20. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
64'
Kerk
1:2
1
:
2
VfL Bochum 1848
18'
Zoller
0:1
36'
Losilla
0:2
Sa. 06.02.2021 Anstoß: 13:00 Uhr | Schiedsrichter: Sven Waschitzki

match-center

Revierklub blickt nach oben

Sie waren schon 2020 saisonübergreifend ein absolutes Spitzenteam und auch in diesem Jahr setzt der VfL Bochum Maßstäbe im Fußball-Unterhaus. Am Samstag gastiert die Mannschaft von Thomas Reis an der Bremer Brücke (13.00 Uhr).

18 Punkte konnten die Bochumer im Januar einfahren, 13 standen am Ende auf der Habenseite. Nur Sandhausen (1:1) und zuletzt Karlsruhe (2:1-Sieg in Bochum) trotzten der Mannschaft von Thomas Reis Punkte ab, während Darmstadt, Regensburg, Nürnberg und St. Pauli mit leeren Händen dastanden. Im Pokal gab es am Mittwoch dieser Woche dagegen nichts zu holen (0:4), aber der Gegner hieß schließlich auch RB Leipzig.

Der Traum von der Rückkehr

Der Coach habe einen super Job gemacht und die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive gefunden. „Ein Wiederaufstieg in die Bundesliga wäre für den Klub und die ganze Stadt natürlich super“, meinte Bochums Ex- und Kult-Trainer Peter Neururer vor wenigen Tagen in einem Interview mit „Reviersport“.
Die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Beletage teilt Neururer mit Abertausenden Bochum-Fans, die immerhin schon die elfte Zweitliga-Saison der einst Unabsteigbaren verfolgen. Ob es diesmal klappt, könnte sich bereits zwischen dem ersten Märzwochenende und Ostern (vor)entscheiden. Dann nämlich trifft Bochum hintereinander auf Greuther Fürth, den HSV, Fortuna Düsseldorf und Holstein Kiel.

Spitzenwerte für Ex-Osnabrücker

Der Grundstein für die herausragende Bilanz der letzten Monate wurde in der Defensive gelegt. Manuel Riemann, einst in Diensten der Lila-Weißen, hat bislang 21 Gegentore kassiert – so wenige wie ansonsten nur die Kollegen in Kiel (19) und Hannover (21). Der 32-jährige Keeper ist wegen seiner fußballerischen Qualitäten aber auch ein wesentlicher Faktor des Aufbauspiels, das oft bei einem weiteren Ex-Osnabrücker endet. Simon Zoller traf bislang zehnmal ins Schwarze und bereitete acht weitere Treffer vor.

Taktisches

Eine Viererkette vor Manuel Riemann, Tesche und Losilla auf der Doppel-Sechs, davor Robert Zulj, zwei schnelle Spieler auf den Außenbahnen und Simon Zoller im Zentrum: So startete Thomas Reis, der seinen Vertrag unter der Woche bis 2023 verlängerte, in die letzten beiden Auswärtsspiele gegen Sandhausen und St. Pauli – und auch am vergangenen Sonntag in das Heimspiel gegen Karlsruhe.
Es spricht einiges dafür, dass der lila-weiße VfL es am Samstag mit einer ähnlichen Formation zu tun bekommt.

Lila-Weiß gegen Blau-Weiß

Wir machen es schnell, denn diese Statistik sollte man sich besser nicht zu lange anschauen: Von fünf Zweitliga-Spielen gegen Bochum konnte Osnabrück kein einziges gewinnen. Die Lila-Weißen kamen zwar zu zwei Unentschieden, aber das in beiden Fällen auswärts.

Spieltag: 06.02.2021, 13.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNBOC

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
4
Lukas Gugganig
7
Bashkim Ajdini
8
Ulrich Taffertshofer
15
Sebastian Müller
18
Maurice Trapp
19
Kevin Wolze
27
Luc Ihorst
30
Maurice Multhaup
33
Timo Beermann
37
Sebastian Kerk
 
Ersatzbank
1
Moritz Nicolas
 ETW
5
Konstantin Engel
9
Christian Santos
10
Niklas Uwe Schmidt
16
Ulrich Bapoh
20
Marc Heider
23
David Blacha
28
Tim Möller
29
Bryan Henning
VfL Bochum 1848
Spielaufstellung
1
Manuel Riemann
 TW
2
Christian Esteban Gamboa Luna
3
Danilo Soares
8
Anthony Losilla
9
Simon Zoller
11
Herbert Bockhorn
21
Gerrit Holtmann
23
Robert Tesche
29
Maxim Leitsch
32
Robert Zulj
37
Armel Bella Kotchap
 
Ersatzbank
25
Patrick Drewes
 ETW
4
Erhan Mašović
5
Saulo Igor Decarli
10
Thomas Eisfeld
13
Yussif Raman Chibsah
14
Tom Weilandt
15
Soma Novothny
27
Milos Pantovic
35
Silvere Ganvoula Mboussy

Torerfolg aber (noch) keine Trendwende

Samstagnachmittag, eiskalte Temperaturen, das Duell der beiden VfL’s: Der VfL Osnabrück empfing den VfL Bochum zum #daheimspiel an der Bremer Brücke. Trotz verbesserter Leistung mussten sich die Lila-Weißen nach 90 aufregenden Minuten mit 1:2 geschlagen geben.

