Beim Wiederaufeinandertreffen beider Aufsteiger musste sich der VfL im Heimspiel dem SV Wehen Wiesbaden mit 0:2 geschlagen geben. Trotz einer Leistungssteigerung in Halbzeit 2 reichte es nicht, zumindest einen Punkt an der Bremer Brücke zu behalten.

Vor Spielbeginn gab es einige Veränderungen in der Aufstellung. Timo Beermann durfte nach langer Pause sein Comeback feiern. Außerdem gab es aufgrund der Verletzung von Ajdini eine Umstellung im System. Dave Gnaase rückte auf die Rechtsverteidiger-Position, im Mittelfeld startete Maxi Thalhammer an seiner Position. Chris Conteh war nach der Pause gegen Düsseldorf auch wieder fit und durfte auf dem linken Flügel beginnen.

Nach nur neun Minuten der erste Schock: Wiesbaden erobert den Ball am Sechzehner, legt ihn in die Mitte und Hyun-ju Lee verwertete, indem er seinen Fuß reinhielt. Anschließend fingen die Lila-Weißen an physisch zu spielen. Innerhalb von fünf Minuten mussten sich Gnaase und Maxwell Gyamfi mit der gelben Karte begnügen.

Nach einem missglückten Pass im Strafraum der Wiesbadener stand Jannes Wulff plötzlich völlig frei vor dem Tor, doch diese Gelegenheit blieb ungenutzt (20.). Beide Mannschaften konzentrierten sich immer mehr darauf über die Außenseiten Druck zu machen. Mehrfach tankten sich die Flügelspieler durch, um ihren Stürmer im Strafraum zu finden. Beide Seiten kreierten so ihre meisten Möglichkeiten, doch zur Halbzeit blieb es beim Stand von 0:1. Wiesbaden blieb dabei stets gefährlich, der VfL tat sich schwer.

Kein Glück im Spiel

Zur Pause wechselte Cheftrainer Tobias Schweinsteiger Charalambos Makridis ein, um mehr Kreativität ins Osnabrücker Spiel zu bringen. Diese Taktikänderung erwies sich als kluger Schachzug, denn Makridis brachte ordentlich Chaos in die Hintermannschaft der Gäste. Im Anschluss an diesen Wechsel begann eine Druckphase des VfL, die bis zur 70. Minute andauern sollte. Mehrfach hatten Cuisance, Engelhardt und Co. die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen. Alle Bälle prallten entweder an der Abwehr ab oder konnten vom starken Schlussmann der Hessen, Florian Stritzel, pariert werden.

Ein unhaltbares Freistoßtor von Robin Heußer aus kurzer Distanz sorgte schließlich auf der Gegenseite für die Vorentscheidung. Zwar hatte der VfL im direkten Gegenzug die Möglichkeit den Anschluss herzustellen, doch der Ball wollte an diesem Nachmittag einfach nicht ins Tor. Schließlich ebbte der Druck der Lila-Weißen ab und das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. Nach dem 4:1-Erfolg des VfL an der Bremer Brücke in der Vorsaison, hatte Wiesbaden diesmal mehr Spielglück. Zum Ende hieß es 0:2 aus Sicht des VfL.


Text: Paul Dornbusch

Bild: Philip Dauwe