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VfL empfängt formstarke Essener zum Spitzenspiel an der Brücke
Am Samstag empfängt der VfL Osnabrück an der Bremer Brücke Rot-Weiss Essen (Anpfiff: 14:00 Uhr). Die Gäste reisen mit viel Selbstbewusstsein und der derzeit längsten Ungeschlagen-Serie der Liga in die Hasestadt. Doch auch die Lila-Weißen sind in Topform und wollen mit einem Sieg den Tabellennachbarn auf Distanz halten. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit Rot-Weiss Essen gastiert ein Traditionsverein in Osnabrück, der seit vier Jahren wieder fester Bestandteil der 3. Liga ist. Nach mehreren vergeblichen Anläufen in der Regionalliga West haben sich die Rot-Weissen im Profifußball etabliert und peilen grundsätzlich die Rückkehr in die 2. Bundesliga an, in der man zuletzt in der Saison 2006/07 spielte. Entsprechend aktiv zeigte sich RWE im Winter auf dem Transfermarkt und verpflichtete mit Ruben Reisig (TSG Hoffenheim II), Ben Hüning (Borussia Dortmund II) und Torhüter Tino Casali (SCR Altach) drei Spieler fest. Zudem nahm man leihweise Danny Schmidt (Fortuna Düsseldorf) und Dickson Abiama (1. FC Kaiserslautern) unter Vertrag. Letzterer überzeugte bei seinem Debüt direkt mit zwei Treffern nach Einwechslung und sicherte so einen Punkt beim 3:3-Unentschieden gegen Alemannia Aachen.
Dass die Essener so zahlreich auf dem Transfermarkt aktiv waren, liegt auch daran, dass mit Ahmet Arslan (Sydney FC) und Tom Moustier (Estrela Amadora) zwei absolute Leistungsträger der Hinrunde den Verein im Winter verließen. Trainer Uwe Koschinat nutzte das Wintertrainingslager im türkischen Lara bei Antalya also nicht nur für taktische Verbesserungen, sondern auch für Teambuilding-Maßnahmen. Generell zeigen sich die Essener im Saisonverlauf taktisch flexibel. So wechselt man regelmäßig zwischen einem 4-2-3-1- und einem 3-4-2-1-System. Konstanz zeigt unter anderem José Enrique Ríos Alonso, der in dieser Saison bislang keine Minute verpasst hat und damit zu einem von nur vier Feldspielern ligaweit gehört, die jede Minute auf dem Platz standen.
Die Ausgangslage
Mit Rot-Weiss Essen trifft der VfL am Wochenende auf eine der formstärksten Mannschaften der Liga. So ist die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat seit dem 15. Spieltag, als man mit 2:3 gegen Energie Cottbus verlor, ungeschlagen. Damit hält man mit neun ungeschlagenen Spielen in Folge die längste Serie der Liga. Ebenfalls in bestechender Form befindet sich der Toptorschütze des Teams, Marek Janssen. Der 28-Jährige erzielte in dieser Saison bereits neun Tore. Zwar hat der Mittelstürmer in den letzten zwei Partien nicht getroffen, war aber seit dem 19. Spieltag ununterbrochen an mindestens einem RWE-Tor pro Spiel direkt beteiligt. Topscorer der Essener ist mit sieben Toren und sieben Vorlagen Kaito Mizuta. Allgemein sind die Rot-Weissen in der Offensive breit aufgestellt: 17 unterschiedliche Torschützen sind Ligahöchstwert.
Besonders gefährlich ist RWE dabei in der Luft. Mit insgesamt zehn Kopfballtoren erzielte man die zweitmeisten der Liga. Im Vergleich dazu kommt der VfL bislang auf sechs Treffer per Kopf. Topwerte weisen die Essener auch in den Zweikampfwerten auf. Mit einer Quote von 51,8 Prozent gewonnener Duelle rangiert man im Ligavergleich ebenfalls auf Platz zwei. Die Osnabrücker stehen mit einem Wert von 50,9 Prozent auf Rang sechs. Auffällig ist zudem die Mentalität der Essener: Mit 14 Punkten holte kein Team mehr Zähler nach Rückstand, nach eigener Führung blieb RWE bislang ohne Niederlage.