Beide Teams starteten im gleichen taktischen System: Ein 4 – 2 – 3 – 1 war für die beiden Cheftrainer Thomas Reis und Marco Grote das Mittel der Wahl. Schiedsrichter der Partie war Sven Waschitzki. Ein Wiedersehen gab es außerdem mit drei ehemaligen Lila-Weißen: Simon Zoller, Manuel Riemann und auch Thomas Eisfeld hatten in der Vergangenheit das VfL-Trikot getragen. Beim VfL stachen zwei Personalien heraus: Neuzugang Sebastian Müller kam gleich zu seinem Startelf-Debüt auf dem linken Flügel und Stürmer Luc Ihorst war nach seiner Rot-Sperre gleich von Beginn an im Sturm gesetzt.

Die Bochumer gingen in ihren roten Ausweichtrikots an den Start. Losilla kam in der 2. Minute vor Kühn zur ersten Gelegenheit der Gäste, aber sein Schuss geriet zur schwach, „Pipo“ war auf dem Posten. Der VfL näher sich dem Tor von Manuel Riemann in der 9. Minute erstmals an, als Ihorst auf Links geschickt wurde, zurück auf Wolze legte, der mit seiner Flanke in den Strafraum den Kopf von Kerk nur knapp verfehlte.

Bochum präsentierte sich in der Anfangsviertelstunde als das etwas gefährlichere Team, der VfL hielt nach Kräften dagegen. Trapp hatte in der 17. Minute die Führung auf dem Fuß, sein Schuss aus dem Rückraum parierte Riemann mit Mühe. Wenig später dann der Nackenschlag: Nach einer Ecke ist es Ajdini, der beim Klärungsversuch gegen Zoller den Ball ins eigene Tor köpft. 0:1 aus Osnabrücker Sicht.

Die Lila-Weißen wehrten sich in der Folge nach Kräften, setzten Nadelstichangriffe und hielten die Bochumer, die stets Torgefahr ausstrahlten, weitestgehend vom eigenen Tor fern. Die beste Gelegenheit hatte Neuzugang Sebastian Müller in der 34. Minute, als er von Kerk und Wolze im Zentrum eingesetzt zum Schuss kam. Riemann konnte allerdings parieren.

Wieder nahezu direkt im Gegenzug parierte Kühn eine Chance stark, beim anschließenden Eckball war er machtlos: Losilla kam frei zum Kopfball und ließ „Pipo“ keine Chance. 0:2 für den VfL Bochum.
Dem VfL fehlte in Hälfte eins die letzte Entschlossenheit und auch etwas Glück, der Rückstand war allerdings verdient.

Doppelwechsel beim lila-weißen VfL zur zweiten Halbzeit: Blacha und Henning kamen für Gugganig und Multhaup.
Nach einem Zusammenprall mit Bochums Gamboa in der 49. Minute musste VfL-Linksverteidiger Kevin Wolze verletzt ausgewechselt werden, er war unglücklich auf den Rücken gefallen. Für ihn kam Konstantin Engel in die Partie.
In der 63. Minute setzte sich Ihorst im Zentrum gut in Szene, wurde aber von Bella Kotchap regelwidrig gehaltren. Den anschließenden Freistoß aus 17 Metern zum 1:2 Anschlusstreffer ins linke Toreck!! Keine Chance für Riemann. Wenig später hätte Ajdini gar den Ausgleich auf dem Fuß, aber sein Hackenschuss geriet zu schwach und konnte von der Bochumer Abwehr geklärt werden.

Insgesamt präsentierte sich der VfL in der 2. Hälfte deutlich aggressiver und im Angriff bemühter.

Torannäherungen gab es in Hälfte zwei einige, die allerletzte Torgefahr fehlte. Ajdini kam in der 90. Minute noch einmal mit einem Schlenzer von halblinks zum Abschluss, zielte aber über das Bochumer Tor.
Bei den letzten beiden Ecken kurz vor Schluss legte der VfL Osnabrück alles in die Waagschale, sogar Kühn war mit vorn. Beide Standards blieben aber wirkungslos. Trotz spielerischer Verbesserung mussten sich die Osnabrücker erneut knapp geschlagen geben.

Aufstellung VfL: Kühn – Wolze, Trapp, Beermann, Ajdini – Taffertshofer, Gugganig (46. Blacha) – Müller (82. Schmidt) , Kerk, Multhaup (46. Henning) – Ihorst (77. Santos)

Aufstellung VfL Bochum: Riemann – Soares, Leitsch, Bella Kotchap, Gamboa – Tesche, Losilla – Holtmann (83. Chibsah), Zulj (83. Ganvoula), Bockhorn (70. Pantovic) – Zoller

Verwarnungen:

VfL: Gugganig (37.), Beermann (90. +3)
VfL Bochum: Leitsch (30.), Gamboa (49.), Bella Kotchap (63.), Zulj (78.), Tesche (80.), Losilla (90. +3)

Ecken:

VfL: 5
VfL Bochum: 7