35. Spieltag

Heimspiel
VfL Osnabrück
30'
Traore
1:1
1
:
2
SV Waldhof Mannheim
3'
Wagner
0:1
71'
Wagner
1:2
Sa. 23.04.2022 Anstoß: 14:00 Uhr | Schiedsrichter: Patrick Ittrich
Zuschauer: 14248 Zuschauer

match-center

Besuch der Waldhof-Buwen

Vor ziemlich genau 21 Jahren gastierte Waldhof Mannheim letztmals an der Bremer Brücke. Nun gibt es – nach dem spektakulären 3:3 im Hinspiel – auch in Osnabrück ein Wiedersehen mit dem Traditionsverein aus dem Südwesten. Die Partie des 35. Spieltages wird am Samstag um 14.00 Uhr angepfiffen.

Unentschieden in Zwickau und Saarbrücken, gefolgt von einer Heimniederlage gegen Freiburg II: Der April war bislang nicht der Monat des SV Waldhof Mannheim, der sich aus dem Aufstiegsrennen weitgehend verabschiedet hat. Ende März hatte die Lage noch anders ausgesehen, denn der 3:0-Erfolg gegen 1860 München schien das entscheidende Signal zu sein, noch einmal ganz oben anzugreifen. Doch Waldhof kam ohne Schwung aus der Länderspielpause und blieb auch beim letzten Auftritt gegen Freiburg hinter den Erwartungen zurück. „Was uns eigentlich auszeichnet, Leichtigkeit im Ballbesitz, gutes und schnelles Passspiel mit Durchschlagskraft nach vorne, das hat uns heute komplett gefehlt“, ärgerte sich Cheftrainer Patrick Glöckner nach dem Spiel.
Als Saisonziel bleibt also wohl der vierte Platz, auch wenn die „Buwen“ das Finale des Landespokals Baden erreicht haben und hier gegen den Landesligisten und Stadtrivalen Türkspor Mannheim klarer Favorit sind.

Einstellig

Dass in dieser Saison mehr drin gewesen wäre, zeigt ein Blick auf die Hinrunden-Tabelle. Seinerzeit belegte Waldhof den dritten Platz. Auch die Auswärtsbilanz kann sich allemal sehen lassen. Sieben von 16 Spielen auf fremden Plätzen konnten gewonnen werden. Nur dreimal hatte Glöckners Team das Nachsehen.
Einstellige Tabellenplätze gab es übrigens schon in der Saison nach dem Regionalligaaufstieg 2019 (Rang 9) und in der darauffolgenden Spielzeit (Rang 8).

Taktisches

Pascal Sohm bildete zuletzt mehrfach die Sturmspitze der Waldhöfer – und das durchaus mit Erfolg. Der 30-Jährige, der im Januar von Dynamo Dresden nach Mannheim gewechselt war, erzielt in 14 Spielen beachtliche 6 Treffer. Noch fünf mehr hat Dominik Martinovic auf der Habenseite. Der Mittelstürmer, der im Hinspiel gegen den VfL einen Dreierpack schnürte, hat außerdem acht Treffer vorbereitet.
Aufpassen müssen gegnerische Abwehrspieler aber auch auf die Mannschaftskollegen, die aus dem (offensiven) Mittelfeld den Torerfolg suchen. Joseph Boyamba (8) und Routinier Marc Schnatterer (9) sind ebenfalls immer für einen Treffer gut.

Lila-Weiß gegen Blau-Schwarz

Vor 21 Jahren verlor der VfL das Heimspiel gegen Waldhof Mannheim mit 0:2. Es war eine von acht Niederlagen seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Lila-Weißen gingen nur dreimal als Sieger vom Platz, zwei Partien endeten Unentschieden.

Wie es diesmal ausgeht, können alle Fans am Samstag live erleben. Karten für das Traditionsduell gibt es unter: www.vfl.de/tickets

Spieltag: 23.04.2022, 14.00 Uhr, Bremer Brücke
Spieltags-Hashtag: #OSNSVW

VfL Osnabrück
Spielaufstellung
22
Philipp Kühn
 TW
3
Florian Kleinhansl
4
Lukas Gugganig
6
Sven Köhler
13
Lukas Kunze
17
Felix Higl
18
Maurice Trapp
20
Marc Heider
23
Haktab Omar Traore
26
Sebastian Klaas
30
Aaron Opoku
 
Ersatzbank
1
Tim Wiesner
 ETW
9
Andrew Wooten
10
Oliver Wähling
11
Ba-Muaka Simakala
16
Ulrich Bapoh
24
Manuel Haas
25
Emeka Oduah
29
Davide-Jerome Itter
39
Yigit Karademir
SV Waldhof Mannheim
Spielaufstellung
1
Timo Königsmann
 TW
4
Jesper Verlaat
5
Marcel Seegert
6
Stefano Russo
8
Fridolin Wagner
11
Dominik Martinovic
13
Marc Schnatterer
17
Marcel Costly
19
Anton-Leander Donkor
21
Alexander Rossipal
34
Dominik Kother
 
Ersatzbank
23
Jan-Christoph Bartels
 ETW
2
Niklas Sommer
3
Emmanuel Léonce Kouadio
9
Joseph Boyamba
10
Pascal Sohm
27
Gerrit Gohlke
31
Justin Butler
35
Hamza Saghiri
37
Marco Höger

Enttäuschung an der Bremer Brücke

Samstagnachmittag, „Kaiser-Wetter“, eine volle Bremer Brücke – es war das sehnsüchtig erwartete „Endlich wieder“-Spiel ohne Corona-Einschränkungen! Im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim. Und es endete mit einer großen Enttäuschung.

