Der VfL Osnabrück hat sein zweites Testspiel der Sommervorbereitung in Lienz mit 0:1 gegen den FK Jablonec verloren. Gegen den Tabellenfünften der vergangenen tschechischen Erstliga-Saison überzeugten die Lila-Weißen über weite Strecken mit einer stabilen Defensivleistung, mussten sich nach einem Strafstoß kurz vor der Pause jedoch geschlagen geben.

Cheftrainer Timo Schultz setzte wie bereits beim Testspiel gegen den SC Melle (0:0) auf zwei unterschiedliche Mannschaften pro Hälfte und schickte mit Jonas Krumrey einen lila-weißen Debütanten von Beginn an auf das Feld. Vor ihm bildeten Niklas Wiemann, Robin Fabinski und Bjarke Jacobsen die defensive Dreierkette. Der Däne wurde kurzfristig in die zentrale Defensivposition geschoben, nachdem sich Lukas Bornschein am Sonntagmorgen, genau wie Luca Raimund, krank abmelden musste.

In einer intensiven Anfangsphase begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, wobei der Spielfluss auf beiden Seiten zunächst von einigen Ungenauigkeiten geprägt war. Defensiv stand der VfL von Beginn an kompakt und ließ den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Die erste gute Gelegenheit der Partie gehörte den Lila-Weißen. Nach einer Kombination über Niklas Wiemann, David Kopacz und Fridolin Wagner kam letztgenannter im Strafraum zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei (19‘).

Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verteidigte der VfL konzentriert und ließ aus dem Spiel heraus keine Torchance der Tschechen zu. Kurz vor dem Pausenpfiff führte dann jedoch ein unglücklicher Rückpass zu einem Strafstoß. Nach einem zu kurz geratenen Rückpass von Robin Fabinski brachte VfL-Keeper Jonas Krumrey seinen Gegenspieler zu Fall. Jan Chramosta verwandelte den fälligen Elfmeter anschließend zur 1:0-Führung für den FK Jablonec (45.+2‘). Krumrey ahnte zwar die Ecke, konnte den Ball aber nicht entscheidend parieren.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Schultz seine gesamte Mannschaft aus. Den Kasten hütete fortan Lukas Jonsson. Konrad Faber feierte nach seiner Ankunft am Dienstagabend zudem sein Debüt im lila-weißen Trikot, wenn auch aufgrund seines kurzfristigen Transfers noch mit der Nummer 14 statt mit der von ihm gewählten 28. Die neu formierte Elf präsentierte sich ähnlich wie ihre Vorgänger aus Halbzeit eins sofort engagiert und setzte offensive Akzente. Die beste Möglichkeit des Spiels hatte Ismail Badjie, der nach einer starken Einzelaktion von der linken Seite nach innen zog und mit seinem Distanzschuss das lange Eck nur knapp verfehlte (50‘).

Auch in der Folge zeigte der VfL immer wieder gute Ansätze im Offensivspiel. Nach einer sehenswerten Kombination über Konrad Faber und Robin Meißner kam zunächst Leonhard Münst per Kopf zum Abschluss, ehe Youngster Luca Kröger den Abpraller aus aussichtsreicher Position über das Tor setzte (69‘). Wenig später prüfte Meißner den gegnerischen Schlussmann mit einem Distanzschuss, jedoch ohne Erfolg (89‘).

Defensiv blieb der Auftritt der Osnabrücker auch nach dem Seitenwechsel über weite Strecken überzeugend. Aus dem laufenden Spiel ließ der VfL gegen den tschechischen Erstligisten kaum Möglichkeiten zu. Oftmals standen die Tschechen bei ihren Zuspielen im Abseits. Die wenigen Abschlüsse des Gegners entstanden ausschließlich nach individuellen Fehlern im Osnabrücker Spielaufbau. So blieb es trotz einer insgesamt engagierten Leistung bei der knappen 0:1-Niederlage im abschließenden Testspiel des Trainingslagers in Osttirol. Am morgigen Montag reist die Mannschaft zurück nach Osnabrück, wo ab Mittwoch wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen wird.

 

Tore:
1:0 (FE Chramosta 45+2‘)

Aufstellungen:

FK Jablonec:
Hanuš – Pavlovič, Tekijaški, Novák (Nykrín 61‘) – Vakho, Nebyla (Suchan 61‘), Okeke (Horák 80‘), Zorvan (Malenšek 80‘), Sláma – Alegue (Polidar 46‘), Chramosta (Sedláček 46‘)

VfL Osnabrück (erste Halbzeit):
Krumrey – Wiemann, Jacobsen, Fabinski – Kammerbauer, Wagner, Wensing, Lesueur – Opitz, Riesselmann, Kopacz

VfL Osnabrück (zweite Halbzeit):
Jonsson – Abu Hanna, Müller, Janotta – Badjie, Henning, Münst, Faber – Kröger, Meißner, Schmidt


Text: Jendrik Greiwe
Foto: Jonas Jürgens