In der außerordentlichen Mitgliederversammlung der DFL Deutsche Fußball Liga am gestrigen Dienstag sind die Klubs der Bundesligen dem Vorschlag des DFL-Präsidiums gefolgt. Der Spielbetrieb wird bis zum 30. April ausgesetzt. Der VfL Osnabrück ist trotzdem für alle Fans und Anhänger da – getreu dem Motto aus der Saison 2009/10: WIR. GEMEINSAM. JETZT.

Aufgrund der dynamischen Ausbreitung des Coronavirus und der entsprechenden Anordnungen der Gesundheitsämter und Landesministerien wurde auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung der DFL am 16. März die vorübergehende Aussetzung des Spielbetriebs der ersten beiden Ligen bis zum 02. April beschlossen. Seit gestern steht fest: Der Spielbetrieb bleibt bis zum 30. April ausgesetzt.

„Durch den ausgesetzten Spielbetrieb fehlen dem VfL Osnabrück laufende Einnahmen. Auf die wirtschaftlichen Auswirkungen müssen wir zwangsläufig reagieren, wir haben Kurzarbeit für die Geschäftsstelle und das Nachwuchsleistungszentrum angemeldet, die ab dem 01. April greift“, erklärt VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend. „Wir haben uns nach der Bewertung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ganz bewusst dagegen entschieden, alle Funktionen des Klubs auf null herunterzufahren. Wir wollen auch in der Krise produktiv und für alle Interessensgruppen rund um den VfL da sein. Außerdem bereiten wir uns mit vollem Fokus auf den Moment vor, an dem der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die der Kurzarbeit uneingeschränkt zugestimmt haben.“

Die Geschäftsstelle ist von Montag bis Donnerstag im Schichtbetrieb besetzt, außerdem wird im Home-Office gearbeitet, um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der einen und die Sicherstellung der Klubfunktionen auf der anderen Seite zu gewährleisten. „Ich erlebe beim VfL einen großen Schulterschluss, das Team steht sprichwörtlich eng zusammen, auch wenn aus gesundheitlichen Gründen Abstand gefragt ist. Wir wollen gestärkt aus dieser Krise hervorgehen“, so Wehlend weiter. „In der Saison 2009/10, die mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga endete, wurde das Motto WIR. GEMEINSAM. JETZT. geboren. Es ist an der Zeit, genau diesen Schulterschluss innerhalb unserer Organisation und mit allen Interessensgruppen rund um den VfL wiederzubeleben. Wir müssen jetzt zusammenstehen. Gemeinsam die Krise als produktiven Zustand begreifen. Und jetzt die richtigen Maßnahmen ergreifen, um unseren VfL durch diese extrem schwierige Phase zu navigieren.“

WIR. GEMEINSAM. JETZT. gilt auch vor dem Hintergrund, die ab April von der Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VfL finanziell zu unterstützen. Allen voran Geschäftsführer und Sportdirektor sowie das Trainerteam und die Zweitliga-Profis leisten einen persönlichen Beitrag dazu, indem sie für die Dauer der Spielpause auf Teile ihrer Vergütung verzichten. „Wir haben in der letzten Saison gemeinsam die Meisterschaft und den Aufstieg in die 2. Bundesliga gefeiert. Das Trainer- und Funktionsteam sowie die Lizenzspieler sind unserem Aufruf gefolgt, sich in dieser Ausnahmesituation solidarisch zu zeigen. Dieses Verantwortungsbewusstsein zeigt uns, dass wir zusammenstehen und unsere Werte in guten wie in schweren Zeiten von allen mitgetragen werden.“, erklärt VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend.

Die Geschäftsstelle und die Bremer Brücke bleiben bis auf weiteres gemäß den Beschlüssen der Gesundheitsämter und Landesministerien für den Publikumsverkehr geschlossen, aber per E-Mail unter info@vfl.de von Montag bis Donnerstag erreichbar. Das betrifft auch den Fanshop an der Bremer Brücke, der Online-Shop unter www.vfl.de/shop läuft hingegen wie gewohnt weiter – dort können weiterhin lila-weiße Fanartikel gekauft werden. Jede Bestellung dort trägt auch zum Fortbestand des Klubs bei und hilft!

WIR. GEMEINSAM. JETZT.

Text: Sebastian Rüther