Aber auch der VfL Osnabrück befindet sich im neuen Jahr in Topform. Denn auch die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz ist in der Rückrunde noch ungeschlagen. Damit treffen am Samstag zwei der acht Mannschaften im deutschen Profifußball aufeinander, die im Jahr 2026 noch keine Niederlage einstecken mussten. Ähnlich sind sich die beiden Teams auch im Spielverlauf. So blühen beide Mannschaften vor allem in der zweiten Halbzeit auf. Die Lila-Weißen stehen in der Tabelle der zweiten Halbzeit mit 41 Punkten und einem Torverhältnis von 24:14 hinter dem SC Verl auf dem 2. Platz. Gefolgt werden sie in dieser Wertung von Rot-Weiss Essen, das punktgleich, aber mit einem Torverhältnis von 30:23, auf Rang drei steht. Ein Faktor für diesen Leistungsunterschied nach Wiederanpfiff sind auch die Einwechselspieler beider Mannschaften.
Ein goldenes Händchen bewies Timo Schultz zuletzt auch mit der Einwechslung von Bernd Riesselmann, der in Rostock kurz vor dem Ende den wichtigen Ausgleich zum 2:2-Endstand erzielte. Bereits elfmal führten die Joker von Timo Schultz in dieser Saison zu Torerfolgen. Insgesamt tätigte der 48-Jährige mit 117 Wechseln (Nico Willig ebenfalls 117) die meisten der Liga. Auf Essener Seite brachte Uwe Koschinat in dieser Spielzeit bereits 23 Torbeteiligungen von der Bank in die Partie ein.
Auch interessant: Neben Bernd Riesselmann standen am vergangenen Wochenende im Ostseestadion mit Kevin Wiethaup und Ismail Badjie zwei weitere VfL-Eigengewächse auf dem Platz. Zusammen mit Yigit Karademir, der ebenfalls im Nachwuchsleistungszentrum der Lila-Weißen ausgebildet wurde, kommen die vier nun auf insgesamt 100 Drittligaeinsätze.
Seinen insgesamt 18. Drittligaeinsatz feierte am vergangenen Samstag Kai Pröger, der bei seinem Ex-Verein zum zweiten Mal in dieser Spielzeit in der Startaufstellung stand. Mit der Partie gegen Rot-Weiss Essen erwarten den gebürtigen Wilhelmshavener nun innerhalb einer Woche zwei Aufeinandertreffen mit alten Bekannten. So lief der Offensivallrounder von Sommer 2017 bis Januar 2019 in insgesamt 60 Spielen für Rot-Weiss Essen auf. Dabei erzielte er 18 Tore und bereitete acht weitere Treffer vor. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf den Brückentag für ihn: „Es ist schon etwas Besonderes. Ich hatte in Essen eine schöne Zeit und habe auch mit den Fans ein tolles Verhältnis gehabt. Ich habe mich allgemein superwohl gefühlt in Essen. Deswegen ist es immer etwas Besonderes, wenn man gegen einen alten Verein spielt.“
Das Personal
Wie schon in den vergangenen Wochen muss RWE-Trainer Uwe Koschinat auch am Samstag auf Torwart Jakob Golz verzichten, der seit Anfang des Monats aufgrund eines Innenbandrisses im Knie ausfällt. Zudem verletzte sich unter der Woche Stürmer Jannik Mause im Training am Arm und ist für die Partie an der Bremer Brücke somit fraglich.
Beim VfL kehrte der zuletzt mit Rückenproblemen ausgefallene Bjarke Jacobsen vollumfänglich ins Mannschaftstraining zurück. Somit ist der Däne, genau wie alle anderen VfL-Spieler, wieder eine Option für das Spitzenspiel am Samstag.
Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz richtete im Spieltagsinterview den Blick in der wie gewohnt zunächst auf die eigene Mannschaft, ist sich aber über die Stärken der Essener bewusst: „Grundsätzlich denken wir immer von uns weg und schauen was wir gut gemacht haben in den Spielen. Essen ist die Mannschaft, die erst dreimal verloren hat und somit die Mannschaft mit den wenigsten Niederlagen. Sie haben eine physisch extrem starke und erfahrende Mannschaft. Ich denke sie werden bis zum Ende da oben bleiben und um den Aufstieg mitspielen. Aber wir spielen zu Hause und wollen das Spiel gewinnen.“
Auch Kai Pröger stellte, angesprochen auf seinen Ex-Verein, die enormen Qualitäten der Mannschaft heraus. „Essen hat eine brutale Qualität als Team, aber auch der Einzelspieler. Sie haben sich zur Rückrunde noch etwas von den Spielertypen und dem Spielstil verändert. Ich glaube da können wir schon was erwarten, denn sie sind auch gut drauf.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR und WDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar. Wer live im Stadion dabei sein möchte, hat noch die Möglichkeit, sich einen der vereinzelten Sitzplätze oder einen Steher für die Dieckmann-Westkurve im Online-Ticketshop zu buchen – natürlich nur solange der Vorrat reicht.
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Souveräner Heimsieg – VfL setzt Ausrufezeichen im Spitzenspiel gegen Essen
Souveräner Heimsieg – VfL setzt Ausrufezeichen im Spitzenspiel gegen Essen
Dank einer von Beginn an willensstarker Leistung setzte sich der VfL Osnabrück im Spitzenspiel der 3. Liga mit einem 3:0-Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen durch. Der Spielbericht.
Vier Veränderungen nahm VfL-Cheftrainer Timo Schultz im Vergleich zum 2:2-Unentschieden gegen Hansa Rostock in seiner Startaufstellung vor. So standen Frederik Christensen, Robin Fabinski, Bjarke Jacobsen und Ismail Badjie von Beginn an auf dem Rasen. Auf der Gegenseite veränderte RWE-Coach Uwe Koschinat seine Anfangsformation auf drei Positionen. Kapitän Michael Schultz, Kaito Mizuta und Tobias Kraulich ersetzten Ben Hüning, Marek Janssen und Torben Müsel, die zunächst auf der Bank Platz nahmen.
Von Beginn an merkte man den Lila-Weißen den unbedingten Siegeswillen im Spitzenduell an. Den ersten Torabschluss der Partie verzeichnete Ismail Badjie, als er nach sechs Minuten aus der zweiten Reihe auf den Kasten von Felix Wienand abzog (6‘). Der Essener Schlussmann parierte jedoch zur Ecke. Die Gäste meldeten sich erstmals nach 17 Minuten bei Lukas Jonsson an. Der Schuss von Jannik Hoffmann landete allerdings knapp am rechten Pfosten vorbei im Toraus (17‘). Danach übernahmen die Osnabrücker wieder das Spielgeschehen. Ismail Badjie forderte Keeper Wienand nach einem kurz ausgeführten Freistoß erneut mit einem Abschluss im Sechzehner heraus, doch der Schlussmann klärte abermals zum Eckstoß (31‘).
Daraufhin kamen die Gäste aus dem Ruhrpott zur ihrer besten Phase in den ersten 45 Minuten. Lukas Jonsson konnte sich dabei gleich mehrfach auszeichnen. Zunächst reagierte der Schwede stark beim Kopfball von Rios Alonso, der wenige Meter vor dem Tor im Fünfmeterraum völlig frei zum Abschluss kam. Auch beim darauffolgenden Eckball war Jonsson zur Stelle, faustete den Ball zunächst weg und parierte anschließend den Nachschuss (36‘).
Wenig später sahen die 15.022 Zuschauer an der Bremer Brücke den bis dato besten Osnabrücker Angriff. Lars Kehl legte an der Strafraumkante für Robin Meißner ab, der mit dem Ball am Fuß einen Schritt in die Gefahrenzone ging und dann abzog. Ein Essener Bein lenkte die Kugel jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (39‘). Jubeln durften die Lila-Weißen in der ersten Halbzeit dennoch. Kurz vor dem Pausenpfiff zog Robin Meißner von links alleine ab. Torwart Wienand parierte den flachen Schuss, lenkte das Spielgerät jedoch genau vor die Füße von Ismail Badjie, der vor dem leeren Kasten nur noch einschieben musste (44‘). Damit traf das Osnabrücker Eigengewächs erstmals in dieser Saison in der ersten Halbzeit. Wenige Sekunden später ging es aus Sicht des VfL mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Kabinen.
