Freundschaftsspiel

Auswärtsspiel
VS.
Do. 03.07.2025 Anstoß: Uhr
Freundschaftsspiel

Statistiken zu diesem Spiel auf:

Powered By sport.de

match-center

Erster Brückentag des Jahres: VfL will gegen „Münchner Löwen“ nachlegen

Zum ersten Heimspiel des Jahres ist am Sonntag der TSV 1860 München an der Bremer Brücke zu Gast (Anpfiff: 16:30 Uhr). Der VfL Osnabrück möchte nach dem gelungenen Jahresstart in Aachen auch zu Hause wieder dreifach punkten und die gute Form bestätigen. Der Vorbericht.

Der Gegner
Mit dem TSV 1860 München ist am Sonntag ein namhafter Gegner an der Bremer Brücke zu Gast. Mit schlagkräftigen Transfers und großer Euphorie ist man im Sommer im Münchener Stadtteil Giesing in die Saison gestartet. So wurden unter anderem Kevin Volland, Florian Niederlechner, Thomas Dähne oder auch Max Christiansen vorgestellt. Nach einem eher ernüchternden Saisonstart und einer Punkteausbeute von elf Zählern nach acht Spieltagen folgten jedoch die Entlassungen von Trainer Patrick Glöckner und Geschäftsführer Christian Werner. Während man die Position des Geschäftsführers direkt mit dem bisherigen Leiter der Nachwuchsabteilung, Manfred Paula, neu besetzte, stellte man auf der Trainerposition am 9. Oktober Markus Kauczinski als Nachfolger vor. Der 55-Jährige ist an der Seitenlinie zweit- und drittligaerfahren und konnte bereits als Meister mit dem Karlsruher SC (Saison 2012/13) sowie in der Relegation mit dem SV Wehen Wiesbaden (Saison 2022/23) in die 2. Bundesliga aufsteigen. Seine Anfangsphase in München gestaltete Kauczinski ebenfalls positiv und blickt nach bislang zehn Spielen auf einen Punkteschnitt von 1,9 zurück. So steht man in der „Kauczinski-Tabelle“ mit 19 Punkten auf Platz vier. Der VfL Osnabrück steht zum Vergleich mit 16 Punkten auf Rang acht. Entsprechend der positiven Entwicklung waren die Sechziger auf dem Wintertransfermarkt bislang weder auf der Zugangs- noch auf der Abgangsseite aktiv. Vielmehr wurden in der Vorbereitung einige Spieler aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum in den Profikader integriert.

Am Sonntag sind die „Löwen“ zum zehnten Mal zu Gast an der Bremer Brücke. Bislang reiste der TSV mit vier Siegen und zwei Unentschieden gut gelaunt aus Osnabrück zurück nach München. In der vergangenen Saison konnten die Lila-Weißen allerdings dank des Treffers von Chance Simakala einen 1:0-Heimsieg einfahren. Zudem behielt der VfL in den Duellen in der 3. Liga überwiegend die Oberhand und entschied vier der insgesamt neun Spiele für sich (zwei Unentschieden, drei Niederlagen).

Die Ausgangslage
Zur optimalen Vorbereitung auf die Rückrunde schlugen die Sechziger in der Winterpause ein Trainingslager im türkischen Belek auf. Dort absolvierte man ein Testspiel gegen den schweizerischen Erstligisten FC Winterthur, das man in dreimal 45 Minuten mit 4:1 für sich entscheiden konnte. Im ersten Pflichtspiel des Jahres trennte man sich im Grünwalder Stadion mit einem 1:1-Unentschieden, wobei Max Reinthaler den Ausgleich der Löwen in der 90. Minute erzielte. Allgemein sind die Löwen in dieser Saison in der Schlussphase ihrer Partien besonders torgefährlich. Bereits fünfmal traf man nach der 90. Minute. Nur Energie Cottbus war noch häufiger in der Nachspielzeit erfolgreich.

Während im Sommer besonders die Neuzugänge Kevin Volland und Florian Niederlechner in den Vordergrund rückten, sind in dieser Spielzeit andere Offensivkräfte die Torgaranten bei den Sechzigern. Mit sieben Treffern steht Sigurd Haugen an der Spitze der internen Torjägerliste. Umso bitterer für die Münchner ist dessen Ausfall seit Mitte Dezember aufgrund eines Kieferbruchs. Für Tore sorgen könnte nun weiterhin Patrick Hobsch, der mit fünf Saisontreffern der zweitbeste Schütze des Teams ist. Generell plagen die Löwen derzeit große Verletzungssorgen. Beim Spiel gegen Rot-Weiss Essen musste Trainer Markus Kauczinski gleich elf Ausfälle kompensieren. So kam es dazu, dass Damjan Dordan aus der zweiten Mannschaft der Sechziger sein Debüt in der 3. Liga gab. Zudem nahmen mit Finn Fuchs, Loris Husic und Noah Klose drei Spieler aus der U19 auf der Bank Platz.

