Heider in der Anfangsviertelstunde war Gefahr angesagt, Simakala, Kleinhansl und Opoku prüften Bonmann ebenfalls. In der 39. Minute erlöste Teamkapitän Marc Heider mit seinem Tor zum 1:0 die 500 Zuschauer auf der Tribüne und seine Mannschaftskameraden.

Der Jubel schwoll in der 51. Minute zum Orkan an, hatte Flügelflitzer Aaron Opoku doch endlich sein Premierentor erzielt: Heider hatte gedankenschnell auf den einstartenden Opoku durchgesteckt und der blieb vor Bonmann eiskalt und schob flach ein.

„Heidi setzt mich super ein, ich nehme gut mit und schließe ab. Dass er reingeht, umso schöner. Ich bin überglücklich, dass ich endlich getroffen habe“, freute sich Opoku nach dem Spiel.

Wenn es an diesem Dienstagabend überhaupt Kritik gebrauchte, dann die, dass die Osnabrücker das Ergebnis nicht noch höher schraubten. Die Gelegenheiten waren da, die Würzburger offenbarten zunehmend größere Räume im Mittelfeld. Taffertshoher, Köhler, Heider, Simakala…Möglichkeiten zu weiteren Toren gab es einige.

Aber: Auch wenn den Kickers an diesem Abend die letzte Torgefahr abging hatte die Hintermannschaft doch immer wieder Arbeit mit Stürmer Saliou Sané im Strafraum, die tiefen Flankenläufe versprühten stets eine gewisse Gefahr.

Unter dem Strich steht aber eins: Resilienz! Der VfL hatte sich nie von seinem Weg abbringen lassen, Widrigkeiten im Kollektiv überwunden, immer an sich geglaubt. Das dürfte der Moral der Truppe mehr als guttun.

Der Lohn waren wichtige 3 Punkte, die vorerst für Rang 6 reichen – und das Duisburg-Nachholspiel steckt noch im Köcher.

Aber zunächst geht es für die Lila-Weißen am Samstag zu den Youngstern von Borussia Dortmund.