37. Spieltag

Auswärtsspiel
TSV Havelse
0
:
1
VfL Osnabrück
81'
Gugganig
0:1
Sa. 07.05.2022 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer
Zuschauer: 1769 Zuschauer

match-center

In Hannover gegen Havelse

Nach dem enttäuschenden Gastspiel im Breisgau will VfL-Trainer Daniel Scherning eine Reaktion sehen. Gelegenheit dazu gibt es am Samstag in der HDI Arena, wo der VfL das letzte Auswärtsspiel dieser Saison bestreitet. Gastgeber ist der bereits als Absteiger feststehende TSV Havelse (Anstoß: 14.00 Uhr).

Nach nur einem Jahr ist das Gastspiel des TSV Havelse in der 3. Liga schon wieder beendet, 2022/23 treten die Kicker aus Garbsen in der Regionalliga an. Wenn auch vielleicht nicht alle. Stürmer Fynn Lakenmacher soll das Interesse von 1860 München geweckt haben, während der Hallesche FC Medienberichten zufolge mit einer Verpflichtung von Leon Damer liebäugelt. Der starke Schlussmann Norman Quindt (kicker-Durchschnittsnote 2,87) hat sich ebenfalls für höhere Aufgaben empfohlen.
Überhaupt war der TSV trotz des frühzeitig feststehenden Abstiegs nur an den ersten acht Spieltagen ein sicherer Punktelieferant. Als sich die Havelser an die Liga gewöhnt hatten, gab es auch Erfolgserlebnisse und Punktgewinne gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel wie Osnabrück, Saarbrücken oder Magdeburg.
In der Summe waren fünf Siege aber zu wenig, um die Klasse zu halten oder wenigstens bis zum Ende um ein weiteres Jahr in Liga 3 mitzuspielen. Außerdem weist Havelse mit 28 Toren die geringste Trefferquote und mit nur einem Auswärtssieg die schwächste Reisebilanz aller Drittligisten auf.

Taktisches

In den letzten drei Spielen (1:1 in Halle, 1:0 gegen Freiburg, 0:3 in München) vertraute Cheftrainer Rüdiger Ziehl einer Dreierkette. Das Angriffsduo bildeten Fynn Lakenmacher und Kianz Froese, die beide fünf Saisontreffer erzielten. Vor allem gegen Halle und Freiburg zeigten die Niedersachsen trotz ihrer aussichtslosen Tabellensituation eine starke Leistung, welche die Gegner vor einige Probleme stellte.

Lila-Weiß gegen Rot-Weiß

Bis dato gab es nur drei Liga-Begegnungen zwischen dem VfL Osnabrück und dem TSV Havelse. 1990/91, als beide Vereine in der 2. Bundesliga spielten, siegte der VfL an der Bremer Brücke (3:2) und im Wilhelm-Langrehr-Stadion (5:1).
Das Hinspiel der laufenden Saison endete Anfang Dezember 0:0 unentschieden.

Spieltag: 07.05.2022, 14.00 Uhr, HDI Arena
Spieltags-Hashtag: #TSVOSN

TSV Havelse
Spielaufstellung
1
Norman Quindt
 TW
13
Niklas Teichgräber
14
Leon Damer
15
Kianz Froese
18
Fynn-Luca Lakenmacher
19
Fynn Arkenberg
20
Tobias Foelster
23
Linus Niklas Martin Meyer
25
Oliver Daedlow
27
Leonardo Gubinelli
39
Florian Riedel
 
Ersatzbank
12
Tobias Stirl
 ETW
5
Jonas Sonnenberg
8
Julius Langfeld
11
Yannik Jaeschke
16
Torben Engelking
17
Ilir Qela
24
Noah Plume
26
Niklas Tasky
28
Julian Rufidis
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
6
Sven Köhler
10
Oliver Wähling
13
Lukas Kunze
17
Felix Higl
18
Maurice Trapp
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
24
Manuel Haas
29
Davide-Jerome Itter
 
Ersatzbank
1
Tim Wiesner
 ETW
21
Laurenz Beckemeyer
 ETW
9
Andrew Wooten
11
Ba-Muaka Simakala
16
Ulrich Bapoh
25
Emeka Oduah
34
Tom-Julian Kanowski
38
Kevin Wiethaup
39
Yigit Karademir

Auswärtssieg in Hannover

Das letzte Auswärtsspiel der Saison führte den VfL Osnabrück in die niedersächsische Landeshauptstadt nach Hannover. In der HDI-Arena ging es gegen den bereits als Absteiger feststehenden TSV Havelse. Hier kommt unser Spielbericht.

