20. Spieltag

Auswärtsspiel
MSV Duisburg
50'
Stoppelkamp
1:2
1
:
2
VfL Osnabrück
18'
Kleinhansl
0:1
36'
Tesche
0:2
Sa. 28.01.2023 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Patrick Kessel
Zuschauer: 11358 Zuschauer

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Vorbericht #MSVOSN

Dienstag noch in Dortmund, misst sich der VfL bereits morgen mit dem MSV Duisburg. Anpfiff in der Schauinsland-Reisen-Arena ist um 14:00 Uhr. Der Vorbericht.

Die Ausganslage

Der MSV konnte mit dem 3:2-Auswärtssieg in Saarbrücken einen gelungenen Auftakt in das neue Jahr feiern. Am vergangenen Spieltag mussten die Duisburger aber eine 1:3-Heimniederlage gegen Waldhof Mannheim einstecken. Die Duisburger stehen damit auf dem 11. Platz der Tabelle, drei Punkte hinter den Lila-Weißen. Die Meidericher müssen unter anderem auf Joshua Bitter (Sperre) und Ex-VfLer Benjamin Girth verzichten.

Die Osnabrücker knüpften mit dem Sieg beim BVB II an die starke Serie der letzten Spieltage an. Mit den mitgereisten Fans konnte am Dienstag unter Flutlicht der 2:1-Erfolg im Signal Iduna Park gefeiert werden. Durch die Rettungstat von Marc Heider sowie die Tore von Erik Engelhardt und Chance Simakala stehen die Lila-Weißen mit 28 Punkten auf Platz acht. Am Samstag soll die tolle Serie von fünf Siegen aus sechs Spielen weiter ausgebaut werden.

Die Bilanz

Neunmal trafen der VfL und der MSV bisher in der dritten Liga aufeinander. Viermal behielten die Duisburger die Oberhand, dreimal wurden die Punkte geteilt. Den zweiten Sieg gegen den MSV feierten die Lila-Weißen am 1. Spieltag der Saison an der Bremer Brücke. Sven Köhler schoss die Lila-Weißen mit seinem Traumtor zum Sieg.

Das Personal

Weiterhin muss Cheftrainer Tobias Schweinsteiger auf die beiden Langzeitverletzten Emeka Oduah und Sören Bertram verzichten, die sich beide im Aufbau befinden. Yigit Karademir befindet sich in den Abiturvorbereitungen und wird dem Team eingeschränkter zur Verfügung stehen. Omar Traoré steht dem VfL-Trainer zur Verfügung.

Die Stimmen

„Wir wollen weiter so arbeiten wie in den letzten Wochen. Ich versuche, den Jungs die Regeneration nach dem Dortmund-Spiel zu geben. Dienstag hatten wir super Laufwerte und die Jungs scheinen fit zu sein. Auch am Wochenende werden wir weider Spieler von der Bank bringen, die frisch sind. Duisburg ist ein typischer Drittligist. Sie können jeden schlagen, aber auch gegen jeden verlieren. Das ist eine gute und erfahrene Mannschaft mit guten Einzelspielern. Sie wissen, was zu tun ist in den verschiedenen Spielphasen. Wir haben im Team jede Position doppelt besetzt und werden auch jeden Spieler brauchen. Wir hoffen, dass viele Osnabrücker nach Duisburg kommen. Die Fans haben uns in Dortmund extrem Power gegeben“, so Chefrainer Tobias Schweinsteiger vor dem Auftakt in die Rückrunde.

Marc Heider blickt kurz auf den Auswärtssieg in Dortmund zurück: „Das Gefühl nach Dienstag ist, dass ich mit der Aktion die drei Punkte festhalten konnte und wir sonst zwei Punkte dämlich verloren hätten. Dementsprechend bin ich froh, dass ich in dem Moment dort gestanden habe und den Ball vor der Linie wegkratzen konnte. Wenn man helfen kann, ist es immer gut. Das ist eine neue ungewohnte Rolle, aber die Lage ist so wie es ist und ich versuche das Beste daraus zu machen. Und in erster Linie versuche ich dem Verein und der Mannschaft zu helfen. Duisburg ist eine Mannschaft mit viel Erfahrung und Qualität, wir müssen von Anfang an wach sein und bestenfalls kein frühes Gegentor bekommen. Wir wollen so erfolgreich sein wie in den letzten Spielen. Die Fankultur in Osnabrück ist der Oberhammer und wir freuen uns über jeden, der kommt und uns begleitet. Das ist das, was wir brauchen und was uns die Sicherheit gibt. Wollen denen am besten drei Punkte schenken.“

MSV Duisburg
Spielaufstellung
24
Maximilian Braune
 TW
4
Marvin Senger
7
Kolja Pusch
10
Moritz Stoppelkamp
13
Julian Hettwer
18
Caspar Jander
21
Rolf Günther Feltscher
23
Niclas Stierlin
28
Sebastian Mai
32
Niklas Kölle
37
Marlon Frey
 
Ersatzbank
33
Lukas Raeder
 ETW
2
Baran Mogultay
5
Leroy Kwadwo
11
Aziz Bouhaddouz
15
Tobias Fleckstein
16
Jonas Michelbrink
17
Marvin Knoll
19
Chinedu Ekene
20
Marvin Ajani
VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Maxwell Gyamfi
6
Sven Köhler
8
Robert Tesche
9
Erik Engelhardt
11
Ba-Muaka Simakala
13
Lukas Kunze
23
Haktab Omar Traore
28
Noel Niemann
33
Timo Beermann
 
Ersatzbank
1
Daniel Adamczyk
 ETW
15
Paterson Chato
16
Henry Rorig
17
Felix Higl
19
Leandro Putaro
20
Marc Heider
24
Manuel Haas
32
Jannes Wulff
38
Kevin Wiethaup

Die Serie geht weiter!

