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Sa. 12.07.2025 Anstoß: Uhr
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VfL empfängt formstarken TSV Havelse an der Bremer Brücke

Am Samstag trifft der VfL Osnabrück an der heimischen Bremer Brücke mit dem TSV Havelse auf den Tabellenvorletzten der 3. Liga. Dennoch gehört der TSV zu den formstärksten Teams der Liga. Der VfL ist also gewarnt und möchte die drei Punkte in der Hasestadt behalten. Der Vorbericht.

Der Gegner
In seiner zweiten Drittliga-Saison befindet sich der TSV Havelse wie erwartet seit dem ersten Spieltag im Abstiegskampf. So beendeten die Rot-Weißen die Hinrunde nach zwei Siegen und sieben Unentschieden mit 13 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dennoch kam die Mannschaft von Trainer Samir Ferchichi nach Startschwierigkeiten immer besser in der Liga an. So holte man im November und Dezember neun der insgesamt 13 Punkte. Damit dieser Lauf auch in der Rückrunde fortgesetzt werden kann, verstärkte sich der TSV im Winter mit insgesamt vier Neuzugängen.

Mit Norman Quindt holte man einen alten Bekannten zurück nach Havelse. Der 29-Jährige lief zuvor bereits in 64 Partien für den Verein auf und kehrte nun vom BSV Kickers Emden zum Garbsener Stadtteilverein zurück. In der Defensive verstärkte man sich mit Innenverteidiger Dennis Duah (per Leihe von Dynamo Dresden) sowie mit Linksverteidiger Manuel Polster, der vom schweizerischen Erstligisten Lausanne-Sport kommt. Der 23-jährige Österreicher spielte in der Hinrunde leihweise beim schweizerischen Zweitligisten Stade Nyonnais und zuvor unter anderem für die U19 des VfL Wolfsburg sowie die Zweitvertretung des VfB Stuttgart.

Neben den Defensivkräften holte man zur Steigerung der Offensivgefahr auch Temilola Awoyale vom Verbandsligisten FC Mecklenburg Schwerin. Der gebürtige Osnabrücker lief in seiner Jugend eine Saison für die U19 des VfL auf und trifft am Samstag direkt in seinem ersten Spiel für den neuen Verein auf seine ehemaligen Mannschaftskollegen Yigit Karademir, Kevin Wiethaup, Ismail Badjie und Bernd Riesselmann. Zudem sicherte man sich die Dienste von Mittelstürmer Christopher Schepp, der vom Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen kam und nach seiner ersten Einwechslung im Spiel gegen Hoffenheim II bereits nach vier Minuten seinen ersten Treffer für die Rot-Weißen erzielte.

Auf der Gegenseite musste man den Abgang von John Posselt verkraften. Dessen Leihe wurde von seinem Stammverein SC Paderborn vorzeitig beendet und anschließend zum Ligakonkurrenten SSV Jahn Regensburg transferiert. Der 22-jährige Mittelstürmer war mit sechs Toren bis dahin der Toptorschütze des TSV.

Die Ausgangslage
Wie bereits angedeutet, darf man sich vom aktuellen Tabellenstand des TSV Havelse (Platz 19) nicht täuschen lassen. In den vergangenen fünf Spieltagen holte keine andere Mannschaft mehr Punkte als der Aufsteiger aus der Regionalliga Nord. Zudem stellt man in diesem Zeitraum gemeinsam mit dem FC Ingolstadt die beste Offensive (12 Tore). In die Rückrunde startete Havelse mit einem furiosen 4:0-Achtungserfolg gegen die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim. Zwar verlor man das anschließende Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Essen mit 1:4, konnte aber am vergangenen Wochenende einen wichtigen 3:1-Heimsieg gegen den Abstiegskonkurrenten FC Erzgebirge Aue feiern. Anschließend äußerte sich Julius Düker am Mikrofon bei Magenta Sport wie folgt: „Wir waren nie weg, beziehungsweise haben wir uns nie so gefühlt, als wären wir weg gewesen. […] Von daher ist es eine Serie, auf der wir aufbauen können.“

Dass diese Serie beziehungsweise der Lauf der Havelser an der Bremer Brücke nicht fortgeführt wird, wollen die Hausherren des VfL Osnabrück am Samstag verhindern. Nach dem knappen 1:0-Auswärtssieg beim 1. FC Saarbrücken wollen die Lila-Weißen auch zu Hause wieder dreifach punkten. Dafür sollte der VfL in der Defensive vor allem auf Robin Müller achten. Der 25-jährige Stürmer ist mit vier Toren und zwei Vorlagen der torgefährlichste Spieler des aktuellen Kaders, ebenso kommt Lorenzo Paldino bislang auf vier Treffer. Die meisten Torschüsse verzeichnet Nassim Boujellab (48), der zudem 70 Prozent seiner insgesamt 30 Dribblings gewann und vereinsintern die meisten Torschussvorlagen lieferte (27). Am Samstag trifft dieser mit Niklas Wiemann auf einen alten Bekannten. Schließlich standen die beiden in ihren Karrieren mit keinem anderen Spieler so oft gemeinsam auf dem Feld: In 71 Partien liefen sie zusammen in der Jugend des FC Schalke 04 auf.