Aufgrund der Verletzten- und Gesperrtensituation war Cheftrainer Daniel Scherning zu einigen Umstellungen in der Startformation gezwungen. Sebastian Klaas und Florian Kleinhansl fielen gelbgesperrt aus, Uli Taffertshofer, Sören Bertram und Innenverteidiger Timo Beermann werden in der laufenden Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. So kam Mittelfeldspieler Oliver Wähling zu seinem Startelfdebüt. Auch Davide Itter und Manuel Haas kamen von Beginn an zum Einsatz. Schiedsrichter der Partie war Patrick Hanslbauer. Taktisch begann der VfL erstmals nicht im 4-3-3, sondern in einem 4-4-2 mit Heider und Higl in den Spitze. Havelses Cheftrainer Rüdiger Ziehl wählte ein defensives 5-3-2

Auf dem Papier eine klare Sache – auf dem Platz oftmals die schwersten Spiele. Die Havelser versteckten sich kein bisschen, spielten locker auf, aber in der Anfangsphase blieb der VfL cool und wirkte geschlossener und konzentrierter als noch am Vorwochenende in Freiburg. Der Osnabrücker Fanblock war bestens aufgelegt und mit über 1.000 Osnabrückern gut gefüllt. Die erste echte Chance der Partie hatte Gugganig, dessen Kopfball nach einer Ecke von Haas in der 14. Minute an die Latte klatschte.

Kurz darauf war Froese für Havelse durch die VfL-Abwehr gebrochen und tauchte allein vor Kühn auf, der jedoch den ersten Versuch stark parierte und auch bei Nachschuss aus extrem spitzem Winkel cool blieb. Die anschließende Ecke verpuffte. In der 20. Minute war der VfL wieder durch einen Kopfball nah am Führungstor: Itter brachte die Flanke aus dem rechten Halbfeld auf den zentral postierten Higl, Quindt packe aber zu, der Kopfball geriet zudem etwas zu mittig.

Der VfL blieb dran, vieles klappte deutlich besser als zuletzt. In der 29. Minute drang Wähling von links in den Strafraum ein, chippte den Ball rüber zu Heider, der auf Higl ablegte. Sein Schuss aus der Drehung klatschte erneut an die Latte. Nach einer halben Stunde hatte der VfL sich spielerisch ein deutliches Übergewicht erarbeitet. In der 39. Minute brachte Traoré einen schönen Pass an den freien Heider, dessen Schuss aus kurzer Distanz noch von Quindt abgefangen wurde. Kurz vor der Pause hatten die Gastgeber noch zwei richtig dicke Chancen, die Kühn jeweils stark entschärfte. Dass das Spiel bis zur Halbzeit torlos blieb, musste der VfL sich nach einigen guten, ausgelassenen Chancen, selbst ankreiden.

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte. Und der VfL übernahm gleich wieder das Zepter, tat sich aber weiter schwer, gegen die eng gestaffelte Abwehr der Havelser. Gleichzeitig hätten die nach einer Ecke in der 50. Minute ihrerseits in Führung gehen können: Über Umwege kam der Ball zu Meyer am zweiten Pfosten, der nur noch hätte einschieben müssen, aber über das VfL-Tor zielte.

In der 63. Minute brachte die sechste Ecke des Tages Gefahr. Der Ball titschte vor der Torlinie her, landete bei Traoré am langen Pfosten, der traf aber nur das Außennetz. Der guten Stimmung (Galgenhumor?) im VfL-Fanblock tat das relativ laue Geschehen auf dem Feld jedenfalls keinen Abbruch.

Zur Schlussviertelstunde brachte Daniel Scherning mit Andrew Wooten und Uli Bapoh seine letzten zwei frischen Kräfte.

In der 82. Minute brachte die achte Ecke die Erlösung für den VfL: Haas brachte die Kugel von rechts zentral in die Box wo Gugganig am höchsten stieg und per Kopf zum 1:0 in die Maschen traf.

Danach retteten Kühn und pures Glück den VfL zwei Mal vor dem Ausgleich der Gastgeber – Plum und Tasky, beide kurz zuvor eingewechselt, hatten hundertprozentige Chancen zum 1:1…

Aber es langte am Ende doch für den denkbar knappsten Sieg in der Fremde. Am nächsten Samstag wartet nun das letzte Heimspiel der Saison gegen den 1. FC Magdeburg. Die Chance auf Platz 4 lebt..!

 

Aufstellungen:

VfL: Kühn – Traoré (Simakala, 67.), Trapp, Gugganig, Kleinhansl – Köhler, Kunze, Itter (Oduah, 59.), Wähling (Bapoh, 75.) – Heider, Higl (Wooten, 75.)

TSV Havelse: Quindt – Damer, Riedel, Fölster, Arkenberg (Sonnenberg, 84.), Teichgräber – Daedlow (Plume, 84.), Gubinelli (Tasky 84.), Meyer (Jaeschke, 59.) – Froese, Lakenmacher (Langfeld, 78.)

Verwarnungen:

VfL: Köhler (90.)

TSV Havelse: Meyer (30.)

Ecken:

VfL: 9

TSV Havelse: 7

Zuschauer: 1.769 (ca. 1.400 Osnabrücker)

Erfolg an der Leine

Das letzte Auswärtsspiel der Saison führte den VfL Osnabrück in die niedersächsische Landeshauptstadt nach Hannover. In der HDI-Arena ging es gegen den bereits als Absteiger feststehenden TSV Havelse. Hier kommt unser Spielbericht.