Solche Sorgen muss sich VfL-Cheftrainer Timo Schultz nicht machen. Ganz im Gegenteil: Mit dem zuletzt gelbgesperrten Fridolin Wagner gibt es für das Heimspiel gegen die Münchner eine weitere Option für das zentrale Mittelfeld. Dabei lieferten Bjarke Jacobsen und Bryan Henning am vergangenen Wochenende Topleistungen gegen Alemannia Aachen ab und sind somit nur schwer aus der Startelf wegzudenken. Vor allem Bjarke Jacobsen hat in der Anfangsformation der Lila-Weißen einen Stammplatz. Seit dem dritten Spieltag stand der Däne stets von Beginn an auf dem Platz und wurde dabei nur ein einziges Mal ausgewechselt – beim Heimspiel gegen Hoffenheim II, in dem er bereits gelbverwarnt war. Am Sonntag trifft der defensive Mittelfeldakteur zudem auf einen alten Bekannten. Denn unter Trainer Markus Kauczinski lief Jacobsen in seiner Zeit bei Wehen Wiesbaden in insgesamt 83 Partien auf. Nur unter Bo Henriksen beim dänischen Erstligisten AC Horsens hat der 32-Jährige noch mehr Spielerfahrung gesammelt (97 Partien).

Ebenfalls auffällig im Auftaktspiel in Aachen war Robin Meißner, der an allen Osnabrücker Treffern direkt beteiligt war. So soll der 26-Jährige auch am Sonntag dabei mithelfen, das Ergebnis aus dem Hinspiel bei den Löwen, bei dem man sich mit 1:3 geschlagen geben musste, zu egalisieren. Dabei war der Stürmer in dieser Partie noch gar nicht selbst dabei. Denn erst nach dem Spiel wurde die Leihgabe von Dynamo Dresden offiziell beim VfL vorgestellt. Wie man gegen die Münchner Löwen gewinnt, weiß Meißner allerdings ganz genau. In bislang fünf Duellen gegen die Sechziger fuhr der gebürtige Hamburger vier Siege und ein Unentschieden ein. Ein Tor und eine Vorlage steuerte Meißner zu den Erfolgen seiner damaligen Mannschaften bei. Ganz ähnlich wünschen es sich sicherlich auch die über 15.000 Zuschauer am Sonntag an der Bremer Brücke. Der letzte Heimsieg liegt mit dem 22. November gegen den FC Ingolstadt (1:0) schließlich schon etwas länger zurück.

Das Personal
Das Lazarett bei den „Löwen“ ist lang. Mit Samuel Althaus (Krankheit), Max Christiansen (Hüft-OP), Tunay Deniz (Kreuzbandriss), Sean Dulic (Muskelfaserriss), Sigurd Haugen (Kieferbruch), Manuel Pfeifer (muskuläre Verletzung) und Jesper Verlaat (Wadenverhärtung) fallen gleich sieben Spieler für das Gastspiel in der Hasestadt aus.

Auf Seiten der Osnabrücker trainierten Bjarke Jacobsen und Fabian Fabinski unter der Woche teilweise individuell. Während ein Einsatz von Fabinski aktuell noch fraglich ist, kehrte Jacobsen am Freitag zurück ins Mannschaftstraining und ist somit – wie auch alle anderen Akteure des Kaders – eine mögliche Option für das Heimspiel am Sonntag.

Stimmen zum Spiel
VfL-Cheftrainer Timo Schultz erläuterte am Freitagvormittag im Spieltagsinterview, dass er am Sonntag einen Topgegner an der Bremer Brücke erwartet. „Es wird eine hochmotivierte Truppe sein. Sie haben gerade in der letzten Woche viele Ausfälle zu beklagen gehabt und trotzdem ein sehr gutes Spiel gegen Rot-Weiss Essen gemacht. […] Dementsprechend gehe ich davon aus, dass sie angreifen wollen. Sie müssen eine Serie starten, um oben noch einmal richtig ranzukommen. Ich freue mich auf ein gutes Spiel, es ist ein geiler Gegner und eine tolle Mannschaft mit wirklich tollen Einzelspielern.“

Angesprochen auf den zu erwartenden Ballbesitzvorteil für die Gäste (49,6 % zu 46,8 %) entgegnet Schultz: „Ballbesitz ist mittlerweile ein Faktor, den du vernachlässigen kannst. Ich spreche immer gerne von Kontrolle, und die kann man auch haben, wenn man den Ball nicht hat. Das wird für uns wichtig sein, die Stärken und vor allem die individuellen Stärken, die sie auf den Platz bringen können, nicht aufkommen zu lassen.“

TV und Liveticker
Der Pay-TV-Sender MagentaSport überträgt die Partie ab 16:15 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio. Darüber hinaus ist das Spiel im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


Aufstellung wurde noch nicht veröffentlicht

Zu diesem Spiel ist derzeit leider noch keine Bildergalerie verfügbar.

Zu diesem Spiel ist derzeit leider noch kein Nachbericht vorhanden.