Insgesamt agierten die Havelser in den vergangenen vier Spielen deutlich effizienter als im restlichen Saisonverlauf. Zwar gaben sie lediglich einen Torschuss mehr ab, erzielten dabei jedoch im Schnitt 1,2 Tore mehr. Defensiv ließ das Team im selben Zeitraum fünf Torschüsse weniger zu. Auch der VfL zeigte sich zuletzt effizienter: Aus 2,6 weniger Torschüssen erzielten die Osnabrücker in den vergangenen vier Spielen 0,3 Treffer mehr im Vergleich zur bisherigen Saison. Allerdings präsentierten sich die Lila-Weißen defensiv anfälliger und ließen 2,7 Torschüsse mehr zu.

Schon über die gesamte Saison hinweg, aber insbesondere in den vergangenen vier Partien, befindet sich Bjarke Jacobsen in Topform. So bestritt der Däne die meisten Zweikämpfe (83) und legte die längste Laufdistanz (32,2 Kilometer) zurück. Zudem erzielte er im Heimspiel gegen den TSV 1860 München (1:1) die zwischenzeitliche 1:0-Führung für den VfL. Umso erfreulicher für die Osnabrücker ist es, dass sich der Vertrag des 32-Jährigen aufgrund einer Klausel in dieser Woche automatisch verlängerte. Gern würde der defensive Mittelfeldakteur dies am Wochenende mit einem weiteren Treffer und einem Sieg feiern. Schließlich traf er bereits im Hinspiel nach einer Ecke von Frederik Christensen per Kopf zum 2:0-Endstand.

Dabei stehen die Anzeichen auf einen Heimsieg gegen den TSV Havelse aus Sicht des VfL nicht schlecht. Denn gegen die Rot-Weißen verloren die Osnabrücker in der Historie noch nie. In den bisherigen acht Partien gewann man sechsmal und spielte zweimal torlos unentschieden. Damit ist die Ausgangslage klar: Der TSV Havelse reist mit Rückenwind an die Bremer Brücke, doch der VfL Osnabrück will den positiven Trend der Gäste stoppen und die eigene Serie gegen den TSV fortsetzen.

Das Personal
Bei den Gästen fällt mit Torben Engelking (Innenbandverletzung) nur ein Spieler für die Partie an der Bremer Brücke aus.

Beim VfL kann Cheftrainer Timo Schultz wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen. Zwar fehlte Ismail Badjie unter der Woche zwischenzeitlich krankheitsbedingt, stieg am Donnerstag aber wieder in den Trainingsbetrieb ein.

Stimmen zum Spiel
Im Spieltagsinterview erläuterte Cheftrainer Timo Schultz, wie er die Entwicklung des kommenden Gegners sieht: „Sie hatten sicherlich Probleme, in die Saison reinzufinden. Sie haben sich aber stabilisiert und gemerkt, dass sie konkurrenzfähig sind und Punkte holen können. Das zeigen sie jetzt gerade. Die Ergebnisse haben sie nicht glücklich irgendwie zurechtgemauert, sondern haben sich wirklich auch Chancen herausgespielt und schöne Tore geschossen. Also, wir sind gewarnt.“

Auf der Gegenseite schaut TSV-Torhüter Tom Opitz mit viel Freude und Zuversicht auf die Partie: „Wir blicken alle mit Vorfreude auf das Spiel am Samstag in Osnabrück. Wir wollen den Aufschwung aus den letzten Spielen mitnehmen und unsere gute Form weiter beibehalten. Wenn wir weiter so konzentriert und engagiert arbeiten, bin ich mir sicher, dass wir auch am Samstag ein gutes Spiel machen werden.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:45 Uhr live. Die Partie ist darüber hinaus auch im Free-TV im NDR sowohl im TV als auch im Stream zu verfolgen. Dort beginnt die Übertragung wenige Minuten vor dem Anpfiff. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


Aufstellung wurde noch nicht veröffentlicht

Dominanter VfL belohnt sich nach dem Seitenwechsel mit Heimsieg

Der VfL Osnabrück hat das Heimspiel gegen den TSV Havelse mit 2:0 für sich entschieden. Nach einer dominanten, aber torlosen ersten Hälfte sorgten Patrick Kammerbauer und Robin Meißner nach dem Seitenwechsel für die Entscheidung an der Bremer Brücke. Der Spielbericht.

Vier Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Startaufstellung vor. So standen Theo Janotta, Tony Lesueur, Fridolin Wagner und Luc Ihorst von Beginn an auf dem Platz. Dadurch rückten Frederik Christensen, Yigit Karademir und Julian Kania auf die Bank. Der Kaderplatz des verletzten Bjarke Jacobsen wurde durch Bernd Riesselmann aufgefüllt. Gästetrainer Samir Ferchichi veränderte seine Anfangsformation auf zwei Positionen: Semi Balkahia und Leon Sommer standen für Emre Aytun und Dennis Duah neu in der Startelf.