Auch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer an der Bremer Brücke viele hart umkämpfte Zweikämpfe. In der 58. Minute bejubelten die RWE-Anhänger den vermeintlichen Ausgleich, als Dickson Abiama den Ball im Strafraum im Tor unterbrachte. Doch sowohl Rios Alonso als auch Ruben Reisig standen beim Abschluss klar im Abseits und behinderten das Sichtfeld von Keeper Jonsson (58‘). Regelkonform jubeln durften stattdessen nach 70 Minuten erneut die Anhänger des VfL. Nach einem Eckball brachte Kehl den Ball im zweiten Anlauf nochmals scharf in den Strafraum. Der anschließende Abschluss von Fridolin Wagner wurde zwar von Tobias Kraulich geblockt, doch die Kugel prallte vor die Füße des aufgerückten Jannik Müller. Der Kapitän zögerte nicht lange und vollendete zum 2:0 (70‘).
Dass der VfL am Samstagnachmittag erneut zu Null spielte, lag auch an Lukas Jonsson, der in der 83. Minute mit einer Doppelparade das Publikum an der Brücke aufspringen ließ. Einen Schuss von Ruben Reisig parierte er stark und war auch beim Nachschuss des eingewechselten Torben Müsel zur Stelle (83‘). Den Schlusspunkt setzte auf der Gegenseite Kai Pröger. Der in der 63. Minute ins Spiel gekommene Offensivmann vollendete den Steilpass von Robin Fabinski mit einem satten Schuss ins rechte obere Eck und feierte damit vor der Ostkurve nicht nur den 3:0-Endstand, sondern auch seinen ersten Treffer im Dress des VfL (90+2‘).
Wenig später war die Partie beendet. Mit dem 3:0-Heimsieg baut der VfL nicht nur seine Ungeschlagen-Serie im neuen Jahr aus, sondern springt mit nun 46 Punkten – mindestens bis morgen Nachmittag – auch auf den zweiten Tabellenplatz. In der Liga geht es am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue weiter (Anpfiff: 14:00 Uhr). Zuvor steht für die Mannschaft von Timo Schultz am morgigen Sonntag jedoch noch ein Testspiel an.
Kurzfristiges Testspiel in Nordhorn: VfL trifft auf SSV Jeddeloh II
Kurzfristig wurde für den morgigen Sonntag (22. Februar) ein Testspiel gegen den Regionalligisten SSV Jeddeloh II vereinbart. Ausgetragen wird die Partie um 12:00 Uhr auf der Sportanlage des SV Vorwärts Nordhorn (Immenweg 93, 48531 Nordhorn).
Wer sich die Partie ansehen möchte, ist in Nordhorn herzlich willkommen. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Vollzahlertickets können an der Tageskasse (öffnet um 10:45 Uhr) für 5,00 Euro erworben werden, ermäßigte Eintrittskarten sind für 3,00 Euro erhältlich. Ein Livestream wird nicht angeboten.
Tore:
1:0 (Badjie 44‘), 2:0 (Müller 70‘), 3:0 (Pröger 90+2‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, J. Müller, Wiemann – P. Kammerbauer, F. Christensen (Lesueur 90+1‘), F. Wagner (Tesche 90+1‘), B. Jacobsen, Badjie (Pröger 63‘), Kehl (Henning 82‘) – R. Meißner (Kania 90+2‘)
Rot-Weiss Essen:
Wienand – Rios Alonso, Schultz (Müsel 73‘), Kraulich – Hofmann, Brumme, Gjasula, Reisig, Safi (Obuz 63‘), Mizuta (Cuber Potocnik 73‘) – Abiama (Janssen 63‘)
Spielplan
| SSV Jahn Regensburg | 0: 2 | VFL Osnabrück |
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. Spieltag
Sa. 07.03.2026 Anstoß: 16:30 Uhr
Jahnstadion Regensburg Zum Matchcenter > |
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| VFL Osnabrück | vs. | SV Waldhof Mannheim |
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. Spieltag
Sa. 14.03.2026 Anstoß: 14:00 Uhr
Bremer Brücke Zum Matchcenter > |
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| TSG 1899 Hoffenheim II | vs. | VFL Osnabrück |
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. Spieltag
So. 22.03.2026 Anstoß: 13:30 Uhr
Dietmar-Hopp-Stadion Zum Matchcenter > |
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