Am Samstag war der VfL Osnabrück in der Schauinsland-Reisen-Arena beim MSV Duisburg. Nach 95 leidenschaftlichen Minuten war der zweite Auswärtssieg des Jahres unter Dach und Fach. Unser Spielbericht.

VfL-Cheftrainer Tobias Schweinsteiger schickte die gleiche Elf wie beim 1:2 Auswärtssieg in Dortmund am vergangenen Dienstag auf das Feld. Duisburgs Cheftrainer Torsten Ziegner entschied sich für ein 4-4-2 mit Stoppelkamp und Hettwer in der Spitze. Schiedsrichter der Partie war Patrick Kessel.

Die Geschichte der ersten Halbzeit in der Schauinsland-Reisen-Arena ist relativ schnell erzählt: In der Anfangsviertelstunde dominierten die Hausherren. Der VfL fand nicht so recht zu seinem druckvollen Gegenpressing, offensiv kam wenig zustande. Bereits nach wenigen Sekunden spielte Maxwell Gyamfi einen zu kurz geratenen Rückpass auf Philipp Kühn, der aus seinem Kasten eilen musste und Glück hatte, dass der Pressschlag von Duisburgs Hettwer rechts am Tor vorbeiflog.

Gyamfi sah nach fünf Minuten die gelbe Karte in einem engen Zweikampf, als er seinen Gegenspieler am linken Fuß traf. Aber andererseits konnten die „Zebras“, die in der Anfangsphase voll da waren, wenig mit ihren Spielanteilen anfangen.

Dann steigerten sich die Lila-Weißen, die heute in Schwarz unterwegs waren. Niemann, Simakala und Engelhardt erhöhten den Druck der VfL-Angriffsreihe, es war aber Florian Kleinhansl, der den VfL in der 18. Minute in Führung schoss: Kunze hatte ihn im zentralen Halbfeld erspäht, spielte einen klugen Pass in den freien Raum und „Flo“ nahm sich ein Herz, zog mit links ab und der Ball schlug wunderschön im langen Eck des Duisburger Tors ein.

Dann war wieder ein ähnliches Spiel, wie in Dortmund zu sehen: Frühes Attackieren der Osnabrücker, gute Blicke für die Mitspieler, schnelle Angriffe in Richtung Zebra-Tor. Die 32. Minute brachte das nächste Tor für den VfL, allerdings aus einer Abseitsposition: Engelhardt hatte den Ball nach einem Freistoß, in die Maschen geköpft, der Treffer zählte nicht.

Das zweite Tor des Tages brachte die 36. Minute: Simakala schlug einen weiten Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Sechzehner, wo zunächst Kunze per Kopf verpasst, aber Tesche, der neben ihm zentraler vorm Kasten stand, den rechten Fuß hinhielt und unhaltbar für Duisburgs Braune zum 2:0 in die Maschen traf.

Nach der Pause setzten die Duisburger ihrerseits das erste Ausrufezeichen: In der 49. Minute leitete Stoppelkamp einen Angriff zunächst selbst ein, bekam dann die Kugel zurück und schlenzte sie unhaltbar für Philipp Kühn aus rund 18 Metern zum 1:2 ins rechte, obere Eck.

In der Folge entwickelte sich ein leidenschaftliches, offenes Spiel, in dem der VfL die leicht besseren Spielanteile hatte, sich aber wacker den zahlreicher werdenden Duisburger Angriffen erwehrte. Die 71. Minute brachte Sven Köhler, nach einem Mittelfeldfoul, die fünfte gelbe Karte ein – damit wird er dem VfL im Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue am kommenden Samstag fehlen.

In der Schlussphase schien es phasenweise, als sein das Mittelfeld abgeschafft. Hohe Bälle flogen von Box zu Box, die Zebras setzten den VfL gehörig unter Druck. Engelhardt verpasste knapp vorm Tor in der 82. Minute die Entscheidung, in der 87. ließ Bouhaddouz seinerseits das 2:2 aus.

Nach fünf, quälend langen, Minuten der Nachspielzeit pfiff Patrick Kessel endlich ab – der fünfte Sieg in Folge war unter Dach und Fach. Die Serie geht weiter, und das gab es zuletzt in der Aufstiegssaison 2018/19. Mit 31 Punkten sortiert sich der VfL weiterhin auf Platz 8 der Tabelle ein, liegt nun aber punktgleich auf mit dem FC Ingolstadt. Fünf Punkte Abstand sind es aktuell auf Platz 3, sechs Zähler bis zum direkten Aufstiegsplatz 2.

Wer weiß, wo die Reise noch hingeht – zunächst auf jeden Fall zurück an die Bremer Brücke zum Heimspiel gegen die „Veilchen“ aus Aue am nächsten Samstag (Anstoß: 14 Uhr).

 

Aufstellungen

VfL: Kühn – Traoré (Chato, 90.), Gyamfi, Beermann, Kleinhansl – Tesche, Kunze (Higl, 90.), Köhler – Niemann (Putaro, 88.), Simakala (Heider, 74.), Engelhardt (Rorig, 88.)

MSV: Braune – Feltscher (Michelbrink, 85.), Mai, Senger, Kölle – Stierlin, Jander, Pusch, Frey – einHettwer (Ekene, 73.), Stoppelkamp

Verwarnungen:

VfL: Gyamfi (5.), Köhler (71.), Niemann (86.), Heider (90.)

MSV: Kölle (25.), Senger (31.), Mai (84.)