Das Hinspiel endete für beide Teams mit einem intensiven 3:3 Unentschieden. Der VfL stand unter Druck, sollte der Kontakt zu den Spitzenplätzen weiter intensiviert werden. Daniel Scherning griff zum bewährten 4-3-3 System mit exakt der gleichen Startformation wie am Dienstag beim Halleschen FC. Patrick Glöckner, Cheftrainer der Gäste, wählte ein 4-2-3-1 mit Martinovic als einziger Angriffsspitze. Schiedsrichter der Partie war Christof Patrick Ittrich.

In der 2. Minute tauchte Mannheims Martinovic nach einem Fehlpass von Köhler allein vor Kühn auf und verzog, nur Sekunden später netzte Mannheims Wagner nach Flanke Donkor dann doch zum extrem frühen 1:0 für den SV Waldhof. Martinovic hatte per Ablage weitergeleitet, Trapp konnte noch halb klären, war beim Tor aber doch machtlos.

Die Lila-Weißen mussten sich einmal kräftig schütteln und fanden anschließend langsam aber sicher besser in die eigenen Aktionen.

In der 10. Minute kam der VfL nach einer Freistoßchance von halbrechts zu einer nicht ungefährlichen Gelegenheit: Über Umwege fand der Ball den Fuß von Heider, der links vorm Fünfmeterraum auftauchte, seinen Schuss aber deutlich verzog.

Danach wogte die Partie hin und her, mit leichten Feldvorteilen für den VfL aber Gästen aus Mannheim, die man nie aus den Augen lassen durfte und die ihre Stärken immer wieder aufblitzen ließen.

Dann kam aber die 30. Minute und ein Freistoß von Marc Heider aus rund 22 Metern: Voll mit links abgezogen wurde der Schuss von der Mauer noch geblockt, prallte hoch in die Luft und plötzlich stürmte Traoré heran, köpfte den Ball Richtung Tor und Waldhof-Keeper Königsmann konnte der kullernden Kugel nur noch nachschauen – 1:1 an der Bremer Brücke zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt!!

Bis zur Pause ging es von Strafraum zu Strafraum, Feldvorteile für eines der beiden Teams: Fehlanzeige. Es war leidenschaftlich, teils fehlerhaft, aber hochspannend. Nach einer ziemlich verschlafenen Anfangsphase kam der VfL zunehmend besser zum Zug, musste sich aber zur Pause mit dem 1:1 zufriedengeben. Insgesamt ein leistungsgerechtes Ergebnis.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Daniel Scherning Chance Simakala für Felix Higl ein, die Mannheimer blieben ohne Wechsel.

In der 48. Minute kombinierte sich der VfL über die rechte Seite und mit dem letzten Pass von Köhler in die Spitze – der Abschluss von Opoku aus der Halbdrehung klatschte an die Latte.

Danach war es ein ähnliches Bild wie in Durchgang 1: Beide Teams versuchten, eine offensive Linie in ihrem Spiel zu finden, aber Unkonzentriertheiten, Ungenauigkeiten und ein wildes Wogen der Mannschaftsteile verhinderten nennenswerte Angriffssituationen.

In der 71. Minute der Nervenschlacht an der Bremer Brücke kam der Ball zu Kunze, der aus dem Rückraum abzog, aber in Königsmann seinen Meister fand. Im Folgeangriff erzielten die Mannheimer dann das 2:1. Costly  war zu unbedrängt zu unbedrängt die Linie heruntergelaufen, seinen Pass verwandelte wieder Wagner zur erneuten Führung der Gäste.

Doppelwechsel beim VfL in der 76. Minute: Maurice Trapp hatte sich völlig verausgabt und musste vom Platz. Für ihn kam Manuel Haas auf das Feld. Für Sven Köhler kam Uli Bapoh in die Partie.

Bis zum Schlusspfiff versuchte der VfL alles, um irgendwie noch ein Tor zu erzielen, es ging fast nur noch über lange Bälle, aber an diesem Samstag fehlte durchgehend das Glück, in der ein oder anderen Situation auch die Konzentration, um hier noch mindestens einen Punkt mitzunehmen.

So blieb es schlussendlich beim extrem ärgerlichen 1:2.

Weiter geht’s am nächsten Samstag bei Freiburg II.

Aufstellungen:

VfL: Kühn – Traoré (Wooten, 87.), Trapp (Haas, 76.), Gugganig, Kleinhansl (Oduah, 81.) – Köhler (Bapoh, 76.), Kunze, Klaas, Opoku, Higl, Heider

Aufstellung Waldhof Mannheim: Königsmann – Rossipal (Höger, 81.), Seegert, Verlaat, Costly – Russo (Gohlke, 81.), Wagner – Donkor, Schnatterer, Kother (Boyamba, 67.) – Martinovic (Sohm, 88.)

Verwarnungen:

VfL: Bapoh (84.)

Waldhof Mannheim: Boyamba (82.), Costly (92.)

Ecken:

VfL: 3

Waldhof Mannheim: 6

Zuschauer: 14.248