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Erster Brückentag des Jahres: VfL will gegen „Münchner Löwen“ nachlegen
Zum ersten Heimspiel des Jahres ist am Sonntag der TSV 1860 München an der Bremer Brücke zu Gast (Anpfiff: 16:30 Uhr). Der VfL Osnabrück möchte nach dem gelungenen Jahresstart in Aachen auch zu Hause wieder dreifach punkten und die gute Form bestätigen. Der Vorbericht.
Der Gegner
Mit dem TSV 1860 München ist am Sonntag ein namhafter Gegner an der Bremer Brücke zu Gast. Mit schlagkräftigen Transfers und großer Euphorie ist man im Sommer im Münchener Stadtteil Giesing in die Saison gestartet. So wurden unter anderem Kevin Volland, Florian Niederlechner, Thomas Dähne oder auch Max Christiansen vorgestellt. Nach einem eher ernüchternden Saisonstart und einer Punkteausbeute von elf Zählern nach acht Spieltagen folgten jedoch die Entlassungen von Trainer Patrick Glöckner und Geschäftsführer Christian Werner. Während man die Position des Geschäftsführers direkt mit dem bisherigen Leiter der Nachwuchsabteilung, Manfred Paula, neu besetzte, stellte man auf der Trainerposition am 9. Oktober Markus Kauczinski als Nachfolger vor. Der 55-Jährige ist an der Seitenlinie zweit- und drittligaerfahren und konnte bereits als Meister mit dem Karlsruher SC (Saison 2012/13) sowie in der Relegation mit dem SV Wehen Wiesbaden (Saison 2022/23) in die 2. Bundesliga aufsteigen. Seine Anfangsphase in München gestaltete Kauczinski ebenfalls positiv und blickt nach bislang zehn Spielen auf einen Punkteschnitt von 1,9 zurück. So steht man in der „Kauczinski-Tabelle“ mit 19 Punkten auf Platz vier. Der VfL Osnabrück steht zum Vergleich mit 16 Punkten auf Rang acht. Entsprechend der positiven Entwicklung waren die Sechziger auf dem Wintertransfermarkt bislang weder auf der Zugangs- noch auf der Abgangsseite aktiv. Vielmehr wurden in der Vorbereitung einige Spieler aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum in den Profikader integriert.
Am Sonntag sind die „Löwen“ zum zehnten Mal zu Gast an der Bremer Brücke. Bislang reiste der TSV mit vier Siegen und zwei Unentschieden gut gelaunt aus Osnabrück zurück nach München. In der vergangenen Saison konnten die Lila-Weißen allerdings dank des Treffers von Chance Simakala einen 1:0-Heimsieg einfahren. Zudem behielt der VfL in den Duellen in der 3. Liga überwiegend die Oberhand und entschied vier der insgesamt neun Spiele für sich (zwei Unentschieden, drei Niederlagen).
Die Ausgangslage
Zur optimalen Vorbereitung auf die Rückrunde schlugen die Sechziger in der Winterpause ein Trainingslager im türkischen Belek auf. Dort absolvierte man ein Testspiel gegen den schweizerischen Erstligisten FC Winterthur, das man in dreimal 45 Minuten mit 4:1 für sich entscheiden konnte. Im ersten Pflichtspiel des Jahres trennte man sich im Grünwalder Stadion mit einem 1:1-Unentschieden, wobei Max Reinthaler den Ausgleich der Löwen in der 90. Minute erzielte. Allgemein sind die Löwen in dieser Saison in der Schlussphase ihrer Partien besonders torgefährlich. Bereits fünfmal traf man nach der 90. Minute. Nur Energie Cottbus war noch häufiger in der Nachspielzeit erfolgreich.
