15. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
39'
Simakala
1:1
48'
Simakala
2:1
85'
Higl
3:1
3
:
1
TSV 1860 München
25'
Lex
0:1
Sa. 06.11.2021 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer
Zuschauer: 11071 Zuschauer

match-center

Münchner Löwen an der Bremer Brücke

Mit dem TSV 1860 München gastiert am Samstag (Anstoß: 14.00 Uhr) einer der großen Traditionsvereine beim VfL Osnabrück. Bis dato trafen beide Klubs in elf Begegnungen aufeinander – noch nie gab es ein 0:0.

Drei Viertel aller Drittliga-Trainer hatten die Münchner auf dem Zettel, als sie vor Saisonbeginn nach den Aufstiegskandidaten gefragt wurden. Der Deutsche Meister von 1966 ging neben Eintracht Braunschweig als Topfavorit in die neue Spielzeit. Doch das Team von Michael Köllner blieb lange hinter den Erwartungen zurück und entwickelte sich mit acht Unentschieden aus dreizehn Partien zum Remiskönig der Liga.

Trendwende

Dass es besondere Spiele braucht, damit der Knoten platzt, könnte sich aber auch in diesem Fall bewahrheiten. Der Pokalsieg gegen den Zweitligisten Schalke 04 (1:0) kam unerwartet und wirkte vielleicht gerade deshalb wie ein Befreiungsschlag. In jedem Fall folgte dem Triumph unter der Woche ein Torfeuerwerk gegen den SC Freiburg II, bei dem die jungen Breisgauer die höchste Saisonniederlage kassierten. 6:0 hieß es am Ende eines furiosen Spiels für den TSV 1860 München.

Neues Trio und Kontinuität

Zwei der am halben Dutzend beteiligten Torschützen tragen erst seit Saisonbeginn das Trikot der „Sechziger“: Kevin Goden (Nürnberg) und Marcel Bär (Braunschweig) waren mit Yannick Deichmann (Lübeck) die einzigen externen Neuverpflichtungen in der Sommerpause.
Köllners Mannschaft ist also gut eingespielt und hat einige Routiniers in ihren Reihen – so zum Beispiel den mittlerweile 31-jährigen Ex-Osnabrücker Stephan Salger und natürlich Goalgetter Sascha Mölders. Der 36-jährige ist aktuell einmal mehr der beste Scorer seines Teams. Viermal traf er selbst, drei weitere Treffer bereitete er vor.

Taktisches

Die Viererkette dürfte gesetzt sein, in Mittelfeld und Angriff ist 1860 dagegen schwer auszurechnen. Michael Köllner hat bereits verschiedene Varianten getestet, den Erfolg gegen Freiburg brachte eine Rückkehr zum altbewährten 4-1-4-1-System mit Sascha Mölders in der Sturmspitze.

Lila-Weiß gegen Grün-Gold (Weiß-Blau)

Elf Spiele ohne 0:0, doch Unentschieden gab es mehrfach. Fünfmal trennten sich der VfL und 1860, ohne einen Sieger gefunden zu haben. Von den restlichen sechs Partien gewannen die Münchner vier, die Osnabrücker zwei.

Für Spannung ist also gesorgt. Wer live dabei sein will – hier geht´s zum Ticketshop des VfL: www.vfl.de/ticketshop

Spieltag: 06.11.2021, 14.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNM60

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Lukas Gugganig
6
Sven Köhler
8
Ulrich Taffertshofer
11
Ba-Muaka Simakala
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
26
Sebastian Klaas
30
Aaron Opoku
33
Timo Beermann
 
Ersatzbank
1
Tim Wiesner
 ETW
7
Sören Bertram
9
Andrew Wooten
13
Lukas Kunze
16
Ulrich Bapoh
17
Felix Higl
29
Davide-Jerome Itter
31
Luis Sprekelmeyer
34
Hakim Traoré
TSV 1860 München
Spielaufstellung
1
Marco Hiller
 TW
3
Niklas Lang
6
Stephan Salger
7
Stefan Lex
9
Sascha Mölders
11
Fabian Greilinger
14
Dennis Dressel
15
Marcel Bär
17
Daniel Wein
19
Merveille Biankadi
20
Yannick Deichmann
 
Ersatzbank
40
Tom Kretzschmar
 ETW
5
Quirin Moll
8
Erik Tallig
16
Kevin Goden
22
Tim Linsbichler
25
Marius Willsch
27
Semi Belkahia
31
Richard Neudecker
32
Maxim Gresler

VfL feiert Wendesieg

Trotz eines Rückstands konnte der VfL Osnabrück das Heimspiel am Samstagnachmittag gegen den TSV 1860 München mit 3:1 (1:1) gewinnen. „Chance“ Simakala per Doppelpack sowie Joker Felix Higl sorgten für die Osnabrücker Tore.

Der VfL startete gut in die Begegnung, hatte nach einer Ecke durch Lukas Gugganig auch die frühe Führung auf dem Fuß (4. Minute), Hiller partierte aber aus kurzer Distanz. Die Münchner kamen in der Folge besser ins Spiel und gingen durch Lex in Führung (24.). Bitter aus VfL-Sicht: Wenige Sekunden zuvor hatte Simakala die Chance auf die Führung gehabt, als er Hiller im 1860-Tor den Ball abluchste, doch den Ball nicht im Tor unterbringen konnte.

Je näher die Halbzeit kam, desto besser wurde der VfL und belohnte sich nach einem Schnittstellenpass von Sebastian Klaas und der hervorragenden Vollendung durch Simakala, der Salger alt aussehen ließ und geschickt den Ball in die Torecke zirkelte.

Nach der Pause knüpfte der VfL direkt an die starke Endphase an und ging bereits in der 48. Minute in Führung. Eine Ecke von links durch Opoku nickte Simakala ins Tor. Ekstase auf den Rängen, ein Flic-Flac als Jubel. Auch in der Folge kamen die Münchner nicht zurück ins Spiel, der VfL blieb spielbestimmend.

Den Schlusspunkt setzte Felix Higl, der eine Flanke von rechts durch Opoku ins Tor bugsierte (77.). Ein herausragender Brückentag war perfekt, 11.000 Fans an der Bremer Brücke konnten endlich wieder einen Heimsieg bejubeln.

Aufstellung VfL: Kühn – O. Traoré (59. Itter), Gugganig, Beermann, Kleinhansl – Taffertshofer – Köhler, Klaas (77. Kunze) – Simakala (77. Higl), Heider (89. Wooten), Opoku (89. Bertram)

1860 München:  Hiller – Deichmann, Lang (76. Belkahali), Salger, Greilinger – Wein (63. Moll) – Lex (76. Linsbichler), Dressel (46. Tallig), Bär, Biankadi (63. Goden) – Mölders.

Verwarnungen:
VfL: Taffertshofer, Heider, Kleinhansl, Beermann

1860 München: Tallig

Zuschauer: 11.000