Von Beginn an übernahm der VfL die Spielkontrolle und kam früh zu ersten Annäherungen. Kevin Wiethaup prüfte TSV-Keeper Tom Opitz bereits nach wenigen Minuten, als er von links in die Mitte zog, seinen Abschluss jedoch zu zentral platzierte und Opitz den Ball sicher festhielt (2‘). Wenig später parierte der Havelser Schlussmann auch einen Flachschuss von Fridolin Wagner aus spitzem Winkel (9‘). Die Gäste konzentrierten sich auf eine kompakte Defensive und blieben vor allem über Standardsituationen gefährlich. Mehrere Eckbälle sorgten für Unruhe im Osnabrücker Strafraum, doch Jonsson und seine Vorderleute klärten aufmerksam.

Nach einer Viertelstunde sprangen dann große Teile der 14.037 Zuschauer an der Bremer Brücke von ihren Plätzen, als die Lila-Weißen die hoch aufgerückten Gäste überspielten und Luc Ihorst allein auf das Tor zulief. Keeper Opitz blieb jedoch aufmerksam, stürmte aus seinem Kasten und klärte die Situation mit einer Grätsche (15‘). Mit zunehmender Spieldauer erhöhte der VfL den Druck und wurde nun selbst verstärkt durch Standards gefährlich. So landete ein Freistoß von Lars Kehl auf dem Kopf von Theo Janotta, der den Ball am zweiten Pfosten jedoch nicht mehr auf das Tor setzen konnte (27‘). Auch Kehls direkter Freistoß aus gut 30 Metern, den er scharf an der Mauer vorbei auf das Tor zog, fand in Opitz seinen Meister, der stark parierte (30‘). Trotz klarer Feldvorteile verpassten die Lila-Weißen somit den verdienten Führungstreffer, sodass es torlos in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Havelse den besseren Start. Nassim Boujellab forderte Lukas Jonsson nach einem Eckball aus kurzer Distanz heraus (47‘). Der Schwede reagierte stark und hielt den VfL im Spiel. In der Folge fanden die Osnabrücker wieder besser in die Partie und belohnten sich nach knapp einer Stunde für ihren Aufwand. Ausgangspunkt war ein Diagonalball von Lars Kehl, der von links präzise an den zweiten Pfosten flankte. Dort setzte sich Robin Meißner durch, legte den Ball per Kopf überlegt in den Rückraum ab und Patrick Kammerbauer vollendete mit einem Direktschuss flach ins linke Eck zum verdienten 1:0 (59‘).

Der Treffer gab dem VfL spürbar Sicherheit. Die Osnabrücker blieben nun klar tonangebend und ließen defensiv kaum noch etwas zu. Havelse hielt zwar weiter dagegen, fand aber nur noch selten den Weg in gefährliche Abschlusspositionen. In der 78. Minute sorgte der VfL schließlich für die Vorentscheidung: Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte schalteten die Lila-Weißen schnell um. Wagner setzte sich durch und schickte Meißner mit einem Pass in die Tiefe auf die Reise. Der Angreifer behauptete den Ball im Strafraum, ließ seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen und jagte den Ball aus kurzer Distanz unhaltbar rechts oben in die Maschen (78‘). Damit erzielte der Mittelstürmer nicht nur das wichtige 2:0, sondern auch seinen Premierentreffer an der Bremer Brücke.

In der Schlussphase verwaltete der VfL den Vorsprung konzentriert. Der Schlusspunkt gehörte dennoch den Gästen: Einen Freistoß von Besfort Kolgeci parierte Lukas Jonsson in der Nachspielzeit stark zur Ecke und hielt damit auch bis zum Ende der Partie die weiße Weste fest (90+5‘). Mit dem verdienten 2:0-Heimsieg sammelt der VfL drei weitere Punkte und springt in der Tabelle zumindest bis zum morgigen Sonntag auf den zweiten Tabellenplatz. Somit kommt es in der kommenden Woche, am Samstag, den 14. Februar, zum Topspiel im Ostseestadion, wenn man auf den F.C. Hansa Rostock trifft (Anpfiff: 14:00 Uhr).

 

Tore:
1:0 (Kammerbauer 59‘), 2:0 (Meißner 78‘)

Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Janotta, Müller, Wiemann – P. Kammerbauer (Pröger 85‘), Lesueur, Wiethaup (Tesche 85‘), Wagner, Meißner (Kania 85‘), Kehl (Badjie 75‘) – Ihorst (Riesselmann 62‘)

TSV Havelse
Opitz – Plume (Riedel 81‘), Belkahia, Kolgeci – Sommer, Ilic (Polster 72‘), J. Berger, Boujellab (Jaeschke 81‘), J. Düker – Rexhepi (Müller 62‘), Paldino (Schepp 71‘)