Während im Sommer besonders die Neuzugänge Kevin Volland und Florian Niederlechner in den Vordergrund rückten, sind in dieser Spielzeit andere Offensivkräfte die Torgaranten bei den Sechzigern. Mit sieben Treffern steht Sigurd Haugen an der Spitze der internen Torjägerliste. Umso bitterer für die Münchner ist dessen Ausfall seit Mitte Dezember aufgrund eines Kieferbruchs. Für Tore sorgen könnte nun weiterhin Patrick Hobsch, der mit fünf Saisontreffern der zweitbeste Schütze des Teams ist. Generell plagen die Löwen derzeit große Verletzungssorgen. Beim Spiel gegen Rot-Weiss Essen musste Trainer Markus Kauczinski gleich elf Ausfälle kompensieren. So kam es dazu, dass Damjan Dordan aus der zweiten Mannschaft der Sechziger sein Debüt in der 3. Liga gab. Zudem nahmen mit Finn Fuchs, Loris Husic und Noah Klose drei Spieler aus der U19 auf der Bank Platz.
Solche Sorgen muss sich VfL-Cheftrainer Timo Schultz nicht machen. Ganz im Gegenteil: Mit dem zuletzt gelbgesperrten Fridolin Wagner gibt es für das Heimspiel gegen die Münchner eine weitere Option für das zentrale Mittelfeld. Dabei lieferten Bjarke Jacobsen und Bryan Henning am vergangenen Wochenende Topleistungen gegen Alemannia Aachen ab und sind somit nur schwer aus der Startelf wegzudenken. Vor allem Bjarke Jacobsen hat in der Anfangsformation der Lila-Weißen einen Stammplatz. Seit dem dritten Spieltag stand der Däne stets von Beginn an auf dem Platz und wurde dabei nur ein einziges Mal ausgewechselt – beim Heimspiel gegen Hoffenheim II, in dem er bereits gelbverwarnt war. Am Sonntag trifft der defensive Mittelfeldakteur zudem auf einen alten Bekannten. Denn unter Trainer Markus Kauczinski lief Jacobsen in seiner Zeit bei Wehen Wiesbaden in insgesamt 83 Partien auf. Nur unter Bo Henriksen beim dänischen Erstligisten AC Horsens hat der 32-Jährige noch mehr Spielerfahrung gesammelt (97 Partien).
Ebenfalls auffällig im Auftaktspiel in Aachen war Robin Meißner, der an allen Osnabrücker Treffern direkt beteiligt war. So soll der 26-Jährige auch am Sonntag dabei mithelfen, das Ergebnis aus dem Hinspiel bei den Löwen, bei dem man sich mit 1:3 geschlagen geben musste, zu egalisieren. Dabei war der Stürmer in dieser Partie noch gar nicht selbst dabei. Denn erst nach dem Spiel wurde die Leihgabe von Dynamo Dresden offiziell beim VfL vorgestellt. Wie man gegen die Münchner Löwen gewinnt, weiß Meißner allerdings ganz genau. In bislang fünf Duellen gegen die Sechziger fuhr der gebürtige Hamburger vier Siege und ein Unentschieden ein. Ein Tor und eine Vorlage steuerte Meißner zu den Erfolgen seiner damaligen Mannschaften bei. Ganz ähnlich wünschen es sich sicherlich auch die über 15.000 Zuschauer am Sonntag an der Bremer Brücke. Der letzte Heimsieg liegt mit dem 22. November gegen den FC Ingolstadt (1:0) schließlich schon etwas länger zurück.
Das Personal
Das Lazarett bei den „Löwen“ ist lang. Mit Samuel Althaus (Krankheit), Max Christiansen (Hüft-OP), Tunay Deniz (Kreuzbandriss), Sean Dulic (Muskelfaserriss), Sigurd Haugen (Kieferbruch), Manuel Pfeifer (muskuläre Verletzung) und Jesper Verlaat (Wadenverhärtung) fallen gleich sieben Spieler für das Gastspiel in der Hasestadt aus.
Auf Seiten der Osnabrücker trainierten Bjarke Jacobsen und Fabian Fabinski unter der Woche teilweise individuell. Während ein Einsatz von Fabinski aktuell noch fraglich ist, kehrte Jacobsen am Freitag zurück ins Mannschaftstraining und ist somit – wie auch alle anderen Akteure des Kaders – eine mögliche Option für das Heimspiel am Sonntag.
Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz erläuterte am Freitagvormittag im Spieltagsinterview, dass er am Sonntag einen Topgegner an der Bremer Brücke erwartet. „Es wird eine hochmotivierte Truppe sein. Sie haben gerade in der letzten Woche viele Ausfälle zu beklagen gehabt und trotzdem ein sehr gutes Spiel gegen Rot-Weiss Essen gemacht. […] Dementsprechend gehe ich davon aus, dass sie angreifen wollen. Sie müssen eine Serie starten, um oben noch einmal richtig ranzukommen. Ich freue mich auf ein gutes Spiel, es ist ein geiler Gegner und eine tolle Mannschaft mit wirklich tollen Einzelspielern.“
Angesprochen auf den zu erwartenden Ballbesitzvorteil für die Gäste (49,6 % zu 46,8 %) entgegnet Schultz: „Ballbesitz ist mittlerweile ein Faktor, den du vernachlässigen kannst. Ich spreche immer gerne von Kontrolle, und die kann man auch haben, wenn man den Ball nicht hat. Das wird für uns wichtig sein, die Stärken und vor allem die individuellen Stärken, die sie auf den Platz bringen können, nicht aufkommen zu lassen.“
TV und Liveticker
Der Pay-TV-Sender MagentaSport überträgt die Partie ab 16:15 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Darüber hinaus ist das Spiel im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.
Aufstellung wurde noch nicht veröffentlicht
VfL belohnt sich nicht: Remis im Heimspiel gegen „Sechziger“
Am Sonntagnachmittag trennte sich der VfL Osnabrück mit einem 1:1-Unentschieden vom TSV 1860 München. Dabei konnten sich die Lila-Weißen vor allem in der ersten Halbzeit nicht für eine aktive und spielbestimmende Spielweise belohnen. Der Spielbericht.
Eine Veränderung nahm Cheftrainer Timo Schultz in seiner Startaufstellung vor. So ersetzte Tony Lesueur auf der linken Außenbahn Frederik Christensen. Außerdem rückten Luc Ihorst und Fridolin Wagner für Bernd Riesselmann und Kevin Wiethaup in den Kader. Bei den Gästen gab es mit Thomas Dähne und Thore Jacobsen zwei Veränderungen in der Anfangsformation, die nach überstandener Verletzung beziehungsweise abgesessener Gelbsperre zurückkehrten.
Im mit 15.369 Zuschauern besetzen Stadion an der Bremer Brücke dauerte es nicht lange, bis die Lila-Weißen den ersten Torabschluss der Partie verbuchten. Nach einem Freistoß landete der Abschluss von Niklas Wiemann aus der zweiten Reihe allerdings deutlich über dem Tor von Keeper Thomas Dähne (2‘). Generell übernahmen die Osnabrücker früh das Spielgeschehen und wurden schließlich durch einen Standard erfolgreich. Lars Kehl, der am Sonntagnachmittag viele gute Eckbälle schlug, brachte in der 17. Minute einen Eckstoß punktgenau auf den Kopf von Bjarke Jacobsen, der das Spielgerät im langen Eck platzieren konnte (17‘).
Nur zwei Minuten später wurde Kehl selbst vor dem Kasten der Münchner Löwen gefährlich. Nachdem der 23-Jährige den Ball im Mittelkreis zugespielt bekam, lief er einige Meter durch die gegnerische Hälfte und zog am Strafraumrand ab. Wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei flog der Ball allerdings ins Toraus (19‘). Ziemlich aus dem Nichts fiel schließlich der Ausgleichstreffer, als eine Grätsche von Jannik Müller im eigenen Sechzehner bei Philipp Maier landete. Dieser legte die Kugel auf den besser postierten Kevin Volland weiter, der mit links ins rechte lange Eck abschloss. Torwart Lukas Jonsson fälschte den Ball zwar noch mit der Hand ab, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern (25‘).
Erfolgreicher war auf der Gegenseite Raphael Schifferl, der den starken Schussversuch von Robin Meißner kurz vor der Linie klären konnte. Zuvor hatte sich Meißner sehenswert gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt (27‘). Weitere nennenswerte Aktionen blieben in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit aus. So ging es nach 45 Minuten mit einem 1:1-Unentschieden in die Kabine. Während die Lila-Weißen nicht nur anhand ihrer neun Torschüsse die aktivere Mannschaft waren, durften die Münchner dank ihrer Effizienz und ihres einzigen, aber erfolgreichen Torschusses zufrieden mit dem Ergebnis in die Pause gehen.