Aufgrund der Verletzten- und Gesperrtensituation war Cheftrainer Daniel Scherning zu einigen Umstellungen in der Startformation gezwungen. Sebastian Klaas und Florian Kleinhansl fielen gelbgesperrt aus, Uli Taffertshofer, Sören Bertram und Innenverteidiger Timo Beermann werden in der laufenden Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. So kam Mittelfeldspieler Oliver Wähling zu seinem Startelfdebüt. Auch Davide Itter und Manuel Haas kamen von Beginn an zum Einsatz. Schiedsrichter der Partie war Patrick Hanslbauer. Taktisch begann der VfL erstmals nicht im 4-3-3, sondern in einem 4-4-2 mit Heider und Higl in den Spitze. Havelses Cheftrainer Rüdiger Ziehl wählte ein defensives 5-3-2

Auf dem Papier eine klare Sache – auf dem Platz oftmals die schwersten Spiele. Die Havelser versteckten sich kein bisschen, spielten locker auf, aber in der Anfangsphase blieb der VfL cool und wirkte geschlossener und konzentrierter als noch am Vorwochenende in Freiburg. Der Osnabrücker Fanblock war bestens aufgelegt und mit über 1.000 Osnabrückern gut gefüllt. Die erste echte Chance der Partie hatte Gugganig, dessen Kopfball nach einer Ecke von Haas in der 14. Minute an die Latte klatschte.

Kurz darauf war Froese für Havelse durch die VfL-Abwehr gebrochen und tauchte allein vor Kühn auf, der jedoch den ersten Versuch stark parierte und auch bei Nachschuss aus extrem spitzem Winkel cool blieb. Die anschließende Ecke verpuffte. In der 20. Minute war der VfL wieder durch einen Kopfball nah am Führungstor: Itter brachte die Flanke aus dem rechten Halbfeld auf den zentral postierten Higl, Quindt packe aber zu, der Kopfball geriet zudem etwas zu mittig.

Der VfL blieb dran, vieles klappte deutlich besser als zuletzt. In der 29. Minute drang Wähling von links in den Strafraum ein, chippte den Ball rüber zu Heider, der auf Higl ablegte. Sein Schuss aus der Drehung klatschte erneut an die Latte. Nach einer halben Stunde hatte der VfL sich spielerisch ein deutliches Übergewicht erarbeitet. In der 39. Minute brachte Traoré einen schönen Pass an den freien Heider, dessen Schuss aus kurzer Distanz noch von Quindt abgefangen wurde. Kurz vor der Pause hatten die Gastgeber noch zwei richtig dicke Chancen, die Kühn jeweils stark entschärfte. Dass das Spiel bis zur Halbzeit torlos blieb, musste der VfL sich nach einigen guten, ausgelassenen Chancen, selbst ankreiden.

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte. Und der VfL übernahm gleich wieder das Zepter, tat sich aber weiter schwer, gegen die eng gestaffelte Abwehr der Havelser. Gleichzeitig hätten die nach einer Ecke in der 50. Minute ihrerseits in Führung gehen können: Über Umwege kam der Ball zu Meyer am zweiten Pfosten, der nur noch hätte einschieben müssen, aber über das VfL-Tor zielte.

In der 63. Minute brachte die sechste Ecke des Tages Gefahr. Der Ball titschte vor der Torlinie her, landete bei Traoré am langen Pfosten, der traf aber nur das Außennetz. Der guten Stimmung (Galgenhumor?) im VfL-Fanblock tat das relativ laue Geschehen auf dem Feld jedenfalls keinen Abbruch.

Zur Schlussviertelstunde brachte Daniel Scherning mit Andrew Wooten und Uli Bapoh seine letzten zwei frischen Kräfte.

In der 82. Minute brachte die achte Ecke die Erlösung für den VfL: Haas brachte die Kugel von rechts zentral in die Box wo Gugganig am höchsten stieg und per Kopf zum 1:0 in die Maschen traf.

Danach retteten Kühn und pures Glück den VfL zwei Mal vor dem Ausgleich der Gastgeber – Plum und Tasky, beide kurz zuvor eingewechselt, hatten hundertprozentige Chancen zum 1:1…

Aber es langte am Ende doch für den denkbar knappsten Sieg in der Fremde. Am nächsten Samstag wartet nun das letzte Heimspiel der Saison gegen den 1. FC Magdeburg. Die Chance auf Platz 4 lebt..!

 

Aufstellungen:

VfL: Kühn – Traoré (Simakala, 67.), Trapp, Gugganig, Kleinhansl – Köhler, Kunze, Itter (Oduah, 59.), Wähling (Bapoh, 75.) – Heider, Higl (Wooten, 75.)

TSV Havelse: Quindt – Damer, Riedel, Fölster, Arkenberg (Sonnenberg, 84.), Teichgräber – Daedlow (Plume, 84.), Gubinelli (Tasky 84.), Meyer (Jaeschke, 59.) – Froese, Lakenmacher (Langfeld, 78.)

Verwarnungen:

VfL: Köhler (90.)

TSV Havelse: Meyer (30.)

Ecken:

VfL: 9

TSV Havelse: 7

Zuschauer: 1.769 (ca. 1.400 Osnabrücker)