Unverändert schickten beide Trainer ihre Mannschaften zurück auf das Feld. Die erste Gelegenheit nach dem Wiederanpfiff gehörte erneut den Osnabrückern. Tony Lesueur zog in der 54. Minute aus gut 20 Metern auf den Kasten von Thomas Dähne ab. Dieser konnte den Schuss zwar parieren, aber nicht festhalten, sodass Patrick Kammerbauer aus spitzem Winkel erneut zum Abschluss kam. Diesen hielt Dähne schließlich fest (54‘). Wenig später kamen auch die Sechziger gefährlich vor den Kasten von Lukas Jonsson. Nach einem Eckball suchte Patrick Hobsch den Abschluss, doch Niklas Wiemann warf sich in den Schuss, sodass Jonsson nicht eingreifen musste (61‘).
Der Innenverteidiger stand auch bei der nächsten Offensivaktion der Münchner im Mittelpunkt, als David Philipp zunächst abschloss, Jonsson den Ball abprallen ließ und Wiemann Hobsch im Zweikampf entscheidend störte, sodass dieser nicht mehr an den Ball kam (69‘). Die Lila-Weißen hingegen wurden erneut durch Standards gefährlich. Nach einem Eckball, den die Löwen zunächst klären konnten, brachte Karademir den Ball zurück in die Gefahrenzone. Niklas Wiemann legte per Kopf auf Robin Meißner ab, dessen Volley nur haarscharf am linken Pfosten vorbeiging. Torwart Dähne wäre bei dieser Aktion chancenlos gewesen (72‘).
Ähnlich knapp flog der Ball auch auf der Gegenseite am Aluminium vorbei ins Toraus, als Justin Steinkötter versuchte, Jonsson per Lupfer zu überwinden (74‘). Doch auch der Joker der „Löwen“ blieb erfolglos. In der Schlussphase der Partie kamen beide Teams nicht mehr zwingend vor das Tor. Zwar bekam der VfL gleich zweimal einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen, doch weder Lars Kehl (80‘) noch Robin Meißner (90+3‘) konnten diese nutzen.
Somit fielen in der zweiten Halbzeit keine Tore mehr an der Bremer Brücke, und der VfL muss sich trotz seiner Chancenüberlegenheit, vor allem in der ersten Halbzeit, mit einem Punkt zufriedengeben. Die Lila-Weißen stehen nun mit 36 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. In der kommenden Woche geht es am Samstag, den 31. Januar, zum sich im Abstiegskampf befindenden 1. FC Saarbrücken (Anpfiff: 14:00 Uhr).
Tore:
1:0 (Jacobsen 17‘), 1:1 (Volland 25‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir, J. Müller, Wiemann – P. Kammerbauer (Pröger 86‘), B. Jacobsen, Henning (Wagner 59‘), Lesueur (Kopacz 74‘), R. Meißner, Kehl (Ihorst 86‘) – Kania (Badjie 59‘)
TSV 1860 München:
Dähne – Schifferl, Reinthaler, Voet – Lippmann (Steinkötter 70‘) , Maier, T. Jacobsen, Jakob, Volland (Danhof 90+2‘) – Philipp (Rittmüller 70‘), Hobsch
Spielplan
| VFL Osnabrück | 1: 1 | TSV 1860 München |
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. Spieltag
So. 25.01.2026 Anstoß: 16:30 Uhr
Bremer Brücke Zum Matchcenter > |
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| 1. FC Saarbrücken | vs. | VFL Osnabrück |
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. Spieltag
Sa. 31.01.2026 Anstoß: 14:00 Uhr
Ludwigparkstadion Zum Matchcenter > |
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| VFL Osnabrück | vs. | TSV Havelse |
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. Spieltag
Sa. 07.02.2026 Anstoß: 14:00 Uhr
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